Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf das deutsche Bankensystem


Diplomarbeit, 2010
88 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Krisenanfälligkeit des Finanzsektors
2.1 Merkmale des Finanzsektors
2.2 Die Häufigkeit von Finanzkrisen und ihre Erscheinungsformen

3. Die globale Finanzkrise
3.1.Ursachen und Entstehung der Subprime-Loan-Krise in den USA
3.2 Die Ausbreitung der Finanzkrise in den USA und Deutschland

4. Verbriefungen
4.1 Der Verbriefungsprozess
4.2 Die Rolle der Ratingagenturen
4.3 Verbriefungsanreize

5 Das deutsche Bankensystem
5.1 Aufbau und Struktur des deutschen Bankensystems
5.2 Aktuelle Entwicklungen
5.3 Die deutsche Bankenaufsicht
5.4 Systemrelevanz von Kreditinstituten

6. Betroffenheit deutscher Banken
6.1 Das Berichtswesen der Deutschen Bundesbank
6.2 Allgemeine Auswirkungen der Krise auf deutsche Banken
6.3 Auswirkungen der Krise auf die Großbanken
6.4 Auswirkungen der Krise auf die Landesbanken
6.5 Die Krise der Hypo Real Estate
6.6 Sparkassen und Genossenschaftsbanken
6.7 Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
6.8 Vergleich der Institutsgruppen

7. Auswirkungen der Finanzkrise auf Bankkunden
7.1 Kreditklemme
7.2 Beurteilung der aktuellen Kreditvergabesituation

8. Die Reaktion des Staates auf die Krise
8.1 Der Finanzmarktstabilisierungsfonds
8.2 Inanspruchnahme des Finanzmarktstabilisierungsfonds
8.3 Die Bad Bank - Modelle

9. Veränderungen und Reformbedarf
9.1 Langfristige Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Banken
9.2 Reformbedarf bei den Landesbanken
9.3 Reformbedarf der Regulierung
9.4 Insolvenz von Kreditinstituten

10. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: S&P / Case-Shiller Home Price Indices

Abb. 2: Leitzinsentwicklung in den USA

Abb. 3: Verbriefungsstrukturen

Abb. 4: Die drei Säulen des deutschen Universalbankensystems

Abb. 5: Das Drei-Säulen-Modell von Basel II

Abb. 6: Struktur des Finanzmarktstabilisierungsfonds

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Entwicklung der Großbanken

Tabelle 2: Entwicklung der Landesbanken

Tabelle 3: Vergleich der Institutsgruppen anhand der Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Bundesbank

Tabelle 4: Auswirkungen einer Bonitätsherabstufung

Tabelle 5: Stabilisierungsmaßnahmen des SoFFin und der öffentlichen Hand

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung

Die globale Finanzkrise, die sich seit 2007 aus der amerikanischen Subprime-Kreditkrise entwickelte, hat im deutschen Bankensystem tiefe Einschnitte hinterlassen. Insbesondere in der Zeit nach der Insolvenz der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers war die Funktionsfähigkeit des globalen Finanzsektors stark eingeschränkt. Auch in Deutschland gerieten Kreditinstitute in Existenzschwierigkeiten.

Erstmals seit Bestehen der Ertragslagestatistik der Deutschen Bundesbank wurde für die Gesamtheit der deutschen Banken ein Jahresfehlbetrag vor Steuern für das ganz im Zeichen der Finanzkrise stehende Jahr 2008 ausgewiesen.[1] Der deutsche Staat stellte zur Stabilisierung und Rekapitalisierung des Bankensystems bis dahin nicht vorstellbare Summen bereit und der Gesetzgeber ermöglichte die Enteignung von Aktionären, um Schaden von den Finanzmärkten abzuwenden.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Auswirkungen der Finanzkrise auf das deutsche Bankensystem zu untersuchen. Die Breite des Themas erfordert das Setzen von Schwerpunkten, die hier durch eine Fokussierung auf die Universalbanken und besonders auf die betroffenen Kreditinstitute erfolgt. Neben den Kreditinstituten gehört auch der Staat als Regulierungsinstanz und Verantwortlicher für den ordnungspolitischen Rahmen des Finanzsektors dazu. Beachtung sollen auch die Auswirkungen der Krise auf die Kreditvergabe an Bankkunden finden.

Nach einer kurzen Begründung der Krisenanfälligkeit des Finanzsektors wird ein Überblick über die Entwicklung der Finanzkrise gegeben, wobei insbesondere auch Fehlanreize, die zur Krisenbildung beigetragen haben, erörtert werden. In einem separaten Kapitel werden in diesem Kontext auch Kreditverbriefungen genauer dargestellt. Dabei geht es nicht primär um die Klärung der Schuldfrage. Vielmehr sollen die Gesamtzusammenhänge deutlich gemacht, und typische Muster von Spekulationsblasen herausgearbeitet werden. Nach einer Vorstellung des deutschen Bankensektors und dem System der Bankenaufsicht sollen im Hauptteil der Arbeit die Auswirkungen der Finanzkrise auf unterschiedliche Institutsgruppen unter besonderer Berücksichtigung der Geschäftsmodelle untersucht werden. Anschließend soll der Frage nachgegangen werden, ob die deutsche Wirtschaft als Kunde der Banken unter einer Kreditklemme leidet. Kapitel 8 gibt einen Überblick über die Maßnahmen des Staates zur Krisenbewältigung. Abschließend wird auf Veränderungstendenzen in den Geschäftsmodellen der Banken, dem Reformbedarf in der Regulierung und dem des ordnungspolitischen Rahmens eingegangen. Des Weiteren werden diesbezügliche Ansätze vorgestellt.

2. Die Krisenanfälligkeit des Finanzsektors

„Krisen gehören zum kapitalistischen System, wie die Sünde zur Religion“

G. Schnabl und A. Hoffmann über Charles Kindlebergers Werk „Manias, Panics und Crashes“. [2]

Die Feststellung von Schnabl und Hoffmann macht deutlich, dass Krisen fester Bestandteil der wirtschaftlichen Entwicklung sind. Krisen in der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau gehören ebenso dazu wie Finanzkrisen. Auch wenn Krisen in diesen Branchen etwa für die deutsche Volkswirtschaft aufgrund ihrer Schlüsselfunktion sehr schmerzlich sein können, kommt Krisen im Finanzsektor eine besondere Bedeutung zu. Im folgenden Kapitel sollen die Besonderheiten des Finanzsektors erörtert und seine potentielle Anfälligkeit für Krisen erklärt werden. Zudem soll ein kurzer Überblick über krisenbegünstigende Faktoren gegeben und auf Eintrittshäufigkeit und Erscheinungsform eingegangen werden.

