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Die germanischen Moorfunde in Thüringen aus der Römischen Kaiserzeit

Titel: Die germanischen Moorfunde in Thüringen aus der Römischen Kaiserzeit

Seminararbeit , 2007 , 28 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alexandra Nowak (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren Moore wichtige Lieferanten des Brennstoffes Torf. Durch den Abbau von Torf, das als Torfstechen bezeichnet wird, traten viele archäologische Funde zutage. Aufgrund der besonderen chemischen Eigenschaften werden im Moor eingeschlossene Objekte konserviert. So ist es möglich 2000 Jahre alte Leichen mit Fleischresten, Haut und Haaren zu finden. Die Funde können zufällig hineingefallen sein oder wurden absichtlich im Moor deponiert. Eine gängige Methode bei den Germanen war das Verstecken erbeuteter Schätze in Mooren. Auch zur Vollstreckung von Strafen, wie zum Beispiel bei Ehebruch der Frau oder Verleumdung wurde das Moor zum Ertränken der Straftäter genutzt. Moore dienten jedoch auch als Kultplätze. Dazu zählen die Kultstätten von Oberdorla und Possendorf, die Gegenstand vorliegender Arbeit sind. Der heilige Brunnen von Greußen ist zwar kein Mooropferplatz, wird aber ebenfalls dargestellt. Die Darstellung von Greußen soll zeigen, dass zur Ausübung germanischer Kulte nicht unbedingt ein Moor erforderlich war, sondern es zahlreiche Arten von Opferstätten gab.
Das größte Problem bei der Bearbeitung des Themas stellte die Literatur dar. Die Kultplätze von Possendorf und Greußen wurden bereits Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt und dementsprechend alt sind auch die dazugehörigen Aufzeichnungen des damaligen Verantwortlichen, Prof. Klopfleisch. Im Laufe der Jahrzehnte gingen viele Informationen über Funde und Fundumstände verloren. Zudem wurden viele Funde zerstört, da ihnen beim Torfstechen keine Beachtung beigemessen wurde.
Neben den Veröffentlichungen von Neumann und Peschel stützt sich diese Arbeit hauptsächlich auf die Aufsätze und besonders auf die Monographie von Prof. Günter Behm-Blancke, der sich intensiv mit der Erforschung germanischer Kultstätten in Thüringen befasste. Leider wurden seine Aufzeichnungen bis heute nicht vollständig publiziert.
Insgesamt ist die Literatur rar, dennoch versucht die vorliegende Arbeit einen Einblick in germanische Kulte, Kultausübung und Aufbau der Kultplätze zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Kultstätte Oberdorla

2. 1. Opferperiode III

2. 2. Opferperiode IV

2. 3. Opferperiode V

2. 4. Menschenopfer

3. Die Kultfunde von Possendorf und Greußen

3.1. Das Heiligtum von Possendorf

3.2. Der „heilige Brunnen“ von Greußen

4. Schlusswort

6. Abbildungsteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht germanische Kultstätten in Thüringen aus der Römischen Kaiserzeit, um Erkenntnisse über die Kultausübung und den Aufbau der Opferplätze zu gewinnen. Im Fokus stehen dabei die Abgrenzung und Funktion verschiedener Kultorte sowie die Bedeutung der dort niedergelegten Funde unter Berücksichtigung historischer und archäologischer Quellen.

