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Doing, Undoing und Playing Nationality. Strategien zum Umgang mit Problemen in Organisationen im Ausland

Titel: Doing, Undoing und Playing Nationality. Strategien zum Umgang mit Problemen in Organisationen im Ausland

Hausarbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Eva Martin (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich den Problematiken von Organisationen, die durch ihre multinationale Belegschaft vor neue Herausforderungen gestellt werden. Diese nationalkulturell heterogene Mischung macht es nötig, sich mit neuen Problemlösestrategien auseinander zu setzen, wie Kultur genutzt oder ausgeschaltet werden kann. Es soll versucht werden, zu erklären, welche Möglichkeiten es gibt mit Problemen umzugehen, die durch nationalkulturelle Differenzen innerhalb eines Unternehmens entstehen.

Zu diesem Zweck habe ich drei Interviews mit in China arbeitenden Expats analysiert. Hierbei rückten für mich die Methoden des Doing, Undoing und Playing Nationality und ihre Konsequenzen in den Fokus. Ich werde zeigen, wann und wie diese Lösungsstrategien zur Bewältigung von Problemen eingesetzt werden.

Zunächst werde ich in die zentralen Konzepte der Kultur und des Doing, Undoing und Playing Nationality einführen. Danach werde ich mein methodisches Vorgehen erläutern, um dann die Ergebnisse der Untersuchung zu präsentieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

2.1 Kultur

2.2 Doing, Undoing und Playing Nationality

3. Interviewanalyse

3.1 Methodik

3.2 Vorstellung der Ergebnisse

a) Probleme

b) Problemlösungen

4. Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie in multinationalen Organisationen mit nationalkulturellen Differenzen umgegangen wird und welche Strategien Expats in China einsetzen, um auftretende Probleme zu bewältigen. Die zentrale Forschungsfrage lautet dabei: Unter welchen Umständen wenden die Akteure die Methoden des Doing, Undoing und Playing Nationality an, um ihren Arbeitsalltag zu gestalten und Herausforderungen zu begegnen?

  • Analyse kultureller Konzepte in multinationalen Unternehmen
  • Die Methoden Doing, Undoing und Playing Nationality als Lösungsstrategien
  • Empirische Untersuchung anhand von Experteninterviews mit in China tätigen Expats
  • Identifikation von Problemfeldern im interkulturellen Arbeitsalltag
  • Reflexion über Machtverhältnisse und Überlegenheitsansprüche im internationalen Management

Auszug aus dem Buch

2.2 Doing, Undoing und Playing Nationality

Was bedeuten Doing, Undoing und Playing Nationality nun in diesem Kontext? Doing Nationality bedeutet ein Relevant machen von nationalkulturellen Differenzen, was sich z.B. in Erklärungsansätzen für ein bestimmtes Verhalten einer Person zeigt. Dies birgt allerdings das Risiko einer Personalisierung von Differenzen (Frohnen 2005:10ff), d.h. deckend mit der Idee des kulturgesteuerten Menschen werden Personen stereotypisierte nationalkulturelle Merkmale zugeschrieben, die sie als Individuum ausmachen (Frohnen 2005: 10)

Undoing Nationality meint demnach dem Doing entgegengesetzt das Verschwinden lassen von Differenzen. Dies ist nach Goffmann eine aktive Praxis des Neutralisierens (Frohnen 2005: 204). Undoing Nationality kann demnach als Methode eingesetzt werden, um praktische Probleme zu lösen, die sich aus nationalkulturellen Differenzen ergeben (Frohnen 2005:17).

Abgrenzend zu dieser Neutralisierungsarbeit setzt Playing Nationality nationalkulturelle Differenzen zu seinen Zwecken ein. Das „Distanzieren, Darstellen und Erklären“ (Mense-Petermann 2006: 405) kann somit auch als eine Methode benutzt werden, um einen reibungslosen Ablauf zwischen den verschiedenen Kulturen innerhalb der Organisation zu erzielen. Als eine Folge daraus ergibt sich, dass bei den Lösungsstrategien die leidige Problemgruppe der „Anderen“ auch als Problemlösegruppe wahrgenommen werden kann (Reuter 2005: 251).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik multinationaler Belegschaften ein und legt das Ziel fest, anhand von drei Experteninterviews die Anwendung von Strategien im Umgang mit nationalkulturellen Unterschieden zu untersuchen.

2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Kultur im Kontext von Managing Diversity und führt die zentralen Konzepte Doing, Undoing und Playing Nationality ein, um den theoretischen Rahmen für die Analyse zu spannen.

