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Patentzitierungen als Indikator für Innovationen

Titel: Patentzitierungen als Indikator für Innovationen

Seminararbeit , 2003 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Manuel Koch (Autor:in)

VWL - Innovationsökonomik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Innovationen und der daraus resultierende technologische Fortschritt bilden einen wesentlichen
Bestimmungsfaktor für wirtschaftliches Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Aus dieser Feststellung ergibt sich für die ökonomische Wissenschaft die Frage,
wie sich erfinderische Aktivitäten in einer Unternehmung, einer Branche oder einer
Volkswirtschaft auf sinnvolle Weise messen lassen. Die Forschung auf diesem Gebiet
folgt dem Ziel, ein besseres Verständnis des Innovationsprozesses zu erlangen. Die
Literatur liefert einige Vorschläge, welche Daten herangezogen werden können, um
innovatorische Tätigkeiten quantitativ zu erfassen. Eine mögliche Messgröße ist die
Anzahl der erschienen Patente. Der wesentliche Gegenstand des vorliegenden Beitrages
besteht in der Darstellung und Untersuchung des Patentindikators in Verbindung
mit Zitathäufigkeiten als Messgröße zur Erfassung des Forschungsoutputs.
Um auf die Problematik des vorliegenden Themas hinzuleiten und seine Relevanz
zu verdeutlichen, wird im Kapitel 2 zunächst eine Auswahl grundsätzlich denkbarer
Indikatoren zur Abbildung von Innovationsaktivitäten vorgestellt und beurteilt. Im
zentralen Kapitel 3 erfolgt eine Analyse, inwieweit sich der Zitatindikator eignet, um
als Qualitätsmaß für die patentierten Entwicklungen herangezogen zu werden. Die
Grundlage dafür bildet eine empirische Untersuchung von Manuel Trajtenberg, die
2002 unter dem Titel „A Penny for Your Quotes: Patent Citations and the Value of
Innovations“ in dem Sammelwerk Patents, Citations & Innovations veröffentlicht
wurde. Eine abschließende Zusammenfassung und Beurteilung der Ergebnisse findet
im Kapitel 4 statt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung

2 Kennzeichnung und Beurteilung von Innovationsindikatoren

2.1 Indikatoren zur Erfassung des Innovationsinputs

2.2 Indikatoren zur Erfassung des Innovationsoutputs

3 Analyse von Patentindikatoren am Beispiel der Computertomographie

3.1 Patentzitierungen als qualitatives Maß für den Forschungsoutput

3.2 Vergleich der Patentanzahl (SPCt) mit der Summe der zitatgewichteten Patente (WPCt)

3.3 Schätzung des Innovationswertes

3.4 Untersuchung der Patentindikatoren auf ihre Tauglichkeit

3.4.1 Analyse der Beziehung zwischen Indikatoren und Innovationswert

3.4.2 Untersuchung der Eignung von SPCt (Patentanzahl) als Inputindikator

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung von Patentdaten, insbesondere von Patentzitierungen, als Indikator zur Messung von Innovationsaktivitäten und deren Qualität in einer Volkswirtschaft oder Branche.

  • Grundlagen der Innovationsindikatoren (Input vs. Output)
  • Methodische Problematik der bloßen Patentzählung (SPC)
  • Qualitative Bewertung durch Patentzitierungen (WPC)
  • Empirische Analyse am Beispiel der Computertomographie
  • Korrelation zwischen Innovationsindikatoren und ökonomischem Innovationswert

Auszug aus dem Buch

3.2 Vergleich der Patentanzahl (SPCt) mit der Summe der zitatgewichteten Patente (WPCt)

Trajtenberg führt seine Analyse am Beispiel des Computertomographen durch, der als eine der revolutionärsten Innovationen auf medizinischem Gebiet gilt. Dieses Gerät ermöglicht Querschnittsaufnahmen des menschlichen Körpers, die eine besonders präzise Untersuchung der einzelnen Organe zulassen.

