Bezüglich des Forschungsfeldes der Linguistik stellen die Neuerungen des 20. und 21. Jahrhunderts besondere Herausforderungen an Forscher und Forschung. Neben der Mediatisierung der Gesellschaft und der globalen Verfügbarkeit einer nahezu unuberschaubaren Masse an Printmedien, stellt vor allem das Internet, dem in dieser Arbeit gesonderte Beachtung geschenkt werden soll, ein neues Forschungs- und Arbeitsfeld für die Linguistik dar. Das Internet umfasst als virtueller Raum bereits viele Forschungsfelder der Sprachwissenschaft, es ergänzt sie aber teilweise auch um neue Aspekte, deren Entstehung und Verwendung scheinbar in engem Zusammenhang mit dem Medium Internet und seiner Beschaffenheit stehen. Der Inflektiv, der Repräsentant solch eines Phänomens ist, soll Thema dieser Arbeit sein.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Die Geschichte des Inflektivs
- Definition
- Der Inflektiv in der Internetkommunikation
- Grundlagen der Internetkommunikation
- Die Spezifika der Chat-Kommunikation
- Mediale und konzeptionelle Mündlichkeit / Schriftlichkeit
- Der Inflektiv
- Grammatikalische Besonderheiten
- Die Funktion des Inflektivs und seine Ursprünge
- Inflektive in Internet- und Chat-Kommunikation
- Verwandte Phänomene
- Emoticons
- Actionzeilen / me-Auszeichnungen
- Onomatopoetika und Lautwörter
- Akronyme
- Internetkommunikation in anderen Sprachräumen
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen des Inflektivs und seiner Bedeutung im Kontext der Internetkommunikation. Dabei werden die historischen Ursprünge des Inflektivs beleuchtet, seine grammatikalischen Besonderheiten analysiert und seine Funktion in der Online-Kommunikation untersucht.
- Historische Entwicklung des Inflektivs
- Grammatikalische Merkmale und Funktionen
- Der Inflektiv in der Internetkommunikation
- Verwandte Phänomene in der Online-Kommunikation
- Sprachliche Unterschiede in der Internetkommunikation
Zusammenfassung der Kapitel
- Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik des Inflektivs ein und erläutert seine Bedeutung im Kontext der digitalen Kommunikation. Sie beleuchtet die Geschichte des Inflektivs und stellt verschiedene Definitionen vor.
- Der Inflektiv in der Internetkommunikation: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Eigenschaften des Inflektivs in der Online-Kommunikation, insbesondere in Chat-Umgebungen. Es betrachtet die mediale und konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit sowie die grammatischen Besonderheiten und Funktionen des Inflektivs.
- Verwandte Phänomene: Das Kapitel widmet sich verwandten Phänomenen der Internetkommunikation wie Emoticons, Actionzeilen, Onomatopoetika und Akronymen. Es zeigt, wie diese Elemente die sprachliche Vielfalt in der Online-Kommunikation bereichern.
Schlüsselwörter
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Inflektiv, Internetkommunikation, Chat-Kommunikation, Sprachwandel, mediale Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Onomatopoetika, Emoticons, Akronyme, Sprachgebrauch, Sprachgeschichte.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Inflektiv in der Linguistik?
Ein Inflektiv (auch Erikativ genannt) ist eine Verbform, die auf den reinen Stamm reduziert ist (z. B. *freu*, *seufz*) und oft in der Internetkommunikation genutzt wird, um Handlungen oder Gefühle auszudrücken.
Wo liegen die historischen Ursprünge des Inflektivs?
Der Inflektiv wurde ursprünglich stark durch die Comic-Sprache (z. B. Übersetzungen von Erika Fuchs) geprägt und verbreitete sich später massiv in der digitalen Kommunikation.
Welche Funktion erfüllt der Inflektiv in Chats?
Er dient dazu, nonverbale Aspekte, Emotionen oder Begleithandlungen in der schriftlichen Kommunikation sichtbar zu machen und so die „konzeptionelle Mündlichkeit“ zu unterstützen.
Was sind verwandte Phänomene zum Inflektiv?
Verwandte Elemente sind Emoticons, Actionzeilen (me-Auszeichnungen), Akronyme (z. B. LOL) und Onomatopoetika (Lautwörter).
Warum stellt das Internet eine Herausforderung für die Sprachforschung dar?
Das Internet schafft neue virtuelle Räume und Kommunikationsformen, die den Sprachwandel beschleunigen und traditionelle Grenzen zwischen Schriftlichkeit und Mündlichkeit auflösen.
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- Lukas Kroll (Author), 2011, Der Inflektiv und seine Bedeutung im Rahmen der Internetkommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180582