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Theorien der Sozialen Arbeit

Eine kritische Diskussion, im Bezugsrahmen einer Fallgeschichte

Title: Theorien der Sozialen Arbeit

Seminar Paper , 2011 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Daniel Rau (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Ziel der hier vorliegenden Seminararbeit, ist die kritische Diskussion diverser Theorien Sozialer Arbeit, im Rahmen einer Fallgeschichte.
Als Fallgeschichte wurde ein Fall aus dem Bereich der Familienhilfe gewählt welcher einen für dieses Feld Sozialer Arbeit charakteristischen Kasus darstellt.
Es werden drei Ansätze zur Analyse des dargelegten Falles angewendet und anschließend kritisch diskutiert. In diesem Kontext erschien es mir als sinnvoll eine klassische Theorie aus den Ursprüngen Sozialer Arbeit zu wählen. Hierzu dient der Ansatz von Alice Salomon, die als eine Wegbereiterin der Wissenschaft Sozialer Arbeit angesehen werden kann. Komplementierend finden desweiteren zwei bedeutende Theorien der Gegenwart ihre Anwendung. Das Konzept „Lebensbewältigung“ von Lothar Böhnisch sowie der Ansatz „Lebensweltorientierung“ von Hans Thiersch. Diese beiden Theorien wurden aufgrund ihres immensen, strukturbildenden Einflusses auf die Soziale Arbeit ausgewählt.
Der Rahmen dieser Arbeit lässt es nicht zu weitere Theorien mit einzubeziehen, aus diesem Grund findet etwa die Systemische Theorie von Silvia Staub-Bernasconi, die unumstritten einen prägenden Charakter in aktuellen Theoriediskursen einnimmt, keine Applikation im Rahmen dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Aufbau der Arbeit

1.2 Das Theorie/Praxis Verhältnis

2 Fallgeschichte

2.1 Darstellung des Falles

2.2 Reflexion der Fallgeschichte

3 Die Theorie Sozialer Arbeit von Alice Salamon

3.1 Grundzüge des theoretischen Ansatzes Alice Salomons

3.2 Fallanalyse unter Bezugnahme auf die Theorie Alice Salomons

3.3 Kritische Diskussion der Theorie Alice Salomons

4 Das Konzept „Lebensbewältigung“

4.1 Grundzüge des Konzeptes „Lebensbewältigung“

4.2 Fallanalyse unter Bezugnahme auf das Konzept „Lebensbewältigung“

4.3 Kritische Diskussion des Konzeptes „Lebensbewältigung“

5 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit

5.1 Grundzüge der Theorie „Lebensweltorientierung“

5.2 Fallanalyse unter Bezugnahme auf die lebensweltorientierte Soziale Arbeit

5.3 Kritische Diskussion der Theorie „Lebensweltorientierung“

6 Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der kritischen Diskussion ausgewählter Theorien der Sozialen Arbeit, um deren Anwendbarkeit und Nutzen anhand einer fiktiven, aber realitätsnahen Fallgeschichte aus der Familienhilfe zu überprüfen und daraus Handlungsoptionen abzuleiten.

  • Kritische Reflexion des Theorie-Praxis-Verhältnisses in der Sozialen Arbeit.
  • Anwendung des theoretischen Ansatzes von Alice Salomon ("Soziale Diagnostik").
  • Analyse der Familie Köhler mithilfe des Konzepts „Lebensbewältigung“ von Lothar Böhnisch.
  • Diskussion des Konzepts „Lebensweltorientierung“ nach Hans Thiersch zur Fallarbeit.
  • Vergleichende Bewertung der Theorien hinsichtlich ihrer defizit- bzw. ressourcenorientierten Perspektiven.

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundzüge des theoretischen Ansatzes Alice Salomons

„Alle Fürsorge strebt Wiederherstellung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit, der Gesundheit, der Fähigkeit zu verantwortlicher Lebensführung an“ (Salamon 1927, S. 52). Moderne Industriegesellschaften kreieren laut Alice Salomon dauernde Not, auf deren (soziale) Ursachen das Individuum zunächst keinen Einfluss hat, da sie durch gesamtgesellschaftliche Zustände kausal bedingt sind. Die wirtschaftliche Not drückt sich unter anderem in Arbeitslosigkeit, Altersarmut oder Verwitwung aus. Infolge der zunehmenden Verstädterung führen beengte Wohnverhältnisse, ungesunde Arbeitsbedingungen und mangelnde Hygiene zu gesundheitlicher Not. Weitere Ursachen der Not liegen nach Salomon auch im Subjekt selbst, wie etwa charakterliche Defizite, ökonomische Unfähigkeit, Willensschwäche oder die allgemeine Unfähigkeit im Umgang mit Herausforderungen des Lebens. (vgl. Engelke, Borrmann, Spatscheck 2009, S. 240-241)