2.1 Merkmale des Finanzsektors

Der Finanzsektor weist eine Reihe von Merkmalen auf, die ihn von anderen Dienstleistungssektoren oder Industrien der globalen Wirtschaft unterscheiden. Daher ist er auch in hohem Umfang staatlicher Regulierung ausgesetzt, die man in anderen marktwirtschaftlich organisierten Bereichen der Realwirtschaft nicht findet. Dabei kann man zwischen präventiven und protektiven Regulierungsmaßnahmen unterscheiden. Präventive Regulierung soll die Bildung von Krisen verhindern, während die protektiven Maßnahmen die Folgen von Bankenkrisen begrenzen sollen.[3] Die Regulierung des Finanzsektors hat verschiedene Gründe. Einer liegt in der Bedeutung des Finanzsektors als Funktion eines Transaktionsmechanismus, über den alle Wirtschaftssubjekte verknüpft werden. Nahezu jede wirtschaftliche Transaktion in einer entwickelten Volkswirtschaft ist auf den Finanzsektor angewiesen. Diese Funktion lässt sich noch weiter in die Geldfunktion, die Allokationsfunktion und die Versicherungsfunktion differenzieren.[4] Die Geldfunktion ermöglicht in einem Wirtschaftssystem den Verzicht auf den Naturaltausch und beinhaltet eine Wertaufbewahrungsfunktion. Die Allokationsfunktion lenkt Kapitalströme von Sparern zu Investitionsvorhaben und die Versicherungsfunktion ermöglicht über Finanzintermediäre eine Diversifizierung von Risiken.[5]

Zusammengenommen sind diese Funktionen für eine arbeitsteilige Volkswirtschaft so wichtig, dass die deutsche Bundesbank die Stabilität des Finanzsystems als öffentliches Gut einstuft.[6] Der andere Grund für staatliche Eingriffe ist die Fragilität des Finanzsektors. In diesem Zusammenhang wird oftmals der Begriff des „Systemrisikos“ verwendet. Gischer et al. führen das Systemrisiko auf drei Kernprobleme des Sektors zurück:[7]

1. Systembedingte Fehlanreize
2. Fragilität der einzelnen Institutionen
3. Hohes Ansteckungspotential

Unter den systembedingten Fehlanreizen lässt sich eine Reihe von irrationalen Verhaltensweisen zusammenfassen, wie Herdenverhalten oder Katastrophenblindheit.[8] Ein weiterer systembedingter Fehlanreiz, der vor dem Hintergrund der aktuellen Krise Gegenstand einer öffentlichen Diskussion war, ist das Prinzip der asymmetrischen Vergütung. Kurzfristig erzielte Gewinne werden den Mitarbeitern durch hohe Boni vergütet, die zusätzlich zum Fixgehalt bezahlt werden. Misserfolge werden nicht gegengerechnet. Bei einer Entlassung als Sanktionierung von Misserfolg, kann der Mitarbeiter bei einem anderen Kreditinstitut weiterarbeiten. Die finanziellen Einbußen bei Misserfolgen aufgrund der Übernahme zu hoher Risiken sind für ihn damit überschaubar. Das kann ihn zu einer höheren Risikobereitschaft verleiten als bei einer Vergütungsstruktur mit Maluseffekten.

Sinn sieht in der Haftungsbeschränkung der Kapitalgesellschaften, die bei Großbanken die häufigste Unternehmensform darstellt, einen weiteren Fehlanreiz, aus dem sich das Prinzip der asymmetrischen Vergütung letztlich ableitet.[9] Demnach liegt es im Interesse eines Aktionärs, das zur Haftung im Unternehmen verbleibende Kapital zu minimieren und durch möglichst hohe Ausschüttungen die Gewinne vor Haftungsansprüchen in Sicherheit zu bringen.[10] Dadurch haftet er im Falle der Insolvenz seines Kreditinstituts nur mit dem vergleichsweise geringen Eigenkapital, während er von einer Hochrisiko-Strategie profitieren kann.[11]

Die Fragilität besteht aufgrund der geringen Eigenkapitalausstattung von Kreditinstituten. Das Eigenkapital hat die Aufgabe, Verluste aufzufangen. Bei einer bilanziellen Eigenkapitalquote von durchschnittlich 4 %, wie sie 2007 im deutschen Bankensystem vorlag, ist diese Fähigkeit aber recht begrenzt.[12] Diesem Schwachpunkt des Finanzsektors begegnet die staatliche Regulierung mit dem Erlass von Eigenkapitalnormen, die eine Mindesteigenkapitalausstattung der Institute regeln. Neben dem Effekt der Insolvenzabsicherung wirkt sich eine Eigenkapitalanforderung auch auf das Risiko aus, welches die Bank bereit ist, einzugehen, da es den Charakter einer Selbstbeteiligung hat und die Anreize für Moral-Hazard verringert.[13]

Das inhärente Ansteckungspotential, das bei Bankenkrisen zutage treten kann, liegt in den vielfältigen geschäftlichen Verflechtungen der Banken. Vor diesem Hintergrund ist auch der Begriff der systemischen Relevanz eines Kreditinstituts zu verstehen. In einer ersten Annährung kann darunter ein Kreditinstitut verstanden werden, das aufgrund seiner Größe und seiner geschäftlichen Vernetzung andere Banken im Falle seiner Insolvenz in existenzielle Schwierigkeiten bringen könnte. In Kapitel 5.4 wird die systemische Relevanz von Kreditinstituten für das deutsche Bankensystem noch eingehender erörtert. Wenn aller präventiven Regulierung zum Trotz dennoch eine Bankenkrise aufgetreten ist, soll der Schaden durch verschiedene Auffanginstitutionen begrenzt werden. Die wichtigste Funktion kommt sicherlich der Zentralbank als lender of last resort zu. Im Falle der Schieflage eines oder mehrerer Institute kann die Zentralbank durch die Bereitstellung eines Kreditrahmens die Liquiditätsengpässe der betroffenen Institute auflösen.[14] Im Eurosystem wird diese Funktion durch die Europäische Zentralbank (EZB) wahrgenommen. Von der Existenz eines lender of last resort können auch Fehlanreize für die Banken ausgehen. Auf sie wird in Kapitel 5.4 genauer eingegangen.

2.2 Die Häufigkeit von Finanzkrisen und ihre Erscheinungsformen

Auch wenn die aktuelle Finanzkrise in ihrem Ausmaß sicherlich hervorsticht, stellen Finanzkrisen in unterschiedlichen Ausprägungen kein seltenes Phänomen dar. Dabei sind verschiedene Arten von Krisen zu unterscheiden. Reinhart und Rogoff, die 2008 eine empirische Untersuchung zu verschiedenen Finanzkrisen in den letzten acht Jahrhunderten veröffentlichten, differenzieren in fünf Krisenkategorien.[15] Neben Krisen, die durch in- oder ausländische Verschuldung, Währungskrisen oder Inflation entstanden, benannten sie Bankenkrisen als eigenständige Kategorie. Dabei unterscheiden sie zwischen Bankruns und einer Folge von ansteckungsbedingten Schieflagen verschiedener Institutionen.[16] Unter einem Bankrun versteht man einen konzentrierten Ansturm von Anlegern auf ein Kreditinstitut, die zeitgleich ihre Einlagen abziehen wollen. Das betroffene Kreditinstitut steht dabei vor der Problematik, dass mittels Fristentransformation aus kurzfristigen Einlagen langfristige Kredite vergeben wurden und die kurzfristig zur Auszahlung verfügbaren Mittel begrenzt sind. Dabei ist zwischen informationsbasierten Runs zu unterscheiden, bei denen sich ein Institut tatsächlich in Schwierigkeiten befindet, oder zufälligen Runs, die durchGerüchte oder irrationale Ängste ausgelöst werden.[17] Die andere Kategorie der Bankenkrise wird auch als Dominoeffekt bezeichnet und stellt auf das hohe Ansteckungspotential im Finanzsektor ab.[18] Er tritt dann ein, wenn eine in Schieflage geratene Bank andere - ihr geschäftlich verbundene - Banken ebenfalls in Schieflage bringt.

