Tourismusplanungskonzept am Beispiel des "Naturerlebnispark Mühlenhagen"


Studienarbeit, 2003
48 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Ziele des Planungsprozesses

II. Potentialanalyse
II.I. Situationsanalyse
II.I.I Der Park
II.I.II Personal des Parks
II.I.III Der Park auf politischer Ebene
II.I.IV Das Tollensetal in der Mecklenburgischen Schweiz
II.II SWOT – Analyse
II.II.I Stärken- und Schwächenprofil
II.II.II Chancen/ Risiken- Analyse
II.III Konkurrenzanalyse
II.IV Ziele des Naturerlebnisparks und der Gemeinde

III. Marktanalyse
III.I Marktanalyse des Bundeslandes
III.I.I Lage
III.I.II Zahlen und Fakten
III.I.III Wirtschaft
III.II Mecklenburg – Vorpommern
III.II.I Mecklenburg – Vorpommern im Bundesvergleich
III.II.II Mecklenburg-Vorpommern am Scheideweg zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum im Tourismus
III.III Marktposition des Parks
III.III.I Statistiken über die Besucherzahlen des Naturerlebnisparks
III.III.I.I Besucherzahlen 1998
III.III.I.II Besucherzahlen 1999
III.III.I.III Besucherzahlen 2000
III.III.I.IV Besucherzahlen 2001
III.III.I.V Besucherzahlen 2002
III.III.II Der Park im Blickpunkt der Besucher
III.III.III Markttrends

IV Blickpunkt: Zukunft
IV.I Pläne und Zukunftscharakter des Parks
IV.II Probleme von Park und Gemeinde

V Nachhaltigkeit des Tourismus
V.I Ausmaß der Tourismusentwicklung der Region
V.II Bedeutung für die Tourismusplanung

VI Umsetzungsstrategien
VI.I Clusterbildung
VI.I.I Naturverbundener Tourismus
VI.I.II Kulturangebot
VI.I.III Stadttourismus
VI.I.IV Gastgewerbe
VI.I.V Ausbildung/Qualifikation und Wissenschaft/Forschung
VI.I.VI Organisation im Tourismus
VI.II Benchmarking
VI.III Vermarktung der USP

VII Schlussbetrachtung

VIII Quellenverzeichnis

Tourismusplanung an der Praxis des Naturerlebnisparks Mühlenhagen

1. Ziele des Planungsprozesses

Um den Prozess der Tourismusplanung umsetzen zu können, müssen Ziele des Planungsprozesses definiert werden:

Es gehört zu den Zielen, mit einer Erhöhung des Bekanntheitsgrades mehr Besucher in die Region und damit in die Attraktion Naturerlebnispark Mühlenhagen anzuziehen. Eine Verbesserung der Zusammenarbeit einzelner Attraktionen und touristischer Leistungsträger ist wünschenswert, um die Attraktivität der Region und der einzelnen Ausflugsziele zu erhöhen, kompakte Leistungspakete zu erstellen und auf Basis kooperativer Zusammenarbeit weg vom Konkurrenzdenken zur gegenseitigen Unterstützung zu gelangen. Es ist erstrebenswert, zum Erhalt und der Förderung des Naturschutzgebietes Tollensetal beizutragen und ebenso die Einzigartigkeit dieser Region mit größerem Erfolg zu vermarkten. Da der Naturerlebnispark auch Erholungsgebiet ist, soll außerdem das Wohlbefinden und die Lebensqualität in der Region durch diese Form des naturverbundenen Tourismus gefördert werden.

2. Potentialanalyse

2.1 Situationsanalyse

2.1.1 Der Park

Der Naturerlebnispark Mühlenhagen wurde 1991 nach der Wendezeit geschaffen, um die strukturschwache Region zu fördern. Im gleichen Jahr wurde der Förderverein Naturerlebnispark Tollensetal e.V. als anerkannter gemeinnütziger Verein, der sowohl für die Erschaffung des Parks als auch für die Arbeitskräfte verantwortlich war. Erste praktische Arbeiten begannen 1993 und ein Jahr später konnten erste Tiere aus dem ehemaligen Heimattiergarten Altentreptow umgesiedelt werden. Während der Bestand an einheimischen Haus- und Wildtieren weiter zunahm, entstand 1998 das „Haus der Begegnung“ für Veranstaltungen, Ausstellungen, sanitären Anlagen und einem kleinen Verkaufskiosk sowie Büros für die Mitarbeiter.

