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Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion

Titel: Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lisa Brand (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Der Höhepunkt des Balladenschaffens war das sog. „Balladenjahr“ 1797, als in wechselseitiger Anregung zahlreiche Balladen Goethes und Schillers entstanden. Diese Balladen werden oft als „Werkstattarbeiten“ bezeichnet. Die Volksballade hat sich damit zu einer Kunstform entwickelt. Goethe hat zweifellos zur Etablierung der Kunstballade beigetragen. Seine Bemühungen konzentrierten sich vor allem auf die Balladenproduktion. Glücklicherweise sind von Goethe jedoch nicht nur zahlreiche Balladen bekannt, sondern auch theoretische Überlegungen, an welchen seine Ansprüche und Forderungen an die Gattung der Ballade erkennbar werden.
Ziel dieser Arbeit soll es sein, einzelne Forderungen Goethes an die Ballade auszuführen und in einem zweiten Schritt soll untersucht werden, inwieweit die Forderungen an diese Gattung in der eigenen Balladenproduktion zu finden sind.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Johann Wolfgang von Goethe und die Kunstballade

2. Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion

2.1. Goethes Forderungen an die Ballade

2.1.1. Lebendiges Ur-Ei

2.1.1.1. Metapher des Ur-Eis

2.1.1.2. Synthetische und analytische Gattungstheorie

2.1.2. Mysteriöser Charakter

2.1.2.1. Unterscheidung von mysteriös und mystisch

2.1.2.2. Behandlung des Stoffes

2.1.3. Intention und Vortragsabsicht

2.1.3.1. Wirkung auf den Leser

2.1.3.2. Mündlichkeit der Ballade

2.2. Ansätze der theoretischen Überlegungen in der Praxis

2.2.1. Ballade

2.2.1.1. Verwirklichung des Ur-Eis

2.2.1.2. Mysteriosität durch die Darstellungsart

2.2.1.3. Mündlichkeit

2.2.2. Der Zauberlehrling

2.2.2.1. Zusammenspiel der Genres

2.2.2.2. Ironie und Komik anstelle der Mysteriosität

2.2.2.3. Keine Vortragsabsicht

2.3. Resümee

3. Laufhüttes Balladenkonzept im Hinblick auf Goethe

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht Goethes theoretische Forderungen an die Gattung der Ballade und prüft in einem zweiten Schritt, inwieweit diese Ansprüche in seiner eigenen Balladenproduktion, insbesondere in den Werken „Ballade“ und „Der Zauberlehrling“, praktisch umgesetzt werden.

  • Goethes Theorie des „Ur-Eis“ als Vereinigung von Epik, Lyrik und Dramatik
  • Die Unterscheidung zwischen dem „Mysteriösen“ und dem „Mystischen“
  • Der Stellenwert der Mündlichkeit und der Vortragsabsicht in Goethes Balladen
  • Kritische Analyse der Umsetzung theoretischer Anforderungen in der literarischen Praxis
  • Gegenüberstellung von Goethes Konzept mit dem Gattungsmodell von Hartmut Laufhütte

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Lebendiges Ur-Ei

In der Betrachtung der Ballade hebt Goethe diese Gattung aus anderen hervor, „weil hier die Elemente noch nicht getrennt, sondern, wie in einem lebendigen Ur-Ei, zusammen sind“ (MA, 505) Er geht also davon aus, dass die Ballade eine Gattung ist, die in sich die drei großen Gattungen Epik, Lyrik und Dramatik vereinigt.