Global betrachtet, treten Bankenkrisen und andere Finanzkrisen relativ häufig auf. Reinhart und Rogoff haben für den Zeitraum von 1997 bis 2007 in 22 Ländern Bankenkrisen ermittelt, wobei die meisten in Schwellenländern entstanden.[19] Auch wenn die Ursachen für Finanzkrisen vielfältig sind, gibt es eine Reihe von Annahmen über systematische Muster, die typisch sind. Der Wirtschaftshistoriker Kindleberger hat die Entstehung von Finanzkrisen auf das Platzen von Spekulationsblasen zurückgeführt.[20] Deren Bildung führt er im Wesentlichen auf zwei Gründe zurück. In optimistischer Erwartung von außerordentlichen Gewinnen kann es demnach zu einem Herdenverhalten kommen, indem der einzelne nicht mehr rational handelt und sich auf hohe Risiken einlässt. [21] Die andere Vorraussetzung für eine Spekulationsblase ist ausreichend zur Verfügung stehende Liquidität, die durch eine Ausweitung der Geldmenge und des Kreditangebots hervorgerufen wird. Reinhart und Rogoff erweitern diese Systematik noch um einige Befunde. Demnach sind Länder, die einen starken Kapitalzustrom aus dem Ausland erfahren haben, einem hohen Überschuldungsrisiko ausgesetzt.[22] Außerdem habe eine hohe internationale Kapitalmobilität wiederholt Bankenkrisen erzeugt.[23]

Ein weiterer Grund besteht nach Ansicht einiger Autoren in der Deregulierung der Finanzmärkte. So stellen Frenkel und Menkhoff fest, dass die Anzahl der Bankenkrisen mit der Liberalisierung des Bankensektors seit den 1980er Jahren zugenommen hat.[24]

3. Die globale Finanzkrise

Im nachfolgenden Kapitel soll gezeigt werden, dass die Bildung einer großen Spekulationsblase auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt, die ihren Höhepunkt im risikoreichen Subprime-Segment fand, den Ursprung der globalen Finanzkrise darstellt. Dabei soll die Entstehung der Spekulationsblase in ihrem zeitlichen Verlauf nachgezeichnet und die Einflussfaktoren, die zu ihrer Bildung beitrugen, erörtert werden. Zudem sollen sie mit generellen Merkmalen von Finanzkrisen verglichen werden.

3.1. Ursachen und Entstehung der Subprime-Loan-Krise in den USA

Ausgangspunkt der Krisenentwicklung, die zur aktuellen weltweiten Finanzkrise führte, war die Subprime-Kreditkrise in den USA. Wie im vorherigen Kapitel erörtert wurde, können Spekulationsblasen der Auslöser für Finanzkrisen sein. In den Jahren nach dem Jahrtausendwechsel kam es in den Vereinigten Staaten zu einem rasanten Anstieg der Immobilienpreise. Die ansteigende Nachfrage nach Eigenheimen konnte auch durch ein stetig wachsendes Angebot nicht gesättigt werden. Einen guten Überblick über die Preisentwicklung von Eigenheimen auf dem US-Immobilienmarkt ermöglicht der Case-Shiller Home Price Indice. Er ermittelt aus Wiederverkaufswerten von Immobilien deren Preisentwicklung.[25] Der Index, der in seiner 20 Composite Variante die Kaufpreisentwicklung für Wohnimmobilien aus 20 US-Regionen abbildet, weist ab Mitte der 1990er Jahre fast durchweg hohe Wachstumsraten auf, die ihren Höhepunkt um das Jahr 2005 finden. Der Einbruch der Wachstumsrate ab 2006 markiert zugleich das Platzen der Immobilienblase.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: S&P / Case-Shiller Home Price Indices

Quelle: Standard & Poor’s (2010).

Betrachtet man die 10 Composite Variante des Index, die lediglich 10 Metropolregionen erfasst, fallen die Wachstumsraten noch höher aus. Für die Blasenbildung auf dem US- Immobilienmarkt lässt sich eine Reihe von Ursachen identifizieren. Im vorangegangenen Kapitel wurde gezeigt, dass ausreichend vorhandene Liquidität als eine der Voraussetzungen einer Spekulationsblase angesehen wird. Die Federal Reserve (Fed) hat mit ihrer Geldpolitik sicherlich diese Liquidität bereitgestellt. Entgegen dem Mandat der Europäischen Zentralbank hat die Fed auch einen eindeutigen Auftrag zur Konjunkturpolitik und wollte mit ihrer Niedrigzinspolitik die Konjunktur in den USA beleben.[26] Der Leitzins wurde von 6,5 % zu Beginn des Jahres 2001 auf 1 % im Juni 2003 gesenkt. Von 2004 an erhöhte die Fed die Zinsen wieder auf ein Niveau von 5,25 % im Jahre 2006.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Leitzinsentwicklung in den USA

Quelle: Bundesverband Deutscher Banken (2010).

Infolge der Einbrüche auf den Aktienmärkten im Jahre 2000 gingen viele Amerikaner dazu über, Investitionen in Immobilien zu tätigen.[27] Diese Entwicklung entsprach zugleich den Zielen der US-amerikanischen Politik, die an einer Erhöhung der privaten Immobilienbesitzquote interessiert war.[28] Durch den niedrigen Leitzins konnten sie die Investitionen günstig durch Hypothekenkredite finanzieren. In Erwartung stetig weiter steigender Immobilienpreise ließen sich Banken darauf ein, die als Sicherheit dienenden Häuser auch über ihren aktuellen Marktpreis hinaus zu beleihen.[29] Dies führte dazu, dass Hausbesitzer ihre Verschuldung sukzessive erhöhten. Allerdings wurde nur ein Teil der aufgenommenen Hypothekenkredite zum Neuerwerb von Immobilien genutzt. Etwa die Hälfte der erteilten Darlehen wurde von Eigenheimbesitzern zu Konsumzwecken aufgenommen.[30] Als im Jahr 2004 das Kreditvolumen, das an Schuldner mit guter Bonität vergeben wurde, erstmals seit 2001 sank, lockerten viele Kreditinstitute die Kreditvergaberichtlinien, um auch Kreditinteressenten mit geringer Bonität mit Hypotheken versorgen zu können.[31] Diese Kredite an zweitklassige Schuldner werden als Subprime- Kredite bezeichnet. Die Anforderungen waren zum Teil so gering, dass man in diesem Zusammenhang von Ninja-Krediten sprach, da die Kreditnehmer gänzlich mittellos über no income, no job und no assets verfügten.[32] Fiel ein Subprime-Schuldner aus, verkaufte die Bank sein Haus einfach an einen anderen Käufer weiter. Als Sicherheit begnügten sich die Kreditgeber mit der Erwartung eines Preisanstiegs der beliehenen Immobilie.[33] In Erwartung stetig steigender Immobilienpreise erschien diese Praxis als wenig risikoreich, so dass Subprime-Kredite in den Jahren 2004-2006 einen Anteil von etwa 20 % am Neugeschäft erreichten.[34] Durch die niedrigen Kreditvergabestandards trugen die Banken in hohem Umfang eine Mitschuld am Entstehen dieses risikoreichen Kreditsegments. Unterstützt wurde die Kreditvergabe an Subprime-Schuldner in den USA durch eine 1995 erfolgte Gesetzesänderung, die eine soziale oder ethnische Diskriminierung bei der Vergabe von Immobilienkrediten verhindern sollte.[35] Um nicht den Anschein zu erwecken, dass sie bestimmte Gruppen von Kreditinteressenten benachteiligten und sich nicht den damit verbundenen staatlichen Sanktionierungen auszusetzen, senkten die US-amerikanischen Kreditinstitute ihre Kreditvergabestandards so ab, dass auch Interessenten mit geringster Bonität versorgt werden konnten.[36]