3. Interviewanalyse: Der Hauptteil der Arbeit wertet die Erfahrungen von drei in China arbeitenden Expats aus, um deren individuelle Ansätze im Umgang mit kulturellen Herausforderungen in der Organisation aufzuzeigen.

3.1 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches auf der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert und eine induktive sowie deduktive Kategorienbildung kombiniert.

3.2 Vorstellung der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Interviews, unterteilt in die Kategorien der auftretenden Probleme und der gewählten Lösungsstrategien.

a) Probleme: Dieser Abschnitt analysiert, wie die Interviewpartner kulturelle Unterschiede wahrnehmen und warum sie diese teilweise als Hindernisse oder Störungen im Arbeitsablauf interpretieren.

b) Problemlösungen: Hier wird untersucht, welche konkreten Strategien – wie das Einführen von Regeln (Undoing) oder die bewusste Nutzung kultureller Besonderheiten (Playing) – von den Führungskräften angewandt werden, um erfolgreich im chinesischen Kontext zu agieren.

4. Schlussbemerkungen: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Kultur und Kulturwissen die entscheidenden Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg von Expats darstellen, wobei die Wahl der Strategie stark von der jeweiligen Wahrnehmung abhängt.

Schlüsselwörter

Doing Nationality, Undoing Nationality, Playing Nationality, Interkulturelles Management, Multinationale Unternehmen, China, Expats, Unternehmenskultur, Managing Diversity, Qualitative Inhaltsanalyse, Kulturwissen, Arbeitsabläufe, Stereotypisierung, Organisation, Problemlösestrategien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen sich multinationale Organisationen durch ihre kulturell heterogene Belegschaft stellen müssen, und analysiert, wie Führungskräfte in China mit diesen Unterschieden umgehen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Die zentralen Themen sind der Umgang mit nationalkulturellen Differenzen, die Anpassung von Führungskräften an fremde Kulturen sowie die Neutralisierung oder gezielte Nutzung dieser Unterschiede im Berufsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Anwendung und Konsequenzen der Strategien Doing, Undoing und Playing Nationality bei in China arbeitenden Expats zu beleuchten und zu zeigen, wie diese zum Erfolg oder Misserfolg beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin/der Autor orientiert sich methodisch an der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring, wobei ein hybrider Ansatz aus induktiver und deduktiver Kategorienbildung gewählt wurde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine methodische Erläuterung und eine detaillierte Vorstellung der Ergebnisse, in der die Aussagen von drei Expats hinsichtlich ihrer wahrgenommenen Probleme und ihrer Lösungsstrategien analysiert werden.

Durch welche Schlüsselbegriffe ist die Arbeit charakterisiert?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Doing/Undoing/Playing Nationality, Kulturwissen, interkulturelles Management und die spezifische Situation von Expats in chinesischen Arbeitsumgebungen geprägt.

Inwiefern beeinflusst der Faktor "China" die wahrgenommenen Probleme?

Die Interviewpartner führen spezifische Probleme wie Hierarchieverhalten, Kommunikation oder mangelnde Mitarbeiterbindung oft auf die chinesische Landeskultur zurück, wobei jedoch unterschiedliche Ansätze zur Bewältigung dieser Herausforderungen erkennbar sind.

Wie unterscheidet sich die Einschätzung der Interviewten bezüglich einer möglichen Anpassung?

Während ein Interviewpartner davon ausgeht, dass eine Anpassung an die chinesische Kultur (Playing Nationality) für den Erfolg essenziell ist, neigen andere dazu, eher an westlichen Konzepten festzuhalten, was bei ihnen teilweise zu Gefühlen der Machtlosigkeit führt.

Welche Rolle spielen soziale Netzwerke laut den Ergebnissen?

Soziale Netzwerke unter Expats werden unterschiedlich bewertet: Während sie für manche eine wichtige Hilfestellung bieten, werden sie von anderen als Hindernis für die Integration in die lokale Kultur angesehen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doing, Undoing und Playing Nationality. Strategien zum Umgang mit Problemen in Organisationen im Ausland
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Eva Martin (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V179955
ISBN (eBook)
9783668312982
ISBN (Buch)
9783668312999
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doing undoing playing nationality strategien umgang problemen organisationen ausland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Eva Martin (Autor:in), 2010, Doing, Undoing und Playing Nationality. Strategien zum Umgang mit Problemen in Organisationen im Ausland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179955
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Leseprobe aus  17  Seiten
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