Durch den Wertewandel der modernen Gesellschaft und ihrer Medien haben sich die Moralvorstellungen über das Thema „Sex“ derart gewandelt, dass es heute als gewöhnlich und banal betrachtet wird. Deshalb wurde auch diese Strategie in der Werbebranche modifiziert. Indem das banale Thema „Sex“ in neue Kontexte integriert und mit anderen Strategien kombiniert wird, bekommt es eine wiederkehrende Aufmerksamkeit. Da Sex ein natürlicher Bestandteil der menschlichen Existenz ist, berücksichtigt die Werbebranche diesen Umstand, indem erotische Botschaften immer wieder auftreten, aber in hohem Maße nonverbal (durch Bilder) und indirekt dargeboten werden. Selbst bei kaum auffindbaren Textbotschaften in den Sex-sells-Anzeigen wird der sexuelle Aspekt nur verschleiert oder durch Sprachspiele kommuniziert.
Diese Arbeit bezweckt nicht die Aufdeckung jedes einzelnes Problems in Bezug auf Werbung und Sex-sells. Stattdessen sollen Zusammenhänge zwischen Gesellschaft, Werbung und Sex und damit verbundenen Tatsachen angeschnitten werden. Somit besteht diese Arbeit aus verschiedenen Segmenten,die angefangen beim Skizzieren der Begriffe wie Gesellschaft, Kommunikation und Werbung zum Hauptteil der Untersuchung, Sex-sells, verleiten.
Inhaltsverzeichnis
- Dankwort
- Einleitung
- 1. Sprache und Gesellschaft.
- Ein bedingter Zusammenhang zwischen Sprach- und Wertwandel
- 2. Werbung. Werbesprache. Definition und Abgrenzung.
- Ist Werbesprache eine Sondersprache?
- 3. Werbung als ein „verführerisches“ Kommunikationsprozess
- 3.1 Wie funktioniert Werbung?
- 3.2 Welche Ziele verfolgt Werbung?
- 3.3 Was versteht man unter einer Zielgruppe?
- 3.4 Wie wirkt Werbung?
- 3.5 Wie geht Werbung strategisch vor?
- 4. Let's talk about Sex(-sells)
- 4.1 Entwicklung der Sex-sells-Strategie
- 4.2 Das Wortfeld „Sex“ in der modernen Auffassung
- 5. Verlockende Werbespielchen mit Text in der Werbung
- 5.1 Textsegmente einer Werbeanzeige in Bezug auf Sex-sells
- 5.1.1 Schlagzeile
- 5.1.2 Fließtext
- 5.1.3 Slogan
- 5.1.4 Produkt- und Markenname
- 5.2 Sprachliche „Tricks“ zur Gestaltung einer Werbeanzeige
- 5.2.1 Gestaltung der Argumentation
- 5.2.2 Rhetorische Gestaltung
- 5.2.3 Stilistische Gestaltung
- 5.2.3.1 Lexikalische Stilfiguren
- 5.2.3.2 Syntaktische Stilfiguren
- 5.2.3.3 Figuren der Wiederholung
- 5.2.3.4 Kompositorische Stilfiguren
- 5.3 Textuelle Übertragung der sexuellen Inhalte bei der Gestaltung der Werbebotschaft am Beispiel der Werbekampagne Gib AIDS keine Chance
- 6. Bild in der Werbung. Darstellung von Erotik in den Sex-sells-Printanzeigen
- 6.1 Geschlechtsspezifische Bilder in der Werbung
- 6.1.1 Frauenbilder
- 6.1.2 Männerbilder
- 6.2 Radikale Sex-sells und ihre Grenzen. Untersuchung der Werbekampagnen von Benetton und Diesel
- 6.1 Geschlechtsspezifische Bilder in der Werbung
- 7. Text trifft Bild
- 7.1 Text- und Bildrealtionen in den Werbeanzeigen
- 7.2 Kommunikativer Zusammenhang zwischen Text und Bild in den Sex-sells-Werbekampagnen Alice und Dove
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Analyse von Sex-sells-Anzeigen und untersucht den Einsatz von Sprache und Bild in der Werbung, um sexuelle Inhalte zu vermitteln und die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu gewinnen. Die Arbeit betrachtet die Entwicklung der Sex-sells-Strategie, die Rolle des Wortes „Sex“ in der modernen Gesellschaft und analysiert verschiedene sprachliche und bildliche Mittel, die in Werbeanzeigen verwendet werden.
