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Kriminelles Verhalten bei weiblichen Jugendlichen

Title: Kriminelles Verhalten bei weiblichen Jugendlichen

Examination Thesis , 2011 , 65 Pages , Grade: 1,00

Autor:in: Hannah Kuhlen (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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In den letzten Jahren ist das Thema „Jugendkriminalität“ immer mehr in den Vordergrund der schul- und sozialpädagogischen Fachdiskussionen und der Berichterstattung der Medien getreten.

Im Kindes-und Jugendalter gibt es Gewalt, sowohl im sozialen Nahraum (z.B. Familie, Verwandtschaft, Nachbarschaft), wie auch im öffentlichen Raum (z.B. Kindergarten, Hort, Sportverein, Straße). Im sozialen Nahraum werden Kinder und Jugendliche oft zu Opfern von Gewalt, die Täter sind meist Erwachsene. Hingegen sind Kinder und Jugendliche Opfer und Täter im öffentlichen Raum.

In meiner Arbeit beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit weiblicher Delinquenz, da zu diesem Thema wenige Studien vorliegen. Meist wird von Jugendkriminalität gleich Jungenkriminalität gesprochen. Anhand von Interviews mit straffällig gewordenen Mädchen aus der Region Frankfurt, möchte ich mich durch ihre Lebensgeschichten dem Thema nähern und Präventions- bzw. Interventionsmaßnahmen vorstellen.

Meine mich leitenden Fragestellungen bei den Interviews und dieser Examensarbeit waren:

– Welche Formen von kriminellem Verhalten zeigen Mädchen?

– Welche ökonomischen und/oder sozioökonomischen Hintergründe können zu kriminellen Verhalten führen oder gibt es keinen Zusammenhang?

– Welche Vorbilder, wie Familie, „Peer-Group“ oder Medien haben die weiblichen Jugendlichen?

– Gibt es einen Zusammenhang zwischen Bildung und Kriminalität?

– Gibt es einen Zusammenhang zwischen intensiver Mediennutzung und Kriminalität?

– Sind Mädchen eher Einzeltäterinnen oder agieren sie mehr in Gruppen?

– In reinen Mädchengruppen oder gemischten Gruppen?

– Gibt es Präventions- bzw. Interventionsmodelle in Frankfurt?

Um diese Fragen beantworten zu können, habe ich:

– Mädchen interviewt, die polizeilich erfasst, kriminell auffällig geworden sind oder ihre Haftstrafe verbüßen

– Gespräche mit Sozialarbeitern, mit einer zuständigen Person der polizeilichen Jugendkoordinationsstelle und einem Strafrechtsanwalt beim Jugendgericht geführt.

– Die Statistik der Jugendgerichtshilfe in Frankfurt ausgewertet.

– Die polizeiliche Kriminalstatistik verwendet.

– Literatur zu dem Thema gelesen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Statistische Angaben

2.1 Bevölkerungsentwicklung in den Altersgruppen

2.2. Tatverdächtigtenbelastungszahlen nach Alter und Geschlecht

2.3. Tatverdächtige in einzelnen Deliktsbereichen

2.4. Einzelne Deliktsbereiche getrennt nach Alter der Tatverdächtigten

3. Formen von weiblicher Kriminalität

4. Ursachen weiblicher Jugendkriminalität

4.1 Hypothesen zur Straffälligkeit bei Mädchen

5. Interviews

5.1 Kommentar zur Methodik der Datenerhebung der Interviews

5.2 Datenauswertung der Interviews

5.1.1 Transkriptionsregeln nach Kuckartz et al. (vgl. Kuckartz et al, 2008, S. 27)

5.1.2 Auswertungsverfahren nach Mayring (vgl. Mayring, 2003)

5.3 Vermerk zu den transkribierten Interviews

5.4 Kommentierte Auswertung der Interviews

5.5 Zusammenfassung und Interpretation der einzelnen Lebensgeschichten

5.5.1 Person A

5.5.2 Person B

5.5.3 Person C

5.5.4. Person D

5.5.5 Person E

5.5.6 Person F

5.5.7 Person G

5.6 Signifikante Parallelen

5.6.1. Definitionen

5.6.2. Beschreibung der signifikanten Parallelen

6. Präventionen und Interventionen

6.1. Präventions- und Interventionsmaßnahmen bei der Jugendkriminalität

6.2. Grenzen von etablierten Interventionsmaßnahmen in Frankfurt

6.2.1 Interventionsmaßnahmen

6.3. Präventions- und Interventionsangebote am Beispiel einiger Einrichtungen in Frankfurt

6.3.1. Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen

6.3.2 Streetworkeinrichtung Innenstadt

6.3.3. Jugendhaus A.

7. Schlussbemerkungen und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe weiblicher Jugendkriminalität im Raum Frankfurt am Main. Ziel ist es, durch die Analyse qualitativer Experteninterviews und biografischer Lebensgeschichten kriminell auffälliger Mädchen ein tieferes Verständnis für die sozialen und psychologischen Faktoren zu gewinnen, die zu delinquentem Verhalten führen.

