Verbale und nonverbale Kommunikation

Gestik innerhalb der Semiotik


Essay, 2010
7 Seiten

Leseprobe

Verbale und nonverbale Kommunikation, Gestik (innerhalb der Semiotik)

In meinem Vortrag möchte ich das Wesentliche der verbalen und nonverbalen Kommunikation darstellen, wobei sich meine Konzentration beim zweiten Problem auf den Begriff „Gestik“ richten wird. All die Phänomene werden aus semiotischer Sicht skizziert.

Bevor ich zu den erwähnten Einzelheiten übergehe, will ich noch erklären, was unter dem Terminus „Semiotik“ zu verstehen ist. Meines Erachtens ist dies von großer Bedeutung, weil dank dieser Erläuterung eine gewisse Grundlage zum besseren Verstehen weiterer Begriffe geschaffen wird. Duden definiert „Semiotik“ (anders auch als „Semiologie“ bezeichnet) als „Lehre von den Zeichen; Zeichentheorie“. In Encarta Enzyklopädie 2009 ist eine längere Erklärung vorhanden, nämlich:

„Semiotik (griechisch sema: Zeichen), die Wissenschaft von den Zeichen. Gegenstand der Semiotik sind Strukturen und Abläufe von Zeichen- und Verstehensprozessen (Semiosen). Dabei wird der Begriff des Zeichens auch auf außersprachliche Bereiche der Kommunikation ausgedehnt.“

Aus dem Obigen geht hervor, dass Zeichen sich nicht nur auf sprachliche Kommunikation beziehen, sondern auch ihre außersprachlichen Aspekte berücksichtigen. Das Semiotische wird ferner einigermaßen noch näher beleuchtet, außerdem möchte ich auch folgende Phänomene skizzieren:

- nonverbale Kommunikation und Körpersprache,
- verbal, vokal und nonverbal in Bezug auf Kommunikation,
- pansemiotische Sicht, unilaterale Semiose und bilaterale Kommunikation,
- Körpersprache,
- Gestik, Geste und Gebärde,
- Typologie von Gesten und Gesten als Zeichen.

In meinem Vortrag gehe ich von dem Terminus der nonverbalen Kommunikation aus. Sie ist als ein Gebiet des menschlichen Zeichenverhaltens zu verstehen, das von Semiotik, Sozialpsychologie, Kulturanthropologie und Ethologie erforscht wird. Aus den Untersuchungen geht hervor, dass die nonverbale Kommunikation „das Ausdruckspotential des menschlichen Körpers in Zeit und Raum“ umfasst. Sie besteht aber auch teilweise aus der visuellen und der verbalen Kommunikation und lässt sich von diesen zwei Gebieten nicht trennen. Was die linguistischen Ansätze zur Erforschung dieser Kommunikationsart anbelangt, ist Pikes „Unified Theory of Human Behavior“ (1967) zu nennen. Der Forscher unternimmt den Versuch, ein Modell zur Analyse des sprachlichen wie auch des nichtsprachlichen Verhaltens zu entwickeln, wozu er sich der Methode bedient, die Tangemik heißt. Er hält demzufolge Akteme und Behavioreme für Segmente des nichtverbalen Verhaltens, analogisch zu den Phonemen und Äußerungseinheiten der Sprache.

Zur Definition der nonverbalen Kommunikation zurückkehrend, sind zwei Definitionen zu unterscheiden: eine weitere und eine engere Definition. Im weiteren Sinn kann die nonverbale Kommunikation als „Kommunikation minus Sprache“ bezeichnet werden. Manchmal gehört dazu auch das Gebiet der visuellen Kommunikation, also die Kommunikation durch Objekte oder das kommunikative Verhalten der Tiere. Im engeren Sinn wird die nonverbale Kommunikation auf sprachbegleitendes Verhalten beschränkt.

Ich möchte mich jetzt auf die Begriffe: verbal, vokal und nonverbal in Bezug auf die Kommunikation konzentrieren, wobei es betont werden soll, dass einige Untersuchungen das Begriffspaar vokal/nonvokal als eine gewisse Alternative zur Opposition verbal/nonverbal darstellen. Man kann sich aber die Frage stellen, ob diese Alternative zustimmt, weil der Begriff „verbal“ ein Synonym von „sprachlich“ ist. Die Sprache wird jedoch nicht nur vokal ausgedrückt, sondern kann auch in Form von Schrift, also visuell geäußert werden. Demzufolge sind die sprachlichen und die körperlichen Zeichen, d.h. die beiden Hauptgebiete der Kommunikationsforschung, folgendermaßen aufzuteilen:

verbale vokale Kommunikation: ihr Gegenstand sind die Botschaften einer gesprochenen natürlichen Sprache.

nonverbale vokale Kommunikation: ihr Gebiet ist die Paralinguistik und manche nichtlinguistische Ausdrucksformen, wie z.B. Schreien oder Lachen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten

Details

Titel
Verbale und nonverbale Kommunikation
Untertitel
Gestik innerhalb der Semiotik
Hochschule
Uniwersitet Gdański
Autor
Jahr
2010
Seiten
7
Katalognummer
V179762
ISBN (eBook)
9783656022367
Dateigröße
403 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Vortrag ohne Sekundärliteratur
Schlagworte
Kommunikation, verbal, nonverbal, communication, German, Deutsch, niemiecki, komunikacja, komunikacja obcojęzyczna, Gestik, Semiotik
Arbeit zitieren
mgr Lukasz Tyczkowski (Autor), 2010, Verbale und nonverbale Kommunikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179762

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Titel: Verbale und nonverbale Kommunikation


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