Alle 456 Patente, die in den Vereinigten Staaten zwischen 1972 und 1986 im Bereich dieser Innovation erschienen sind, hat Trajtenberg zusammengetragen. Es wurden die Patente erfasst, die in diesem Zeitraum erteilt wurden. Datiert wurden sie jedoch mit dem Tag ihrer Anmeldung. Da es theoretisch denkbar ist, dass ein Patent, dass bspw. 1984 angemeldet wurde, bis 1986 noch nicht gewährt wurde, verkürzt Trajtenberg den betrachteten Zeitabschnitt auf 1972 bis 1982. Auf diese Weise wird die Vollständigkeit des erhobenen Datensatzes gewährleistet. Abbildung 3 zeigt, dass das Jahr 1977 am meisten Patente zur Computertomographie hervorgebracht hat (SPCt).

Werden die Patente mit ihren individuellen Zitathäufigkeiten gewichtet (WPCt), so ergibt sich eine deutlich abweichende Verteilung, die wesentlich früher stark ansteigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung: Einführung in die ökonomische Relevanz von Innovationen und die Problematik ihrer quantitativen Erfassbarkeit mittels Patentdaten.

2 Kennzeichnung und Beurteilung von Innovationsindikatoren: Systematische Darstellung gängiger Input- und Output-Indikatoren sowie kritische Reflexion ihrer Aussagekraft und Schwachstellen.

3 Analyse von Patentindikatoren am Beispiel der Computertomographie: Empirische Untersuchung der Validität von Patentzitierungen im Vergleich zur einfachen Patentanzahl bei der Messung von Forschungsoutput.

4 Schlussbetrachtung: Fazit über den Nutzen von patentstatistischen Indikatoren und deren notwendige Einbettung in differenzierte Analysemodelle.

Schlüsselwörter

Innovationsökonomik, Innovationsindikatoren, Patentzitierungen, Forschungsoutput, Technologischer Wandel, Patentanzahl, Innovationswert, FuE-Aktivitäten, Computertomographie, Patentdaten, Innovationsprozess, Spillover-Effekte, Patentstatistik, Innovationsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Herausforderung, erfinderische Leistungen und technologischen Fortschritt ökonomisch messbar zu machen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit umfasst den Vergleich verschiedener Innovationsindikatoren, die Diskussion über deren Tauglichkeit zur Erfassung von Forschungsleistungen und eine empirische Fallstudie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, inwiefern die Nutzung von Patentzitierungen (im Vergleich zur reinen Anzahl der Patente) ein besseres Qualitätsmaß für den Innovationserfolg darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Literaturanalyse mit der empirischen Untersuchung von Manuel Trajtenberg zum Bereich der Computertomographie kombiniert, wobei statistische Korrelationen analysiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifizierung von Indikatoren und die detaillierte empirische Analyse der Computertomographie-Patente inkl. deren Zitathäufigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Innovationsindikatoren, Patentzitierungen, Innovationswert und empirische Innovationsökonomik charakterisiert.

Warum wird die bloße Anzahl der Patente als Indikator hinterfragt?

Weil die einfache Zählung keine qualitative Differenzierung zwischen radikalen Innovationen und inkrementellen Verbesserungen zulässt.

Welche Erkenntnis liefert die Untersuchung der Computertomographie-Patente?

Die Untersuchung zeigt, dass die zitatgewichteten Patente (WPCt) deutlich besser mit dem tatsächlichen ökonomischen Innovationswert korrelieren als die bloße Patentanzahl (SPCt).

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Patentzitierungen als Indikator für Innovationen
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Institut für Volkswirtschaftslehre)
Note
2,0
Autor
Manuel Koch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
21
Katalognummer
V18012
ISBN (eBook)
9783638224383
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Patentzitierungen Indikator Innovationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Manuel Koch (Autor:in), 2003, Patentzitierungen als Indikator für Innovationen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18012
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Leseprobe aus  21  Seiten
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