Private Equity - Chancen und Risiken


Hausarbeit, 2010

20 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition und Unterschied zu Hedge Funds

3. Entstehung und Entwicklung von Venture Capital und Private Equity auf dem deutschen Markt

4. Aufgaben von Private Equity-Investoren

5. Risiken für das Unternehmen

6. Welche Unternehmen sind Interessant für eine Beteiligung?

7. Fazit

Anhang: Private Equity und Catalina Marketing

Literaturverzeichnis
Monographien
Internetseiten

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Terminologie von Private Equity

Abbildung 2: Abgrenzung von Private Equity und Venture Capital

Abbildung 3: Investitionen nach Finanzierungsphasen

Abbildung 4: Private Equity-Investitionen, die in Deutschland jährlich gemacht wurden

Abbildung 5: Bruttoinvestitionen nach Branchen 2001

Abbildung 6: Bruttoinvestitionen nach Branchen 2009

Abbildung 7: Mehrwert von Beteiligungskapital

1. Einleitung

Der Begriff Private Equity hat ein negatives Ansehen im deutschen Raum. Schuld daran hat die „Heuschreckendebatte“, die der damalige SPD-Vorsitzende Franz Müntefering im April 2005 angestoßen hatte. In seinen Reden verglich er das Gebaren einzelner Private Equite-Gesellschaften mit Heuschreckenplagen. Seine komplette Aussage, die zu der Diskussion führte war folgende:

„Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplätze sie vernichten – sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschreckenschwärme über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter. Gegen diese Form von Kapitalismus kämpfen wir.“ 1

Dieser Aussage folgten schwarzen Listen der Wochenzeitschriften Stern und Focus, in denen einzelne Firmen namentlich an den Pranger gestellt wurden. Darunter verschiedene Banken und Unternehmen aus dem amerikanischen Raum.

Auf der anderen Seite stehen die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) für Deutschland bis Ende 2009. Das verwaltete Kapital betrug 36,5 Milliarden Euro. Weit über eine Millionen Arbeitnehmer sind in Private Equity-Unternehmen beschäftigt und es gibt bisher 6.593 unterstütze Firmen.2 Somit hat Private Equity einen wesentlichen Anteil an der Finanzierung von Firmen in Deutschland. Gerade bei neuen Unternehmensgründungen spielt Private Equity eine große Rolle, da die Gründer geringe Chancen haben einen Bankkredit zu bekommen. Oftmals springen in solchen Fällen Private Equity-Investoren ein, die das nötige Kapital zu Verfügung stellen und den Gründer damit unterstützen.

In dieser Hausarbeit soll ein Überblick über Private Equity gegeben werden. Dabei sollen Vor- beziehungsweise Nachteile diskutiert werden. Zudem wird auf die verschiedenen Arten von Private Equity hingewiesen. Außerdem gibt es einen Überblick über die Entwicklung von Private Equity in Deutschland.

2. Begriffsdefinition und Unterschied zu Hedge Funds

Für Kapitalanleger ist das Niedrigzinsniveau, das inzwischen seit einigen Jahren anhält, ein Hindernis, um größere Rendite zu erzielen. Aus diesem Grund werden Anlagemöglichkeiten, wie Private Equity oder Hedge Funds immer beliebter. Bei Hedge Funds handelt es sich eher marktübliche Anlageformen. Private Equity hingegen ist als moderne Anlageform zu sehen, da sie nicht auf Aktienpaketen, Immobilien oder Renten beruhen.3 Diese Unterscheidung ist mit Sicht auf die AIFM-Richtlinie, die auf europäischer Ebene festgelegt werden soll, von enormer Wichtigkeit. Trotz der Unterschiede zwischen Hedge Funds und Private Equity sollen für beide gleiche Regelsätze zählen. Diese Regelung hätte fatale Nachteile für die Private Equity-Investoren.4

Hedge Funds benutzen eine andere Art von Handelsstrategien. Um diese zu verfolgen, werden unterschiedlichste Instrumente eingesetzt, wie zum Beispiel, Short Selling und das Handeln mit Optionsscheinen beziehungsweise Derivaten. In der Regel kaufen Hedge Funds nur Anteile an Unternehmen, die an der Börse gehandelt werden. Im Gegensatz zu Private Equity, die sich auf dem börsenneutralen Parkett bewegen und dort an Unternehmen die Mehrheit kaufen.

Der Begriff Private Equity beschreibt eine Beteiligung an einem Unternehmen, dass nicht an der Börse notiert ist. Eine weitere Untergliederung des Begriffs in Venture Capital und Private Equity lässt sich vollziehen.5 Im Unterschied zum Oberbegriff, der auch als Beteiligungskapital beschrieben wird, wird bei dem Unterbegriff eher von Private Equity als Minderheits- beziehungsweise Mehrheitsbeteiligung gesprochen.

