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Ausschüttungsbemessung aus der Perspektive der externen Unternehmensrechnung

Titel: Ausschüttungsbemessung aus der Perspektive der externen Unternehmensrechnung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Matthes (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon Adam Smith verstand Unternehmen als Ansammlung verschiedener Interessengruppen,
deren divergierende Anreize und Ziele zu mannigfaltigen Konflikten
führen können (vgl. John/Kalay 1982, S.457). Die wohl bedeutendsten Konflikte,
die sich aus dem Verhältnis zwischen Gläubigern und Eignern sowie deren
unterschiedlichen Interessen ergeben, sind Gegenstand der vorliegenden Arbeit.
Die Aktualität und Brisanz dieser Konflikte zeigt sich besonders in wirtschaftlich
schweren Zeiten wie der seit 2008 allgegenwärtigen Finanz- und Wirtschaftskrise,
während der es Unternehmen aufgrund einbrechender Nachfrage besonders
schwer fällt, ihre Kapitalkosten zu verdienen, um Gläubiger-Forderungen gerecht
zu werden und zusätzlich den Eignern eine Dividende auszuschütten. Auch wenn
prinzipiell alle Stakeholder an der langfristigen Erhaltung des Unternehmens interessiert
sein mögen, wollen weder Gläubiger noch Eigner auf eine adäquate Verzinsung
ihres Kapitals verzichten. Gesetzliche und vertragliche Regelungen zur
Ausschüttungsbemessung können einen maßgeblichen Beitrag zur Lösung bzw.
Abmilderung der entstehenden Konflikte leisten. Aus diesem Grund ist es das Ziel
der vorliegenden Arbeit, auf Basis der Prinzipal-Agenten-Theorie, zunächst verschiedene
Formen von Gläubiger-Eigner-Konflikten zu spezifizieren und
Lösungsmöglichkeiten in Form von Ausschüttungsregelungen aufzuzeigen.
Anschließend wird kritisch auf die Eignung der beschriebenen Ausschüttungsregelungen
im Hinblick auf den Gläubigerschutzgedanken eingegangen, die Rolle
der Rechnungslegung im jeweiligen Kontext thematisiert sowie einige empirische
Erkenntnisse vorgestellt.

Leseprobe


Gliederung

1 Einführung

2 Gläubiger-Eigner-Konflikte

2.1 Vorbemerkungen

2.2 Fremdfinanzierungsbedingte Agency-Probleme

2.2.1 Ausgangssituation

2.2.2 Fall A: Liquidationsfinanzierte Ausschüttungen

2.2.3 Fall B: Fremdfinanzierte Ausschüttungen

2.2.4 Fall C: Unterinvestition

2.2.5 Fall D: Überinvestition

2.2.6 Fall E: Alternativinvestition mit höherem Risiko

3 Lösung der Gläubiger-Eigner-Konflikte durch Ausschüttungsrestriktionen

3.1 Vorbemerkungen

3.2 Gesetzliche Ausschüttungsrestriktionen

3.2.1 Implizite und explizite gesetzliche Restriktionen

3.2.2 Pro und Contra gesetzlicher Restriktionen

3.3 Vertragliche Ausschüttungsrestriktionen

3.3.1 Effektivität, Effizienz und Grenzen vertraglicher Restriktionen

3.3.2 Direkte vertragliche Restriktionen

3.3.3 Indirekte vertragliche Restriktionen

3.3.4 Weitere vertragliche Restriktionen

3.4 Eignerinduzierte Ausschüttungsrestriktionen (Signaling)

3.5 Ausschüttungsrestriktionen zum Schaden der Gläubiger

4 Die Rolle der Rechnungslegung im Rahmen der Ausschüttungsbemessung

5 Empirische Erkenntnisse zur Ausschüttungsbemessung

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert auf Basis der Prinzipal-Agenten-Theorie das Spannungsfeld zwischen Gläubigern und Eignern im Kontext der Ausschüttungsbemessung und untersucht, wie gesetzliche sowie vertragliche Restriktionen zur Lösung dieser Konflikte beitragen können.

  • Spezifikation fremdfinanzierungsbedingter Agency-Probleme
  • Kritische Würdigung gesetzlicher und vertraglicher Ausschüttungsrestriktionen
  • Bedeutung der Rechnungslegung für den Gläubigerschutz
  • Anreize zur Dividendenlimitierung und Signaling-Effekte
  • Empirische Evidenz zur Wirksamkeit von Ausschüttungsbeschränkungen

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Ausgangssituation

Die Ausgangssituation zur Erläuterung dieser Agency-Probleme stellt ein haftungsbeschränktes Unternehmen dar, welches sich einer zinslosen Fremdkapitalforderung von 300 GE gegenübersieht. Im Zeitpunkt t-1 wurde eine Investition getätigt, die in t einen sicheren Cashflow von 120 Geldeinheiten (GE) und in t+1 einen unsicheren Cashflow erzeugt. Dessen Höhe beträgt bei Eintreten von Umweltzustand X (Wahrscheinlichkeit pX=0,4) 200 GE und im Zustand Y (pY=0,6) 400 GE.