Als ab 2004 die Zinsen stiegen, gerieten die Subprime-Schuldner als erste in Zahlungsschwierigkeiten. Dabei litten sie besonders unter der Konzeption der Hypothekenkredite. Ein Großteil der Kredite im Subprime-Segment war variabel verzinslich oder als Hybrid mit einem variabel verzinslichen Teil versehen. Die variabel verzinsten Kredite hatten in der Phase der sinkenden Zinsen bis 2004 den Effekt, dass die Finanzierung eines Hauskaufs günstiger wurde. Hypotheken konnten zudem unkompliziert durch solche mit noch geringeren Zinsen abgelöst werden. Dass ausgehend von einem Leitzins von 1 % sich die Zinszahlungen bei einer Leitzinserhöhung leicht verdoppeln können, wurde dabei nicht beachtet. Stiglitz hat in diesem Zusammenhang Kritik an der Politik der Fed geäußert, deren Präsident Greenspan im Jahre 2004 noch darauf hingewiesen habe, dass viele Eigenheimbesitzer durch variabel verzinste Hypothekenkredite viel Geld hätten sparen können.[37] Als ab 2005 die Fed ihre Geldpolitik änderte und die Leitzinsen erhöhte, stiegen in der Folge auch die variablen Hypothekenzinsen. Der Zinsanstieg bremste die Nachfrage und schließlich sanken ab 2006 die Eigenheimpreise. Die Gläubigerbanken sahen sich jetzt der Situation gegenüber, dass eine große Anzahl von Schuldnern mit geringer Bonität die steigenden Zinszahlungen nicht mehr leisten konnte. Im zweiten Quartal 2006 belief sich der

Anteil an nicht vertragsgemäß bedienten Subprime-Krediten auf 30 %.[38] Die zur Kreditsicherung dienenden Immobilien verloren stetig an Wert bzw. waren gar nicht mehr verkäuflich, da der Markt übersättigt war und die Nachfrage immer mehr einbrach. Die Spekulationsblase war geplatzt. Erschwerend kam für die Banken eine Regulierungslücke im US-amerikanischen Hypothekenrecht hinzu. Im Gegensatz zu Deutschland, wo Hypothekenschuldner mit ihrem gesamten Vermögen für die Hypothek haften, ist die Haftung in den USA auf das Haus begrenzt.[39] Wenn ein Immobilienbesitzer die Hypothek nicht mehr bedienen kann, kann er ausziehen, das Haus der Bank zurückgeben und sich so seiner Verpflichtungen entledigen. Dass US-amerikanische Banken vor dem Hintergrund dieser Regelung Eigenheime trotzdem massiv über ihren Marktwert hinaus beliehen, erscheint im Nachhinein fahrlässig.

Die Hypothekenbanken mussten in großem Umfang Wertberichtigungen in ihren Kreditportfolien vornehmen. Hätten sich die betroffenen Banken durch Einlagen von Sparern refinanziert, hätte sich die Subprime-Krise auf die in diesem Segment tätigen Banken in den USA beschränkt. Allerdings hätten sie mit einem solchen Refinanzierungsmodell nie das vergebene Kreditvolumen gegenfinanzieren können. Stattdessen wurden die Kredite von den Hypothekenbanken zur Refinanzierung verbrieft und an andere Kapitalmarktakteure weiterverkauft. Durch eine Verbriefung können Aktiva, die von sich aus eigentlich nicht handelbar sind, handelbar gemacht werden. Die Hypothekenbanken verfolgten mit der Verbriefung zwei Ziele. Neben der bereits angesprochenen Refinanzierung ging es auch um die Vermeidung einer teuren Eigenkapitalhinterlegung. Die Richtlinien des ersten Baseler Akkords (Basel I) ermöglichten es, dass die Eigenkapitalhinterlegung durch Verbriefungen verringert werden konnte, ohne dass es zu einer nennenswerten Risikoverringerung kam. Durch diese auch als Regulierungsarbitrage bezeichneten Geschäfte konnten eine teure Eigenkapitalhinterlegung der Kredite vermieden, die Verschuldung und die Eigenkapitalrendite erhöht werden.[40] Die genaue Funktionsweise und die Folgen der Verbriefung werden in Kapitel 4 eingehend beschrieben.

Vergleicht man die Subprime-Loan-Krise mit den Merkmalen vorheriger Finanzkrisen, so ist eine Reihe von Übereinstimmungen feststellbar. Seit 1970 haben die USA, von kurzen Ausnahmen abgesehen, stets mehr Kapital importiert als exportiert, wobei die Differenz in den letzten Jahren teilweise höher als 5 % des Bruttoinlandsprodukts war.[41] Durch die Niedrigzinspolitik der Fed und den Kapitalzuflüssen aus dem Ausland verfügten die USA über genügend Liquidität als Nährboden der Blase. Auch die Preisentwicklung selbst zeigt alle Anzeichen einer Blasenbildung. Allerdings ist die Preisentwicklung in den USA kein

Einzelfall. In Europa kam es zur gleichen Zeit in Spanien und dem Vereinigten Königreich zu ähnlichen Preisentwicklungen für Wohnimmobilien. Setzt man die Preisentwicklung in Relation zu den Haushaltseinkommen, so ergibt sich für die beiden europäischen Länder ein weit gravierenderes Bild als in den USA. Besonders in Spanien sind die Immobilienpreise erheblich stärker gestiegen als die Einkommen. Das Verhältnis von Immobilienpreisen zu Einkommen hat sich hier in den Jahren von 1999 bis 2007 um den Faktor 80 % erhöht, während der Faktor in den USA nur um 20 % gestiegen ist.[42] Die starke Preisentwicklung ist in den USA weit mehr als in Europa durch steigende Einkommen gedeckt worden. Dennoch zeigt der Vergleich zum Anstieg der Löhne, dass die Immobilienpreisentwicklung mit einem starken Anstieg und entsprechenden Verfall einer typischen Spekulationsblase entspricht.[43] Weiterhin kann man sicherlich die Annahme von stetig steigenden Immobilienpreisen, die sowohl bei vielen Hausbesitzern und Banken verbreitet war, als übertrieben irrational einstufen. Insofern ist die Subprime-Krise in ihrer Entstehung kein Phänomen, sondern eine gewöhnliche Schuldenkrise, die zur Bankenkrise wurde, und die viele Merkmale vorangegangener Krisen aufweist.