Warum nutzt Goethe hier den Vergleich mit einem Ur-Ei? Im Ur-Ei scheinen Epik, Lyrik und Dramatik als Keimzellen angelegt zu sein. Aus dieser Keimzelle entwickelt sich das Gedicht. Eine ebenso mögliche Antwort wäre ein Vergleich mit der Evolution, der „biologische(n) Entwicklung von Arten aus einer Urart.“

Die genetische Frage, ob die Ballade eine nachträgliche Verschmelzung der vorher selbstständig vorhandenen drei Gattungen darstelle oder ob umgekehrt sich diese erst aus ihr entwickelt haben, erscheint ebenso belanglos wie die Frage, ob zuerst das Samenkorn oder die Pflanze da war. Für Goethe entstammt die Ballade also nicht aus einer einzigen Gattung, sondern sie vereint Epik, Lyrik und Dramatik gleichwertig in sich. Nur so ist es der Ballade möglich, „als herrlichstes Phänomen, auf Goldflügeln in die Lüfte zu steigen.“ (MA, 505)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Johann Wolfgang von Goethe und die Kunstballade: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss von Herder und dem Volkslied auf Goethes Entwicklung hin zur Kunstballade sowie die Zielsetzung der vorliegenden Untersuchung.

2. Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion: Hier werden Goethes theoretische Forderungen an die Ballade (Ur-Ei, Mysteriosität, Mündlichkeit) detailliert analysiert und deren praktische Umsetzung anhand der Werke „Ballade“ und „Der Zauberlehrling“ geprüft.

3. Laufhüttes Balladenkonzept im Hinblick auf Goethe: Das Kapitel setzt sich kritisch mit der Abwertung von Goethes Konzept durch Hartmut Laufhütte auseinander, der die Ballade primär als episch-fiktionale Gattung definiert.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Ballade, Kunstballade, Ur-Ei, Gattungstheorie, Mysteriosität, Mündlichkeit, Epik, Lyrik, Dramatik, Balladenproduktion, Der Zauberlehrling, Hartmut Laufhütte, literarische Analyse, Gattungsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die theoretischen Überlegungen Goethes zur Balladendichtung und hinterfragt, wie konsistent diese Theorie in seinen eigenen Werken angewendet wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert auf die Definition der Ballade als synthetische Gattung, die Abgrenzung zum Mystischen und die Bedeutung der mündlichen Darbietung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Goethes Anforderungen an die Gattung Ballade auszuführen und zu untersuchen, inwieweit diese in seiner Balladenproduktion praktisch umgesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von Goethes theoretischen Schriften im direkten Vergleich mit ausgewählten Balladentexten und Sekundärliteratur durchgeführt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung und die konkrete Anwendung an den Beispielen „Ballade“ und „Der Zauberlehrling“, gefolgt von einem Vergleich mit modernerer Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Goethe, Balladentheorie, Kunstballade, Gattungssynthese, Mündlichkeit, Mysteriosität und literarische Praxis sind zentral für das Verständnis der Arbeit.

Warum spielt der Begriff „Ur-Ei“ eine so zentrale Rolle für Goethes Theorie?

Das „Ur-Ei“ dient als Metapher für die Ballade als eine Gattung, in der die drei Grundformen (Epik, Lyrik, Dramatik) noch ungetrennt und gleichwertig vereint sind.

Inwiefern unterscheidet sich „Der Zauberlehrling“ von Goethes theoretischem Ideal?

Die Analyse zeigt, dass der „Zauberlehrling“ vor allem epische Elemente vernachlässigt und stattdessen durch Ironie und Komik geprägt ist, wodurch er nur bedingt Goethes theoretischem Ideal entspricht.

Was bemängelt Hartmut Laufhütte an Goethes Gattungsdefinition?

Laufhütte argumentiert, dass der heuristische Wert von Goethes Definition gering ist und stellt stattdessen den „episch-fiktionalen“ Charakter der Ballade in den Mittelpunkt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Note
1,3
Autor
Lisa Brand (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V181157
ISBN (eBook)
9783656039464
ISBN (Buch)
9783656039723
Sprache
Deutsch
Schlagworte
goethes balladentheorie ansätze balladenproduktion
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lisa Brand (Autor:in), 2007, Goethes Balladentheorie und deren Ansätze in der Balladenproduktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181157
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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