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Anämie als Grundlage für den Vampirmythos

Titel: Anämie als Grundlage für den Vampirmythos

Facharbeit (Schule) , 2010 , 23 Seiten , Note: 1,00 (15p)

Autor:in: Ines Kniszka (Autor:in)

Biologie - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Es begann mit Bram Stokers „Dracula“ – durch Vermengung von Volksmythen, historischen Halbwahrheiten und dichterischer Freiheit entstand ein Wesen, das kaum etwas mit der Vorlage gemein hat, aber genau diesen Anspruch erhebt: der „moderne“ Vampir, der gern auch als „Gentleman-Vampir“ bezeichnet wird."

In der vorliegenden Seminararbeit wird diese Thematik unter Einbeziehung verschiedenster Aspekte betrachtet. Was zeichnet die slawischen Vampire aus? Wie verlief das Leben im mittelalterlichen Südosteuropa? Was genau ist Anämie und wie kann sie zur Bildung des Mythos "Vampir" beigetragen haben?

Diese Arbeit kann sowohl den Lesern nutzen, die sich mit rein medizinischen Aspekten (Anämie, Blutkreislauf, Sauerstofftransport) beschäftigen wollen, als auch denen, die Interesse an der slawischen Mythenwelt und insbesondere an Vampiren haben. Jede Information ist sorgfältig durch Quellenangaben belegt und kann bei Bedarf nachgeprüft oder zur Vertiefung des Themas in den ursprünglichen Werken nachgeschlagen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Der „moderne“ Vampir – romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos

2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anämie“

2.1 Vielfalt von Anämien

2.2 Schwerpunkt eisenmangelbedingte Anämie

2.2.1 Ursachen

2.2.2 Symptome

2.2.3 Biochemische Grundlagen

2.2.3.1 Atmung und Blutkreislauf

2.2.3.2 Hämoglobin und Häm

2.2.4 Zusammenfassung

3 Historische und mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“

3.1 Leben im mittelalterlichen Südosteuropa – Schwerpunkt: Ernährung

3.2 Versuch zur Ermittlung des Eisengehalts in Nahrungsmitteln

3.2.1 Versuchsaufbau und -durchführung

3.2.2 Chemische Grundlagen

3.2.3 Prüfung der Nahrungsmittel

3.3 Ursprünglicher Vampirmythos

3.4 Zusammenfassung

4 Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse

4.1 Interpretation der Ergebnisse

4.2 Fazit in Bezug auf die These

5 Andere Mythen mit realer Grundlage

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die These, ob die eisenmangelbedingte Anämie eine plausible medizinische Grundlage für den südosteuropäischen Vampirmythos darstellt, indem sie biologische Krankheitsbilder mit historischen Lebensumständen verknüpft.

  • Biologische Grundlagen der Anämie und deren Symptomatik
  • Einfluss von Ernährung und Lebensweise im mittelalterlichen Südosteuropa
  • Chemische Analyse des Eisengehalts in historischen Nahrungsmitteln
  • Vergleichende Untersuchung zwischen Vampirlegenden und realen Krankheitsverläufen
  • Kritische Reflexion über die Entstehung von Mythen aus medizinischem Unwissen

Auszug aus dem Buch

3.3 Ursprünglicher Vampirmythos

Zum Ende des historischen Abschnitts soll nun der zweite, durchaus ominös anmutende Teil des Titels aufgegriffen werden: der südosteuropäische Vampirmythos. Einige Aspekte sind bereits in der Einleitung und unter „3.1 Leben im mittelalterlichen Südosteuropa – Schwerpunkt: Ernährung“ angeklungen, allerdings war die slawische Mythenwelt so vielseitig und komplex, dass ein eigener Abschnitt durchaus angemessen scheint.

Zunächst muss gesagt werden, dass der Vampirglaube in Südosteuropa keineswegs einheitlich war, ebenso wie sich der Vampir manchmal nur durch feine Nuancen von Wesen wie Nachzehrern, den so genannten schmatzenden Toten und vor allem den Wiedergängern unterscheiden ließ. Außerdem konnte man, abweichend von heutigen Vorstellungen, praktisch immer und überall zum Vampir werden – nicht nur durch einen Biss, der überdies erst durch Bram Stokers „Dracula“ um 1900 populär geworden ist, sondern „[in Südosteuropa] droht das grauenvolle Schicksal ständig, Tag und Nacht, überall, in jedem Lebensalter“ (KREUTER, P. M. – 2001, S. 33). Das klingt sehr vage, daher seien nur einige Beispiele zur besseren Vorstellung gegeben (Anmerkung: Zum Vampir wird man immer erst nach dem Tod, unabhängig von der Art und Weise der „Verfluchung“): Zunächst gibt es da die „besondere Geburt“, das heißt schon ein neugeborenes Kind kann durch bestimmte Umstände wie ein spezielles Geburtsdatum dazu verdammt sein, nach seinem Tod zum Vampir zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Der „moderne“ Vampir – romantisches Zerrbild des ursprünglichen Mythos: Das Kapitel kontrastiert die heutige, romantisierte Darstellung des Vampirs in Medien und Literatur mit den ursprünglichen, düsteren Ursprüngen des slawischen Volksglaubens.

