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Konzernabschluss nach HGB und BilMoG

Title: Konzernabschluss nach HGB und BilMoG

Term Paper , 2010 , 43 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Thomas Fleck (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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"Die Unternehmen in Deutschland brauchen eine moderne Bilanzierungsgrundlage", erklärte das Bundesjustizministerium (BMJ) zum Referentenentwurf des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG), der weitreichendste Reform des Handelsgesetzbuchs seit 30 Jahren. Das
BilMoG sorge dafür, "dass das bewährte, kostengünstige und einfache HGB-Bilanzrecht auf Dauer beibehalten und für den Wettbewerb mit den internationalen Rechnungslegungsstandards gestärkt wird".
Seit der öffentlichen Vorstellung des Referentenentwurfs, spätestens jedoch seit Veröffentlichung des Regierungsentwurfs, wird das BilMoG in der Öffentlichkeit, insbesondere in Fach- kreisen heftig diskutiert. Zahlreiche Seminare werden derzeit zu diesem Thema angeboten, obwohl die endgültige Verabschiedung durch den Bundestag noch immer aussteht. Was ist jedoch inhaltlich unter der „modernen Bilanzierungsgrundlage“ zu verstehen? Welche Ziele verfolgt die Bilanzrechtsreform im Einzelnen und was ändert sich tatsächlich in der Bilanzierungspraxis im Zuge der Konzernabschlusserstellung im Vergleich zum „alten“ HGB? Die vorliegende Arbeit greift diese Fragestellungen mit dem Ziel auf, wesentliche Änderungen des BilMoG im Vergleich zum HGB vorzustellen, sowie deren Auswirkungen auf den Jahresabschluss, insbesondere auf den Konzernabschluss, zu beleuchten. Zu diesem Zweck werden im Folgenden zunächst der Grundgedanke des HGB sowie die Grundidee und Zielsetzung des BilMoG dargestellt. In den folgenden Kapiteln werden die
Änderungen der Reform für den Einzel- und Konzernabschluss thematisiert und hinsichtlich ihres Beitrags zur Umsetzung der Ziele der Bilanzrechtsreform beurteilt. Die resultierenden Auswirkungen und Gestaltungsspielräume werden anschließend ebenfalls betrachtet und einer abschließenden kritischen Würdigung der Reform vor dem Hintergrund der Finanzkrise vorangestellt.
Da das BilMoG bis zur Fertigstellung der Arbeit noch nicht abschließend verabschiedet wurde, beziehen sich die Ausführungen vorwiegend auf den Stand des Regierungsentwurfs. Die
Anpassungen im Zusammenhang mit der Verabschiedung durch den Bundestag am 18.03.2009 wurden bei der Erstellung ebenfalls berücksichtigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergrund und Anlass für die Bilanzrechtsreform

2.1 Grundgedanke des HGB und internationale Entwicklung der Rechnungslegung

2.2 Grundideen des BilMoG

3. Wesentliche Änderungen und Neuerungen des BilMoG im Einzelabschluss- Überblick

3.1 Fair-Value-Bewertung

3.2 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände

3.3 Herstellungskosten

3.4 Rückstellungen

3.5 Maßgeblichkeitsprinzip und BilMoG-Grundsätze

3.6 Latente Steuern

4. Ausgewählte Änderungen im Hinblick auf den Konzernabschluss

4.1 Änderung des Anwendungsbereichs

4.2 Größenabhängige Erleichterungen

4.3 Änderung von Konsolidierungsgrundsätzen und -methoden

4.4 Währungsumrechnung

4.5 Konzernanhang und -lagebericht

5. Mögliche Auswirkungen und Gestaltungsspielräume der Reform

6. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Finanzkrise

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die deutsche Rechnungslegung. Ziel ist es, die wesentlichen Änderungen im Vergleich zum Handelsgesetzbuch (HGB) aufzuzeigen und deren Konsequenzen für den Einzel- sowie den Konzernabschluss kritisch zu analysieren, insbesondere im Hinblick auf die Zielsetzung einer modernen und vergleichbaren Bilanzierungsgrundlage.

  • Modernisierung des HGB zur Stärkung der internationalen Vergleichbarkeit.
  • Anpassung von Ansatz- und Bewertungsvorschriften bei Vermögensgegenständen und Rückstellungen.
  • Änderungen in der Konzernrechnungslegung, insbesondere bei Konsolidierung und Währungsumrechnung.
  • Diskussion von bilanzpolitischen Gestaltungsspielräumen und Transparenzgewinnen.
  • Kritische Würdigung der Reform vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise.

Auszug aus dem Buch

3.2 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände

In der heutigen Dienstleistungsgesellschaft sind immateriellen Vermögensgegenstände (körperlich nicht fassbare Wirtschaftsgüter) von immer größerer Bedeutung. Nach den IAS 38 werden selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte bilanziert, wenn die Ansatzkriterien erfüllt (IAS 38.10 ff.) sind. Beispielhaft für die Bedeutung von immateriellen Vermögensgegenständen ist der Konzernabschluss der Bayer AG: 38,3 Prozent des Gesamtvermögens stellen bilanzierte immaterielle Vermögensgegenstände dar. Diese Werte sind für Branchen wie die Pharmaindustrie oder die Informationstechnik typisch.

