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Problematische Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert

Titel: Problematische Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 2.7

Autor:in: Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bischof Adalbert von Hamburg-Bremen war so ganz und gar kein gewöhnlicher Bischoff des Mittelalters. Zwar verratet uns sein Amtstitel, dass er im Mittelalter des 11. Jahrhunderts, den geistigen Stand vertrat, doch war er nicht nur einfach bloß Geistlicher, der den Auftrag hatte, die die Leute und Mönche zum fleißigem Beten anzuspornen und in der Gemeinde für Ordnung zu sorgen, sondern er hatte auch für Weltgeschäfte eine ganze Menge übrig gehabt, und war es öfters gar zu viel des Guten gewesen. Seine großen Widersacher, das Adelsgeschlecht der Billunger, verwickelten Adalbert deshalb immerzu in Streitigkeiten, wo es um Ländereien und andere Weltdinge ging, denn der engagierte Bischof Adalbert war in eine Vielzahl von ungewöhnlichen Machenschaften verwickelt. Was für Adalbert von Hamburg-Bremen galt, war auch für seine Vorgänger nicht ungewöhnlich. Müssen wir also das Bild von einem „reinen Geistlichen Stand“ im Mittelalter, dass wir in der Schule gelernt haben, dann sogar revidieren? Diese Hausarbeit wird zeigen, dass die Beziehungen im Mittelalter, die zwischen weltlichen und geistlichen Stand herrschten, nicht ganz so einfach zu verstehen waren, sondern einer hohen Komplexität unterlagen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkritik

2.1. Der Chronist Adam von Bremen

2.2. Adams Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum

3. Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem Herzoghaus der Billunger im 11. Jahrhundert

3.1. Historischer Überblick

3.2. Erste Streitigkeiten zwischen den Erzbischöfen und den Billungern

3.3. Konflikte in der Amtszeit Adalberts von Hamburg-Bremen

3.4. Der Sturz Adalberts

4. Schluss

5. Quellen und Forschungsliteratur

5.1. Quellen

5.2. Forschungsliteratur

6. Anmerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder und Konflikte zwischen den Erzbischöfen der Diözese Hamburg-Bremen und dem sächsischen Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert. Das primäre Ziel ist es, den Ursprung dieser Auseinandersetzungen zu ergründen, deren Eskalation während der Amtszeit von Erzbischof Adalbert zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, inwiefern die Darstellung in der zeitgenössischen Quelle des Adam von Bremen als objektiv bewertet werden kann.

  • Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und den billungischen Herzögen
  • Entwicklung des Erzbistums Hamburg-Bremen als Machtfaktor in der norddeutschen Region
  • Die Rolle und Ambitionen des Erzbischofs Adalbert im 11. Jahrhundert
  • Quellenkritische Einordnung der "Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum" von Adam von Bremen

Auszug aus dem Buch

3.3. Die Konflikte in der Amtszeit Adalberts

Adalbert, etwa um das Jahr 1000 geboren, erhielt als ältester Sohn des Grafen Friedrich von Goseck eine umfassende geistliche Ausbildung in Halberstadt und entwickelte sich schon in seinen jungen Jahren zu einer charakterlich starken Persönlichkeit. Adam beschreibt sein Wesen folgendermaßen: „(Dieser) merkwürdige Mann darf allenthalben hoch gepriesen werden; er war edel, schön, klug, redegewandt, keusch und mäßig. Das alles vereinigte er in sich mit noch anderen Vorzügen, die dem Menschen gewöhnlich von außen zufallen: Reichtum, Glück, Ruhm und Macht; alles besaß er im Überfluss“.

Allerdings war Adalbert im späteren Verlauf seines Lebens sehr eitel, verschwenderisch und unvorsichtig geworden, was zu seinen Abstieg beigetragen hat. Seine Kirche dagegen liebte er über alles und bekämpfte ihre Feinde, zu denen im Verlauf seiner Amtsperiode auch die Billunger gehörten. Nach seiner Investitur setzte Adalbert die Strategie Bezlins, die in dem Erwerb von Grafschaftsgütern lag, fort. Jedoch anders als der ehemalige Erzbischof, der nur einige wenige Güter dem Bistum Hamburg-Bremen hinzufügte, wollte Adalbert eine Vielzahl von Grafschaften erwerben und sein Bistum von den lästigen Weltherren befreien. Adalberts phantastische Pläne sollten dem Erzbistum Würzburg gleichen, in welchem der Bischof alle Grafschaften seiner Diözese besaß und als Bischof auch noch das Herzogtum des Landes verwaltete, und selbst das schien ihm nicht genug zu sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand der Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und den Billungern im 11. Jahrhundert sowie die methodische Herangehensweise unter Nutzung der Quelle von Adam von Bremen.

