In dieser Bakkalaureatsarbeit geht es vor allem um die Motive von Jugendlichen, die ausschlaggebend für die Nutzung der sozialen Netzwerke im Web 2.0 sind.
Zuerst werden die zentralen Begriffe, die für diese Arbeit von essentieller Bedeutung sind, definiert. Anschließend fließen zahlreiche aktuelle Daten zum Mediennutzungsverhalten (u.a.) der Jugendlichen ein. Im letzten Teil der Bakkalaureatsarbeit befindet sich eine durchgeführte empirische Studie, die den speziellen Fall näher betrachtet.
Dabei wird unter anderem auch darauf eingegangen, in wie weit sich junge Personen im Web 2.0 über das Thema "Gesunde Ernährung" informieren und austauschen.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
a. Erwartungen an die Bakkalaureatsarbeit
b. Ziele der Bakkalaureatsarbeit
II. Erkenntnisinteresse
a. Was wird untersucht?
b. Warum wird das untersucht?
c. Wie wird das untersucht?
III. Problemdefinition
a. Forschungsfragen
IV. Begriffserklärungen
a. Jugendliche
b. Generation C
c. Mitmachnetz-„Produtzung“
d. Social Media
e. Newsgroups
V. Theoretischer Rahmen und Forschungsstand
a. Uses & Gratifications-Approach
b. Selbstpräsentationstheorie im Bereich „Social Media“
c. Mediennutzung von Jugendlichen
d. Social Networks in der Forschung
e. Chancen und Risiken
VI. Empirische Fallstudie
a. Studiendesign
i. Hauptkategorien der Fallstudie
ii. Angaben zu den Interviewteilnehmern
b. Datenauswertung
i. Genutzte Social Communities
ii. Popularität von Social Communities
iii. Nutzungsmotive
iv. Nutzen der Social Communities
v. Kommunikationsverhalten
vi. Publiziertes
vii. „Fan“- und Gruppenseitennutzung
viii. Gesundheitsinteresse
ix. Gesundheitsinteresse via Social Communities
VII. Interpretation der Daten und Ausblick
VIII. Anhang
b. Forschungsleitende Fragestellungen
c. Screening Fragebogen
d. Systematische Auswertung im Kategoriensystem
i. Codebogen
ii. Codebuch
iii. Auswertung „Constanze“
iv. Auswertung „Konstantin“
v. Auswertung „Sandro“
vi. Auswertung „Susi“
e. Transkripte
i. Transkript „Constanze“
ii. Transkript „Konstantin“
iii. Transkript „Sandro“
iv. Transkript „Susi“
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Kommunikationsverhalten und die Nutzungsmotive von Jugendlichen im Kontext von Social Media. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, wie soziale Netzwerke wie Facebook von Jugendlichen verwendet werden, welche Chancen und Risiken sie wahrnehmen und wie sie diese Plattformen zur Informationsbeschaffung, insbesondere zum Thema „Gesunde Ernährung“, einsetzen.
- Nutzungsmotive von Social Communities bei Jugendlichen
- Kommunikationsverhalten im Web 2.0
- Selbstpräsentation und Identitätsbildung in sozialen Netzwerken
- Chancen und Risiken digitaler Netzwerke
- Informationsbeschaffung zu Gesundheitsthemen
Auszug aus dem Buch
b. Selbstpräsentationstheorie im Bereich „Social Media“:
Die eigene Selbstdarstellung bei jeglichen sozialen Begegnungen im Alltag wird durch die Einschätzung der jeweiligen Situation deutlich bestimmt, was unser Verhalten unbewusst beziehungsweise irrational steuern kann. In sozialen Online-Netzwerken wie den Social Communities agieren die Kommunikationspartner durch das Nutzen ihrer Profile in virtuellen Gesprächssituationen. Dabei erschaffen sie entweder ein Nutzerprofil, welches positive Assoziationen auf die reale Person schließen lässt, oder sie verändern ihr Benutzerprofil aufgrund ihrer persönlichen Verhaltensstrategie. Im Internet ist die Selbstpräsentation dynamischer als außerhalb der virtuellen Welt. Es wird Personen, die wenig technisches Vorwissen über die Materie besitzen, simpel ermöglicht, sich eine Online-Identität nach ihren Wünschen zu schaffen. Dies schließt ein, dass sie negativ bewertete Charaktereigenschaften modifizieren beziehungsweise auch verschweigen können. Mithilfe dessen werden neue soziale Charakter im Web 2.0 kreiert, die den Vorstellungen der Nutzer entsprechen und einen positiven Eindruck bei den anderen Personen, die diese Interaktionsmöglichkeit nutzen, erwecken können.
