Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht

Anfechtung - Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB

Titel: Anfechtung - Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB

Referat (Ausarbeitung) , 2008 , 12 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: B.Sc. Christopher Krause (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit einem grundlegenden Themengebiet der Jurisprudenz, der Anfechtung. Der Schwerpunkt hierbei behandelt die drei Irrtumsfälle des § 119 BGB und die damit verbundenen rechtlichen Umständen und Folgen.

############

Kurzübersicht:

1 Einleitung & Grundlagen

2 Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB (Anfechtungsgründe)
2.1 Inhaltsirrtum & Beispiele
2.2 Erklärungsirrtum & Beispiele
2.3 Eigenschaftsirrtum & Beispiele

3 Anfechtungserklärung laut § 143 BGB

4 Anfechtungsfrist laut § 121 BGB

5 Konsequenzen bei erfolgreicher Anfechtung
5.1 Nichtigkeit laut § 142 BGB
5.2 Schadensersatzpflicht laut § 122 BGB

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung & Grundlagen

2.0 Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB (Anfechtungsgründe)

2.1 Inhaltsirrtum & Beispiele

2.2 Erklärungsirrtum & Beispiele

2.3 Eigenschaftsirrtum & Beispiele

3.0 Anfechtungserklärung laut § 143 BGB

4.0 Anfechtungsfrist laut § 121 BGB

5.0 Konsequenzen bei erfolgreicher Anfechtung

5.1 Nichtigkeit laut § 142 BGB

5.2 Schadensersatzpflicht laut § 122 BGB

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit erläutert die rechtlichen Grundlagen und Voraussetzungen der Anfechtung von Rechtsgeschäften gemäß BGB, mit einem besonderen Fokus auf die drei Irrtumsarten des § 119 BGB und deren rechtliche Konsequenzen.

  • Rechtliche Grundlagen der Anfechtung
  • Detaillierte Analyse der drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB
  • Voraussetzungen und Form der Anfechtungserklärung
  • Rechtliche Folgen der Anfechtung wie Nichtigkeit und Schadensersatz

Auszug aus dem Buch

2.1 Inhaltsirrtum & Beispiele

Unter dem Inhaltsirrtum versteht man den Irrtum über den Inhalt einer Erklärung. Dieser ist im § 119 Absatz 1, 1. Alternative festgehalten. In diesem Fall weiß der Erklärende, was er sagt, irrt sich jedoch über die Bedeutung des Gesagten. Der Erklärende will also etwas zum Ausdruck bringen, was objektiv4 anders verstanden wird, als er es meint. Infolgedessen lassen sich zwei verschiedene Fallgruppen unterscheiden, den Verlautbarungsirrtum und den Identitätsirrtum.

Der Verlautbarungsirrtum betrifft die typischen Fälle des Inhaltsirrtums, denn der Erklärende irrt hierbei über den Sinn, der dem Erklärungsmittel objektiv zukommt. Zu nennen sind beispielhaft der falsche Gebrauch von Fremdwörtern, Fachausdrücken oder die unrichtige Verwendung von Begriffen einer (fremden) Sprache, wie z.B.: 10 Gros Stücke Papier, die fälschlicherweise als 10 große Stücke Papier angenommen werden.

Der Identitätsirrtum umfasst hingegen solche Sachverhalte, bei denen sich die Erklärung auf eine bestimmte Person, einen bestimmten Gegenstand oder einen bestimmten Geschäftstyp bezieht, aber dieser Bezug nach dem objektiven Erklärungswert vom Erklärungsempfänger anders verstanden wird, als der Erklärende meint. So entsteht entweder

- der Irrtum über die Person des Geschäftsgegners (error in persona), denn der Erklärende meint eine andere Person als tatsächlich erklärt, z.B.: die versehentliche Verwechslung des befreundeten Malermeisters Müller im Telefonbuch mit seinem Namensvetter, der auch Malermeister ist;

- der Irrtum über die Identität des Geschäftsgegenstandes (error in objecto), denn dem Erklärenden fehlt die Vorstellung über die Identität oder den Umfang des gekauften Gegenstandes, z.B.: die fälschliche Annahme beim Kauf des Nachbarnhundes, dass es ein Schäferhund sei, obwohl der aufgrund seines Todes durch einen Labrador ersetzt wurde;

- oder der Irrtum über die Geschäftsart (error in negotio), denn der Erklärende weiß nicht genau, was er unterzeichnet, z.B.: Abschluss eines Leasingvertrags aufgrund eines Schaufensterangebots eines Autos mit dazugehöriger Leasingrate, obwohl der Käufer annimmt, dass dies die monatlichen Raten eines Ratenkaufs seien und das Auto ihm somit am Ende der Laufzeit gehört.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung & Grundlagen: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Anfechtung ein und definiert die grundlegenden Voraussetzungen für die Anfechtbarkeit von Rechtsgeschäften.