2. Quellenkritik: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie des Domscholasten Adam von Bremen und bewertet sein Werk „Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum“ hinsichtlich seiner Entstehung, Zuverlässigkeit und Tendenzen.

3. Auseinandersetzungen zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem Herzoghaus der Billunger im 11. Jahrhundert: Das Hauptkapitel analysiert die historischen Rahmenbedingungen, die spezifischen Konfliktlinien unter den Erzbischöfen Unwan und Bezelin sowie die Zuspitzung und den Verlauf der Feindseligkeiten während der Amtszeit Adalberts bis zu seinem Sturz.

4. Schluss: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass der nachhaltige Bruch erst unter Erzbischof Bezelin erfolgte und die Darstellung Adams von Bremen als einseitig und zweckgebunden zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Erzbistum Hamburg-Bremen, Billunger, Adalbert, Adam von Bremen, Gesta Hammaburgensis, Sachsen, Mittelalter, Kirchengeschichte, Machtpolitik, Grafschaftsrechte, 11. Jahrhundert, Sächsische Herzöge, Mission, Quellenkritik, Norddeutsches Patriarchat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das konfliktreiche Spannungsverhältnis zwischen dem Erzbistum Hamburg-Bremen und dem mächtigen sächsischen Adelsgeschlecht der Billunger während des 11. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die machtpolitischen Interessen der Hamburger Erzbischöfe, die territoriale Expansion der Diözese und die daraus resultierenden Spannungen mit den billungischen Herzögen sowie die Rolle des Königs als übergeordnete Instanz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach dem Ursprung der Konflikte und untersucht, inwiefern die Amtszeit des Erzbischofs Adalbert eine Zuspitzung dieser Streitigkeiten markiert und ob die verwendete Quelle ein neutrales Bild zeichnet.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es wird eine historisch-kritische Quellenanalyse angewandt, bei der primär das Werk „Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum“ von Adam von Bremen herangezogen und mit modernen Forschungserkenntnissen kontextualisiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick, die Untersuchung der Streitigkeiten unter den Erzbischöfen Unwan und Bezelin sowie eine detaillierte Betrachtung der eskalierenden Konflikte und des späteren Sturzes von Erzbischof Adalbert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Machtstreben der Kirche, Konkurrenz zwischen geistlicher und weltlicher Gewalt, sächsische Adelsgeschichte und quellenkritische Interpretation geprägt.

Welche Rolle spielte Adam von Bremen für die heutige Sichtweise auf diese Konflikte?

Adam von Bremen ist der zentrale Chronist, dessen Werk das Bild prägt; die Arbeit warnt jedoch davor, ihn als neutral zu betrachten, da er spezifische kirchliche Interessen vertrat und versuchte, seinen Adressaten von der Bedrohung durch die Billunger zu überzeugen.

Wie beeinflusste der Landerwerb die Konflikte mit den Billungern?

Der Versuch der Erzbischöfe, ihre wirtschaftliche Macht durch den Erwerb von Grafschaften zu festigen, stieß auf massiven Widerstand der Herzöge, die eine Bedrohung ihrer eigenen Vormachtstellung in Sachsen fürchteten.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Problematische Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert
Hochschule
Universität Kassel
Veranstaltung
Heinrich IV. und seine Zeit
Note
2.7
Autor
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V180264
ISBN (eBook)
9783656028314
ISBN (Buch)
9783656028239
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bischof Adalbert Billunger Geistlicher Stand Erzbischöffe im Mittelalter Adam von Bremen 11. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Andrej Wolf de Oliveira (Autor:in), 2007, Problematische Beziehungen zwischen den Erzbischöfen von Hamburg-Bremen und dem Adelsgeschlecht der Billunger im 11. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180264
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Leseprobe aus  17  Seiten
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