2 Grundlegende Informationen zum Thema „Anämie“: Hier werden die medizinischen Ursachen, Symptome und biochemischen Abläufe der Anämie erläutert, mit besonderem Fokus auf die Rolle von Eisen und Hämoglobin.

3 Historische und mythologische Grundlagen zum Thema „Südosteuropa“: Dieser Teil beleuchtet die Ernährungssituation und den Alltag im Mittelalter sowie die religiösen Kontexte, die den Nährboden für den Vampirglauben bereiteten, ergänzt durch einen eigenen chemischen Versuchsaufbau.

4 Erneute Betrachtung der Problematik unter Einbeziehung der gewonnenen Erkenntnisse: Die Arbeit interpretiert die Ergebnisse aus den vorangegangenen Teilen und zieht ein Fazit zur plausiblen Verbindung zwischen Anämie und der Entstehung von Vampirmythen.

5 Andere Mythen mit realer Grundlage: Ein kurzes Kapitel, das den Blick über den Vampirmythos hinaus auf weitere Mythen mit möglichen realen Hintergründen richtet.

Schlüsselwörter

Anämie, Eisenmangel, Vampirmythos, Südosteuropa, Hämoglobin, Blutkreislauf, Mittelalter, Ernährung, Volksglaube, Medizin, Sauerstoffversorgung, Legenden, Erythropoese, Biomoleküle, Aberglaube

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die wissenschaftliche Hypothese, ob medizinisch erklärbare Mangelerscheinungen wie die Anämie historische Mythen über Vampire beeinflusst oder begründet haben könnten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Biochemie des Eisenmangels, der historischen Lebensweise im mittelalterlichen Südosteuropa und der kulturwissenschaftlichen Analyse von Vampirsagen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist zu klären, inwieweit die eisenmangelbedingte Anämie als "Mosaiksteinchen" zur Entstehung des südosteuropäischen Vampirmythos beigetragen haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Aufarbeitung medizinischer und historischer Quellen führt die Autorin einen qualitativen chemischen Nachweis von Eisen in verschiedenen Lebensmitteln durch.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine medizinische Erläuterung der Anämie, eine historische Analyse der Ernährung und Mythologie Südosteuropas sowie die Durchführung und Auswertung eines Versuchs zum Eisennachweis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Anämie, Eisenmangel, Vampirmythos, Südosteuropa, Hämoglobin und Volksglaube.

Welche Rolle spielt die Ernährung im Kontext des Vampirmythos?

Die Ernährung war im mittelalterlichen Südosteuropa oft eisenarm, was zu häufiger Anämie führte. Dies erzeugte Symptome bei den Menschen, die in einer abergläubischen Zeit als "Heimsuchung" durch Untote fehlinterpretiert wurden.

Warum wird im Rahmen der Arbeit ein chemisches Experiment durchgeführt?

Das Experiment dient der Veranschaulichung, welche Nahrungsmittel damals verfügbar waren und wie diese (mangelnde) Eisenaufnahme die körperliche Verfassung der Bevölkerung beeinflusst haben könnte.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anämie als Grundlage für den Vampirmythos
Hochschule
Johannes-Gutenberg-Gymnasium, Waldkirchen
Veranstaltung
W-Seminar Biologie 2009/2010
Note
1,00 (15p)
Autor
Ines Kniszka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V179965
ISBN (eBook)
9783656043461
ISBN (Buch)
9783656044635
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vampire Anämie Krankheit Osteuropa; Rumänien; Seminararbeit ungewöhnlich Blut Medizin Geschichte historisch Mythos Hämoglobin charge transfer Eisen Sauerstoff Blutkreislauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ines Kniszka (Autor:in), 2010, Anämie als Grundlage für den Vampirmythos, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179965
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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