  • Analyse der Kultstätte Oberdorla und ihrer Opferperioden.
  • Untersuchung der Kultfunde von Possendorf und Greußen.
  • Erforschung der rituellen Bedeutung von Moor- und Brunnenopfern.
  • Diskussion über Menschenopfer und geschlechtsspezifische Kultpraktiken.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Bis vor wenigen Jahrzehnten waren Moore wichtige Lieferanten des Brennstoffes Torf. Durch den Abbau von Torf, das als Torfstechen bezeichnet wird, traten viele archäologische Funde zutage. Aufgrund der besonderen chemischen Eigenschaften werden im Moor eingeschlossene Objekte konserviert. So ist es möglich 2000 Jahre alte Leichen mit Fleischresten, Haut und Haaren zu finden. Die Funde können zufällig hineingefallen sein oder wurden absichtlich im Moor deponiert. Eine gängige Methode bei den Germanen war das Verstecken erbeuteter Schätze in Mooren. Auch zur Vollstreckung von Strafen, wie zum Beispiel bei Ehebruch der Frau oder Verleumdung wurde das Moor zum Ertränken der Straftäter genutzt. Moore dienten jedoch auch als Kultplätze. Dazu zählen die Kultstätten von Oberdorla und Possendorf, die Gegenstand vorliegender Arbeit sind. Der heilige Brunnen von Greußen ist zwar kein Mooropferplatz, wird aber ebenfalls dargestellt. Die Darstellung von Greußen soll zeigen, dass zur Ausübung germanischer Kulte nicht unbedingt ein Moor erforderlich war, sondern es zahlreiche Arten von Opferstätten gab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung von Mooren als Fundorte archäologischer Objekte und führt in das Thema germanischer Kultstätten im Kontext der Arbeit ein.

2. Die Kultstätte Oberdorla: Hier werden die Ausgrabungsergebnisse und die verschiedenen Opferperioden der Kultstätte von Oberdorla detailliert analysiert.

3. Die Kultfunde von Possendorf und Greußen: Dieser Abschnitt widmet sich den Fundorten Possendorf und Greußen, wobei insbesondere die rätselhafte Funktion des dortigen „heiligen Brunnens“ beleuchtet wird.

4. Schlusswort: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die verschiedenen Arten germanischer Heiligtümer zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige archäologische Forschungen.

6. Abbildungsteil: Dieser Anhang enthält das visuelle Begleitmaterial, das die archäologischen Befunde und Funde illustriert.

Schlüsselwörter

Germanen, Thüringen, Römische Kaiserzeit, Kultstätte, Moor, Oberdorla, Possendorf, Greußen, Opfergabe, Idol, Archäologie, Kultausübung, Menschenopfer, Schwertkult, Fruchtbarkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht archäologische Befunde germanischer Kultstätten in Thüringen, insbesondere aus der Römischen Kaiserzeit, um deren Nutzung und Bedeutung zu rekonstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Typen von Kultplätzen, Opferrituale, die Rolle von Idolen sowie die Interpretation von Funden in Mooren und Brunnen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Einblick in die germanische Kultausübung, den Aufbau der Kultplätze und die Bedeutung der dort hinterlassenen Opfergaben zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine archäologische Auswertung, die sich auf existierende Grabungsberichte, Publikationen (insbesondere von Prof. Günter Behm-Blancke) und historische Aufzeichnungen stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die detaillierte Analyse der Kultstätte Oberdorla, die Kultfunde von Possendorf und die Debatte um den „heiligen Brunnen“ von Greußen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Germanen, Römische Kaiserzeit, Kultstätte, Moor, Opfergabe und Archäologie charakterisieren.

Warum spielt der „Schwertkult“ bei der Interpretation von Oberdorla eine Rolle?

Der Fund eines Schwertes in einer der Opferperioden deutet auf einen Wandel der kultischen Praxis von einer Fruchtbarkeitsstätte hin zu einem Ort der Verehrung einer Kriegsgottheit hin.

Wie werden die Menschenopfer in Oberdorla bewertet?

Es wurden zahlreiche menschliche Überreste entdeckt, die Anzeichen für Gewalt oder kannibalische Handlungen aufweisen, wobei die genauen Motive für diese Opferungen weiterhin spekulativ bleiben.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die germanischen Moorfunde in Thüringen aus der Römischen Kaiserzeit
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Prähistorische Archäologie)
Note
2,0
Autor
Alexandra Nowak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
28
Katalognummer
V180478
ISBN (eBook)
9783656042662
ISBN (Buch)
9783656042921
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moorfunde thüringen römischen kaiserzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Nowak (Autor:in), 2007, Die germanischen Moorfunde in Thüringen aus der Römischen Kaiserzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180478
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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