Für Salomon ist Wohlfahrt das Ziel nahezu jeden menschlichen Handelns. Woraus sich als vorrangige Aufgaben der Wohlfahrtspflege die Verhinderung von Armut und Not sowie die Bekämpfung derer Ursachen ergeben. Die Hilfebedürftigen sollen durch die Wohlfahrtspflege zum einen materiell unterstützt und zum anderen soll ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit wiederhergestellt werden. Hierzu ist es nötig, vorhandene Ressourcen zu fördern, entwickeln, erhalten und zu schützen. Geschädigte Kräfte gilt es nach Möglichkeit wiederherzustellen. (vgl. Engelke, Borrmann, Spatscheck 2009, S. 241-244)

Methoden des beruflichen Handelns ergeben sich aus dem, was Salamon als Inhalt des Helfens ansieht: „die Persönlichkeitsentwicklung durch bewusste Anpassung des Menschen an seine Umwelt“ oder „der Umwelt an die besonderen Bedürfnisse und Kräfte des betreffenden Menschen“ (Salomon 1927, S. 60). Sie unterscheidet hierbei zwischen individualisierter- und Gruppenfürsorge. Grundlage der Hilfe ist die Soziale Diagnose (vgl. Salomon 1927, S. 61). Sie dient der präzisen Analyse und der Herausbildung eines Gesamtbildes der sozialen Schwierigkeiten einer Person, um somit passende Hilfsmaßnahmen zu generieren. Die Erforschung und Benennung der Ursachen des sozialen Notstands ist nötig da die einzuleitenden Maßnahmen davon abhängig sind, ob die Notlage im Subjekt selbst oder in den sozialen Gegebenheiten begründet ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Auswahl der Theorien sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung anhand einer Fallgeschichte.

2 Fallgeschichte: Dieses Kapitel präsentiert die fiktive Lebenssituation der Familie Köhler, die durch Arbeitslosigkeit, Krankheit, Aggression und Suchtproblematiken geprägt ist.

3 Die Theorie Sozialer Arbeit von Alice Salamon: Die Theorie wird als klassischer Ansatz vorgestellt und zur Diagnose der familiären Situation sowie zur Identifikation von Hilfemaßnahmen angewandt.

4 Das Konzept „Lebensbewältigung“: Hier wird Lothar Böhnischs Ansatz genutzt, um die emotionalen und triebdynamischen Bewältigungsmuster der Familienmitglieder in anomischen Lebenslagen zu analysieren.

5 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit: Das Kapitel wendet Hans Thierschs Theorie an, um eine ressourcenorientierte Hilfeplanung zu entwerfen, die den Alltag und die Lebenswelt der Familie ins Zentrum rückt.

6 Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass die Kombination verschiedener theoretischer Ansätze für eine fundierte professionelle Praxis der Sozialen Arbeit unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Theorien, Fallgeschichte, Familienhilfe, Alice Salomon, Lebensbewältigung, Lebensweltorientierung, Soziale Diagnose, Hilfe zur Selbsthilfe, Anomie, Ressourcenorientierung, Professionalität, Erziehungshilfe, Handlungsfähigkeit, Soziale Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit diskutiert kritisch verschiedene theoretische Ansätze der Sozialen Arbeit und deren Nutzen für die professionelle Praxis anhand eines konkreten Fallbeispiels aus der Familienhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Themenfelder Soziale Diagnostik, Lebensbewältigung in modernen Gesellschaften sowie die lebensweltorientierte Soziale Arbeit im Kontext von Familie und Erziehung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die praktische Anwendbarkeit und die theoretische Fundierung der gewählten Ansätze zu prüfen, um aufzuzeigen, wie Theorien bei der Analyse komplexer Problemlagen helfen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Fallanalyse und reflektiert diese anhand der phänomenalen, kausalen und aktionalen Fragestellung, um daraus Handlungsideen zu generieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Vorstellung und kritischen Diskussion der Theorien von Alice Salomon, Lothar Böhnisch und Hans Thiersch, jeweils in Verbindung mit einer Fallanalyse der Familie Köhler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Soziale Arbeit, Lebensweltorientierung, Lebensbewältigung, Soziale Diagnose, Ressourcenorientierung und Professionalität.

Wie bewertet der Autor Alice Salomons Theorie im Kontext der heutigen Zeit?

Der Autor erkennt die historische Bedeutung als Wegbereiterin an, kritisiert jedoch das konservative Frauenbild und die mangelnde Berücksichtigung psychologischer Hintergründe.

Welche Schwachstellen sieht der Autor im Konzept der „Lebensbewältigung“?

Der Autor bemängelt eine zu starke Defizitorientierung des Konzepts, da dieses die Probleme und Störungen stärker in den Fokus rückt als die vorhandenen Ressourcen der Adressaten.

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Details

Title
Theorien der Sozialen Arbeit
Subtitle
Eine kritische Diskussion, im Bezugsrahmen einer Fallgeschichte
College
University of Applied Sciences Esslingen
Course
Einführung in Theorien Sozialer Arbeit
Grade
1,0
Author
Daniel Rau (Author)
Publication Year
2011
Pages
23
Catalog Number
V179809
ISBN (eBook)
9783656023487
ISBN (Book)
9783656023739
Language
German
Tags
theorien sozialen arbeit eine diskussion bezugsrahmen fallgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Rau (Author), 2011, Theorien der Sozialen Arbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179809
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