2.0 Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB (Anfechtungsgründe): Hier werden die drei Kernirrtumsarten (Inhalts-, Erklärungs- und Eigenschaftsirrtum) detailliert analysiert und anhand von praxisnahen Beispielen erläutert.

3.0 Anfechtungserklärung laut § 143 BGB: Das Kapitel behandelt die formalen Anforderungen und die rechtliche Ausgestaltung der Anfechtungserklärung gegenüber dem Anfechtungsgegner.

4.0 Anfechtungsfrist laut § 121 BGB: Hier werden die zeitlichen Rahmenbedingungen für eine rechtmäßige Anfechtung, insbesondere das Erfordernis der Unverzüglichkeit, dargelegt.

5.0 Konsequenzen bei erfolgreicher Anfechtung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Folgen einer erfolgreichen Anfechtung, insbesondere die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts und die daraus resultierende Schadensersatzpflicht.

Schlüsselwörter

Anfechtung, BGB, Irrtumsfälle, Inhaltsirrtum, Erklärungsirrtum, Eigenschaftsirrtum, Willenserklärung, Rechtsgeschäft, Nichtigkeit, Schadensersatz, Vertrauensschaden, Anfechtungsfrist, Anfechtungserklärung, Verkehrsauffassung, Unverzüglichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das rechtliche Instrument der Anfechtung von Rechtsgeschäften gemäß dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) mit Schwerpunkt auf den Irrtumsfällen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für eine Anfechtung aufgrund von Irrtum, die verschiedenen Irrtumsarten (§ 119 BGB), die Form der Anfechtungserklärung, Fristen sowie die Rechtsfolgen der Anfechtung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die komplexen rechtlichen Sachverhalte rund um die Irrtumsanfechtung zu geben und die Zusammenhänge der relevanten Paragraphen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse und Erläuterung der entsprechenden BGB-Paragraphen sowie deren Anwendung in beispielhaften Alltagsszenarien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Definition der drei Irrtumsarten, die Anforderungen an die Anfechtungserklärung, die Fristenregelung und die Folgen der Nichtigkeit inklusive Schadensersatzpflichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Anfechtung, § 119 BGB, Inhaltsirrtum, Erklärungsirrtum, Eigenschaftsirrtum, Nichtigkeit und Schadensersatz.

Wie unterscheidet sich der Inhaltsirrtum vom Erklärungsirrtum?

Beim Inhaltsirrtum irrt der Erklärende über die Bedeutung seines Gesagten, während er beim Erklärungsirrtum seine Erklärung in einer ungewollten Form abgibt (z.B. durch Versprechen oder Verschreiben).

Wann ist eine Eigenschaft bei einer Person oder Sache verkehrswesentlich?

Eine Eigenschaft gilt als verkehrswesentlich, wenn sie nach der Verkehrsauffassung für den wirtschaftlichen Zweck des Vertrages bedeutungsvoll ist, etwa die Kreditwürdigkeit bei einem Darlehensvertrag.

Was ist das sogenannte "negative Interesse" im Rahmen des Schadensersatzes?

Das negative Interesse (Vertrauensschaden) beschreibt den Schadensersatz, bei dem der Geschädigte so zu stellen ist, als hätte er nie auf die Gültigkeit der fehlerhaften Willenserklärung vertraut.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Anfechtung - Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB
Hochschule
Fachhochschule der Wirtschaft Bergisch Gladbach
Note
1,3
Autor
B.Sc. Christopher Krause (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
12
Katalognummer
V181485
ISBN (eBook)
9783656044130
ISBN (Buch)
9783656044369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirtschaftsrecht Anfechtung Irrtümer 119 BGB
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.Sc. Christopher Krause (Autor:in), 2008, Anfechtung - Die drei Irrtumsfälle laut § 119 BGB, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181485
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  12  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum