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Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze

Kritik an schriftlichen und archäologischen Quellen

Titel: Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2010 , 40 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Alexandra Nowak (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Germanien insgesamt ist von den Galliern, von den Rätern und Pannoniern durch Rhein und Donau, von den Sarmaten und Dakern durch wechselseitiges Mißtrauen oder Gebirgszüge geschieden“. So beschreibt Tacitus die Grenzen des freien Germanien. Der Rhein trennt Germanen und Kelten. Was aber sind Germanen und Kelten? Sind sie archäologisch nachweisbar? Inwieweit fand diese Thematik Beachtung in der Forschung?
In der vorliegenden Arbeit sollen Antworten auf diese Fragen gefunden werden. Nach einem Überblick zur Forschungsgeschichte folgen die Zusammenstellung und Auswertung der Quellen. Begonnen wird mit den Schriftquellen. Es wird geklärt, welche schriftlichen Überlieferungen erhalten geblieben sind, was im Umgang mit ihnen zu beachten ist und welche Informationen sie zum Thema, Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze, liefern können. In Verbindung mit den Schriftquellen soll die Begriffsproblematik erläutert werden. Was bedeutet Germane, Gallier oder Kelte? Wer hat diese Begriffe geprägt und in welchem Kontext sind sie entstanden? Umfassen sie stets das gleiche oder wandelt sich ihre inhaltliche Bedeutung?
Nachfolgend sollen die archäologischen Funde und Befunde in den Gebieten westlich und östlich des mittleren und unteren Rhein vorgestellt und ausgewertet werden. Es wird untersucht, ob die Aussagen beider Quellengattungen synthetisierbar sind oder ob sie ein völlig konträres Bild ergeben. Weiterhin soll das Problem der ethnischen Interpretation beleuchtet werden. Lassen sich archäologische Sachgüter einer sozial und kulturell einheitlichen Gruppe zuordnen? Oder anders formuliert: Was sind Ethnien?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgeschichtlicher Überblick

3. Völker zwischen Germanen und Kelten am Rhein – Quellenlage

3. 1. Schriftquellen

3. 1. 1. G. I. CAESAR – Commentarii de bello Gallico

3. 1. 2. P. C. TACITUS – Origine et situ Germanorum liber

3. 2. Archäologische Quellen

4. Völker zwischen Germanen und Kelten am Rhein – Theorien

4. 1. ROLF HACHMANN – Der Rhein wird kulturelle Grenze

4. 2. GEORG KOSSACK – Die Verbreitung der Elbgermanen

5. Fazit

6. Verzeichnisse

6. 1. Quellen- und Literaturverzeichnis

6. 2. Abbildungsverzeichnis

7. Abbildungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen und archäologischen Belege für die Besiedlung des Raumes zwischen Rhein, Germanen und Kelten im ersten Jahrhundert v. Chr. bis zum ersten Jahrhundert n. Chr. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob der Rhein als scharfe kulturelle Trennlinie zwischen den beschriebenen Gruppen fungierte und ob sich archäologische Sachgüter eindeutig ethnischen Großgruppen zuordnen lassen.

  • Kritische Auseinandersetzung mit der Interpretation schriftlicher antiker Quellen (Caesar, Tacitus).
  • Analyse archäologischer Funde zur Identifikation kultureller und ethnischer Grenzen.
  • Untersuchung der Forschungskonzepte von R. Hachmann und G. Kossack.
  • Problematisierung der Gleichsetzung von archäologischen Kulturgruppen mit historisch überlieferten Ethnien.
  • Synthese und Bewertung der Aussagemöglichkeiten von Schrift- und Bodenquellen.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Germanien insgesamt ist von den Galliern, von den Rätern und Pannoniern durch Rhein und Donau, von den Sarmaten und Dakern durch wechselseitiges Mißtrauen oder Gebirgszüge geschieden“. So beschreibt Tacitus die Grenzen des freien Germanien. Der Rhein trennt Germanen und Kelten. Was aber sind Germanen und Kelten? Sind sie archäologisch nachweisbar? Inwieweit fand diese Thematik Beachtung in der Forschung?

In der vorliegenden Arbeit sollen Antworten auf diese Fragen gefunden werden. Nach einem Überblick zur Forschungsgeschichte folgen die Zusammenstellung und Auswertung der Quellen. Begonnen wird mit den Schriftquellen. Es wird geklärt, welche schriftlichen Überlieferungen erhalten geblieben sind, was im Umgang mit ihnen zu beachten ist und welche Informationen sie zum Thema, Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze, liefern können. In Verbindung mit den Schriftquellen soll die Begriffsproblematik erläutert werden. Was bedeutet Germane, Gallier oder Kelte? Wer hat diese Begriffe geprägt und in welchem Kontext sind sie entstanden? Umfassen sie stets das gleiche oder wandelt sich ihre inhaltliche Bedeutung?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Problematik der ethnischen Bestimmung von Germanen und Kelten im Rheinraum ein und formuliert die zentralen Leitfragen zur Aussagekraft schriftlicher und archäologischer Quellen.

2. Forschungsgeschichtlicher Überblick: Dieser Abschnitt beleuchtet die Entwicklung der archäologischen Forschung seit dem 19. Jahrhundert, insbesondere die kritische Auseinandersetzung mit der archäologischen Siedlungsmethodik und ethnischen Deutungsversuchen.

3. Völker zwischen Germanen und Kelten am Rhein – Quellenlage: Hier werden die schriftlichen Berichte von Caesar und Tacitus analysiert sowie archäologische Befunde zur Fundsituation am Rhein gegenübergestellt.

4. Völker zwischen Germanen und Kelten am Rhein – Theorien: Die Forschungsansätze von R. Hachmann und G. Kossack werden hinsichtlich ihrer Methodik bei der Verknüpfung von Quellen und archäologischen Funden kritisch hinterfragt.

5. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine scharfe kulturelle Grenze am Rhein anhand der überlieferten Quellen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden kann und warnt vor der zwanghaften ethnischen Interpretation materieller Hinterlassenschaften.

6. Verzeichnisse: Dieser Bereich umfasst das verwendete Quellen- und Literaturverzeichnis sowie das Abbildungsverzeichnis der Arbeit.

7. Abbildungen: Hier werden die Karten und Fundzeichnungen dokumentiert, die der Analyse als visuelle Grundlage dienen.

Schlüsselwörter

Germanen, Kelten, Rhein, Antike, Schriftquellen, Archäologie, Ethnogenese, Siedlungsgeschichte, Caesar, Tacitus, Hachmann, Kossack, Latène-Kultur, Ethnische Deutung, Materialkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht kritisch die historische und archäologische Quellenlage bezüglich der Besiedlung des Rheinraums durch Germanen und Kelten im Zeitraum vom ersten Jahrhundert v. Chr. bis zum ersten Jahrhundert n. Chr.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Der Fokus liegt auf der Verknüpfung von antiken schriftlichen Überlieferungen mit archäologischen Befunden, um die Validität der Annahme einer kulturellen Grenze am Rhein zu prüfen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob der Rhein als Grenze zwischen den Stämmen wissenschaftlich haltbar ist und ob archäologische Funde tatsächlich Rückschlüsse auf ethnische Identitäten erlauben.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse der literarischen Zeugnisse (insb. Caesar und Tacitus) durchgeführt und diese mit archäologischen Interpretationsansätzen der Forschung des 20. Jahrhunderts verglichen.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Quellenkritik der Schriften, eine Untersuchung der archäologischen Fundlage und eine kritische Auseinandersetzung mit den einflussreichen Theorien von Hachmann und Kossack.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Germanen, Kelten, Rhein, Archäologie, Quellenkritik, ethnische Deutung und die Problematik der Siedlungsgrenzen.

Warum wird die Gleichsetzung von archäologischen Funden mit Ethnien in der Arbeit kritisiert?

Die Autorin argumentiert, dass eine archäologische Kulturgruppe (z. B. bestimmte Keramikformen) nicht automatisch mit einer politisch definierten Ethnie gleichgesetzt werden kann, da Schriftquellen und materielle Funde unterschiedliche Ebenen der Geschichte widerspiegeln.

Welche Rolle spielen Caesar und Tacitus für diese Forschung?

Beide Autoren liefern die fundamentalen schriftlichen Berichte, deren Motivation, Objektivität und politische Intention jedoch von der Autorin hinterfragt werden, um zu klären, was sie tatsächlich über die ethnische Situation am Rhein aussagen.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze
Untertitel
Kritik an schriftlichen und archäologischen Quellen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas)
Veranstaltung
Methodisches HS: Ausgewählte Probleme zur Frühgeschichte
Note
2,3
Autor
Alexandra Nowak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
40
Katalognummer
V180150
ISBN (eBook)
9783656028826
ISBN (Buch)
9783656028970
Sprache
Deutsch
Schlagworte
völker germanen kelten festlegung rheingrenze kritik quellen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Nowak (Autor:in), 2010, Völker zwischen Germanen und Kelten und die Festlegung der Rheingrenze, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180150
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  40  Seiten
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