- Die Entwicklung der Sex-sells-Strategie in der Werbung
- Die Rolle von Sprache und Bild in der Vermittlung sexueller Inhalte
- Die Analyse sprachlicher „Tricks“ zur Gestaltung von Werbeanzeigen
- Die Untersuchung von Geschlechtsspezifischen Bildern in der Werbung
- Die Analyse des Zusammenspiels von Text und Bild in Werbeanzeigen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema ein und erläutert die Relevanz der Untersuchung von Sprache und Erotik in der Werbung im Kontext des modernen Informationsflusses. Kapitel 1 beleuchtet den Zusammenhang zwischen Sprache und Gesellschaft und diskutiert den Wandel von Sprach- und Wertvorstellungen. Kapitel 2 definiert die Begriffe „Werbung“ und „Werbesprache“ und diskutiert die Frage, ob Werbesprache eine Sondersprache darstellt. Kapitel 3 beleuchtet die Funktionsweise von Werbung und analysiert verschiedene Strategien, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten zu gewinnen. Kapitel 4 erörtert die Entwicklung der Sex-sells-Strategie in der Werbung und betrachtet das Wortfeld „Sex“ in der modernen Gesellschaft. Kapitel 5 analysiert Textsegmente einer Werbeanzeige in Bezug auf Sex-sells, einschließlich Schlagzeile, Fließtext, Slogan und Produkt- und Markenname. Dieses Kapitel untersucht auch sprachliche „Tricks“ zur Gestaltung von Werbeanzeigen, wie die Gestaltung der Argumentation, rhetorische Gestaltung und stilistische Mittel. Kapitel 6 befasst sich mit der Darstellung von Erotik in den Sex-sells-Printanzeigen und untersucht geschlechtsspezifische Bilder in der Werbung.
Schlüsselwörter
Sex-sells, Werbung, Werbesprache, Sprache, Bild, Erotik, Geschlecht, Geschlechterrollen, Konsum, Marketing, Kommunikation, Rhetorik, Stilistik, Analyse, Werbekampagne, Printanzeigen.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet die Strategie "Sex sells" in der Werbung?
Es ist der Einsatz erotischer Reize in Bild und Text, um Aufmerksamkeit zu erregen. Da Sex heute oft als banal gilt, wird er in neue Kontexte integriert, um wirksam zu bleiben.
Wie wird Sex in der Werbung sprachlich verschleiert?
Durch Sprachspiele, Doppeldeutigkeiten in Schlagzeilen, Slogans oder Produktnamen wird der sexuelle Aspekt oft nur indirekt oder nonverbal kommuniziert.
Welche Rolle spielen Geschlechterrollen bei "Sex sells"?
Die Werbung nutzt spezifische Frauen- und Männerbilder, um Zielgruppen anzusprechen, wobei oft traditionelle oder provokante Erotikdarstellungen eingesetzt werden.
Gibt es Grenzen für sexuelle Inhalte in der Werbung?
Ja, radikale Kampagnen (wie von Benetton oder Diesel) stoßen oft an gesellschaftliche oder rechtliche Moralvorstellungen, was zu Kontroversen führen kann.
Wie arbeiten Text und Bild in Erotik-Anzeigen zusammen?
Meist dominiert das Bild die Aufmerksamkeit, während der Text durch rhetorische Figuren oder stilistische "Tricks" die sexuelle Botschaft verstärkt oder ironisiert.
- 5.1 Textsegmente einer Werbeanzeige in Bezug auf Sex-sells
- Citar trabajo
- Elena Kaznina (Autor), 2008, Verführerische Werbespielchen? Eine Untersuchung von Text und Bild in Sex-sells-Anzeigen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180329