Neben der reizvollen Lage in der vorpommersche Endmoränenlandschaft mit sanften Hügeln und Tälern ist der Naturerlebnispark auch territorial günstig gelegen: Er befindet sich zwischen Altentreptow und Jarmen bzw. Burow direkt an der B 96, die von Berlin nach Rügen führt und ist durch die Nähe zu wichtigen regionalen Städten wie z.B. Neubrandenburg, Greifswald, Jarmen, Demmin oder Waren und zur zukünftigen Autobahn A 20 gut zu erreichen. Das kleine Dorf Mühlenhagen, an dessen Rand der Naturerlebnispark erschaffen wurde, ist in das landschaftlich wunderschöne Tollensetal eingebettet und besitzt neben einer alten Wassermühle auch eine Windmühle.

Der 40 ha große Park bietet verschiedene Biotope wie Trockenrasenflächen, Wiesen und Weiden, eine ehemalige Kiesgrube sowie Waldgebiete aber auch Feuchtgebiete, die im Bereich des Mühlenteichs und des Goldbaches zu finden sind. Für besonders Naturinteressierte ist dieses Fließgewässer sowohl mit seiner Fischtreppe, dem Jagd- und Brutrevier des Eisvogels und Fischotters als auch den Wanderrouten des Bibers unumgänglich. Die baldige Fertigstellung des Fischottergeheges bietet eine weitere Attraktion im Park.

In weiträumigen Gehegen, Volieren und auf den Koppeln der hügeligen Landschaft sind die vielfältigen Tiere wie Rot- und Damwild, Ziegen, Ponys, Esel, Dingos und Frettchen untergebracht. Weiterhin sind Mäusebussarde, Uhus, Tauben, Hühner und andere Vogelarten ein Hingucker. Natürlich kann man auf einem Spaziergang durchs Gelände in freier Natur auch Goldammern, Rotkehlchen, Finken, verschiede Meisenarten aber auch Falken, Rebhühner oder Blindschleichen entdecken.

Ein besonderer Blickfang sind außerdem die gut gepflegten Gartenanlagen z.B. Heidegarten oder Kräuterwiese. Für das Erlebnis- und Erholungspotential der Besucher sorgen der Abenteuerspielplatz, die Waldschule, eine Führung durch den Naturerlebnispfad, die Storchenschule und das Streichelgehege. Die Naturbühne wird vor allem für diverse Veranstaltungen genutzt. Geschichtlich wertvoll ist das Hügelgrab und besonders attraktiv sind Besuche beim Imker auf dem Gelände oder beim Bauern nebenan.

Neben Führungen durch den Park, werden außerdem Reitausflüge innerhalb des Naturerlebnisparks oder des Tollensetals, Bastelarbeit, Grillen und Knüppelkuchenbacken am Lagerfeuer individuell oder mit Betreuung angeboten. Im „Haus der Begegnung“, welches auch für Veranstaltungen mit Nutzung der Küche gemietet werden kann, gibt es innerhalb der Öffnungszeiten Kaffee und Kuchen, sowie Mittag nach Absprache. Natürlich können die Besucher auch mit eigener Verpflegung Picknick in freier Natur machen, um Ruhe und Entspannung zu finden.

2.1.2 Personal des Parks

Dieser Naturerlebnispark wurde vor allem mit Hilfe öffentlicher Mittel durch Förderung des Arbeitsamtes d.h. durch den Einsatz von ABM und Arbeitskräften mit Lohnkostenzuschuss aufgebaut.

