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Denken und Begriffe bei Tieren

Eine Analyse der Positionen Donald Davidsons und Colin Allens

Titel: Denken und Begriffe bei Tieren

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: "-"

Autor:in: Susanne Zocher (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Philosophisch werden Fragen oft erst dann, wenn die vermeintlich einfache Antwort mannigfach und vielleicht sogar miteinander unvereinbar ausfällt. So haben sich auch einige Philosophen mit der Frage beschäftigt, ob Tiere Begriffe besitzen oder ob sie sogar in der Lage sind, zu denken. Für David Hume beispielsweise stand es fest, dass Tiere genauso wie Menschen in der Lage sind, zu denken und vernunftgemäß zu handeln. Im Gegensatz dazu spricht sich René Descartes deutlich gegen die Vorstellung aus, dass Tiere nachdenken können.
Auch in der folgenden Arbeit soll sich mit der Frage, ob Tiere Begriffe besitzen bzw. ob sie sogar denken können, auseinander gesetzt werden. Um dies zu bewerkstelligen, wird jedoch kein umfassender Überblick über das Thema gegeben, sondern es wird die gegensätzliche Meinung zweier Autoren näher beleuchtet.
Dazu ist es zu Beginn der Arbeit notwendig, kurz darauf einzugehen, was Denken in der Philosophie bedeutet und auch wie Tierbegriffe zu verstehen sind. Im Hauptteil der Arbeit wird sich mit den zwei verschiedenen Positionen der beiden Philosophen Donald Davidson und Colin Allen auseinandergesetzt werden. Davidson spricht sich dabei gegen Tierbegriffe und somit auch gegen Denken aus, während Allen der Meinung ist, dass Tiere sehr wohl Begriffe besitzen können. Beide Argumentationsstränge sollen genauer untersucht werden.
In einem letzten Teil der Arbeit werden beide Positionen miteinander verglichen. Hier stehen die Fragen im Vordergrund, auf welche Art und Weise Davidson und Allen ihre Thesen begründen und welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es in den Untersuchungen beider Autoren gibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Denken im Allgemeinen und Begriffe bei Tieren

3. Die Position Donald Davidsons

4. Die Position Colin Allens

5. Vergleich beider Positionen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die philosophische Debatte über die Frage, ob nicht-sprachliche Tiere über Begriffe verfügen oder in der Lage sind zu denken, indem sie die gegensätzlichen Positionen von Donald Davidson und Colin Allen analysiert.

  • Philosophische Definition von Denken und Tierbegriffen
  • Davidsons These zur Abhängigkeit von Denken und Sprache
  • Allens empirischer Ansatz zur Zuschreibung von Begriffen bei Tieren
  • Bedingungen für rationale Zustände und propositionale Einstellungen
  • Vergleich der methodischen Herangehensweisen (philosophisch vs. empirisch)

Auszug aus dem Buch

3. Die Position Donald Davidsons

In Donald Davidsons Aufsatz ‚Rationale Lebewesen‘ vertritt er die Ansicht, dass propositionale Einstellungen das Kernkriterium der Rationalität darstellen. Dazu gehören beispielsweise Wünsche, Überzeugungen, Absichten ect. Es stellt sich jedoch die Frage, wann ein Lebewesen propositionale Einstellungen besitzt. Diese Frage kann nach Davidsons Meinung nicht nur aufgrund empirischer Experimente beantwortet werden, sondern setzt auch eine philosophische Untersuchung voraus, da klargestellt werden muss, welche Bedingungen bedeutend sind, um entscheiden zu können, wann einem Lebewesen propositionale Einstellungen zugesprochen werden können. Für Davison ist es unumstritten, dass es Lebewesen gibt, die denken, sich etwas wünschen, hoffen, aus bestimmten Gründen eine Handlung vollziehen und ähnliche Leistungen und Aktivitäten vollbringen. Diese Lebewesen sind aufgrund ihrer propositionalen Einstellungen rational, egal wie unlogisch diese sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die philosophische Fragestellung nach der Denkfähigkeit von Tieren und Vorstellung der gegensätzlichen Ansätze von Donald Davidson und Colin Allen.

2. Denken im Allgemeinen und Begriffe bei Tieren: Erläuterung philosophischer Grundlagen zum Verständnis von Intensionalität, Repräsentation und der Notwendigkeit von Wahrnehmungsstrukturen.

3. Die Position Donald Davidsons: Darstellung der Theorie, dass Rationalität und Denken zwingend propositionale Einstellungen erfordern, die wiederum an das Beherrschen einer Sprache gebunden sind.

4. Die Position Colin Allens: Untersuchung der Gegenposition, die durch empirische Experimente an Tieren versucht aufzuzeigen, dass auch nicht-sprachliche Lebewesen über Begriffe verfügen können.

5. Vergleich beider Positionen: Zusammenfassende Gegenüberstellung der Argumentationsmuster und methodischen Ansätze beider Philosophen.

6. Fazit: Zusammenfassung der Debatte und Bestätigung, dass die untersuchten Ansätze ein tieferes Verständnis der komplexen Problematik ermöglichen.

Schlüsselwörter

Tierphilosophie, Donald Davidson, Colin Allen, Denken, Begriffe, Sprache, propositionale Einstellungen, Rationalität, Intensionalität, mentale Repräsentation, Tierkognition, Überzeugung, objektive Wahrheit, empirische Forschung, Wahrnehmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die philosophische Frage, ob Tiere Begriffe besitzen oder denken können, indem sie die gegensätzlichen Positionen von Donald Davidson und Colin Allen gegenüberstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Verhältnis von Sprache und Denken, die Bedeutung propositionaler Einstellungen für die Rationalität und die Möglichkeiten der empirischen Erforschung von Tierkognition.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob und auf welcher Grundlage man nicht-sprachlichen Lebewesen Begriffe zuschreiben kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine philosophische Analyse, die Davidsons begriffsanalytische Argumentation mit Allens verhaltenswissenschaftlich orientierten, empirischen Ansätzen vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Theorien von Davidson zur sprachgebundenen Rationalität und Allens empirisch begründete Verteidigung von Tierbegriffen detailliert analysiert und anschließend verglichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Tierphilosophie, propositionale Einstellungen, Rationalität, Sprache, Intensionalität und mentale Repräsentation.

Warum hält Davidson Sprache für eine notwendige Bedingung des Denkens?

Davidson argumentiert, dass Denken ein Netz von Überzeugungen voraussetzt und ein Geschöpf erst durch die Teilhabe an einer intersubjektiven Welt, die sprachliche Kommunikation erfordert, einen Begriff von objektiver Wahrheit und somit von Überzeugungen entwickeln kann.

Welche Kriterien legt Colin Allen für Tierbegriffe an?

Allen nennt drei Bedingungen: Das Tier muss Dinge zielgerichtet unterscheiden können, Fehlentscheidungen erkennen können und aus diesen Erkenntnissen eine bessere Differenzierung ableiten können.

Wie unterscheidet Allen soziale und individuelle Begriffe?

Soziale Begriffe teilen Menschen über Kommunikation, während individuelle Begriffe die interne Strukturierung von Verhalten bei einzelnen Lebewesen betreffen, was laut Allen auch bei Tieren ohne Sprache möglich ist.

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Details

Titel
Denken und Begriffe bei Tieren
Untertitel
Eine Analyse der Positionen Donald Davidsons und Colin Allens
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
"-"
Autor
Susanne Zocher (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V180900
ISBN (eBook)
9783656039778
ISBN (Buch)
9783656040330
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geist der Tiere
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Susanne Zocher (Autor:in), 2011, Denken und Begriffe bei Tieren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180900
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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