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Die Nord-Süd-Beziehungen im Ost-West-Konflikt

Title: Die Nord-Süd-Beziehungen im Ost-West-Konflikt

Research Paper (undergraduate) , 2011 , 20 Pages

Autor:in: Dr. theol. M.A. Mulopo Apollinaire Makambu (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Seit den späten 40er Jahren bis 1989/90 wurden alle Dimensionen der Weltpolitik vom Ost-West-Konflikt überlagert . Dementsprechend stellen die Nord-Süd-Beziehungen und damit der daraus sich ergebende Nord-Süd-Konflikt, keine Ausnahme dar. Vielmehr zeigte sich es heraus, dass es eine Einbindung zwischen dem Ost-West-Konflikt und den Nord-Süd-Beziehungen gab. Sodass „Politiker aus der Dritten Welt nach der Auflösung des Ost-West-Gegensatzes mit Recht eine weitere Vernachlässigung des Südens (...) befürchten“ .
All dies gibt zu denken, dass das Interesse der Industrieländer an die Dritte Welt während des Ost-West-Konfliktes unter anderem dadurch motiviert wurde, dass die Dritte Welt ihnen als Werkzeug für diesen Konflikt dient. Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts hörte diese auf, ein Handlungsspielraum geostrategisches oder bündnispolitisches Interesses zu sein . Diesen Zusammenhang des Ost-West-Konfliktes mit den Nord-Süd-Beziehungen versuchen wir in der folgenden Untersuchung zu erklären. Es geht also um die politische Dimension der Nord-Süd-Beziehungen von 1945 bis 1990/1991.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

I. Am Anfang war die Außen-und Sicherheitspolitik

II. Die Süddimension des Ost-West-Konflikts

III. Die Rolle der UNO

IV. Ost-West-Konflikt und Nord-Süd-Konflikt

V. Die Entwicklungspolitik im Ost-West-Konflikt

VI. Schlussfolgerung: Ist die Dritte Welt vernachlässigt seit dem Ost-West-Konflikt?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Dimension der Nord-Süd-Beziehungen im Zeitraum von 1945 bis 1991 und analysiert dabei insbesondere die enge Verschränkung mit dem Ost-West-Konflikt. Das zentrale Ziel ist es, zu erklären, wie der Systemgegensatz der Supermächte die Entwicklung der Staaten des Südens beeinflusste und inwieweit die Dritte Welt als strategisches Instrument in diesem globalen Machtkonflikt instrumentalisiert wurde.

  • Die historische Genese der Nord-Süd-Beziehungen im Kontext des Kalten Krieges
  • Die Rolle der Vereinten Nationen (UNO) als Schauplatz und Instrument der Weltpolitik
  • Die Ursachen und Dynamiken des Nord-Süd-Konflikts unter dem Einfluss der Bipolarität
  • Die Verknüpfung von Entwicklungspolitik mit sicherheitspolitischen Interessen der Supermächte

Auszug aus dem Buch

I. Am Anfang war die Außen-und Sicherheitspolitik

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Sowjetunion „der vorherrschende Faktor in der amerikanischen Außenpolitik. Die Gefahr einer Expansion sowjetischer Macht war für die Vereinigten Staaten Anlass, langfristige Militärbündnisse einzugehen und enorme militärische Anstrengungen zu unternehmen, um die eigene Stellung als Weltmacht sicherzustellen. Das überragende außenpolitische Ziel der USA war, die Machtausdehnung der Sowjetunion einzudämmen“4. So wurde die bedrohliche machtmäßige und ideologische Expansion der Sowjetunion „zur Katalysator einer grundlegenden Neubesinnung auf Inhalt und Bedeutung der Rolle der USA in der Welt“5.

Angesichts des Hegemoniekonflikts zwischen der USA und UdSSR wurden die Nord-Süd Beziehungen an Bedeutung zunehmend und zum Dauerthema der internationalen Sicherheitspolitik6. Beide Supermächte „versuchten (...) die nach 1945 entstandene bipolare Weltordnung auch auf die Dritte Welt zu projizieren. Obwohl diese bipolare Weltordnung durch die Unabhängigkeitsbewegungen der ehemaligen Kolonialländer längst infrage gestellt wurde, ist die Außenpolitik der beiden Supermächte gegenüber der Dritten Welt wesentlich durch den Ost-West-Konflikt mit determiniert. Die Skala reicht von der militärischen Aufrüstung über Stellvertreterkriege bis hin zu direkten Interventionen“7.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Rahmen fest, indem sie die Überlagerung der Nord-Süd-Beziehungen durch den Ost-West-Konflikt thematisiert und das Ziel der Arbeit, diese politische Dimension zu erklären, definiert.