3.2 Die Ausbreitung der Finanzkrise in den USA und Deutschland

Obwohl die amerikanische Immobilienblase ein nationales Problem war, stellte sie den Ausgangspunkt einer internationalen Finanzkrise dar. Dabei lassen sich zwei Ausbreitungswege benennen. Durch den weltweiten Handel mit verbrieften Hypothekenkrediten hatten sich die Adressausfallrisiken der Subprime-Schuldner auch in anderen Ländern gehäuft. Banken hierzulande sind vor allem betroffen, da Deutschland eines der Länder mit den höchsten Kapitalexporten ist und im Gegensatz zu China und Japan keine Vorbehalte gegenüber verbrieften US-Hypotheken bestanden.[44] Sinn beziffert den Gesamtwert der bis 2008 von deutschen Banken erworbenen Papiere auf 300 Mrd. Euro, wovon ein Drittel auf die Landesbanken entfällt.[45] Der Impuls, der die US- amerikanische Bankenkrise endgültig zu einer weltweiten Finanzkrise werden ließ, war die unerwartete Insolvenz der Investmentbank Lehman Brothers.

Zu Beginn der Subprime-Krise gerieten vor allem Hypothekenbanken in Schwierigkeiten. So musste im April 2007 der besonders im Subprime-Segment engagierte Baufinanzierer New Century Financial Gläubigerschutz beantragen.[46] Aufgrund von Kreditausfällen war die Bank am Ende nicht mehr in der Lage, Forderungen von 8 Mrd. US-Dollar zu begleichen.[47] Danach waren auch zunehmend Banken betroffen, die selbst nicht unmittelbar

Hypothekenkredite im Subprime-Segment vergeben hatten. Durch den globalen Handel mit strukturierten Produkten, deren Zahlungsströme letztlich von Zins- und Tilgungszahlungen der Subprime-Schuldner abhängig waren, gerieten nun auch normale Geschäfts- und Investmentbanken in den Sog der geplatzten Blase. Die Investmentbank Bear Stearns musste zwei Hedgefonds schließen, die in mezzanine CDOs investiert hatten. Ihr Scheitern trug maßgeblich dazu bei, dass Bear Stearns letztlich durch einen Notverkauf von J.P. Morgan übernommen werden musste.[48]

Einen Höhepunkt erreichte die Bankenkrise in den USA mit dem Zusammenbruch der US- Investmentbank Lehman Brothers. Sie war von den anderen Marktteilnehmern aufgrund ihrer Größe und Vernetzung als systemisch relevant betrachtet worden, so dass niemand mit ihrer Insolvenz gerechnet hatte.[49] Neben institutionellen Finanzmarktteilnehmern, mit denen Lehman eine Anzahl von 900.000 Derivatkontrakten weltweit abgeschlossen hatte, waren auch Inhaber von Zertifikaten betroffen, die vorwiegend in Deutschland an Privatpersonen verkauft worden waren.[50]

Durch die Lehman-Insolvenz kam es zu einem Zusammenbruch des Interbankenmarktes.

Das internationale Finanzsystem basiert auf einer fragmentierten Wertschöpfungskette.[51] Dies bedeutet, dass viele Institute nicht mehr den vollen Umfang der Bankdienstleistungen erbringen und sich stattdessen spezialisieren. Beispielsweise gibt es Institute, die mehr Kundeneinlagen entgenehmen, als sie selbst wieder durch Kredite vergeben könnten. Durch den Interbankenmarkt können sie dieses Kapital an Kreditinstitute verleihen, die sich nicht ausreichend selbst durch Einlagen refinanzieren können. So waren etwa die US- amerikanischen Investmentbanken zur Refinanzierung allein auf den Kapitalmarkt angewiesen.[52] Aufgrund des eingetretenen Vertrauensverlustes reduzierten die Banken weltweit untereinander die Bereitstellung von kurzfristiger Liquidität.[53] Dadurch gerieten wesentliche Funktionen des globalen Finanzsystems ins Stocken. Zudem waren Assets, die verbrieften Krediten zugrunde lagen, nahezu unverkäuflich. Auch für andere Finanzprodukte und Aktien sanken die Preise stark. Dies führte auch bei Kreditinstituten, die nicht oder nur in geringem Umfang in ABS-Papiere investiert hatten, zu hohen Wertberichtigungen, was durch die Marktwertbewertung nach IFRS noch verstärkt wurde.[54] So musste die Deutsche Bank für das Geschäftsjahr 2008 Verluste aus Fair-Value-Bewertungen von 10 Mrd. Euro ausweisen.[55] Um einen vollständigen Zusammenbruch der Kapitalmärkte zu verhindern, entschloss sich die US-Regierung zur Bereitstellung von Hilfen in Höhe von 700 Mrd. US-Verbriefungen Dollar für den amerikanischen Finanzdienstleistungssektor.[56] Auch die deutsche Regierung folgte ihr am 17. Oktober 2008 mit denen im Finanzmarktstabilisierungsgesetz enthaltenen Stützungsmaßnahmen für den deutschen Finanzsektor.

In Deutschland waren von der Subprime-Loan-Krise ab Mitte 2007 unmittelbar vor allem Kreditinstitute wie die IKB Deutsche Industriebank (IKB) und die Sachsen LB betroffen, die in hohem Umfang verbriefte Hypothekenkredite in ihren Portfolios hielten. Im Jahr 2008 musste eine Reihe von weiteren Instituten auf staatliche Unterstützungsmaßnahmen zurückgreifen, wobei die Hypo Real Estate (HRE) der bisher schwerwiegendste Fall war.

4. Verbriefungen

Dass sich eine Spekulationsblase, die auf der Preisentwicklung von Wohneigentum vorwiegend in einigen US-amerikanischen Metropolregionen basiert, zu einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ausweiten kann, ist vor allem durch Kreditverbriefungen verursacht worden. Dies bedeutet nicht, dass Verbriefungen per se negativ sind. Sie konnten vielmehr durch Versäumnisse der Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen zu einer Expansion beitragen.[57] Nachfolgend sollen für die Subprime-Loan-Krise verantwortliche Verbriefungsmodelle vorgestellt und die Rolle der Ratingagenturen hinterfragt werden. Abschließend werden in diesem Kapitel noch die mit der Verbriefung für Kreditinstitute verbundenen Anreize und Risiken herausgearbeitet.

