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Elemente der Ideenlehre in Platons Phaidon

Title: Elemente der Ideenlehre in Platons  Phaidon

Seminar Paper , 1998 , 11 Pages , Grade: 1

Autor:in: Soeren Neuperti (Author)

Philosophy - Philosophy of the Ancient World
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen meiner Hausarbeit möchte ich die Elemente der platonischen ,,Ideenlehre" im ,,Phaidon" aufzeigen. Dabei werde ich auch auf andere Dialoge eingehen, wenn diese für die Erläuterung zur Hilfe genommen werden müssen. Ich werde mich dabei teilweise sehr nah am Primärtext bewegen, zum Teil aber auch, wenn es nötig ist, mir Abstand verschaffen und mit einem dem Dialog übergeordneten Blick auch auf die nicht explizit geäußerten, aber durchaus mit zu denkenden Bestimmungen Platons eingehen.

Ich habe den zweiten Teil meiner Hausarbeit in vier Abschnitte eingeteilt, die entweder die für die ,,Ideenlehre" wichtigen Voraussetzungen schaffen, bzw. Elemente der ,,Ideenlehre" beinhalten.

Als eine wichtige Voraussetzung werde ich in Punkt 1 die Ungenauigkeit der sinnlichen Wahrnehmung und den daraus folgenden Schluß, daß Wahrheit in der sinnlichen Wahrnehmung allein nicht zu suchen ist, betrachten. Ferner werde ich beleuchten, auf welche Weise Platon die zwei Gattungen des Seins bestimmt und wie er sich die notwendige Verbindung beider ,,Welten" im Rahmen seiner ,,Ideenlehre" vorstellt.

Unter den ziemlich offen dargelegten Elementen der ,,Ideenlehre" befinden sich unter anderem die Lehre der Wiedererinnerung (Anamnesis), die ich vor allem in Punkt 2b behandeln werde und die Lehre der Teilhabe (Metexis), die hauptsächlich in Punkt 2d ihren Platz findet.
In Punkt 3 werde ich die komplexen Betrachtungen noch einmal vereinfacht darstellen und so versuchen, ein anschauliches Gesamtbild der ,,Ideenlehre" zu skizzieren.

In Punkt vier werde ich die Probleme beleuchten, die sich während meiner Arbeit an der Hausarbeit ergaben und versuchen scheinbare Widersprüche der Ausarbeitung zu begründen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Elemente der „Ideenlehre“ im „Phaidon“

a) „Als wir nun hineintraten, fanden wir den Sokrates eben entfesselt“ / Zur Begründung der Themenwahl

b) „Dem Nichtreinen aber mag Reines zu berühren nicht vergönnt sein“ / Die Ungenauigkeit sinnlicher Wahrnehmung (65a - 68bc)

c) Wiedererinnerung als Beweis für eine Praeexistenz der Seele und für eine Existenz der Ideen (72a - 77a)

d) Das Eine und das Viele / Unwandelbarkeit und stetiges Werden

e) Metexis (95e-107a)

1. Die Verknüpfung beider „Welten“

2. Teilhabe

3. Die Rechtfertigung der Grundsetzungen des Denkens

4. Die allgemeine Möglichkeit der Verbindung kontradiktorischer Prädikate mit dem Subjekt

5. Die Unvergänglichkeit und Unveränderlichkeit der Ideen

6. Die enge Verknüpfung verschiedener Denkbestimmungen im selben Subjekt

3. Vereinfachte Zusammenfassung

4. Schlußwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Hausarbeit hat das Ziel, die Elemente der platonischen Ideenlehre innerhalb des Dialogs „Phaidon“ aufzuzeigen und zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie Platon das Verhältnis von sinnlicher Wahrnehmung, Seele und den ewigen, unwandelbaren Ideen bestimmt und welche Rolle die Lehren der Wiedererinnerung sowie der Teilhabe dabei spielen.

  • Grundlagen und Voraussetzungen der platonischen Ideenlehre.
  • Die erkenntnistheoretische Rolle der sinnlichen Wahrnehmung und ihre Grenzen.
  • Die Metexislehre als Verbindung zwischen der phänomenalen und der intelligiblen Welt.
  • Die Bedeutung der Unsterblichkeit der Seele im Kontext der Ideenlehre.

