Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Fertigungsaufträge

Bilanzpolitische Möglichkeiten gemäß HGB einschließlich BilMoG und IFRS im Vergleich

Titel: Fertigungsaufträge

Seminararbeit , 2011 , 30 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sonja Wagner (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen tritt folgendes Problem auf: Das Unternehmen erbringt möglicherweise über mehrere Jahre hinweg Leistungen, für die erst bei ihrer Fertigstellung ein Kaufpreis in Rechnung gestellt wird. Damit stellt sich die Frage, wie der Erfolg der entsprechenden Periode zugeordnet wird. Nach dem strengen Realisationsprinzip dürften der Umsatzerlös und der zugehörige Gewinn erst am Tag des Gefahrenübergangs an den Abnehmer ausgewiesen werden. Folge ist, dass der Ergebnisausweis in Abhängigkeit vom Fertigstellungszeitpunkt erheblichen Schwankungen im Zeitablauf unterliegt. Eine mögliche Problemlösung wäre eine Teilgewinnrealisierung, welche jedoch nicht dem Realisationsprinzip entspricht. Dabei wird der Gewinn bei Fertigungsaufträgen mit Gewinnaussichten nicht erst zum Zeitpunkt des Verkaufes, sondern anteilig in den vorangehenden Perioden der Fertigungsdauer berücksichtigt. Dieses Buch gibt Lösungen zu dieser Problematik gemäß HGB und BilMoG sowie IFRS.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definition und Problematik von Fertigungsaufträgen

2. Bilanzierung gemäß HGB und BilMoG

2.1 Bewertung der Auftragskosten

2.2 Bilanzpolitische Methoden

2.2.1 Completed contract-Methode und deren Abwandlungen

2.2.2 Percentage of completion-Mehthode

2.3 Angaben im Anhang

3. Bilanzierung gemäß IFRS

3.1 Wahl der Bilanzierungsmethode anhand der Vertragstypen

3.2 Bewertung der Auftragserlöse und der Auftragskosten

3.3 Bilanzpolitische Methoden

3.3.1 Percentage of completion-Methode

3.3.2 Modifizierte completed contract-Methode

3.4 Angaben im Anhang

4. Abschließende Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der bilanzrechtlichen Behandlung von Fertigungsaufträgen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS). Ziel ist es, die Problematik der zeitraumbezogenen Ertragsrealisierung darzustellen und die Auswirkungen verschiedener Bewertungsmethoden auf den Ergebnisverlauf anhand von Fallbeispielen zu analysieren.

  • Grundlagen der Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen
  • Vergleich zwischen dem Realisationsprinzip nach HGB und der periodengerechten Erfolgsermittlung nach IFRS
  • Detaillierte Analyse der "Completed contract-Methode" und der "Percentage of completion-Methode"
  • Praktische Anwendung anhand numerischer Zahlenbeispiele zur Ergebnisglättung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Completed contract-Methode und deren Abwandlungen

Im HGB stehen der Gläubigerschutz und die Kapitalerhaltung im Vordergrund. Deshalb haben hier der Grundsatz der Vorsicht und damit das Realisationsprinzip oberste Priorität. Es dürfen also keine Gewinne ausgewiesen werden, die am Bilanzstichtag noch nicht realisiert sind (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Die Übergabe des Gesamtwerkes an den Auftraggeber, der dessen Funktionsfähigkeit durch die Abnahme anerkennt, verbunden mit einer Endabrechnung, stellt den Realisationszeitpunkt dar.

