Untersucht wird in dieser Hausarbeit die Entstehung von Polis und Staat bei
Aristoteles und Rousseau. Dabei soll zuerst die Frage nach der Entwicklung des
Menschen bei beiden Autoren im Vordergrund stehen. Existiert der Mensch von
Anbeginn an nur in der Gemeinschaft oder geht diesem Zustand eine historische
Entwicklung voraus. Die unterschiedlichen Positionen Rousseaus und Aristoteles zu
dieser Frage werden in einem zweiten Schritt auf ihre epochenbedingten
Hintergründe befragt, wobei sich Unterschiede in der Staatlichkeit von Polis und
Staat zeigen.
Aufgrund der Weite des Themas kann in dieser Hausarbeit nur auf die „Politik“ des
Aristoteles und die „Abhandlung über den Ursprung und die Grundlagen der
Ungleichheit unter den Menschen“ Rousseaus als Quelle eingegangen werden. Dies
ist vor allem nötig, da allein die zusätzliche Sichtung der Sekundärliteratur zur
„Nikomachischen Ethik“ und dem „Gesellschaftsvertrag“ den Rahmen einer
Hausarbeit überziehen würden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- 1. Die Entstehung des Gemeinwesens
- 1.1. Die Entstehung der Polis bei Aristoteles
- 1.2. Die Entwicklung des Staates bei Rousseau
- 2. Polis und Staat
- 2.1. Die Autoren im Kontext ihrer Zeit
- 2.1.1. Aristoteles
- 2.1.2. Rousseau
- 2.2. Polis
- 2.3. Staat
- 2.1. Die Autoren im Kontext ihrer Zeit
- Zusammenfassung/ Schluss
- Literaturliste
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit untersucht die Entstehung von Polis und Staat bei Aristoteles und Rousseau. Im Fokus steht die Frage nach der Entwicklung des Menschen bei beiden Autoren: Existiert der Mensch von Anbeginn an nur in der Gemeinschaft oder geht diesem Zustand eine historische Entwicklung voraus? Die unterschiedlichen Positionen Rousseaus und Aristoteles zu dieser Frage werden im zweiten Schritt auf ihre epochenbedingten Hintergründe befragt, wobei sich Unterschiede in der Staatlichkeit von Polis und Staat zeigen.
- Die Entstehung des Gemeinwesens bei Aristoteles und Rousseau
- Die Rolle des Menschen in der Gemeinschaft
- Die historische Entwicklung des Gemeinwesens
- Die Unterschiede zwischen Polis und Staat
- Die Bedeutung der historischen und politischen Kontext für die jeweiligen Theorien
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Einleitung führt in das Thema der Hausarbeit ein und stellt die Forschungsfrage nach der Entstehung von Polis und Staat bei Aristoteles und Rousseau. Dabei werden die zentralen Themen und die methodischen Herangehensweisen der Arbeit skizziert.
1. Die Entstehung des Gemeinwesens
1.1. Die Entstehung der Polis bei Aristoteles
Dieser Abschnitt analysiert Aristoteles' Konzept der Polis als natürliche Gemeinschaft, die auf der Annahme basiert, dass der Mensch von Natur aus ein politisches Lebewesen ist. Es werden die zentralen Argumente aus Aristoteles' „Politik“ dargelegt, die für die Entstehung der Polis als notwendig erachtet werden. Dazu gehört die Vorstellung des Hauses als kleinste Einheit, die sich zu Dörfern und schließlich zur Polis zusammenschließt.
1.2. Die Entwicklung des Staates bei Rousseau
Rousseaus Sichtweise auf die Entstehung des Staates wird in diesem Abschnitt beleuchtet. Im Fokus steht die Frage, ob der Mensch von Natur aus ein Gemeinschaftswesen ist oder ob der Staat als Ergebnis einer historischen Entwicklung entstanden ist. Hierbei werden Rousseaus Argumente aus seinem „Diskurs über die Ungleichheit“ zur Diskussion gestellt.
2. Polis und Staat
2.1. Die Autoren im Kontext ihrer Zeit
2.1.1. Aristoteles
Aristoteles' politische Philosophie wird hier in den historischen Kontext seiner Zeit gestellt. Es werden die politischen und gesellschaftlichen Bedingungen in Athen, die auf Aristoteles' Werk Einfluss hatten, beleuchtet.
2.1.2. Rousseau
Der Abschnitt beleuchtet Rousseaus politische Philosophie im Kontext der Aufklärung und der Französischen Revolution. Es werden die Ideen und Strömungen diskutiert, die auf Rousseau's Werk einwirkten.
2.2. Polis
Dieser Abschnitt beleuchtet die Polis als politische Form, die in der Antike vorherrschte. Es werden die Merkmale der Polis und deren Unterschiede zum modernen Staat beleuchtet.
2.3. Staat
Der Abschnitt beleuchtet die Entstehung und Entwicklung des modernen Staates. Dabei wird der Fokus auf die Unterschiede zwischen Polis und Staat gelegt und deren jeweiligen Eigenschaften erläutert.
Schlüsselwörter
Die wichtigsten Schlüsselwörter dieser Arbeit sind: Polis, Staat, Aristoteles, Rousseau, Entstehung, Gemeinwesen, Naturzustand, Geschichte, Politik, Philosophie, Gesellschaft, Mensch, Individuum, Gemeinschaft, Autarkie, Selbstgenügsamkeit, Naturgesetz, Gesellschaftsvertrag.
Häufig gestellte Fragen
Wie entsteht das Gemeinwesen laut Aristoteles?
Für Aristoteles ist die Polis eine natürliche Entwicklung. Sie beginnt beim Haus (Oikos), führt über das Dorf und endet in der Polis, die als autarke Gemeinschaft das Ziel des menschlichen Zusammenlebens darstellt.
Was sagt Rousseau über den Ursprung der Ungleichheit?
Rousseau argumentiert, dass der Mensch im Naturzustand frei und gleich war. Die Ungleichheit entstand erst durch die Einführung des Privateigentums und die darauffolgende Vergesellschaftung.
Ist der Mensch von Natur aus ein politisches Wesen?
Aristoteles bejaht dies (Zoon Politikon). Rousseau hingegen sieht den Menschen im Naturzustand als isoliertes Wesen, das erst durch historische Prozesse in die Gemeinschaft gezwungen wird.
Was unterscheidet die antike Polis vom modernen Staat?
Die Polis ist eine kleine, überschaubare Gemeinschaft zur Verwirklichung des guten Lebens, während der moderne Staat (wie bei Rousseau angedeutet) oft als künstliches Konstrukt zur Sicherung von Rechten und Eigentum gesehen wird.
Welche Rolle spielt der Gesellschaftsvertrag?
Bei Rousseau ist der Vertrag (oder die Vergesellschaftung) ein notwendiger Schritt, um aus dem durch Ungleichheit geprägten Zustand wieder eine Form von Freiheit unter Gesetzen zu ermöglichen.
- Quote paper
- Peter Schubert (Author), 2003, Entstehung des Gemeinwesens in Aristoteles Politik und Rousseaus Diskurs über die Ungleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17994