Nach dem „alten“ HGB (§ 248 HGB) besteht ein Aktivierungsverbot für immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, die nicht entgeltlich erworben wurden. Damit war das HGB im Vergleich zur internationalen Rechnungslegung rückständig. Eine Aktivierung im Umlaufvermögen ist im Rahmen der Herstellungskosten denkbar, beispielsweise für auftragsgebundene Entwicklungsarbeiten oder Kosten zur Optimierung eines bestehenden Produktes.

Durch die teilweise Annullierung des Aktivierungsverbotes (§ 255 Abs. 2 Satz 4, Abs. 2a HGB-E) und der Ausschüttungssperre (§ 268 Abs. 8 HGB-E) sollen zukünftig innovative Start-Up-Unternehmen und innovative Mittelständler gefördert werden. Es ist jedoch nur von einer teilweisen Annullierung die Rede, weil Forschungskosten und selbst geschaffene Markenrechte oder vergleichbare geschaffene Vermögensgegenstände des Anlagevermögens weiterhin nicht aktiviert werden dürfen und somit als Aufwand erfasst werden. Der Entwurf des BilMoG sieht eine Aufhebung des bisherigen Aktivierungsverbots für selbst geschaffene immaterielle Anlagegüter vor. Damit besteht innerhalb der Herstellungskosten zukünftig eine Ansatzpflicht für Entwicklungskosten bei selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. In der Praxis führt dies jedoch zum Problem der Unterscheidung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Hintergrund des BilMoG als weitreichendste Reform des HGB seit 30 Jahren und definiert das Ziel der Arbeit, die Änderungen und deren Auswirkungen auf den Jahres- und Konzernabschluss zu analysieren.

2. Hintergrund und Anlass für die Bilanzrechtsreform: Dieses Kapitel stellt die Grundgedanken des HGB sowie die Zielsetzungen des BilMoG dar, insbesondere die Harmonisierung mit internationalen Standards bei gleichzeitiger Beibehaltung bewährter HGB-Prinzipien.

3. Wesentliche Änderungen und Neuerungen des BilMoG im Einzelabschluss- Überblick: Hier werden zentrale Änderungen im Einzelabschluss wie Fair-Value-Bewertung, Ansatz von immateriellen Werten, Herstellungskosten und Rückstellungen detailliert erläutert.

4. Ausgewählte Änderungen im Hinblick auf den Konzernabschluss: Dieses Kapitel behandelt die spezifischen Anpassungen für Konzerne, darunter Änderungen im Anwendungsbereich, Konsolidierungsmethoden, Währungsumrechnung und erweiterte Anhangangaben.

5. Mögliche Auswirkungen und Gestaltungsspielräume der Reform: Es wird analysiert, inwiefern die neuen Regelungen zu bilanziellen Gestaltungsspielräumen führen und wie sich dies auf die Transparenz und den Aufwand für Unternehmen auswirkt.

6. Kritische Würdigung vor dem Hintergrund der Finanzkrise: Abschließend wird die Reform kritisch hinterfragt, insbesondere ob die Annäherung an internationale Standards vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise sinnvoll war und ob die Ziele der Reform erreicht wurden.

Schlüsselwörter

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, HGB, Rechnungslegung, Konzernabschluss, Einzelabschluss, Fair-Value, Immaterielle Vermögensgegenstände, Rückstellungen, Konsolidierung, Währungsumrechnung, Steuerneutralität, Transparenz, Bilanzpolitik, Finanzkrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und dessen Auswirkungen auf das deutsche Handelsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die Modernisierung des HGB, die Anpassung an internationale Standards (IFRS), die Bilanzierung von Rückstellungen und immateriellen Werten sowie die Spezifika der Konzernrechnungslegung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die durch das BilMoG eingeführten Änderungen zu identifizieren und zu prüfen, ob diese tatsächlich zu einer höheren Transparenz und Vergleichbarkeit führen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der gesetzlichen Vorschriften, Regierungsentwürfe sowie aktueller Fachliteratur und vergleicht diese mit den bisherigen HGB-Regelungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Änderungen im Einzelabschluss sowie spezifischer Anpassungen für den Konzernabschluss, wie die Konsolidierung und Währungsumrechnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind BilMoG, Konzernabschluss, HGB-Modernisierung, Fair-Value, Transparenz und bilanzpolitische Spielräume.

Wie wirkt sich die Reform auf die Bewertung von Rückstellungen aus?

Das BilMoG ersetzt das bisherige Abzinsungswahlrecht durch ein Abzinsungsgebot und fordert eine realitätsnähere Bewertung, was insbesondere bei Pensionsrückstellungen zu einem erhöhten Bewertungsaufwand führt.

Was ist die Kernkritik der Arbeit hinsichtlich der Finanzmarktkrise?

Die Arbeit kritisiert, dass eine zu starke Orientierung an der Fair-Value-Bewertung – wie sie in internationalen Standards üblich ist – in Krisenzeiten wie der Finanzmarktkrise die Volatilität der Bilanzen und damit das Risiko für Unternehmen unnötig verstärkt.

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Details

Title
Konzernabschluss nach HGB und BilMoG
College
Berlin School of Economics and Law
Grade
1,0
Author
M.A. Thomas Fleck (Author)
Publication Year
2010
Pages
43
Catalog Number
V180425
ISBN (eBook)
9783656032014
ISBN (Book)
9783656032083
Language
German
Tags
Bilanzrechtsform HGB BilMoG Herstellungskosten Rückstellung Fair-Value Bewertung latente Steuern Maßgeblichkeitsprinzip Konzernabschluss Währungsumrechnung Konsolidierungsgrundsätze
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Thomas Fleck (Author), 2010, Konzernabschluss nach HGB und BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180425
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