Daraus resultiert die completed contract-Methode für die Bilanzierung der Fertigungsaufträge. Dementsprechend darf erst zum Realisationszeitpunkt ein Umsatzausweis mit entsprechender Erfolgsrealisierung durchgeführt werden. Die halbfertigen Erzeugnisse, die im Rahmen der langfristigen Fertigung entstehen, sind in den laufenden Perioden unter den „unfertigen Erzeugnissen“ im Vorratsvermögen zu aktivieren. „Unfertige Erzeugnisse“ dürfen bis zum Zeitpunkt des Verkaufes höchstens mit ihren Herstellungskosten in der Bilanz aufgenommen werden. Dadurch entstehen in der Bilanz Auftragszwischenverluste in Höhe der nicht aktivierten Selbstkostenbestandteile der Periode, obwohl aus dem Gesamtauftrag Gewinne zu erwarten sind. Nicht aktivierte Kosten werden aufgrund eines Wahlrechtes bei der Anwendung der Herstellungskostenuntergrenze oder aufgrund eines Aktivierungsverbotes nicht ausgewiesen. Wenn schließlich das Projekt vom Kunden abgenommen wird, kommt es zu einem sprunghaften Gewinnausweis. Dieser Gewinn umfasst dann nicht nur den tatsächlichen Auftragsgewinn als Differenz zwischen Erlösen und Selbstkosten, sondern auch die Auftragszwischenverluste der Vorjahre. Ein Unternehmen, das nur an einem oder sehr wenigen langfristigen Fertigungsaufträgen arbeitet und auch keiner kurzfristigen Tätigkeit nachgeht, weist dadurch über Jahre keine Gewinne aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition und Problematik von Fertigungsaufträgen: Einführung in die begrifflichen Grundlagen langfristiger Projekte und die daraus resultierende Problematik der periodengerechten Gewinnrealisierung.

2. Bilanzierung gemäß HGB und BilMoG: Erläuterung der strengen Realisationsprinzipien und Darstellung der Methoden zur Bewertung von Aufträgen unter Berücksichtigung des Gläubigerschutzes.

3. Bilanzierung gemäß IFRS: Analyse der flexibleren Rechnungslegung nach IFRS, die den Fokus auf die wirtschaftliche Abbildung durch die periodengerechte Erfolgsermittlung legt.

4. Abschließende Würdigung: Synthese der vorangegangenen Analysen mit dem Fazit, dass die IFRS-Methode eine zutreffendere Darstellung der Finanzlage ermöglicht als die strengen HGB-Methoden.

Schlüsselwörter

Fertigungsaufträge, HGB, IFRS, Realisationsprinzip, Percentage of completion, Completed contract, Auftragszwischenverluste, Herstellungskosten, Bilanzierung, Ergebnisglättung, Erfolgsrealisierung, Langfristfertigung, Vorratsvermögen, Bilanzpolitik, Teilgewinnrealisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die bilanzielle Behandlung von langfristigen Fertigungsaufträgen unter Anwendung unterschiedlicher Rechnungslegungsvorschriften, insbesondere im Vergleich von HGB und IFRS.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Gewinnrealisierung, die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen sowie die Auswirkungen methodischer Ansätze wie der "Completed contract-Methode" und der "Percentage of completion-Methode".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich verschiedene Bilanzierungsmethoden auf den Ausweis des Periodenergebnisses und die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine deskriptive Analyse in Kombination mit einer vergleichenden Untersuchung anhand von sieben konkreten Zahlenbeispielen durchgeführt.

Was ist der Schwerpunkt im Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der HGB-spezifischen vorsichtsorientierten Rechnungslegung und der IFRS-orientierten, periodengerechten Erfolgsermittlung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Kernbegriffe sind Fertigungsaufträge, Realisationsprinzip, Percentage of completion-Methode und der Vergleich zwischen HGB und IFRS.

Warum führt die "Completed contract-Methode" zu einer Verzerrung?

Da Gewinne erst bei Projektabnahme realisiert werden dürfen, entstehen während der Bauphase künstliche Verluste, die erst bei Fertigstellung in einen sprunghaften Gewinn umgewandelt werden.

Worin unterscheiden sich die "cost-to-cost-Methode" und die "efforts-expended-Methode"?

Bei der cost-to-cost-Methode wird der Fertigstellungsgrad über das Verhältnis der bereits angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ermittelt, während die efforts-expended-Methode auf technischen Kriterien wie Arbeitsstunden basiert.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fertigungsaufträge
Untertitel
Bilanzpolitische Möglichkeiten gemäß HGB einschließlich BilMoG und IFRS im Vergleich
Hochschule
Hochschule Ludwigshafen am Rhein
Note
1,0
Autor
Sonja Wagner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
30
Katalognummer
V180198
ISBN (eBook)
9783656029717
ISBN (Buch)
9783656030010
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bilanzpolitische bilmog ifrs HGB Bilanzpolitik Vergleich Fertigungsauftrag Fertigungsaufträge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sonja Wagner (Autor:in), 2011, Fertigungsaufträge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180198
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  30  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum