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Qualitative Sozialforschung

Title: Qualitative Sozialforschung

Research Paper (undergraduate) , 2001 , 35 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Jürgen Berndt (Author)

Social Work
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Es gibt viele Gründe, warum Forschung betrieben wird. Der ursprünglichste ist wohl die Neugierde, doch hat sich die Wissenschaft auch in anderen Bereichen als hilfreich erwiesen, wie z. B vorteilsorientierte Neigungen, aber auch das notgetriebene oder solidarisierende Handeln. Die Verwendung wissenschaftlicher Argumentationsweisen hat zu massiven Veränderungen des Weltbildes über die Menschengeschichte hinweg geführt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Weshalb überhaupt Sozialforschung?

1.2 Die Möglichkeiten innerhalb der Sozialforschung

2 Quantitative Sozialforschung (Anriß)

3 Qualitative Sozialforschung

3.1 Die Entstehungsgeschichte

3.2 Das Vorgehen in Methodik und Schrittfolge

3.2.1 Das Forschungsdesign

3.2.2 Die Erhebungsverfahren

3.2.3 Analytische Verfahren (mit integrierter Erhebung)

3.2.4 Analyse (nach der Erhebung oder anhand fremden Textmaterials)

3.3 Differenzierung eines Ablaufes anhand des qualitativen Interviews

3.4 Moderner Computereinsatz in der qualitativen Sozialforschung

3.4.1 Ansatzpunkt für den Computereinsatz

3.4.2 Überblick über die gängigsten Programme

4 Abschließend

5 Anhang - Gütekriterien qualitativer Forschung

6 Interviewtypen

6.1 Teilstandardisierte Interviews

6.1 Nichtstandardisierte Interviews

Zielsetzung und Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit vermittelt einen grundlegenden Überblick über die qualitative Sozialforschung, setzt sich mit deren methodischen Ansätzen auseinander und grenzt sie von der quantitativen Forschung ab. Dabei wird insbesondere auf die historische Entwicklung, verschiedene Erhebungstechniken sowie die Rolle des Computereinsatzes in der modernen Analyse eingegangen.

  • Historische Herleitung und theoretische Grundlagen der qualitativen Forschung
  • Differenzierte Darstellung von Erhebungsmethoden wie Beobachtung und Interview
  • Methodische Vorgehensweisen bei der Datenanalyse und Interpretation
  • Einsatzmöglichkeiten und Kategorisierung moderner Computerprogramme
  • Reflexion der Gütekriterien und qualitativen Standards

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entstehungsgeschichte

Philipp Mayring, einer der Hauptvertreter im deutschen Raum, bezeichnet die Wende zur qualitativen Sozialforschung als eine tiefgreifende Veränderung der Sozialwissenschaften in diesem Jahrhundert. Diesen Prozeß weist er vor allem den Soziologen (Ch. Hopf & E. Weingarten 1979; S. Lamnek 1988, 1989; W. Spöhring 1989) und Erziehungswissenschaftlern (P. Zedler & H. Moser 1983; Th. Heinze 1987) zu. Sie beklagten sich über die Kategorisierung des Erhebungsobjektes und wollten die Personen wieder zu Wort kommen lassen. Das qualitative Denken in der Sozialforschung sei wieder gefragt.

Als Begründer des qualitativen Denkens wird gerne bereits Platons Schüler Aristoteles (384-322 v.Chr.) angeführt, welcher die Dinge in ihrem Entstehen und Werden nicht nur oberflächlich erfassen, sondern aufgrund ihrer historischen und ihres inneren Antriebes eindeutige Beweisführung betreiben wollte (vgl. Mayring 1999, S. 3). Eine solche Haltung läßt sich allerdings schon in Sokrates, Platons Lehrer, entdecken. Und sicher gab es auch davor schon Denker, welche den Anspruch Aristoteles auf ihre Weise vertraten. Die Idee der qualitativen Forschung ist also nichts Neues. Daß sie sich in Deutschland erst so spät behaupten konnte läßt sich nur historisch erklären. Aristoteles gilt als Vertreter einer Haltung, welche auf das Erfassbare und durch Regelmäßigkeit als gesetzmäßig Feststellbare aus ist. Darin liegt der praktische Bezug für den Menschen, der, durch seine Subjektivität bedingt, solche Richtlinien benötigt, um sich in dem ihn umgebenden Chaos orientieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Motivation von Forschung und die Abgrenzung von Lebenswelten in der Sozialforschung.

2 Quantitative Sozialforschung (Anriß): Kurzvorstellung der quantitativen Methoden und deren Bedeutung für standardisierte Erhebungen.

3 Qualitative Sozialforschung: Detaillierte Betrachtung der qualitativen Methodik, von der Historie bis hin zum modernen Computereinsatz.

4 Abschließend: Zusammenfassende Einschätzung der Komplexität und der methodischen Anforderungen qualitativer Forschung.

5 Anhang - Gütekriterien qualitativer Forschung: Definition von Qualitätsstandards für Datenerhebung und -auswertung.

6 Interviewtypen: Klassifizierung und Beschreibung unterschiedlicher Interviewformen wie teilstandardisierte und nichtstandardisierte Verfahren.

Schlüsselwörter

Qualitative Sozialforschung, Quantitative Sozialforschung, Methodik, Forschungsdesign, Beobachtung, Interview, Lebenswelt, Inhaltsanalyse, Datenerhebung, Datenanalyse, Hermeneutik, Computereinsatz, Transkription, Gütekriterien, Fallanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die qualitative Sozialforschung, behandelt deren historische Wurzeln und erläutert praxisnah die gängigen Methoden und Analyseinstrumente.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Forschungsdesign, verschiedenen Erhebungstechniken, unterschiedlichen Interviewtypen, Analysemodellen und dem Einsatz von Software zur Datenverarbeitung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser ein Verständnis für die qualitative Forschungsmethode zu vermitteln und aufzuzeigen, wie komplexe soziale Phänomene jenseits der bloßen Quantifizierung untersucht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit arbeitet mit einem methodischen Vergleich und einer deskriptiven Aufbereitung, gestützt auf einschlägige Literatur der qualitativen Sozialforschung wie die von Philipp Mayring.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehungsgeschichte, eine detaillierte Aufschlüsselung der Erhebungs- und Analyseschritte sowie eine Untersuchung moderner computergestützter Auswertungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie qualitative Sozialforschung, Methodik, Interviewtypen, Hermeneutik und Inhaltsanalyse charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Dokumentenanalyse von anderen Verfahren?

Die Dokumentenanalyse wird primär dort eingesetzt, wo kein direkter Zugang zum Feld möglich ist, und dient der wissenschaftlichen Auswertung existierenden Materials zur Klärung der Forschungsfrage.

Was ist das Besondere am "Stop and Memo" Verfahren?

Es verknüpft Erhebung und Auswertung iterativ, wobei Forscher während des Prozesses fortlaufend Notizen zu konzeptionellen Aspekten anfertigen, um die Theoriebildung direkt aus dem Feld abzuleiten.

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Details

Title
Qualitative Sozialforschung
College
University of Applied Sciences Bremen
Course
Empirische Sozialforschung
Grade
1,5
Author
Jürgen Berndt (Author)
Publication Year
2001
Pages
35
Catalog Number
V180175
ISBN (eBook)
9783656032038
ISBN (Book)
9783656032106
Language
German
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jürgen Berndt (Author), 2001, Qualitative Sozialforschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180175
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