Auszug aus dem Buch

Die Verknüpfung beider „Welten“

Nicht mit den Sinnen allein soll man glauben, auf Wahrheit treffen zu können, sondern im Logischen ist die Wahrheit dessen, was ist. Die Methode wird auch zugleich offen dargelegt: „... indem ich jedesmal den Gedanken zugrunde lege, den ich für den stärksten halte: so setze ich, was mir mit diesem übereinzustimmen scheint, als wahr...“ Also sind „die „Tatsachen“ selbst (sind) als wahr allein zu rechtfertigen durch die Begründung in den fundamentalen Setzungen, den logischen „Grund-Sätzen“.“

Es bedarf daher beider, der sinnlichen Wahrnehmung, wie auch der Denksetzungen, um Wahrheit erlangen zu können. Denn würde Platon allein dem reinen Denken die Möglichkeit der Erkenntnis zusprechen, so wäre der Bezug des Denkens zur Wirklichkeit, zu den uns gegebenen Phänomenen nicht gegeben. Seine Philosophie wäre dadurch für fast jegliche Wissenschaft unbrauchbar. Außerdem würde sich noch das Problem der Begründung der Existenz der sinnlichen Welt stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Der Autor erläutert seine Intention, die Elemente der Ideenlehre im Phaidon zu untersuchen und dabei auch andere Dialoge als ergänzende Referenzen hinzuzuziehen.

2. Elemente der „Ideenlehre“ im „Phaidon“: Dieses Hauptkapitel analysiert schrittweise die Voraussetzungen und Kernpunkte der Ideenlehre, angefangen bei der Ungenauigkeit der Sinne bis hin zur komplexen Metexislehre.

3. Vereinfachte Zusammenfassung: Der Autor resümiert die wesentlichen Argumentationslinien des Dialogs und verdeutlicht die systematische Bedeutung der Ideen für Platons Philosophie.

4. Schlußwort: Es wird die Frage nach der deduktiven Methode bei Platon reflektiert und ein Fazit über das Verhältnis von Erkenntnistheorie und Ethik in Platons Denken gezogen.

Schlüsselwörter

Platon, Phaidon, Ideenlehre, Metexis, Anamnesis, Wiedererinnerung, sinnliche Wahrnehmung, Seele, Unsterblichkeit, Erkenntnistheorie, Teilhabe, Werden, Vergehen, Ethik, Dialektik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die platonische Ideenlehre speziell anhand des Dialogs „Phaidon“ und analysiert deren philosophische Implikationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Begriffe der Wiedererinnerung (Anamnesis), der Teilhabe (Metexis), die Unterscheidung zwischen sinnlicher und intelligibler Welt sowie die Unsterblichkeit der Seele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Platon die Existenz der Ideen theoretisch begründet und wie er deren Verbindung zur sichtbaren Welt durch die Lehre der Teilhabe erklärt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine textnahe Analyse durch, die durch philosophiehistorische Exkurse und den Einbezug von Sekundärliteratur (wie Paul Natorp) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die sich mit der Ungenauigkeit der Sinne, der Anamnesis, der Unwandelbarkeit des Seins und der logischen Rechtfertigung der Ideen beschäftigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Ideenlehre, Metexis, Anamnesis, Erkenntnistheorie und Platon.

Inwiefern spielt der Dialog „Theätet“ eine Rolle für den „Phaidon“?

Der Autor nutzt den „Theätet“, um die Unzuverlässigkeit der sinnlichen Wahrnehmung bereits im Vorfeld theoretisch zu fundieren, bevor sie im „Phaidon“ auf die Ideenlehre angewendet wird.

Welches Fazit zieht der Autor zur Verbindung von Erkenntnistheorie und Ethik?

Der Autor schließt, dass die Ideenlehre letztlich ein Postulat darstellt, das den Menschen zur philosophischen Betätigung und einem moralisch guten Leben anhalten soll.

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Details

Title
Elemente der Ideenlehre in Platons Phaidon
College
University of Frankfurt (Main)  (Philosophische Fakultät)
Course
Seminar zu Platons ´Phaidon´
Grade
1
Author
Soeren Neuperti (Author)
Publication Year
1998
Pages
11
Catalog Number
V1804
ISBN (eBook)
9783638111072
Language
German
Tags
Ideenlehre Phaidon Platon
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Soeren Neuperti (Author), 1998, Elemente der Ideenlehre in Platons Phaidon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1804
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