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Herausforderungen der Globalisierung und Urbanisierung und die entsprechenden Reaktionen der FAO

Title: Herausforderungen der Globalisierung und Urbanisierung und die entsprechenden Reaktionen der FAO

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl. Soziologe Christian Prange (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Im folgenden werden die verschiedenen Ansichten des doppelten Prozesses der Globalisierung und der Urbanisierung, ihre Bedeutung für die weltweite Ernährungssicherheit, sowie ihre Auswirkungen auf Armut und Ungleichheit diskutiert, und die Reaktion der Food and Agriculture Organization (FAO) auf diese Entwicklungen aufgezeigt. Von Kritikern wird angemerkt, dass ohne spezielle Anstrengungen die globale Ungleichheit noch anwachsen kann und die Ernährungssicherheit und der Lebensunterhalt vieler Menschen gefährdet ist. Des weiteren werden Programme zur Steigerung der Ernährungssicherheit untersucht, und betrachtet wie es den Entwicklungsländern ermöglicht werden kann, Vorteile aus diesen Prozessen zu ziehen. Der Grundsatz der Ernährungssicherheit ist schon in der Satzung der FAO angelegt: Die Qualität der Ernährung und den Lebensstandard zu erhöhen, sowie die Produktivität und Verteilung des Essens und der landwirtschaftlichen Güter zu verbessern damit die Bedingungen der ländlichen Bevölkerung verbessert werden und die Menschheit vom Hunger befreit wird 1. Das Konzept der Ernährungssicherheit wurde 1974 auf der Welternährungskonferenz wie folgt definiert:

Ernährungssicherheit bedeutet: durchgehender Zugang zu der Anzahl und Vielfalt von sicherer Nahrung, welche von allen Haushaltsmitgliedern benötigt wird um ein aktives und gesundes Leben zu führen, ohne das ständige Risiko diesen Zugang zu verlieren. Darin eingeschlossen sind: die Verfügbarkeit, Zugangsmöglichkeit, Versorgungsstabilität und die Nährstoffhaltigkeit der Nahrung. Ernährungsunsicherheit schließt offenen und verdeckten Hunger und Unterernährung mit ein. Sie unterscheidet zwischen globaler und nationaler, individueller und haushaltsbezogener Ernährungssicherheit sowie zwischen Ethnischen, geschlechtlichen und Alterskategorien, abhängig von den jeweiligen kulturellen Normen und Bräuchen. Da es trotz dem Überschuß bei der Nahrungsmittelproduktion, dem Preisverfall und Gestiegenen Exportmöglichkeiten der Entwicklungsländer immer noch Hungerleidende und Mangelernährung in den armen Ländern gibt, werden die Probleme nicht mehr von einen abstrakten globalen Level gesehen, sondern es wird versucht die Zugangsmöglichkeit zur Nahrung und die Schutzlosigkeit von speziell betroffenen Haushalten und Individuen in den Vordergrund zu stellen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Doppelweg zur Hungerreduktion

3. Urbanisierung

4. Globalisierung

4.1. Wertekonvergenz

4.2.Kapital

4.3. Arbeit

4.4. Handel

4.5. Technologie und Information

5. Landwirtschaftliche Unterstützungsprogramme

6. Ressourcenmobilisierung und politischer Wille

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der Globalisierung und Urbanisierung auf die weltweite Ernährungssicherheit und untersucht, wie die Food and Agriculture Organization (FAO) auf diese komplexen Herausforderungen reagiert, um Armut und Ungleichheit entgegenzuwirken.

  • Wechselwirkungen zwischen Urbanisierung und Ernährungssicherheit
  • Die Rolle der FAO bei der Hungerbekämpfung in einer globalisierten Welt
  • Herausforderungen für ländliche Räume durch Kapitalströme und Migration
  • Strategien zur Ressourcenmobilisierung und Steigerung des politischen Willens
  • Der "Doppelweg"-Ansatz der FAO zur Hungerreduktion

Auszug aus dem Buch

2. Der Doppelweg zur Hungerreduktion

Armut und Hunger sind primär ländliche Phänomene, da über zwei Drittel der betroffenen Personen weltweit zur Zeit auf dem Land leben. Durch die Urbanisierung verschiebt sich die Armut in die Städte, so sind z.B. in Lateinamerika die großen Städte teilweise schon stärker von der Armut betroffen als ländliche Gebiete. In den Industrieländern werden ungefähr im Jahr 2005 mehr Menschen in den Städten als auf dem Land leben, in den Entwicklungsländern wird dies ca. zehn Jahre später der Fall sein, d.h. dass die Armut noch die Nächsten zehn Jahre im ländlichen Bereich vorherrschen wird.