Demnach beträgt der Wert des Fremdkapitals in t: W_t^FK = 0,4 · 200 + 0,6 · 300 = 260 GE.

Der Wert des Eigenkapitals in t beträgt: W_t^EK = 120 + 0,4 · 0 + 0,6 · (400 – 300) = 180 GE.

Der Unternehmenswert beläuft sich auf: W_t^UNT = W_t^FK + W_t^EK = 260 + 180 = 440 GE.

(vgl. Wagenhofer/Ewert 2007, S.192)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Gläubiger-Eigner-Konflikte im Rahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie und stellt das Ziel auf, Lösungsmöglichkeiten durch Ausschüttungsregelungen aufzuzeigen.

2 Gläubiger-Eigner-Konflikte: Es werden verschiedene fremdfinanzierungsbedingte Agency-Probleme (wie Unter- und Überinvestition) anhand theoretischer Fallbeispiele präzise definiert und analysiert.

3 Lösung der Gläubiger-Eigner-Konflikte durch Ausschüttungsrestriktionen: Dieses Kapitel vergleicht gesetzliche und vertragliche Instrumente zur Limitierung von Ausschüttungen und diskutiert deren Effizienz sowie Signaling-Potentiale.

4 Die Rolle der Rechnungslegung im Rahmen der Ausschüttungsbemessung: Der Fokus liegt auf der Bedeutung des Vorsichtsprinzips und der Rechnungslegungszahlen als Anknüpfungspunkt für vertragliche Restriktionen.

5 Empirische Erkenntnisse zur Ausschüttungsbemessung: Die empirische Forschung wird herangezogen, um die Relevanz vertraglicher Absicherung in Ländern mit schwachem gesetzlichem Gläubigerschutz zu untermauern.

6 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Ausschüttungsrestriktionen kontextabhängig wirken und die Rechnungslegung einen zentralen Beitrag zum Gläubigerschutz leistet.

Schlüsselwörter

Ausschüttungsbemessung, Gläubiger-Eigner-Konflikte, Agency-Theorie, Fremdfinanzierung, Unterinvestition, Überinvestition, Gläubigerschutz, Rechnungslegung, Vorsichtsprinzip, Vertragliche Restriktionen, Dividendenpolitik, Signaling, Eigenkapitalquote, Kapitalkosten, Agency Costs

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit den ökonomischen Konflikten zwischen Gläubigern und Eignern in haftungsbeschränkten Unternehmen, insbesondere hinsichtlich der Anreize zur Vermögensverlagerung durch Ausschüttungspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Prinzipal-Agenten-Theorie, den verschiedenen Formen von Agency-Problemen, Instrumenten zur Ausschüttungsbeschränkung und der Rolle der Rechnungslegung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, verschiedene Gläubiger-Eigner-Konflikte zu spezifizieren und kritisch zu prüfen, inwieweit gesetzliche und vertragliche Ausschüttungsrestriktionen als Lösungsansätze für diese Agency-Probleme geeignet sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit verwendet eine theoretische Analyse auf Basis der Prinzipal-Agenten-Theorie, ergänzt durch die Auswertung einschlägiger finanzwirtschaftlicher Literatur und empirischer Erkenntnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die formale Herleitung von Agency-Problemen anhand von Fallbeispielen, die systematische Darstellung von Restriktionen und die Einbettung der Rechnungslegung in dieses regulatorische Gefüge.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Publikation?

Zentrale Begriffe sind Agency-Konflikte, Reichtumsverlagerung, Ausschüttungsrestriktionen, Gläubigerschutz, Signaling und die Rolle des Vorsichtsprinzips in der Rechnungslegung.

Was unterscheidet direkte von indirekten vertraglichen Ausschüttungsrestriktionen?

Direkte Restriktionen begrenzen den Ausschüttungsbetrag unmittelbar, während indirekte Restriktionen an Rechnungslegungsgrößen, wie beispielsweise die Eigenkapitalquote, anknüpfen.

Warum können Ausschüttungsrestriktionen unter Umständen den Gläubigern schaden?

Ausschüttungsobergrenzen wirken gleichzeitig als Investitionsuntergrenzen; liegt das erzwungene Investitionsminimum über dem optimalen Niveau, können Unternehmen zu unvorteilhaften Investitionen mit negativem Kapitalwert gezwungen werden.

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Details

Titel
Ausschüttungsbemessung aus der Perspektive der externen Unternehmensrechnung
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Markus Matthes (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
19
Katalognummer
V180204
ISBN (eBook)
9783656027829
ISBN (Buch)
9783656028062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausschüttungsbemessung perspektive unternehmensrechnung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Matthes (Autor:in), 2009, Ausschüttungsbemessung aus der Perspektive der externen Unternehmensrechnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180204
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Leseprobe aus  19  Seiten
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