Der Förderverein, der Naturschutz und Landschaftspflege großgeschrieben hat, ist insbesondere für die ABM- und Jugendbetreuung zuständig. Er zählt momentan ca. 20 Privatpersonen als Mitglieder, sowie die Stadt Altentreptow, 9 von 10 Gemeinden Tollensetal Burow und einige Betriebe von Bauern.

Bezüglich des Personals konnte der Park Fortschritte innerhalb der letzten 2 Jahre verzeichnen. Neben der Leiterin des gesamten Parks ist auch im Tierpflegebereich eine Leiterin festangestellt. In Form von Strukturanpassungsmaßnahmen kann 1 Arbeitskraft zur Kassierung und 2 weitere im Tierpflegebereich beschäftigt werden. Darunter ist eine Zoopflegerin, die laut EU-Bestimmungen festangestellt wird. Aufgrund des Hilfe zur Arbeit- Programms konnten 2 Arbeitskräfte zu den 9 ABM-Stellen dazu gewonnen werden. Es ist sowohl ein Sozialhilfeempfänger als auch eine Fachkraft für Marketing/ Management im Rahmen des gemeinwohlorientiertem Arbeitsförderprojektes beschäftigt. In den Gemeinden des Jugendklubs sind weitere 6-7 Personen für den Naturerlebnispark tätig. Allerdings ist der obligatorische Wechsel der ABM in Bezug auf die Einarbeitung und Planung nicht einfach zu koordinieren, denn seit Januar 2003 sind anstatt der 9 ABM des vorigen Jahres 4 neue im Park beschäftigt.

2.1.3 Der Park auf politischer Ebene

Er gehört zu der Interessengemeinschaft Zoos und Tiergärten Mecklenburg Vorpommern, so dass auf der Seite vom Umweltministerium ein Link zum Park besteht und demnächst eine gemeinsame Vermarktung der Interessengemeinschaft mit einheitlichem Logo durchgeführt wird. Es bestehen Verbindungen zu den Nachbarämtern, vielen Firmen aus der Region, die als Sponsoren fungieren und eine intensive Zusammenarbeit mit der Stadt Altentreptow. Somit gibt es auch viele Partner und Sponsoren für Futtermittel, Technik, Benzin oder teilweise finanzielle Mittel. Dabei wird der persönliche Kontakt z.B. durch eine Einladung in den Park und einen geplanten Tag der Sponsoren gepflegt und auf Diplomatie großen Wert gelegt.

Da der Naturerlebnispark zur EU- Zoorichtlinie gehört, müssen für eine Betriebserlaubnis bestimmte Anforderungen erfüllt werden. Eine optimale Haltung der Tiere ist mit der Großzügigkeit des Parks durch die großflächigen und weiten Gehege, Koppeln und Voliere gegeben. Im Bereich Fachpersonal gibt es 2 Festangestellte, viele geförderte Arbeitskräfte und eine ausgebildete Zootechnikerin, die übernommen wird. Bezüglich des Wirtschaftsbereiches wurde vom Umweltamt mündlich zugesichert, dass dieser erweitert bzw. erneuert werden kann, indem ein Haus zur Verfügung gestellt wird. In diesem Komplex ist alles gesichert wie Futterküche, Kühlräume, Lagermöglichkeit, Karanteneeinrichtungen und Überwinterungsmöglichkeiten.

Außerdem ist der Park im Programm Leader Plus, welches auf der Basis örtlicher Partnerschaften Entwicklungsstrategien für den Tourismus bereitstellt und umsetzt. Im ersten Programm Leader 1 wurden fast 40% des Budgets dem ländlichen Tourismus gewidmet, so dass der Park daraus das Haus der Begegnung erbauen lassen konnte. Das aktuelle Programm zielt darauf ab, neue Einkommensquellen durch Tourismus- und Freizeitaktivitäten, die auf dem kulturellen und natürlichen Erbe basieren, zu schaffen. Da das Förderprojekt nach erfolgter Unterstützung Eigenständigkeit vom Park erwartet, ist das Projekt vor allem konzeptionell und auf das Bildungswerk bezogen. Deswegen hat der Naturerlebnispark den Ausbau der Wassermühle am Rande des Parks und die damit verbundene Einstellung einer SAM- Kraft für Lehrvorträge und Einrichtung neuer Computertechnik geplant.

