Dieses Essay beinhaltet Informationen zum Begriff der Migration, zur Geschichte der Migration und zu den Migrationsbedingungen in Österreich, Großbritannien und Schweden.
Inhaltsverzeichnis
1. Migration in Europa
2. Begriff „Migration“
3. Geschichte der Migration in Europa
4. Migration in Österreich
5. Migration in Großbritannien
6. Migration in Schweden
Zielsetzung & Themen
Das Ziel dieses Essays ist die Untersuchung der Migrationsbewegungen innerhalb sowie nach Europa unter Berücksichtigung geschichtlicher Hintergründe und Ursachen. Zudem wird ein Vergleich der Migrations- und Integrationspolitik von Österreich, Großbritannien und Schweden durchgeführt, um die unterschiedlichen politischen Strategien und Differenzen herauszuarbeiten.
- Grundlagen und Definition des Begriffs Migration
- Analyse historischer Migrationswellen und deren Motive
- Die Rolle von Push- und Pull-Faktoren im kapitalistischen System
- Politische Rahmenbedingungen in Österreich, Großbritannien und Schweden
- Integrationsansätze und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft
Auszug aus dem Buch
Geschichte der Migration in Europa:
Bis in die 1930er Jahre dominierte die Auswanderung nach Übersee, wie zum Beispiel nach Amerika, in Europa. Nord- und Südamerika waren jedoch nicht die einzigen Ziele der wanderungswilligen Bevölkerung. Zur selben Zeit kamen viele polnische und ukrainische Arbeiter in Gebiete Frankreichs, Deutschlands und Englands. Diese waren vor allem in der Kohle-, Eisen- und Stahlindustrie tätig. Viele slawische Migranten wanderten nach Wien beziehungsweise nach Berlin. Westösterreich war jedoch - wie Wien - eines der beliebtesten Ziele der Einwanderer. Der Grund für diese Wanderungsbewegungen liegt in Vertreibungen und ethnischen Säuberungen, die nach dem Ersten Weltkrieg aber auch während und nach dem Zweiten Weltkrieg stattgefunden haben. In Summe wanderten etwa 20 Millionen Menschen während 1918 und 1950. Danach waren die Gründe und Motive der Einwanderer von anderen Angelegenheiten, wie beispielsweise der Arbeitsmigration, geprägt. Diese ließen auch ihre Familienangehörigen und Verwandten meistens später nachziehen, was einen erheblichen Anstieg an Migranten ausmachte. Allerdings haben so genannte „Migrantenwellen“ auch heute noch oft politische Gründe. Beispielsweise bewegte das Ende der politischen Spaltung Europas in Ost und West zwischen 1989 und 1992 mehr als vier Millionen Personen. Durch den Zerfall der Sowjetunion entstand außerdem eine riesige Aus- beziehungsweise Einwanderungswelle, in der mehrere Millionen Menschen zur Rückkehr aus der ehemaligen sowjetischen Peripherie nach Russland bewegt wurden. Diese Bewegungen innerhalb Europas führten dazu, dass Migration und internationale Wanderungen während 1989 und 1993 ins Zentrum der öffentlichen Medien und deren Berichterstattung rückten.
Zusammenfassung der Kapitel
Migration in Europa: Einleitung in das Thema, welches die Notwendigkeit beleuchtet, Daten und politische Systeme im Bereich der europäischen Migration zu vergleichen.
Begriff „Migration“: Erläuterung der verschiedenen Definitionen von Migration sowie der wesentlichen Push- und Pull-Faktoren, die Wanderungsbewegungen antreiben.
Geschichte der Migration in Europa: Historischer Rückblick auf die Migrationsströme des 20. Jahrhunderts, geprägt durch Vertreibungen, Arbeitsmigration und politische Umbrüche wie den Fall des Eisernen Vorhangs.
Migration in Österreich: Untersuchung der österreichischen Politik, die sich vom Transitstaat zum Zuwanderungsland entwickelte und durch Quotenregelungen und Integrationsvereinbarungen geprägt ist.
Migration in Großbritannien: Darstellung der britischen Migrationspolitik, die stark von der kolonialen Vergangenheit beeinflusst ist und primär auf die Begrenzung von Zuwanderung abzielt.
Migration in Schweden: Analyse des schwedischen Modells, das als Vorreiter für eine integrative Politik gilt, welche gleiche Rechte für Zuwanderer und den Erwerb der Staatsbürgerschaft in den Fokus stellt.
Schlüsselwörter
Migration, Europa, Integrationspolitik, Push-Faktoren, Pull-Faktoren, Arbeitsmigration, Flüchtlinge, Österreich, Großbritannien, Schweden, Staatsbürgerschaft, Gesellschaft, Minderheiten, Antidiskriminierung, Bevölkerungsbewegung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit behandelt die Dynamiken der Migration in Europa und vergleicht die unterschiedlichen Ansätze der Integrations- und Migrationspolitik in Österreich, Großbritannien und Schweden.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind historische Wanderungsbewegungen, die Definition von Push- und Pull-Faktoren im Kapitalismus sowie ein detaillierter Vergleich nationaler Politiken.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Unterschiede in den politischen Systemen bezüglich Migration aufzuzeigen und zu analysieren, wie die jeweiligen Staaten mit Zuwanderung und Integration umgehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um ein Essay, das auf der Literaturanalyse bestehender Daten und wissenschaftlicher Quellen zur europäischen Migrationsgeschichte und -politik basiert.
Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Migration, einen historischen Überblick über das 20. Jahrhundert und die Einzeldarstellung der Migrationssysteme der drei gewählten Länder.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Migrationspolitik, Integration, Arbeitsmarkt, Staatsbürgerschaft und soziale Gleichheit definiert.
Wie unterscheidet sich die schwedische Migrationspolitik von der österreichischen?
Schweden verfolgt einen stärker integrativen Ansatz mit dem Fokus auf gleichen sozialen Rechten und der Staatsbürgerschaft, während Österreich Migration stärker über Quoten und verpflichtende Integrationskurse steuert.
Was ist die Rolle Großbritanniens in diesem Vergleich?
Großbritannien nimmt eine Sonderrolle ein, da seine Politik aufgrund der kolonialen Vergangenheit weniger auf aktive Anwerbung und stärker auf die Einschränkung von Einwanderung zur Wahrung sozialer Stabilität ausgerichtet ist.
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- Alexander Stadlmayr (Author), 2010, Migration in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180642