4.1 Der Verbriefungsprozess

Die eigentliche Idee der Verbriefung von Wertgegenständen ist keine aktuelle Entwicklung. Als erste Erscheinungsformen solcher Finanzinstrumente können etwa auf Erlass Friedrich des Großen im Jahre 1769 eingeführte Pfandbriefe angesehen werden.[58] In einer ersten Annäherung kann man Verbriefungen als das Umwandeln von gewöhnlich nicht handelbaren Vermögenswerten in handelbare Anlageprodukte beschreiben.[59] Bei der Hypothekenverbriefung handelt es sich bei den zugrundeliegenden Assets um langfristige, mit Immobilien besicherte Darlehen. Im Falle des Zahlungsausfalls kann der Kreditgeber die Sicherheit verwerten. Allerdings hat der Inhaber des Papiers im Gegensatz zum Hypothekenpfandbrief keinen Anspruch gegen die emittierende Bank.[60] Diese Methode ist analog auch bei Krediten, die zur Finanzierung von anderen Investitionsgütern dienen, anwendbar. Dazu werden Kredite in einem Pool gebündelt. An Investoren werden Wertpapiere verkauft, an deren Inhaber dann die Zins- und Tilgungszahlungen derKreditnehmer weitergeleitet werden. Als generelle Bezeichnung für diese Art von besicherten Wertpapieren wird der Begriff Asset Backed Securities (ABS) verwendet. Wird der Pool lediglich aus Hypothekenkrediten gebildet, spricht man von Mortgage Backed Securities (MBS). Verbriefungen von Hypothekenkrediten für kommerziell genutzte Immobilien werden entsprechend als Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS) bezeichnet.[61] Die Bildung des Assetpools und die Emission der Wertpapiere erfolgt in der Regel durch eine Zweckgesellschaft. Dabei gibt es verschiedene Arten von Zweckgesellschaften, die etwa als Conduit oder auch Special Purpose Vehicle (SPV) bezeichnet werden. Dass die Banken für Verbriefungsgeschäfte auf Zweckgesellschaften zurückgriffen, hatte regulatorische Gründe. Wenn der ursprüngliche Gläubiger, auch Originator genannt, die Zweckgesellschaft vor dem Hintergrund der geltenden Rechnungslegungsvorschriften so konstruiert, dass er sie nicht in seinem Konzernabschluss konsolidieren muss, kann er die Kredite durch eine Übertragung an die Zweckgesellschaft aus seiner Bilanz entfernen.[62] Dadurch lässt sich auch die Eigenkapitalhinterlegung der Kredite verhindern. Allerdings ist es meist erforderlich, dass der Originator seiner Zweckgesellschaft zur Besicherung eine Kreditlinie einräumt.[63] Vor der Emission der Wertpapiere muss die Zweckgesellschaft die erworbenen Forderungen tranchieren. Dies bedeutet, dass sie ihrer Ausfallwahrscheinlichkeit nach zusammengefasst und gestaffelt werden. Die geringste Ausfallwahrscheinlichkeit weisen dabei die Senior­Tranchen auf, die für gewöhnlich ein AAA bis A Rating erhielten.[64] Mit einem BBB bis B Rating wurden die Mezzanine-Tranchen bewertet, deren Ausfallrisiko bis neun Prozent betrug.[65] Am riskantesten sind die Papiere der Equity-Tranche, bei denen kein Rating erfolgt. Dem erhöhten Risiko steht eine entsprechend höhere Verzinsung gegenüber. Der jeweilige Investor kann dann in Abhängigkeit zu seiner Risiko-Rendite-Präferenz MBS-Papiere kaufen. Insbesondere verbriefte Subprime-Kredite, für die von den Schuldnern aufgrund des erhöhten Ausfallrisikos ein Risikoaufschlag gezahlt werden musste, waren aufgrund ihrer hohen Renditemöglichkeiten bei Hedgefonds beliebt.[66] Die Ausschüttung der eingehenden Cashflows erfolgt nach einem Kaskadenprinzip. Zuerst werden die Senior-Tranche und dann die nachfolgenden Tranchen bedient. Ausfälle treffen somit zuerst die Equity-Tranche, die in der Regel auch beim Originator verbleibt, bevor die Mezzanine und letztlich auch die Senior­Tranche betroffen sind.[67]

Eine weitere Verbriefungsstufe stellen Collateralized Debt Obligations (CDOs) dar. Dabei werden Tranchen bereits verbriefter Kredite in eine neue, forderungsbesicherte Struktur gebracht. Der Gesamtzusammenhang ist in Abbildung 3 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Verbriefungsstrukturen

Quelle: Schäfer (2008), S. 810.

Das zugrundeliegende Verfahren orientiert sich dabei an dem der MBS-Verbriefung. Eine Zweckgesellschaft erwirbt Tranchen von MBS-Papieren, die erneut tranchiert und einem Rating unterzogen werden. Derartige CDO-Verbriefungen wurden von Käufern oftmals erneut tranchiert und verbrieft. Es wurden sogar Fälle bekannt, bei denen CDOs über 24-mal neu verbrieft wurden.[68] Dabei bewerteten Ratingagenturen selbst erneut verbriefte Mezzanine-Tranchen mit Bestnoten. Wie in Abbildung 3 dargestellt, konnte die Super- Senior-Tranche der ausgegebenen CDOs bei einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 0,061 % ein Volumen von über 50 % erreichen.[69] Die Emittenten der CDOs waren an einem möglichsthohen Anteil an Papieren mit Bestbenotungen interessiert, weil sie ihrerseits an deren Käufer die geringsten Zinsen zahlen mussten.[70] Im Nachhinein haben sich auch solche Super- Senior-Tranchen als hoch spekulativ erwiesen. Die ausgegebenen Wertpapiere werden an Investoren verkauft, die im Gegenzug Zahlungen aus den Cash-Flows der MBS erhalten. Nicht nur die Ausgabe von ABS erfolgte durch Zweckgesellschaften, auch der Ankauf von CDOs wurde oftmals von Banken über rechtlich selbständige Zweckgesellschaften getätigt. Dabei waren die Gesellschaften auch auf Garantien der Mutterbanken angewiesen. Die Refinanzierung wurde dann zum Teil über kurzfristige Kredite am Interbankenmarkt sichergestellt. Als infolge der Immobilienkrise die Zahlungen der Hypothekenschuldner nicht mehr ankamen, mussten betroffene Gesellschaften Abschreibungen auf ihre CDO-Werte vornehmen, die Entwertungen glichen.[71] Mit dem Verlust der Sicherheiten waren die SPV nicht mehr in der Lage, sich auf dem Kapitalmarkt zu refinanzieren und mussten dann die Kreditlinien der Mutterbanken in Anspruch nehmen, was diese teilweise in existenzielle Bedrängnis brachte, wie sich am Beispiel der IKB Deutsche Industriebank zeigen sollte.

4.2 Die Rolle der Ratingagenturen

Für Ihre Rolle im Verbriefungsprozess wurden Ratingagenturen schon zu Beginn der Krise kritisiert. Ihre erstklassigen Bewertungen von CDOs erscheinen mittlerweile fragwürdig oder werden schlichtweg als falsch beurteilt.[72] Wie im vorangegangenen Kapitel erläutert wurde, hatten die Ratingagenturen die Schlüsselposition im Verbriefungsprozess inne. Ihre Bewertung des Ausfallrisikos hatte maßgeblichen Einfluss auf die Zinszahlungen, die Emittenten an die Käufer der Wertpapiere zu leisten hatten. Die Käufer ihrerseits hatten auch ein hohes Interesse an möglichst gut bewerteten Papieren, um die Eigenkapitalhinterlegung zu minimieren.[73] Welchen Einfluss die Bewertungen der großen Ratingagenturen haben, kann man auch in der aktuellen Debatte über die sehr hohe Verschuldung einiger Europäischer Staaten erleben, deren Lage sich infolge von Herabstufungen durch die Agenturen noch verschärfte.[74] Eine Erklärung für das Versagen der Ratingagenturen bei der Bewertung von CDOs könnte in dem Geschäftsmodell der Agenturen liegen. Ratingagenturen werden durch das Unternehmen, dessen Bonität sie ermitteln sollen, bzw. im Fall der Wertpapierbewertung durch den Emittenten, bezahlt. Als eine Folge von Basel II stieg die Nachfrage nach strukturierten Finanzprodukten, die über ein Rating verfügten.[75] Insofern profitierten sie unmittelbar von dem wachsenden Geschäft mit verbrieften Hypothekenkrediten. Eine Dienstleistung in Bezug auf CDOs stellte das indicative Rating dar. Die Agentur half dabei einem CDO-Emittenten bei der Strukturierung der Tranchen, um einen möglichst großen Anteil an Papieren mit einem AAA-Rating zu erhalten, für die an die Käufer nur niedrige Zinsen gezahlt werden mussten.[76] Hier fällt es sicherlich schwer, einen Interessenskonflikt auszuschließen, da Emittenten, die mit dem Ergebnis einer Bewertung unzufrieden sind, sich bei der nächsten Verbriefung an eine ihnen wohlgesonnenere Agentur wenden könnten und die ursprünglich tätige Agentur den Kunden verlöre. Eine Studie von Benmelech und Dlugozs, die die Ratings von Verbriefungen zugrunde liegenden Wertpapieren und daraus emittierten CDOs verglich, kam zu dem Ergebnis, dass es auffallende Differenzen in der Rating Struktur gibt.[77] Sie stellten fest, dass CDOs, die zu 70 % von Standard and Poor's mit einem AAA-Rating versehen worden waren, zu 93 % aus Wertpapapieren mit einem Rating von B oder BB gebildet wurden, was sie veranlasste, in diesem Zusammenhang von „Alchemie“ zu sprechen.[78] Dies zeigt also, dass das Beispiel aus Abbildung 3 keinen Einzelfall darstellt.