2.1.4 Das Tollensetal in der Mecklenburgischen Schweiz

a) Natürliche Faktoren

Der Naturerlebnispark Mühlenhagen, welcher zur Gemeinde Burow gehört, liegt in dem 2200 ha umfassenden Tollensetal, dem größten Landschaftsschutzgebiet Norddeutschlands. 14% des Landes stehen unter Natur- und Landschaftsschutz. Das „Land der Seen und Wälder“ verfügt über hervorragende natürliche Ressourcen wie Hügelketten, ausgedehnte Wälder, Wiesen, Auen sowie kaum berührten Heideflächen mit Mooren. Hierin eingebettet sind derzeit 5 Naturparke, die 10,5% der Landesfläche entsprechen. Das Tollensetal ist eines der 285 Naturschutzgebiete des Landes und zählt zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See, dessen Bild der Landschaft durch Gewässer wie z.B. die Flüsse Tollense und Peene, sowie die Hügellandschaft geprägt ist. Eingebettet im Süden von der Mecklenburgischen Seenplatte und im Norden vom Küstenhinterland ist es ein idealer Ausgangspunkt, Mecklenburg-Vorpommern zu erkunden. Die eiszeitlich geprägte Landschaft beeindruckt mit ihrer Vielzahl an Feuchtgebieten, Mooren und weiten Wald- und Wasserflächen. Der hohe Anteil an Moorflächen in der Region lässt sich durch Messwerte größerer sich in der Nähe befindlicher Städte wie Demmin mit 15% und Neubrandenburg mit 29% Moorflächenanteil beweisen. Das Naturschutzgebiet Tollensetal ist insbesondere Heimat zahlreicher Pflanzen- und Tierarten. Besonders zwischen Altentreptow und Demmin bietet sich dem Besucher eine einzigartige Fauna und Flora. Da der Flusslauf der Tollense bis heute in seinem natürlichem Verlauf belassen wurde und die Wiesen und Weiden im Tal größtenteils extensiv bewirtschaftet werden, ist für einen Schutz und Erhalt der Ursprünglichkeit gesorgt. Die Wasserläufe sind Nistplatz und Paradies für unzählige Wasservögel, Fischotter und Biber. Wald- und Strauchkomplexe, Moore, Seggenriede, Torflöcher und Trockensteinmauern bieten Lebensraum für bedrohte Pflanzen und Tiere. Neben Großvögeln wie Kranichen, Reihern und Greifvögeln sowie Eisvögeln, Beutelmeisen, Amphibien und Reptilien, sind geschützte Pflanzenarten wie Orchideen, Trollblumen, Sumpfdotterblumen und Himmelschlüsseln im Landschaftsschutzgebiet beheimatet.

Zum Entdecken und Erleben der unverwechselbaren Landschaft dienen zahlreiche gut ausgeschilderte Rad- und Wanderwege. Der Blick auf alte Baumalleen, Naturdenkmäler und einige andere Sehenswürdigkeiten beispielsweise die gewaltigen Steingräber verschönert einen Aufenthalt in der Mecklenburger Schweiz.

b) Ökonomische Faktoren

Nach Betrachtung der natürlichen Ressourcen der Region muss diese durch die wirtschaftliche Sichtweise ergänzt werden. Der Park zählt zum Landkreis Demmin, welcher sich im geographischen Zentrum des Landes, dem sogenannten Dreistromland von Peene, Tollense und Trebel befindet.

