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"Fortunatus" - Kann das Reisen zur Integration in die Gesellschaft verhelfen?

Titre: "Fortunatus" - Kann das Reisen zur Integration in die Gesellschaft verhelfen?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2011 , 14 Pages

Autor:in: Sabrina Neuhof (Auteur)

Lettres - Littérature médiévale
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1509 wurde in Augsburg der Prosaroman Fortunatus, welcher in dieser Hausarbeit untersucht werden soll, herausgegeben. Der Text entstand im Spätmittelalter und nimmt Bezug auf den beginnenden strukturellen sozialen Wandel, auf die „frühkapitalistische Wirtschaftsentwicklung“ und den Umgang mit Reichtum und somit vor allem Geld. Die Reisen des Protagonisten stehen im Mittelpunkt des Romans. Der Ursprung des Wortes Reisen liegt in dem althochdeutschen Wort rîsan, das so viel bedeutet wie „aufstehen, sich erheben, aufbrechen zu kriegerischer Unternehmung“. Das Thema baut auf dem Hintergrund auf, dass die Reisetätigkeit zunehmend intensiver wurde und die Zeit der Entdeckungsfahrten begann. Es kamen neue Aufbruchsmotivationen zu Tage, dies waren vor allem das Streben nach Erfahrungen, nach ‘experienz’ und der „verwerflichen menschlichen Wissbegier“ ,u auch bekannt unter dem Begriff der ‘curiositas’, der Neugier. Das Reisen an sich ist zu der Zeit keine neue Tätigkeit, lediglich ihre Motive haben sich verändert. Impliziert wird demnach die Nicht-Freiwilligkeit. Üblich waren Kaufmanns-, Boten- und Pilgerreisen, jedoch keine Reisen rein aufgrund des Vergnügens oder der Lust.
Es soll in dieser Arbeit untersucht werden, ob ein Mangel an Integration durch das Reisen kompensiert oder gar ganz behoben werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Fortunatus' Aufbruch
    • Motivation und Ausgangssituation
    • Das Misslingen der Integration
  • Fortunatus erste Reise
  • Das Reisen als 'Mittel zum Zweck'?
  • Realisierung der Integration
  • Fortunatus zweite Reise
    • Die Bedingungen
    • Beweggründe
  • Fortunatus' Heimkehr
  • Die Reisen des Andolosias
  • Abschlussbemerkung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Hausarbeit untersucht den Prosaroman "Fortunatus" (1509) im Hinblick auf die Frage, ob Reisen die Integration des Protagonisten in die frühkapitalistische Gesellschaft kompensieren oder gar ermöglichen. Der Fokus liegt auf Fortunatus' Motivationen zum Reisen, den Bedingungen seiner Reisen und dem Erfolg bzw. Misserfolg seiner Integrationsversuche. Andolosias Reise und dessen Scheitern werden ebenfalls komprimiert dargestellt.

  • Reisen als Mittel zur Integration in der frühkapitalistischen Gesellschaft
  • Soziale Unsicherheit und finanzielle Mittellosigkeit als Auslöser für Fortunatus' Reisen
  • Der Einfluss des feudalen Systems auf die soziale Identität
  • Fortunatus' unterschiedliche Integrationsversuche und deren Ergebnisse
  • Vergleich der Reisemotive von Fortunatus und Andolosias

Zusammenfassung der Kapitel

Die Einleitung führt in die Entstehungszeit und den Kontext des Romans "Fortunatus" ein, der im Spätmittelalter spielt und sich mit dem sozialen Wandel, der frühkapitalistischen Entwicklung und dem Umgang mit Reichtum auseinandersetzt. Das Kapitel "Fortunatus' Aufbruch" beschreibt die Ausgangssituation Fortunatus', geprägt von sozialer Unsicherheit und Armut aufgrund des verschwenderischen Lebenstils seines Vaters. Die Motivation für seinen Auszug liegt in der Flucht vor dieser Situation und dem Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben. Das Kapitel "Das Misslingen der Integration" zeigt Fortunatus' gescheiterte Integrationsversuche in verschiedenen sozialen Milieus (als Knecht, im Londoner Vergnügungsviertel, bei einem Kaufmann), die auf seinem Mangel an sozialem und weltlichem Wissen beruhen. Die folgenden Kapitel analysieren detailliert Fortunatus' Reisen und sein Ringen um Integration.

Schlüsselwörter

Fortunatus, Spätmittelalter, frühkapitalistische Wirtschaftsentwicklung, soziale Integration, Reisen, Armut, feudales System, Bürgertum, soziale Identität, Glück, Integrationsscheitern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es im Prosaroman "Fortunatus" von 1509?

Der Roman thematisiert den sozialen Wandel im Spätmittelalter, den Umgang mit Reichtum und die Reisen des Protagonisten zur sozialen Integration.

Kann Reisen laut der Analyse zur gesellschaftlichen Integration verhelfen?

Die Arbeit untersucht, ob Fortunatus durch seine Reisen mangelnde soziale Bindungen kompensieren und einen Platz in der frühkapitalistischen Gesellschaft finden kann.

Was motiviert Fortunatus zu seinem Aufbruch?

Seine Hauptmotive sind finanzielle Mittellosigkeit, soziale Unsicherheit und die Flucht vor der Armut, die sein Vater verursacht hat.

Was bedeutete der Begriff "Reisen" im althochdeutschen Ursprung?

Das Wort leitet sich von "rîsan" ab, was "aufstehen, sich erheben oder zu einer kriegerischen Unternehmung aufbrechen" bedeutete.

Warum scheitern Fortunatus' frühe Integrationsversuche?

Oft scheitern sie an seinem Mangel an weltlichem und sozialem Wissen sowie an den starren Strukturen des feudalen Systems.

Welche Rolle spielt die 'curiositas' (Neugier) in dieser Zeit?

Zur Zeit des Romans wandelten sich die Reisemotive hin zu einem Streben nach Erfahrung und Wissen, was damals oft als "verwerfliche Wissbegier" galt.

Fin de l'extrait de 14 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
"Fortunatus" - Kann das Reisen zur Integration in die Gesellschaft verhelfen?
Université
University of Marburg
Auteur
Sabrina Neuhof (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
14
N° de catalogue
V181084
ISBN (ebook)
9783656042112
ISBN (Livre)
9783656041870
Langue
allemand
mots-clé
fortunatus kann reisen integration gesellschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sabrina Neuhof (Auteur), 2011, "Fortunatus" - Kann das Reisen zur Integration in die Gesellschaft verhelfen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181084
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Extrait de  14  pages
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