Mit diesen Methoden ist es möglich, dass sich die Nutzer ständig verändern und spielerisch ausprobieren können. Sie handeln anders als außerhalb der virtuellen Welt im realen Alltag. Beispiele für die steigende Beliebtheit dieser Form der Selbstpräsentation in den digitalen Welten sind vor allem Internet-Rollenspiele wie World of Warcraft aber auch die sozialen Netzwerke wie Myspace oder Facebook. (vgl. Prommer, Brücks, Mehnert, Neumann, Räder, Roßland, 2009: 13)
Dieser Ansatz der Selbstpräsentation spielt für diese Bakkalaureatsarbeit eine zentrale Rolle, da davon ausgegangen wird, dass sich die Nutzer in ihren Profilen in den sozialen Netzwerken in einer gewissen Art und Weise präsentieren. Damit ist gemeint, dass der Aspekt der Selbstpräsentation einen Nutzen (Uses & Gratifications-Ansatz siehe oben) für die registrierten Teilnehmer darstellt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Veränderungen in der Jugendkommunikation durch technologische Entwicklungen und die Bedeutung von Social Communities im Alltag von Jugendlichen.
II. Erkenntnisinteresse: Dieses Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, nämlich das Kommunikationsverhalten, die Nutzungsmotive und die Informationsbeschaffung zu Gesundheitsthemen bei Jugendlichen qualitativ zu untersuchen.
III. Problemdefinition: Es wird die zentrale Problematik der intensiven Nutzung von Social Media durch Jugendliche adressiert und die daraus resultierenden Forschungsfragen formuliert.
IV. Begriffserklärungen: Hier werden grundlegende Termini wie „Jugendliche“, „Generation C“, „Produtzung“, „Social Media“ und „Newsgroups“ definiert, um eine gemeinsame Basis für die Arbeit zu schaffen.
V. Theoretischer Rahmen und Forschungsstand: Dieser Teil führt in den „Uses & Gratifications-Ansatz“ ein und verknüpft ihn mit Theorien zur Selbstpräsentation sowie dem aktuellen Forschungsstand zur Mediennutzung und den Chancen/Risiken von Social Networks.
VI. Empirische Fallstudie: Hier wird das methodische Vorgehen der qualitativen Einzelinterviews dargelegt, einschließlich des Studiendesigns und der Kategorisierung für die Datenauswertung.
VII. Interpretation der Daten und Ausblick: Die Ergebnisse der Interviews werden interpretiert, diskutiert und durch einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe ergänzt.
Schlüsselwörter
Social Media, Jugendliche, Web 2.0, Facebook, Kommunikation, Nutzungsmotive, Selbstpräsentation, Identität, Uses & Gratifications-Ansatz, Gesundheit, Gesunde Ernährung, Digitale Netzwerke, Online-Kommunikation, Qualitative Fallstudie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Kommunikationsverhalten und den Nutzungsmotiven von Jugendlichen innerhalb sozialer Netzwerke im Web 2.0.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Nutzung von Social Communities, die Mechanismen der Selbstpräsentation, die Rolle von Gruppen, Chancen und Risiken sowie die Informationsbeschaffung zu Gesundheitsthemen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand aufzuarbeiten und durch eine empirische Fallstudie Einblicke in die Gründe und die Art der Social Media-Nutzung bei Jugendlichen zu gewinnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experten- und Einzelinterviews basiert, um tiefere Einblicke in individuelle Nutzungsmotive zu erhalten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung mittels „Uses & Gratifications-Ansatz“ und eine umfangreiche empirische Fallstudie mit vier Interviewteilnehmern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Social Media, Facebook, Jugendliche, Kommunikation, Nutzungsmotive, Selbstpräsentation und Gesundheitsbewusstsein.
Wie unterscheiden sich die Nutzungsmotive zwischen männlichen und weiblichen Jugendlichen bei Gesundheitsthemen?
Die Untersuchung zeigt, dass männliche Jugendliche oft eher an körperlicher Fitness interessiert sind, während weibliche Jugendliche stärker auf aktuelle Trends achten, was sich auch auf ihre Informationsquellen auswirkt.
Welchen Stellenwert hat die Privatsphäre für die befragten Jugendlichen?
Die Befragten äußern sich durchgehend sensibel gegenüber ihrer Privatsphäre und geben an, dass sie kritische oder unvorteilhafte Inhalte vermeiden, um negative Auswirkungen, etwa auf die berufliche Zukunft, zu verhindern.
- Arbeit zitieren
- Alexander Stadlmayr (Autor:in), 2011, Social Media-Nutzung von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180236