Die Wirtschaftsstruktur konzentriert sich auf die Baubranche, da nach der Wende ein regelrechter Bauboom in diesem Landkreis ausbrach, die Erzeugung und Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten und die Handels- und Dienstleistungsindustrien und somit auch auf den Tourismus. Seit der Wiedervereinigung 1990 tendiert die Wirtschaft des Landkreises Demmin immer weiter in Richtung Tourismus. Dabei spielt wiederum die Infrastruktur eine bedeutende Rolle, aber auch der Erhalt der Natur rückt immer mehr in den Vordergrund. Dies ist daran zu erkennen, dass Naturschutzgebiete eingerichtet wurden, aber im Gegenzug auch Rad- und Wanderwege ausgebaut und Ausschilderungen und Verbesserungen der Wege optimiert wurden. Außerdem gilt die Stadt Demmin als fischreichster Ort Mecklenburg-Vorpommerns, also auch für Angelurlauber als Paradies.
Ein weiterer Grund für die Tendenz zum Tourismus ist das vielseitige Angebot dieser Region, das vom Urlaub auf dem Bauernhof bis hin zum Rad-, Wasser-, Reit-, oder Wandertourismus reicht. Sogar Tagungen und Geschäftsausflüge werden zunehmend in die Region verlegt, um Urlaub und Arbeit miteinander zu verbinden.

Auf seiner Gesamtfläche von 1 921 Quadratkilometern leben derzeit 44491 Einwohner. Diese wohnen in den acht Städten und 80 Gemeinden des Landkreises Demmin. Die Zahl der Erwerbstätigen sank von 34000 im Jahr 1998 auf 32900 im Jahr 2000. Die Arbeitslosigkeit stieg innerhalb von 3 Jahren ungefähr um 1000 auf 11907 Ende 2001, so dass ca. 27% der Bevölkerung in der Region arbeitslos sind. Kritisch zu betrachten ist die hohe Quote der Langzeitarbeitslosen mit ca. 40%.

Aufgrund der Zugehörigkeit des Landkreises zu den Sonderfördergebieten im Bundesland, haben sich namhafte und bekannte Unternehmen, vor allem der Nahrungsmittelindustrie und Landwirtschaft angesiedelt. Seit 1990 konnten durch die Förderung knapp 300 Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft und des Fremdenverkehrs sowie ca. 100 Vorhaben der wirtschaftsnahen und touristischen Infrastruktur realisiert werden.

c) Infrastrukturelle Faktoren

Abgesehen von dem Vorteil der geographischen Lage in Richtung Nord-Süd und Ost-West, wird der Landkreis mit der Fertigstellung der Ostseeautobahn 20 einen direkten Autobahnanschluss haben. Da Hamburg ca. 250 km und Berlin ca. 190 km entfernt liegen, ist die Region und der Naturerlebnispark sehr zentral gelegen und später über die Autobahn gut und schnell erreichbar. Durch funktionierende Häfen der Städte Demmin, Jarmen, Malchin und Loitz kann man die Region auch über das Wasserstraßennetz, das von Malchin aus über den Kummerower See sogar bis hin zur Ostsee führt, besuchen. Einen weiteren infrastrukturellen Vorteil stellt der Flugplatz Trollenhagen bei Neubrandenburg, einer ungefähr 20 km entfernten größeren kreisfreien Stadt, dar.

Trotz der bereits erwähnten positiven Ergebnisse der Wirtschaftsförderung ist das Ziel im Landkreis Demmin weiterhin die Verbesserung der regionalen Wirtschafts- und Infrastruktur und die damit verbundene Behebung der hohen Arbeitslosigkeit.

d) Faktoren des Sport-, Freizeit- und Kulturangebotes

Es ist spannend für jeden Besucher, Vergangenes des alten deutschen Kulturlandes zu entdecken und Schlösser oder Herrenhäuser zu besichtigen, in alten Parkanlagen zu wandern oder auf den Spuren bedeutender Künstler und Wissenschaftler zu sein. Einsam gelegene Gehöfte und Gutshäuser beherbergen oft Kunstwerkstätten, welche zu besichtigen sich lohnt. Der Besuch zahlreicher Naturdenkmäler, Kirchen und Burgen sowie attraktiv angelegter Naturparke sorgen für eine abwechslungsreiche Feizeitgestaltung. Die Naturlandschaft des Gebietes lädt mit Wanderungen und Radtouren ein, um Ruhe, Erholung und Entspannung dabei zu finden.

