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Alexander in Ägypten

Vergöttlichung oder Selbstüberschätzung? Der Zug zur Oase Siwa im Kontext griechischer und römischer Überlieferung

Titel: Alexander in Ägypten

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Maria Reinhold (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit Jahrtausenden faszinieren Orakel und ihre Vorhersagen die Menschen. Einige Orte – wie beispielsweise Delphi – wurden aufgrund ihrer berühmten Orakel weltweit bekannt.
Vielen nicht einschlägig Bewanderten weniger ein Begriff dürfte das Orakel der Oase Siwa sein. Dies verwundert, gilt doch gerade die Reise Alexanders des Großen nach Siwa als einer der rätselhaftesten Abschnitte seiner Feldzüge.
Warum aber unternahm Alexander diese risikoreiche Reise? War es das Streben nach mehr Macht? Ägypten war zu dieser Zeit bereits sicher unter seiner Herrschaft und Alexanders Vormachtstellung gesichert. Wollte er seinen Herrschaftsanspruch sichern, indem er sich zum Gottessohn proklamieren ließ? Die griechisch-makedonische Oberschicht seines Reiches hätte ihn ohne Vergöttlichung genauso – wenn nicht sogar leichter – weiterhin anerkannt. Oder wollte Alexander einfach die Wahrheit über sich
und seine unsichere Herkunft herausfinden? Wollte er gar eine Bestätigung seiner eigenen Meinung, göttlichen Ursprungs zu sein?
Bis heute streiten Alexanderhistoriker darüber, was Alexanders wahre Beweggründe für seinen Zug zum Orakel von Siwa waren. Schon in antiker Zeit wurde diese Expedition äußerst unterschiedlich ausgelegt und je nach Meinung des Autors zu Alexanders Gunsten oder Ungunsten gewertet.
In dieser Arbeit sollen die Schriften der bedeutendsten antiken Alexanderhistoriker ausgewertet werden. Wie begründeten sie ihre positive beziehungsweise negative Darstellungsweise? Welche Beweggründe Alexanders für diese Reise erachteten sie als die logisch am besten begründbaren? Welche Darstellung erfuhr das Orakel selbst? Diesen und weiteren Fragen soll im Folgenden auf den Grund gegangen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Geschichtlicher Hintergrund

a.Alexander in Ägypten

b.Der Zug zur Oase Siwa

3.Historische Überlieferung und deren Fragestellungen

4.Interpretation der Primärquellen

a.Strabon

b.Diodor

c.Curtius Rufus

d.Plutarch

e.Arrian

5.Schlussbetrachtung

6.Quellen

a.Primärquellen

b.Sekundärquellen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Beweggründe von Alexander dem Großen für seine Expedition zur Oase Siwa. Dabei wird analysiert, wie antike Historiker dieses Ereignis bewerteten und welche Rolle dabei die Frage nach Alexanders göttlichem Anspruch versus menschlicher Selbstüberschätzung in der griechischen und römischen Überlieferung einnimmt.

  • Historischer Kontext der Eroberung Ägyptens
  • Logistische und strategische Bedeutung des Oasen-Besuchs
  • Analyse antiker Primärquellen (Strabon, Diodor, Curtius Rufus, Plutarch, Arrian)
  • Die Rolle der Orakeldeutung in der Herrschaftslegitimation
  • Kritik an der subjektiven Darstellung durch antike Historiker

Auszug aus dem Buch

b. Der Zug zur Oase Siwa

Der Gründung Alexandrias folgte eine der rätselhaftesten Unternehmungen Alexanders: Der Zug zur Oase Siwa, um das dort ansässige Orakel des Ammon zu befragen. Alexander zog zuerst entlang der Küstenstraße Richtung Kyrenaika, bevor er sich in Paraitonion nach Südwesten wandte. Es folgte ein entbehrungsreicher Marsch durch die lybische Wüste. Trotz einiger Schwierigkeiten erreichte Alexander schließlich die Oase.

Die Oase Siwa ist eine langgestreckte Senke, deren Maße etwa 50 x 5 km beträgt. Sie liegt 24 m unter dem Meeresspiegel und birgt – obwohl mitten in der Wüste gelegen, etwa 200 Quellen. Dieser Wasserreichtum machte schon in der Antike die Bewirtschaftung der Oase mit Oliven- und Dattelkulturen möglich, außerdem wird seit dem Altertum Salz und Ammoniak (AMMON-iak) exportiert.