  • Analyse der polizeilichen Kriminalstatistik und weiterer relevanter Daten
  • Erforschung geschlechtsspezifischer Ursachen weiblicher Jugendkriminalität
  • Empirische Untersuchung mittels narrativer Interviews
  • Evaluation bestehender Präventions- und Interventionsmodelle in Frankfurt
  • Diskussion der Bedeutung von Bindungserfahrungen und Peergroup-Einflüssen

Auszug aus dem Buch

5.5.1 Person A

ist 29 Jahre alt und hat eine fünfjährige Tochter, welche seit dem Gefängnisaufenthalt bei ihren Eltern lebt. ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. ist die Älteste von vier Kindern. ist adoptiert. hat zwei Geschwister, welche Pflegekinder der Familie sind. hat einen hochbegabten Bruder, der das leibliche Kind der Eltern ist. jüngste Schwester ist geistig behindert. ist in finanziell gut abgesicherter Situation aufgewachsen. Eltern sind nicht geschieden. Vater ist Systemanalytiker bei einer Bank und die Mutter absolvierte eine Ausbildung zur Arzthelferin, Erzieherin und Logopädin. erlebte in ihrem Elternhaus keine Erfahrungen mit Gewalt und/oder Kriminalität. hat einen Realschulabschluss, eine Ausbildung zur Arzthelferin und eine Ausbildung bei der deutschen Post erfolgreich abgeschlossen. bewegte sich mit 14 Jahren in einer Clique, in der Drogenkonsum und Drogenverkauf ein Thema waren. nahm selbst harte Drogen und verkaufte diese.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Darstellung der Jugendkriminalität und setzt den Fokus auf die Vernachlässigung weiblicher delinquenter Jugendlicher in der Forschung.

2. Statistische Angaben: Dieses Kapitel wertet polizeiliche Statistiken und Berichte zur Jugendkriminalität aus, um Alters- und Geschlechterunterschiede bei Straftaten aufzuzeigen.

3. Formen von weiblicher Kriminalität: Hier wird das spezifische Erscheinungsbild weiblicher Delinquenz diskutiert und der "Frauenbonus" in der Justiz kritisch hinterfragt.

4. Ursachen weiblicher Jugendkriminalität: Das Kapitel stellt elf Hypothesen auf, die als theoretische Grundlage für die nachfolgenden Experteninterviews dienen.

5. Interviews: In diesem empirischen Hauptteil werden die Methodik der Datenerhebung erläutert und die Lebensgeschichten von sieben betroffenen Mädchen interpretiert.

6. Präventionen und Interventionen: Es werden verschiedene Ansätze zur Kriminalitätsprävention analysiert und am Beispiel von Frankfurter Einrichtungen wie der Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen geprüft.

7. Schlussbemerkungen und Ausblick: Die Arbeit resümiert, dass Straffälligkeit oft ein Hilferuf ist und fordert ganzheitliche, auf Lebenschancen ausgerichtete soziale Strukturen statt rein repressiver Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Jugendkriminalität, Weibliche Jugendliche, Delinquenz, Frankfurt am Main, Sozialpädagogik, Prävention, Intervention, Bindungstheorie, Peergroup, Strafvollzug, Lebensgeschichte, Jugendhilfe, Identitätsfindung, Resozialisierung, Biografieanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen und Hintergründen von kriminellem Verhalten bei weiblichen Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Analyse der Lebensgeschichten delinquenter Mädchen, den Einfluss von Familie und Peergroup sowie die Wirksamkeit bestehender Präventionsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Motive und Lebensumstände krimineller Mädchen zu entwickeln, die in der Forschung oft zugunsten männlicher Täter vernachlässigt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Verfasserin nutzt eine qualitative, biographisch-narrative Interviewform, deren Auswertung sich an dem Modell von Mayring orientiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die methodische Herleitung, die Durchführung von Interviews mit sieben straffälligen Frauen sowie deren detaillierte Interpretation anhand von elf Hypothesen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Jugendkriminalität, weibliche Delinquenz, Bindungstheorie, Resozialisierung und Präventionsmaßnahmen.

Warum war es für die Verfasserin so schwer, Interviewpartnerinnen zu finden?

Die Verfasserin stieß auf bürokratische Hürden in Gefängnissen und eine ablehnende Haltung in vielen sozialen Einrichtungen, da das Thema weibliche Kriminalität oft als wissenschaftlich weniger relevant oder durch Diskretion geschützt betrachtet wurde.

Welche Rolle spielt die Bindungstheorie in den Ergebnissen?

Die Verfasserin kommt zu dem Schluss, dass die meisten befragten Frauen Entwicklungsdefizite durch eine fehlende oder gestörte Bindungsbeziehung in der frühen Kindheit aufweisen, was ihre Anfälligkeit für delinquentes Verhalten erhöht.

Wie bewertet die Arbeit die Wirksamkeit von Präventionsangeboten in Frankfurt?

Die Arbeit bewertet Einrichtungen wie die "Anlaufstelle für straffällig gewordene Frauen" als sehr erfolgreich, mahnt jedoch an, dass die finanziellen Ressourcen oft nicht ausreichen und der Fokus stärker auf Lebensperspektiven statt auf reine Kontrolle liegen sollte.

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Details

Title
Kriminelles Verhalten bei weiblichen Jugendlichen
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,00
Author
Hannah Kuhlen (Author)
Publication Year
2011
Pages
65
Catalog Number
V180657
ISBN (eBook)
9783668331327
ISBN (Book)
9783668331334
Language
German
Tags
Delinqenz Mädchen Kriminalität Gewalt Jugendgewalt kriminelles Verhalten Jugendliche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Kuhlen (Author), 2011, Kriminelles Verhalten bei weiblichen Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180657
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