Da sich die FAO vordergründig auf die Probleme der ländlichen Gebiete und Bevölkerung fixiert hat und die Mittel in diesem Bereich gekürzt werden, muß sie verstärkt Gründe für Investitionen auf dem Land finden. Die Landwirtschaft zu stärken ist der Schlüssel um die Ernährungssicherheit und die Entwicklung voranzutreiben, da sie Arbeit schafft und die Infrastrukturentwicklung fördert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Globalisierung und Urbanisierung in Bezug auf die weltweite Ernährungssicherheit und das Mandat der FAO.

2. Der Doppelweg zur Hungerreduktion: Erläuterung der Strategie, einerseits die Landwirtschaft als Antrieb der Armutsreduktion zu stärken und andererseits direkte Hilfslieferungen für Bedürftige bereitzustellen.

3. Urbanisierung: Analyse der Folgen des städtischen Wachstums für die Ernährungssicherheit und der spezifischen Herausforderungen urbaner Armut.

4. Globalisierung: Untersuchung der mobilen Faktoren der Globalisierung und deren ambivalenten Einfluss auf die Entwicklungsländer.

4.1. Wertekonvergenz: Erörterung der Auswirkungen eines global vereinheitlichten Lebensstils auf natürliche Ressourcen und traditionelle landwirtschaftliche Züchter.

4.2.Kapital: Darstellung der Problematik instabiler Kapitalflüsse und der Unterinvestition im ländlichen Sektor der ärmsten Länder.

4.3. Arbeit: Analyse der Arbeitsmigration und deren Auswirkungen auf die ländliche Entwicklung sowie spezifische Hilfsprogramme für Frauen.

4.4. Handel: Untersuchung der Handelsliberalisierung und der Rolle der FAO bei der Standardisierung von Nahrung und Handel.

4.5. Technologie und Information: Beschreibung der Rolle von Informationssystemen wie WAICENT und FIVIMS zur datengestützten Bekämpfung der Ernährungsunsicherheit.

5. Landwirtschaftliche Unterstützungsprogramme: Analyse der Dezentralisierung von FAO-Programmen und der Effektivität landwirtschaftlicher Hilfsstrukturen.

6. Ressourcenmobilisierung und politischer Wille: Erörterung der Gründe für rückläufige Investitionen und die Bedeutung internationaler Schuldenerlass-Initiativen.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Urbanisierung, Ernährungssicherheit, FAO, Armutsreduktion, Landwirtschaft, Hungerbekämpfung, Infrastruktur, Welternährungskonferenz, Kapitalflüsse, ländliche Entwicklung, Ernährungspolitik, Schuldenerlass, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen durch die Globalisierung und Urbanisierung sowie den Reaktionen der Food and Agriculture Organization (FAO), um die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Armut und Hunger, der Doppelweg der Hungerreduktion, die Auswirkungen der Globalisierung auf verschiedene Wirtschaftssektoren und die Rolle der Landwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die FAO trotz finanzieller und politischer Hürden Strategien zur Hungerbekämpfung in einer sich rasch ändernden globalen Umwelt entwickelt und umsetzt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Aufarbeitung von FAO-Konzepten, Statistiken und globalen Entwicklungstrends, um Probleme und Lösungsansätze für die Ernährungssicherung zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Aspekte wie Kapitalströme, Arbeit, Handel und Information sowie die Bedeutung der Ressourcenmobilisierung für ländliche Entwicklungsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Globalisierung, Ernährungssicherheit, Urbanisierung und der Doppelweg der Hungerreduktion.

Warum betont die FAO die Bedeutung ländlicher Investitionen?

Da über zwei Drittel der Betroffenen auf dem Land leben, ist die Stärkung der Landwirtschaft entscheidend, um Arbeit zu schaffen und die Infrastruktur zu entwickeln, was Migration mindert.

Welche Rolle spielt der Schuldenerlass für die Ernährungssicherheit?

Der Schuldenerlass, wie etwa durch die HPIC-Initiative, soll den Entwicklungsländern finanzielle Spielräume schaffen, um dringend notwendige Investitionen in die Landwirtschaft tätigen zu können.

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Details

Title
Herausforderungen der Globalisierung und Urbanisierung und die entsprechenden Reaktionen der FAO
College
Free University of Berlin  (FB Politik und Sozialwissenschaften)
Grade
1,0
Author
Dipl. Soziologe Christian Prange (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V18043
ISBN (eBook)
9783638224680
ISBN (Book)
9783638801799
Language
German
Tags
Herausforderungen Globalisierung Urbanisierung Reaktionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Soziologe Christian Prange (Author), 2003, Herausforderungen der Globalisierung und Urbanisierung und die entsprechenden Reaktionen der FAO, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18043
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