Die vielfältigen Möglichkeiten im Reit- und Wassersport können die Besucher mit Freude erleben und ihre Seele baumeln lassen. Hinzu kommt, dass alte traditionelle Bräuche, Gewohnheiten und Lebensweisen des Landes gepflegt werden. Die Besucher können in der Umgebung regionale Festspiele, Kulturfestivals und weitere Veranstaltungen als attraktive Höhepunkte des gesellschaftlichen Lebens erfahren. Eine detaillierte Beschreibung der Ausflugsziele in der Region des Naturerlebnisparks Mühlenhagen erfolgt im Abschnitt „Clusterbildung“.

2.2 SWOT - Analyse

Ausgehend von den Begriffen „strength“= Stärke, „weakness“= Schwäche, „opportunity“= Chance und „threat“= Risiko werden die Stärken und Schwächen der Attraktion des Parks sowie der Chancen und Risiken, welche von außen beeinflusst werden, analysiert.

2.2.1 Stärken- und Schwächenprofil

Basierend auf der Ausgangssituation dient die Gegenüberstellung der Stärken und Schwächen des Naturerlebnisparks Mühlenhagen zur Einschätzung des Potentials zur Entwicklung als erfolgreiche Attraktion des Freizeitmarktes in Mecklenburg- Vorpommern. Stärken sollten in Marketingaktionen insbesondere in Flyer und die Homepage eingearbeitet werden; Schwächen dagegen verdienen erhöhte Aufmerksamkeit zur Beseitigung der auftretenden Fehler und Schwachstellen. Chancen müssen erkannt und genutzt werden z.B. mit einer Veränderung des Angebotes angepasst an Trends oder sich verändernde Besucherwünsche. Die Betrachtung der Risiken angesichts möglicher bevorstehender Gefahren und Veränderungen darf nicht missachtet werden für eine optimale Vorbereitung darauf.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2.2 Chancen/ Risiken- Analyse

Aus dem Stärken- und Schwächenprofil resultiert ein Handlungsbedarf, der folgende Chancen und Risiken aufzeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.3 Konkurrenzanalyse

Ziel und Nutzen einer Konkurrenzanalyse liegen deutlich auf der Hand. Es ermöglicht dem Naturerlebnispark Mühlenhagen, die Angebote und Methoden der Vermarktung der Mitbewerber besser kennen zu lernen und damit auch die Standards der Branche im Onlinebereich. Um mit seiner Konkurrenz mithalten zu können, sollte man diese inklusive ihrer Stärken und Schwächen kennen und immer versuchen, ihr einen Schritt voraus zu sein. Es ist wichtig, Angebote zu erstellen bzw. eine Marketingstrategie zu schaffen, mit der andere Konkurrenten nicht mithalten können. Des weiteren ist es von hoher Bedeutung, seine USP herauszuarbeiten d.h. ein Konzept zu entwickeln bzw. Angebote zu erstellen, welche die anderen Konkurrenten nicht bieten und somit eine Einzigartigkeit darstellen. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ca. 600 denkmalgeschützte Parks und Gärten, darunter 30 national bedeutsame. Neben den Naturparks gibt es viele Vogelparks und Zoos.

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Ende der Leseprobe aus 48 Seiten

Details

Titel
Tourismusplanungskonzept am Beispiel des "Naturerlebnispark Mühlenhagen"
Hochschule
Fachhochschule Stralsund  (University of Applied Sciences)
Veranstaltung
Tourismusplanung/Machbarkeitsstudien
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
48
Katalognummer
V18123
ISBN (eBook)
9783638225328
ISBN (Buch)
9783640917020
Dateigröße
1022 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tourismusplanungskonzept, Beispiel, Naturerlebnispark, Muehlenhagen, Tourismusplanung/Machbarkeitsstudien
Arbeit zitieren
Beate Pehlchen (Autor), 2003, Tourismusplanungskonzept am Beispiel des "Naturerlebnispark Mühlenhagen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18123

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