Hönig sieht in dem Vertrauen auf die Ratings der Agenturen den maßgeblichen Grund für den Handel mit verbrieften Hypotheken. Zum Vergleich zieht er die Krise der Savings and Loan Associations in den USA von 1986 bis 1995 heran, die ebenfalls durch zu niedrige Kreditstandards verursacht wurde, mangels Verbriefungsmöglichkeiten aber auf die USA beschränkt blieb.[79] Hält man sich vor Augen, dass die Glaubwürdigkeit der Ratingagenturen so hoch war, dass die risikoadjustierte Eigenkapitalhinterlegung nach Basel II im Standardansatz im Wesentlichen von deren Bewertungen abhing, muss man fragen, ob sie dieser Verantwortung gerecht wurden.

4.3 Verbriefungsanreize

Die Beweggründe zur Verbriefung von Krediten und zum Handel mit MBS-Papieren sowie CDOs sind vielfältig. Hintergrund der Verbriefung von in Bankbilanzen befindlichen Aktiva an sich ist letztlich das begrenzt zur Verfügung stehende Eigenkapital einer Bank. Durch die geltenden Eigenkapitalhinterlegungsanforderungen sind der Kreditvergabe Grenzen gesetzt. Zudem muss die Bank die Refinanzierung der vergebenen Kredite sicherstellen. Somit ist das zur Verfügung stehende Kreditvolumen letztlich limitiert. Eine darüber hinausgehende Kreditvergabe ließe sich nur über eine Bilanzverlängerung mit einhergehender Eigenkapitalaufstockung realisieren. Durch den Verkauf von Krediten, die auch als Verbriefung bezeichnet wird, lasst sich diese Begrenzung umgehen. Dies ist auch durch amerikanische Hypothekenbanken zur Refinanzierung des steigenden Kreditvolumens an Eigenheimkäufer in beträchtlichem Umfang erfolgt. Schiereck beziffert allein das Volumen der verbrieften Subprime-Kredite auf 1,2 Billionen US-Dollar, was beispielsweise 8 Millionen Krediten über 150.000 US-Dollar entspricht.[80] Es ist schwer vorstellbar, dass man einen solchen Betrag durch Einlagen bei örtlichen Kreditinstituten hätte gegenfinanzieren können. Aus Gründen der Risikoallokation kann es sinnvoll sein, das Kreditausfallrisiko von einer Bank auf eine Vielzahl von Intermediären zu verteilen. Eine Hypothekenbank kann sich so beispielsweise besser gegen Schwankungen der regionalen Immobilienkonjunktur absichern.[81] Allerdings tritt dieser Effekt nur ein, wenn auf Seiten des Käufers nicht durch zu umfangreiche Investitionen in gleichartige forderungsbesicherte Wertpapiere eine hohe Risikoposition aufgebaut wird.[82] Gerade dies geschah etwa bei der Sachsen LB oder der IKB, die letztlich durch zu hohe Engagements ihrer Zweckgesellschaften in Subprime- Hypothekenverbriefungen in Schwierigkeiten gerieten.

Ein weiterer Anreiz für Kreditverbriefungen ist die Möglichkeit der Regulierungsarbitrage.[83] Dabei nutzen Finanzintermediäre die unterschiedlichen Eigenkapitalhinterlegungsrichtlinien aus, die für verschiedenartige Institutionen gelten. Nach Basel I, das in den USA immer noch gilt, müssen Kredite zu 8 % mit Eigenkapital hinterlegt werden. Durc]h eine Verbriefung konnte diese Quote selbst dann deutlich gesenkt werden, wenn die Käufer der Wertpapiere Banken waren. Bei institutionellen Käufern, die nicht den bankenaufsichtrechtlichen Eigenkapitalhinterlegungsvorschriften unterlagen, ließ sich diese Quote bis unter 1 % reduzieren.[84] Den Banken wurde durch diese Methode die Möglichkeit gewährt, den teuren Einsatz von Eigenkapital zu minimieren, den Verschuldungsgrad zu erhöhen und letztlich die Eigenkapitalrendite zu steigern. Mit der Einführung von Basel II konnte die Praxis der Regulierungsarbitrage auch nicht vollkommen eingeschränkt werden. Das Regelwerk verlangt, dass jede Kreditrisikoposition ihrem Risikogehalt nach mit Eigenkapital zu hinterlegen ist. Detaillierter soll dies in Kapitel 5.3 erläutert werden. Durch eine Regulierungslücke fielen die Zweckgesellschaften in Deutschland aber nicht unter den Regelungsbereich von Basel II.[85] Faust sieht in dieser Regulierungslücke ein durch Politik und Regulierung gebilligtes Schlupfloch, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Banken im Vergleich zum geringer regulierten Ausland zu erhalten.[86] Durch diese Erkenntnis relativiert sich der Gedanke der Risikoallokation als Ziel von Verbriefungen beträchtlich. Die forderungsbesicherten Wertpapiere sind Träger eines hohen inhärenten Risikos.

Den durch Subprime-Engagements in Schieflage geratenen Banken wurde oftmals vorgeworfen, dass sie über die der Kreditverbriefung zugrundeliegenden Hypotheken nur unzureichend informiert waren. Insbesondere zielt dieser Vorwurf auf die geringe Bonität der Schuldner ab, an die die Kredite vergeben worden waren.[87]