Das als Wagniskapital bekannte Venture Capital gilt als Finanzierung in der Frühphase des Unternehmens. Es soll unterstützend bei der Gründung des Unternehmens und der Herstellung der ersten Produkte wirken.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Terminologie von Private Equity6

Der erste Schritt der Geldbeschaffung sind für Gründer meist zuerst Freunde und Angehörige, also „friends and family“. Darauf folgen dann „business angels“: Diese sind meist erfolgreiche Unternehmer, die den Jungunternehmern mit Beiträgen um 100.00 Euro zur Seite stehen.7 Venture Capital wird in drei Phasen aufgeteilt. Es gibt die Seed Stage, Early Stage und die Later Stage Phase.

Die Seed Stage Phase zeichnet sich durch Investitionen in Forschung und Entwicklung aus. Das Ziel ist es, die Produkte zur Marktreife zu bringen. In dieser Phase ist es für Investoren sehr schwierig das Risiko einzuschätzen. Aus diesem Grund wird der Anteil der Beteiligung höher sein als bei gleichen Preis zu einem späteren Zeitpunkt.8

Die zweite Phase ist die Early Stage Phase, in der das Kapital gebraucht wird, um Produkttests durchzuführen, Werbung zu platzieren oder die Ware in Massen zu produzieren. Das Produkt ist zu diesem Zeitpunkt fertig. Das Augenmerk liegt also auf einer erfolgreichen Markteinführung. Für Kapitalgeber ist das Investieren nicht mehr mit so viel Risiko verbunden, wie in der Seed Stage Phase, da das Produkt fertig ist und dieses schon getestet werden kann. Ob es aber ein Erfolg wird und sich die Investitionen rentieren, kann noch nicht genau bestimmt werden.9

Die Later Stage Phase ist die letzte der drei Phasen. Hierbei stehen Wachstum und Expansion im Vordergrund. Das Produkt hat sich etabliert und verkauft sich auf dem Markt. Es werden also Umsätze erzielt. Aus diesem Grund wird Kapitel für den Ausbau der Fertigungsanlagen und Vertriebswege benötigt. In dieser Phase zu investieren ist für ein Unternehmen deutlich teurer, da der Erfolg planbarer ist als bei den vorherigen Phasen.10

Unterschiede von Private Equity und Venture Capital finden sich, neben dem unterschiedlichen Risiko, somit hauptsächlich in der Finanzierung der Unterstützung, die entweder durch Eigen- oder Fremdkapital geschieht. Bei Venture Capital wird normalerweise nur Eigenkapital verwendet. Bei Private Equity wird gerade bei Buy-Out-Finanzierungen ein großer Teil Fremdkapital hinzugezogen. In der ersten und zweiten Phase des Venture Capitals werden „business angels“ und kleine Fonds als Geldgeber aktiv, während bei der Later Stage Phase oder bei Private Equity große Beteiligungsgesellschaften die Investitionen bereitstellen. Die Unterschiede sind in der nächsten Abbildung sichtbar.

[...]


1 Bild am Sonntag, 17. April 2005

2 Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Statistik - Das Jahr 2009 in Zahlen, März 2010

3 Vgl. Krämer, Walter, Private Equity als alternative Assetklasse, in: Standpunkt April 2005, hrsg. v.

Lazard Asset Management (Deutschland) GmbH, Frankfurt am Main, 2005

4 Vgl. EVCA: European Private Equity und Venture Capital Association, Brüssel, 2009

5 Vgl. Punzet, M., Alternative Investments, in: Women and Finance extra, Nr. 25/2002, hrsg. v. Bank Vontobel AG, Zürich, 2002

6 http://www.bvkap.de, Stand 01.06.2010

7 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Risikokapital, Stand: 01.06.2010

8 Vgl. Weitnauer, Wolfgang: Handbuch Venture Capital: Von der Innovation zum Börsengang, Beck: München 2007

9 Vgl. Weitnauer, Wolfgang: Handbuch Venture Capital: Von der Innovation zum Börsengang, Beck: München 2007.

10 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Private Equity - Chancen und Risiken
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule  (FOM)
Veranstaltung
Financial Management
Note
2,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V180928
ISBN (eBook)
9783656039686
ISBN (Buch)
9783656040255
Dateigröße
744 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Private Equity, Venture Capital, Hedge Funds
Arbeit zitieren
Rochus Stobbe (Autor), 2010, Private Equity - Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/180928

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