I. Am Anfang war die Außen-und Sicherheitspolitik: Dieses Kapitel erläutert, wie der beginnende Hegemoniekonflikt zwischen den USA und der UdSSR zur globalen Projektion der bipolaren Weltordnung führte und die Dritte Welt in sicherheitspolitische Strategien einband.

II. Die Süddimension des Ost-West-Konflikts: Hier wird analysiert, wie die Supermächte die Dritte Welt als Schauplatz für den Kalten Krieg nutzten, was zu einer zunehmenden Militarisierung der Nord-Süd-Beziehungen führte.

III. Die Rolle der UNO: Das Kapitel untersucht die Funktion der Vereinten Nationen, die zwischen ihrem offiziellen Ziel der Friedenssicherung und ihrer tatsächlichen Rolle als Kampffeld der Supermächte während des Kalten Krieges schwankte.

IV. Ost-West-Konflikt und Nord-Süd-Konflikt: Es wird die Entstehung des Begriffs Nord-Süd-Konflikt sowie die Rolle der Blockfreien-Bewegung als Versuch der Dritten Welt, sich aus der Logik der globalen Systemkonkurrenz zu lösen, beleuchtet.

V. Die Entwicklungspolitik im Ost-West-Konflikt: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Entwicklungshilfe primär als sicherheitspolitische Strategie zur Sicherung von Einflusszonen und zur Eindämmung sowjetischer Interessen eingesetzt wurde.

VI. Schlussfolgerung: Ist die Dritte Welt vernachlässigt seit dem Ost-West-Konflikt?: Die Schlussfolgerung reflektiert die Auswirkungen des Endes des Kalten Krieges auf die Dritte Welt und bewertet die Befürchtungen der Entwicklungsländer hinsichtlich einer künftigen Marginalisierung.

Schlüsselwörter

Ost-West-Konflikt, Nord-Süd-Beziehungen, Kalter Krieg, Dritte Welt, Sicherheitspolitik, Entwicklungshilfe, Bipolarität, Blockfreie Bewegung, UNO, Supermächte, Containment-Strategie, Geopolitik, Entkolonialisierung, Hegemonie, Stellvertreterkriege.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die politische Dimension der Nord-Süd-Beziehungen zwischen 1945 und 1991 unter dem prägenden Einfluss des globalen Ost-West-Konflikts.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die strategische Rolle der Dritten Welt im Kalten Krieg, die Funktion der UNO, die Entwicklungspolitik der Supermächte und die Entstehung des Nord-Süd-Konflikts.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie die bipolare Weltordnung die Entwicklungsländer instrumentalisiert hat und in welcher Abhängigkeit die Dritte Welt zum globalen Systemgegensatz stand.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die den historischen Kontext des Kalten Krieges nutzt, um die Interdependenz zwischen den Supermächten und den Ländern des Südens zu erklären.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung sicherheitspolitischer Strategien, die Rolle der UNO, das Verhältnis von Ost-West- zu Nord-Süd-Konflikt und die Instrumentalisierung der Entwicklungspolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Schlagworte sind neben den Hauptkonflikten Begriffe wie Bipolarität, Blockfreiheit, Instrumentalisierung und die geopolitische Bedeutung der Dritten Welt.

Warum wird die Rolle der UNO als ambivalent beschrieben?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die UNO zwar zur Friedenssicherung gegründet wurde, jedoch während des Kalten Krieges oft als Schauplatz und Instrument der Block-Rivalität fungierte.

Was bedeutet der Begriff "Süddimension des Ost-West-Konflikts"?

Dieser Begriff beschreibt die Tendenz, dass die Konflikte der Supermächte in Regionen der Dritten Welt ausgetragen wurden, was zu einer Militarisierung der dortigen Beziehungen führte.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Vernachlässigung der Dritten Welt?

Nach Ende des Kalten Krieges verloren die Länder des Südens ihre Bedeutung als strategische Faustpfänder, was die Sorge vor einer politisch-wirtschaftlichen Vernachlässigung durch den Norden begründete.

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Details

Title
Die Nord-Süd-Beziehungen im Ost-West-Konflikt
Author
Dr. theol. M.A. Mulopo Apollinaire Makambu (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V181227
ISBN (eBook)
9783656046769
ISBN (Book)
9783656047599
Language
German
Tags
nord-süd-beziehungen ost-west-konflikt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. theol. M.A. Mulopo Apollinaire Makambu (Author), 2011, Die Nord-Süd-Beziehungen im Ost-West-Konflikt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181227
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