Damit ist das Problem der asymmetrischen Information angesprochen. Man kann sicher davon ausgehen, dass Hypothekenbanken, die in den USA auf einem regional begrenzten Markt tätig sind und potentielle Kreditkunden einer Bonitätsprüfung unterzogen haben, über die Ausfallrisiken der Kredite in ihrem Portfolio besser informiert sind als ein Intermediär, der MBS kauft. Dieser Informationsvorteil im Zusammenhang mit der Möglichkeit, Kredite zu verbriefen, kann für Banken Anreiz sein, sich anders zu verhalten als sie es ohne Verbriefungsoption tun würden. Eine Reihe von Studien hat diese Fragestellung aufgegriffen und untersucht, ob es vor dem Hintergrund von asymmetrischen Informationen durch Verbriefungen zu Moral Hazard kommen kann. Dell'Ariccia et al. sind in einer empirischen Untersuchung unter anderem dem Einfluss von Verbriefungsmöglichkeiten auf das Niveau der Kreditvergabestandards nachgegangen.[88] Dabei konnten sie einen signifikanten Zusammenhang zwischen Kreditverbriefungen und sinkenden Ablehnungsraten von Kreditanträgen nachweisen.[89] Eine aktuelle Veröffentlichung von Hakenes und Schnabel kommt zu ähnlichen Ergebnissen.[90] In ihrem Modell sind Kreditrisikotransfers prinzipiell wohlfahrtssteigernd. Allerdings kann es bei Informationsasymmetrien zwischen Originator und Käufer von verbrieften Krediten zu einer Risikoerhöhung in der Volkswirtschaft kommen, wenn bonitätsschwache Schuldner in einem zu hohen Maße Kredite erhalten.[91] Obwohl strukturierte Produkte wie ABS und CDOs im Prinzip gut geeignete Instrumente zur Refinanzierung von Kreditinstituten und zur Risikoallokation sind, hat die aktuelle Finanzkrise eindeutig die mit ihrem Einsatz verbundenen Risiken offenbart. Durch die mehrfache Verbriefung dürfte den wenigsten Investoren am Ende der Kette bekannt gewesen sein, womit ihre Wertpapiere letztlich besichert waren. Im Vertrauen auf das Urteil der Ratingagenturen hat sie dies nicht davon abgehalten, die Hypothekenbanken ständig neu zu refinanzieren und so die Spekulation auf dem Immobilienmarkt erst zu ermöglichen.

[...]


[1] Vgl. Deutsche Bundesbank (2009b), S. 52.

[2] Schnabl/Hoffmann (2008), S. 217.

[3] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 108.

[4] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 4.

[5] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 12.

[6] Vgl. Deutsche Bundesbank (2009b), S. 12.

[7] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 110.

[8] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 111.

[9] Vgl. Sinn (2009), S. 88 und S. 307.

[10] Vgl. Sinn (2009), S. 88.

[11] Vgl. Sinn (2009), S. 307.

[12] Vgl. Sinn (2009), S. 160.

[13] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 113.

[14] Vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2007), S. 45.

[15] Vgl. Reinhart/Rogoff (2008), S. 51.

[16] Vgl. Reinhart/Rogoff (2008), S. 80.

[17] Vgl. Gischer/Herz/Menkhoff (2005), S. 122.

[18] Vgl. Hüther (2009), S. 229.

[19] Vgl. Reinhart/Rogoff (2008), S. 88.

[20] Vgl. Kindleberger (2001), S. 41.

[21] Vgl. Kindleberger (2001), S. 45 f.

[22] Vgl. Reinhart/Rogoff (2008), S. 7.

[23] Vgl. Reinhart/Rogoff (2008), S. 7.

[24] Vgl. Frenkel/Menkhoff (2000), S. 4.

[25] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 55.

[26] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 152.

[27] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 15.

[28] Vgl. Flesch (2009), S. 22.

[29] Vgl. Sinn (2009), S. 113 f.

[30] Vgl. Kempa (2008), S. 300.

[31] Vgl. Bloss et al. (2008), S. 15.

[32] Vgl. Starbatty (2008), S. 31.

[33] Vgl. Menkhoff (2008), S. 298.

[34] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 26.

[35] Vgl. Sinn (2009), S. 120.

[36] Vgl. Sinn (2009), S. 121.

[37] Vgl. Stiglitz (2007), o. S.

[38] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 26. ; Tigges (2008), o. S.

[39] Vgl. Westermann (2009), S. 12.

[40] Vgl. Kaserer (2008), S. 4.

[41] Vgl. Sinn (2009), S. 35.

[42] Vgl. Deutsche Bundesbank (2009c), S. 17.

[43] Vgl. Kindleberger (2001), S. 32.

[44] Vgl. Sinn (2009), S. 50.

[45] Vgl. Sinn (2009), S. 140.

[46] Vgl. Deutsche Bundesbank (2009c), S. 107.

[47] Vgl. o. V. (2007), o. S.

[48] Vgl. Schäfer (2008), S. 810.

[49] Vgl. Sinn (2009), S. 70.

[50] Vgl. Schäfer (2008), S. 810.

[51] Vgl. Wallace/Herrick (2009), S. 6.

[52] Vgl. Sinn (2009), S. 74.

[53] Vgl. Deutsche Bundesbank (2009b), S. 38.

[54] Vgl. Sinn (2009), S. 164.

[55] Vgl. Deutsche Bank (2009a), S. 49.

[56] Vgl. Schäfer (2008), S. 812.

[57] Vgl. Burghof/Prothmann (2008), S. 8.

[58] Vgl. Kaserer (2008), S. 3.

[59] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 69.

[60] Vgl. Sinn (2009), S. 132.

[61] Vgl. Kaserer (2008), S. 3.

[62] Vgl. Schäfer/Kühnle (2006),S. 41.

[63] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 110.

[64] Vgl. Schäfer (2008), S. 808.

[65] Vgl. Schäfer (2008), S. 808.

[66] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 13.

[67] Vgl. Hartmann-Wendels/ Pfingsten/Weber (2007), S. 304.

[68] Vgl. Sinn (2009), S. 138.

[69] Vgl. Bewertung der Ratingagentur Fitch, entnommen bei: Schäfer (2008), S. 810.

[70] Vgl. Sinn (2009), S. 145.

[71] Vgl. Schäfer (2008), S. 811.

[72] Vgl. Hönig (2009), S. 7.

[73] Vgl. Hönig (2009), S. 7.

[74] Vgl. Frühauf (2009), o. S.

[75] Vgl. Bloss et al. (2009), S. 90.

[76] Vgl. Sinn (2009), S. 145.

[77] Vgl. Benmelech/Dlugosz (2008), S. 15.

[78] Vgl. Benmelech/Dlugosz (2008), S. 3.

[79] Vgl. Hönig (2009), S. 7.

[80] Vgl. Schiereck (2008), S. 10.

[81] Vgl. Kaserer (2008), S. 4.

[82] Vgl. Menkhoff (2008), S. 298.

[83] Vgl. Kaserer (2008), S. 4.

[84] Vgl. Kaserer (2008), S. 4.

[85] Vgl. Sinn (2009), S. 169.

[86] Vgl. Faust (2009), S. 7.

[87] Vgl. Sinn (2009), S. 146.

[88] Vgl. Dell’Ariccia/Igan/Laeven (2008).

[89] Vgl. Dell’Ariccia/Igan/Laeven (2008), S. 17.

[90] Vgl. Hakenes/Schnabel (2009).

[91] Vgl. Hakenes/ Schnabel (2009), S. 28.

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten

Details

Titel
Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf das deutsche Bankensystem
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover  (Institut für Banken und Finanzierung)
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
88
Katalognummer
V179972
ISBN (eBook)
9783656025863
ISBN (Buch)
9783656025511
Dateigröße
1112 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Finanzkrise, Subprimekrise, Verbriefungen, Ratingagenturen, Bankensystem, Hypo Real Estate, Finanzmarktstabilisierungsgesetze
Arbeit zitieren
Jan Laude (Autor), 2010, Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf das deutsche Bankensystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/179972

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