Medien in der Schule mit Bsp. Hochofenprozess
Nun ist der Einsatz von Medien in der Schule so alt, wie die Geschichte der Bildung selbst – nichts besonderes also.
Ein Unterricht, der sich ausschließlich auf die Sprache stützt und in dem keine Medien eingesetzt werden, spricht die Sinneskanäle der Schüler einseitig an und überfordert sie. Ein solcher Unterricht bietet den Schülern zu wenig Abwechslung, stellt hohe Anforderungen an ihre Konzentrationsfähigkeit und fordert die Schüler nicht umfassend. Sie werden aggressiv oder arbeiten nicht mehr mit; die Lernerfolge sind dementsprechend gering.
Comenius (1592 – 1670) forderte die Abkehr von der mittelalterlichen Lernschule mit ihren „Verbalismus“ und die Hinwendung zu einem „Sensualismus“, zu einem Unterricht, der nicht nur symbolische, sondern vor allem auch ikonische Erfahrungen ermöglicht. Seit Comenius ist das Prinzip der der Anschauung in der Didaktik anerkannt, und dieses Anliegen wurde nach ihm immer wieder von anderen Pädagogen, z.B. Pestalozzi, aufgegriffen.
Jeder Lehrer benutzt in seinem Unterricht unterschiedliche Medien – er ist sich dessen bewusst, das der Einsatz nur eines einzigen Mediums die Schüler nicht umfassend fordert. Im Hinblick auf unterschiedliche Lerntypen erscheint es auch notwendig, Medien zu nutzen, die unterschiedliche Sinneskanäle ansprechen.
Weitere Themen der Arbeit sind:
Medien als Kulturtechnik (KMK 95)
Umgang mit Medien = (Über-) Lebenskompetenz
Medienkonsum des Schülers
Verantwortung des Lehrers und der Schule
Zentralseite
In dem folgenden Mind-Map finden sich die Schwerpunkte des Themas wieder:
1. Begriffsdefinition / Klassifikation von Medien
2. Begründungen für den Einsatz
Anschalten und loslegen… Welche Voraussetzungen, bzw. Rahmenbedingungen müssen die Schule und die als Lehrperson für den Einsatz Neuer Medien erfüllen?
3. Rahmenbedingungen
4. Möglichkeiten des Computers für den Unterricht
5. Auswirkungen für den Unterricht
6. Grenzen und Risiken
7. Eigener Medieneinsatz
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition / Klassifikation von Medien
2.1 Medien
2.2 Medienkompetenz
3. Klassifikation von Unterrichtsmedien
4. Begründungen für den Einsatz
5. Rahmenbedingungen des Einsatzes „Neuer Medien“
6. Funktionsbereiche von Neuen Medien im Unterricht
7. Auswirkungen auf den Unterricht gegenüber konventioneller Didaktik
8. Grenzen und Risiken
9. Eigener Medieneinsatz
9.1 Medium: Tafel
9.2 Medium: Schulbuch
9.3 Medium: Arbeitsblatt
9.4 Over-Head-Projektor
9.5 Medium: AV-Medien
10. Beispiele für den Einsatz „Neuer Medien“ in der Hauptschule
11. Eigenständiges Urteil über den Einsatz „Neuer Medien“ in der Hauptschule
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Limitationen bei der Integration moderner Informationstechnologien in den Hauptschulunterricht, wobei der Fokus auf einer didaktisch fundierten Mediennutzung liegt, die über bloße technische Anwendung hinausgeht.
- Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation
- Klassifikation und Didaktik von Unterrichtsmedien
- Rahmenbedingungen und organisatorische Voraussetzungen
- Funktionsbereiche des Computereinsatzes
- Grenzen und Risiken im schulischen Alltag
Auszug aus dem Buch
Begriffsdefinition / Klassifikation von Medien
„Medienkompetenz“ umfasst spezifische medienbezogene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten, aber auch allgemeine Arbeitstechniken und Methoden, die ein sachgerechtes, selbstbestimmtes, kreatives und sozialverantwortliches Handeln in einer von Medien geprägten Welt ermöglichen.
Unter den „Neuen Medien“ versteht man alle technischen Neuentwicklungen im Bereich der Informationsverbreitung. Dazu zählen Videokamera, Internet (Chat, E-Mail, WWW), Digitale Kamera, Computer, Digital-Analog Wandlern, ...
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Notwendigkeit des Medieneinsatzes in der Schule als moderne Kulturtechnik und betont die Verantwortung der Lehrkraft.
Begriffsdefinition / Klassifikation von Medien: Hier wird der theoretische Rahmen gesteckt, insbesondere durch die Definition von Medien und die zentrale Rolle der Medienkompetenz.
Klassifikation von Unterrichtsmedien: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen vortechnischen und technischen Medien sowie deren Unterteilung in auditive, visuelle und audiovisuelle Bereiche.
Begründungen für den Einsatz: Die Argumentation stützt sich auf didaktische Vorteile wie Aktualität, Motivation, Handlungsorientierung und die Förderung sozialer Kompetenzen.
Rahmenbedingungen des Einsatzes „Neuer Medien“: Hier werden technische, organisatorische, personelle sowie rechtliche und finanzielle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung analysiert.
Funktionsbereiche von Neuen Medien im Unterricht: Dieses Kapitel zeigt auf, wo der Computer konkret eingesetzt werden kann – etwa im Klassenraum, im Fachraum oder in der Verwaltung.
Auswirkungen auf den Unterricht gegenüber konventioneller Didaktik: Es werden didaktische Verschiebungen von Faktenwissen hin zu Struktur- und Methodenwissen sowie veränderte Rollenbilder diskutiert.
Grenzen und Risiken: Eine kritische Bestandsaufnahme potenzieller Gefahren wie Informationsüberflutung, Autoritätsverlust oder hoher Zeitaufwand für Lehrkräfte.
Eigener Medieneinsatz: Vorstellung verschiedener Medientypen von der klassischen Tafel bis hin zum Over-Head-Projektor unter Berücksichtigung ihrer Vor- und Nachteile.
Beispiele für den Einsatz „Neuer Medien“ in der Hauptschule: Praxisnahe Anwendungsbeispiele aus Chemie und Mathematik illustrieren die theoretischen Überlegungen.
Eigenständiges Urteil über den Einsatz „Neuer Medien“ in der Hauptschule: Zusammenfassende Bewertung der verschiedenen Faktoren, die über den Erfolg des Medieneinsatzes entscheiden.
Schlüsselwörter
Medienkompetenz, Neue Medien, Hauptschule, Unterrichtsmedien, Mediendidaktik, Computereinsatz, Medienkonsum, Handlungsorientierung, information rich, question based, Schulentwicklung, Lehrerrolle, Unterrichtsqualität, Mediennutzung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert die Chancen und Hürden bei der Einbindung digitaler und technischer Medien in den Unterricht an Hauptschulen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Neben der Definition von Medienkompetenz stehen die medientechnische Klassifikation, die organisatorischen Rahmenbedingungen und die praktische Anwendbarkeit im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Urteil darüber zu bilden, wie „Neue Medien“ effektiv und didaktisch sinnvoll in den Schulalltag integriert werden können, ohne die Kernziele des Unterrichts zu gefährden.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Es handelt sich um eine systematische pädagogische Analyse der Mediensituation unter Einbeziehung von Lehrplankontexten und schulpraktischen Erfahrungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Begriffsbestimmungen, die Darstellung von Rahmenbedingungen, die Reflexion über Risiken und eine Reihe von praxisnahen Unterrichtsbeispielen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Handlungsorientierung und die Unterscheidung zwischen vortechnischen und „Neuen Medien“.
Wie lassen sich klassische Medien wie die Tafel heute noch rechtfertigen?
Die Tafel bleibt aufgrund ihrer Universalität, der einfachen Einbindung der Schüler in den Lernprozess und ihrer Funktion als Dauermedium in bestimmten Unterrichtsphasen unersetzlich.
Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei der Einführung „Neuer Medien“?
Die Lehrkraft wandelt sich von der alleinigen Wissensquelle zum Moderator; sie benötigt dazu jedoch hohe methodische Kompetenz, um den Umgang mit der Technik sachgerecht zu steuern.
- Quote paper
- Stefan Wichmann (Author), 2003, Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes Neuer Medien in der Hauptschule - Präsentation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18129