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Die Herkunft des Bösen. Wissenschaftliche Erklärungsversuche

Title: Die Herkunft des Bösen. Wissenschaftliche Erklärungsversuche

Term Paper , 2008 , 6 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Vanessa Falkenstein (Author)

Psychology - Social Psychology
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Keine Wesenheit ist in sich böse. Das Böse hat keine Wesenheit. Thomas von Aquin

Kaum ein Begriff hat eine negativere Bedeutung als das Böse. Das Böse wird als das Gegenteil des Guten verstanden. Es scheint überall präsent zu sein. Das Böse fasziniert, während das Gute eher unauffällig und selbstverständlich, vielleicht sogar ein wenig langweilig sein mag.
Das Böse ist allgegenwärtig und vieldeutig. Es war vom ersten Tag der Menschheit ihr Begleiter. Sowohl bei Adam und Eva, bei Kain und Abel aber auch in jedem Zusammenleben der Menschen vor tausenden Jahren.
Man macht es sich jedoch heute nicht mehr so einfach, die Existenz des Bösen schlichtweg hinzunehmen. Die Entstehung des Bösen wird hinterfragt, erforscht und diskutiert.

Diese Arbeit soll die Herkunft des Bösen von vier verschiedenen wissenschaftlichen Positionen beleuchten. Angefangen mit der theologischen Sicht, übergehend zur Sicht der Bio- und Soziobiologen, der Psychoanalytiker und schließlich mit der Position der Soziologen, soll das Essay einen kurzen Überblick über die verschiedenen Ansichten über die Herkunft des Bösen liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

3. Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Herkunft des Bösen aus vier unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven zu beleuchten, um einen fundierten Überblick über die verschiedenen Erklärungsansätze zu ermöglichen.

  • Theologische Perspektive auf das Böse und die Theodizee-Frage
  • Biologische und soziobiologische Betrachtung von Aggression und Genetik
  • Psychoanalytische Analyse der Gewissensbildung und Triebunterdrückung
  • Soziologische Untersuchung gesellschaftlicher Strukturen und Konkurrenzsysteme

Auszug aus dem Buch

2. Hauptteil

Der bekannte Biologe und Verhaltensforscher Konrad Lorenz beschreibt in seinem Buch Das sogenannte Böse. Zur Naturgeschichte der Aggression das Naturgesetz des Aggressionstriebs als zerstörerisch und lebensvernichtend. Aggressives Verhalten wird als böse verstanden. Dient dieses Verhalten jedoch dem eigenen Überleben, kann es nur als das „sogennante Böse“ bezeichnet. Dies Begründet er mit der nicht vorhandenen Freiheit gegenüber den Vitalfunktionen des Menschen (vgl. Lorenz 2004, S.236 ff.). Darauf aufbauend argumentieren auch die Soziobiologen. Menschen gehorchen ihren Genen. Diese sind, auch wenn sie unter gewissen Umständen Religion, Moral und Recht außer Acht lassen müssen, auf ihren Vorteil bedacht. Das Böse wird also im Sinne des Überlebenskampfes egoistischer Gene in Kauf genommen um dadurch den Fortbestand der Gene zu sichern (vgl. Mohr 1987, S. 105). Das Böse wird von den Biologen also aus der genetisch festgelegten Aggression, von den Soziologen aus purem Egoismus der Gene abgeleitet.

Beides würde bedeuten, dass eine natürliche menschliche Moral illusorisch ist. Aufgrund des von den Genen vorgegebenen Verhaltens kann somit niemand der Böses begeht zur Verantwortung gezogen werden.

Aus psychoanalytischer Sicht stehen nicht die Gene, sondern das soziale Milieu und die Gesellschaft im Vordergrund. Laut Sigmund Freud führt die Herausbildung des Gewissens, des so genannten Über-Ichs, auf die „unleugbare Existenz des Bösen“ zurück (Freud 1997, S. 163 f.). Moralische Regelsysteme sollen die eine angeborene Neigung des Menschen zum Bösen und zur Aggression im Zaum halten (vgl. ebd., S. 159).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Vieldeutigkeit und Allgegenwärtigkeit des Begriffs "das Böse" ein und stellt die Absicht der Arbeit dar, das Phänomen aus vier wissenschaftlichen Disziplinen zu untersuchen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Ursprünge des Bösen aus theologischer, biologischer, psychoanalytischer und soziologischer Sicht und stellt die jeweiligen zentralen Argumente gegenüber.

3. Schluss: Das Fazit stellt fest, dass keine der untersuchten Theorien allein das Phänomen des Bösen abschließend erklären kann und betont die fortdauernde Faszination des ungelösten Rätsels.

Schlüsselwörter

Das Böse, Erziehungswissenschaften, Theologie, Soziobiologie, Aggression, Genetik, Psychoanalyse, Über-Ich, Soziologie, Triebunterdrückung, Moral, Gesellschaft, Konkurrenzsystem, Wissenschaftliche Erklärungsversuche, Verhaltensforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Phänomen des Bösen und hinterfragt, wie dessen Entstehung wissenschaftlich erklärt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theologische Perspektive, die Erkenntnisse der Biologie und Soziobiologie, die psychoanalytische Sichtweise sowie soziologische Erklärungsansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Überblick über die verschiedenen wissenschaftlichen Ansichten zur Herkunft des Bösen, um die Komplexität des Themas aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse verschiedener wissenschaftlicher Positionen und Theorien.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden der Sündenfall, genetisch bedingte Aggression, die psychologische Rolle des Über-Ichs sowie gesellschaftliche Faktoren wie das Konkurrenzsystem als mögliche Quellen des Bösen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen das Böse, Aggression, genetische Determinierung, Moral, Gesellschaft und die psychoanalytische Triebtheorie.

Warum bleibt das Böse laut der Autorin ein ungelöstes Rätsel?

Da sich die verschiedenen Theorien auf unterschiedlichen Abstraktionsebenen bewegen und kein lückenloser Beleg für die Herkunft des Bösen existiert, bleibt die Frage nach einer "einzigen richtigen" Theorie offen.

Wie unterscheidet sich die soziologische Sichtweise von der psychoanalytischen?

Während die Psychoanalyse (nach Freud) das Über-Ich zur Bändigung angeborener Neigungen betont, sehen Soziologen (wie Plack) eher die Gesellschaft und deren Unterdrückungsmechanismen als Ursache für die Entstehung des Bösen.

Welche Rolle spielt die Theodizee-Frage in der Arbeit?

Sie dient als Ausgangspunkt, um die Grenzen theologischer Erklärungsversuche aufzuzeigen, da die Existenz des Bösen in Anbetracht eines allmächtigen Gottes widersprüchlich bleibt.

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Details

Title
Die Herkunft des Bösen. Wissenschaftliche Erklärungsversuche
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
2,0
Author
Vanessa Falkenstein (Author)
Publication Year
2008
Pages
6
Catalog Number
V180562
ISBN (eBook)
9783656034131
ISBN (Book)
9783668148291
Language
German
Tags
herkunft bösen wissenschaftliche erklärungsversuche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Falkenstein (Author), 2008, Die Herkunft des Bösen. Wissenschaftliche Erklärungsversuche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180562
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