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Die Mesotes-Lehre des Aristoteles

Darstellung und Probleme

Titel: Die Mesotes-Lehre des Aristoteles

Hausarbeit , 2011 , 7 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Janin Huse (Autor:in)

Philosophie - Philosophie der Antike
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Woran können oder sollen wir uns im Handeln orientieren? Wie verhalte ich mich richtig? Auf diese Fragen versucht die Mesotes-Lehre des Aristoteles Antworten zu geben. Aber was genau ist die Mesotes-Lehre? In der folgenden Hausarbeit möchte ich genau darauf eingehen. Ich werde aufzeigen, wie Aristoteles seine Mesotes-Lehre darstellt und wie sie anzuwenden ist. Außerdem beschäftige ich mich mit den Problemen, die das Modell der Mesotes-Lehre aufwirft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Klärung des Begriffes ethische Tugend

2. Die Mesotes-Lehre

3. Probleme der Mesotes-Lehre

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Mesotes-Lehre des Aristoteles als Modell für ethisches Handeln und analysiert deren theoretische Fundierung sowie praktische Anwendbarkeit und Grenzen.

  • Definition und Herleitung der ethischen Tugend bei Aristoteles
  • Die Struktur der Mesotes-Lehre als Mitte zwischen zwei Extremen
  • Die Subjektivität und Situationsabhängigkeit der moralischen Mitte
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Anwendbarkeit des Modells

Auszug aus dem Buch

2. Die Mesotes-Lehre

Die Mesotes-Lehre des Aristoteles bezieht sich auf genau diese Definition der Art der ethischen Tugenden. Es ist wichtig zu verstehen, was genau er mit Mitte meint. Wie in dem Zitat von Max Klopfer schon erwähnt, ist nicht die arithmetische Mitte gemeint, sondern eine persönliche und subjektive Mitte, die auch noch situationsabhängig ist. Wenn es eine Mitte gibt, dann muss es auch zwei Seiten geben, zwischen denen die Mitte liegen kann. Die eine Seite wird von Aristoteles als Mangel (elleipsis) und die andere Seite als Übermaß (hyperbole) bezeichnet. Die beiden Seiten Übermaß und Mangel können auch als Laster oder Schlechtigkeiten (kakai) bezeichnet werden. Denn nur wenn beim Handeln die richtige Mitte getroffen wird, handelt man richtig und gut. Und auch wenn festgestellt wurde, dass die ethische Tugend nicht zu den Affekten und Anlagen zählt, so hängt alles zusammen, z.B. ist das wie des Auslebens der Affekte abhängig von meiner Entscheidung in der gegebenen Situation basierend auf meinen ethischen Tugenden. Aber zurück zu dem Verhältnis der Mitte zu den Schlechtigkeiten. Bildlich kann man das so darstellen:

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die zentrale Fragestellung nach der Orientierung im menschlichen Handeln ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die aristotelische Mesotes-Lehre zu explizieren und kritisch zu prüfen.

1. Klärung des Begriffes ethische Tugend: Dieses Kapitel definiert ethische Tugend durch ein Ausschlussverfahren von Affekten und Anlagen und verortet sie als Disposition, die durch Überlegung und Vernunft bestimmt wird.

2. Die Mesotes-Lehre: Hier wird das Kernkonzept der Mitte als subjektives, situationsabhängiges Maß zwischen Mangel und Übermaß anhand von Beispielen verdeutlicht.

3. Probleme der Mesotes-Lehre: Dieses Kapitel thematisiert die Grenzen der Anwendbarkeit, insbesondere bei moralisch per se negativen Handlungen wie Mord oder Ehebruch, für die es keine ethische Mitte geben kann.

4. Fazit: Das Fazit reflektiert den persönlichen Erkenntnisgewinn durch die Beschäftigung mit der Mesotes-Lehre und betont die Herausforderung, das Modell in der komplexen Lebenswirklichkeit anzuwenden.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Mesotes-Lehre, Nikomachische Ethik, Ethische Tugend, Mitte, Disposition, Übermaß, Mangel, Charaktertugend, Moral, Vernunft, Handeln, Philosophie, Ethik, Lebensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Mesotes-Lehre des Aristoteles, also der Lehre von der Tugend als Mitte, und ihrer Bedeutung für die Orientierung im moralischen Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Definition ethischer Tugenden als Charaktereigenschaften, das Verständnis der "Mitte" als Ausgleich zwischen Extremen sowie die ethische Reflexion menschlichen Verhaltens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Aristoteles seine Lehre darstellt, wie sie praktisch anzuwenden ist und welche logischen Probleme sich bei der Anwendung des Modells ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine hermeneutisch-analytische Methode, indem sie Begriffe und Konzepte aus der "Nikomachischen Ethik" des Aristoteles interpretiert und anhand von Fachliteratur diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung der ethischen Tugend, die systematische Darstellung der Mesotes-Lehre sowie die kritische Analyse von Anwendungsbeispielen und Problemfällen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Aristoteles, Mesotes-Lehre, ethische Tugend, Mitte, Übermaß, Mangel und Disposition.

Warum kann die Mesotes-Lehre nicht auf alle Handlungen angewendet werden?

Aristoteles stellt fest, dass Handlungen wie Mord oder Neid an sich schlecht sind; sie bilden keine Mitte, da sie bereits moralische Fehlgriffe darstellen.

Wie unterscheidet sich die arithmetische Mitte von der Mitte bei Aristoteles?

Während die arithmetische Mitte ein rein mathematisch objektiver Punkt ist, beschreibt Aristoteles eine subjektive und situationsabhängige Mitte, die auf das Individuum und den jeweiligen Kontext bezogen ist.

Ende der Leseprobe aus 7 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Mesotes-Lehre des Aristoteles
Untertitel
Darstellung und Probleme
Hochschule
Universität Paderborn  (Humanwissenschaften)
Veranstaltung
Einleitung in die Ethik
Note
1,7
Autor
Janin Huse (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
7
Katalognummer
V180731
ISBN (eBook)
9783656035282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mesotes-lehre aristoteles darstellung probleme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janin Huse (Autor:in), 2011, Die Mesotes-Lehre des Aristoteles, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180731
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Leseprobe aus  7  Seiten
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