Zu Zeiten Alexanders gab es in Siwa eine dreifache Mauern geschützte Akropolis mit einem Palast und dem Heiligtum, zusätzlich noch ein weitere Heiligtum in einem Hain neben der sogenannten Sonnenquelle.

Historischen Quellen zufolge wurde Alexander am Eingang des Heiligtums als Sohn Gottes begrüßt. Anschließend stellte er dem Orakel im Inneren des Heiligtums mehrere Fragen, deren nicht gesicherte Antworten sicherlich viel dazu beigetragen haben, dem Zug zur Oase Siwa einen mystischen Anklang zu geben.

Nach dem Zug zur Oase Siwa suchte Alexander noch einmal Memphis auf, bevor er wieder in Richtung Asien aufbrach.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Faszination des Orakels von Siwa ein und formuliert die wissenschaftliche Fragestellung nach den wahren Beweggründen Alexanders.

2.Geschichtlicher Hintergrund: Hier wird Alexanders Einzug in Ägypten und die strategische sowie kulturelle Einordnung der Reise zur Oase Siwa beleuchtet.

3.Historische Überlieferung und deren Fragestellungen: Dieses Kapitel diskutiert, wie verschiedene antike Autoren Alexanders Streben nach göttlicher Anerkennung und Weltherrschaft interpretiert haben.

4.Interpretation der Primärquellen: Die unterschiedlichen Sichtweisen der Historiker Strabon, Diodor, Curtius Rufus, Plutarch und Arrian auf die Ereignisse in Siwa werden detailliert analysiert.

5.Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse zeigen, dass die antiken Berichte stark von den persönlichen Sichtweisen der Historiker und ihrem Wunsch zur Instrumentalisierung der Reise geprägt sind.

6.Quellen: Dieses Verzeichnis listet sämtliche herangezogenen antiken Primärquellen und moderne wissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Alexander der Große, Oase Siwa, Orakel, Zeus-Ammon, Ägypten, Herrschaftslegitimation, Antike Überlieferung, Strabon, Diodor, Curtius Rufus, Plutarch, Arrian, Gottessohnschaft, Historische Quellenkritik, Weltherrschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die historische Reise von Alexander dem Großen zur Oase Siwa und untersucht, wie verschiedene antike Geschichtsschreiber dieses Ereignis bewertet haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die historische Einbettung des Ägypten-Feldzugs, die Motivationen hinter dem Orakelbesuch und die kritische Auseinandersetzung mit antiken Quellen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob Alexanders Reise primär politisch motiviert war, zur Legitimation seiner Herrschaft diente oder Ausdruck seiner persönlichen Vergöttlichung (bzw. Selbstüberschätzung) war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literaturwissenschaftliche Quellenanalyse, um die unterschiedlichen Narrativ-Strategien der antiken Historiker zu vergleichen und zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Hintergrunddarstellung und eine detaillierte Interpretation der Berichte von fünf bedeutenden antiken Historikern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Alexander der Große, Orakel von Siwa, Herrschaftslegitimation, Gottessohnschaft und die antike Quellenkritik.

Warum spielt die Person des Curtius Rufus eine besondere Rolle in der Analyse?

Curtius Rufus liefert einen besonders detaillierten, aber auch kritischen Bericht, der Alexander oft als selbstherrlichen Despoten darstellt, was die Ambivalenz der zeitgenössischen Betrachtung verdeutlicht.

Wie bewerten die antiken Quellen Alexanders Suche nach göttlicher Bestätigung?

Die Bewertung reicht von der Akzeptanz als notwendige Herrscherlegitimation bis hin zur kritischen Verurteilung als Ausdruck von Hochmut und Entfremdung von seinen mazedonischen Wurzeln.

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Details

Titel
Alexander in Ägypten
Untertitel
Vergöttlichung oder Selbstüberschätzung? Der Zug zur Oase Siwa im Kontext griechischer und römischer Überlieferung
Hochschule
Technische Universität Chemnitz
Veranstaltung
Alexander der Große
Note
2,0
Autor
Bachelor of Arts Maria Reinhold (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V181585
ISBN (eBook)
9783656049227
ISBN (Buch)
9783656048763
Sprache
Deutsch
Schlagworte
alexander ägypten vergöttlichung selbstüberschätzung oase siwa kontext überlieferung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Maria Reinhold (Autor:in), 2011, Alexander in Ägypten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181585
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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