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Goodwill-Bilanzierung nach HGB, US-GAAP und IAS

Title: Goodwill-Bilanzierung nach HGB, US-GAAP und IAS

Diploma Thesis , 2003 , 82 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Martina Stöver (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

[...] In vielen Bilanzen nimmt der Geschäfts- oder
Firmenwert mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ein und erreicht nicht selten die
Höhe des bilanziellen Eigenkapitals.1
Aufgrund dieser zentralen Bedeutung können schon geringe Änderungen in der Goodwill-
Bilanzierung zu weitreichenden Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögensund
Ertragslage führen und z.B. ansonsten wünschenswerte Unternehmenszusammenschlüsse
begünstigen oder verhindern. Nachdem das FASB im Juni 2001 die für die Bilanzierung
des Goodwills entscheidenden neuen US-amerikanischen Standards SFAS
141 „Business Combinations“ und SFAS 142 „Goodwill and Other Intangible Assets“
verabschiedet hat, hat das IASB im Rahmen der ersten Phase des eigenen Projektes
„Business Combinations“ am 5.12.2002 den Exposure Draft (ED) 3 „Business Combinations“
veröffentlicht, der IAS 22 (revised 1998) ersetzen soll. Dem ED 3 liegt u.a. die
Zielsetzung des IASB zugrunde, eine Annäherung der internationalen Rechnungslegungsvorschriften
herbeizuführen. Wesentliche Änderungen ergeben sich dadurch für
die Bilanzierung von immateriellen Vermögenswerten und die Durchführung von Impairment
Tests für den Goodwill. Die Fassungen dieser betreffenden IAS-Standards IAS
36 „Impairment of Assets“ und IAS 38 „Intangible Assets“ wurden überarbeitet und ebenfalls
als Entwürfe ED-IAS 36 und ED-IAS 38 veröffentlicht.2 Die Veröffentlichung des
endgültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) ist für März 2004 geplant.
3
Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, den Ansatz, die Behandlung und den
Ausweis des aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes
nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), nach den United States Generally
Accepted Accounting Principles (US-GAAP) und nach den International Accounting
Standards (IAS) zu untersuchen. Einleitend wird dabei auf den Begriff, die Komponenten
und die Bedeutung des Goodwills eingegangen. Im Folgenden werden die Regelungen
in den drei Rechtskreisen getrennt voneinander analysiert und im Anschluss an einen
Gesamtrechtsvergleich einer kritischen Würdigung unterzogen. Den Schwerpunkt
der Arbeit bildet die außerplanmäßige Abschreibung (Wertminderung) des Geschäftsoder
Firmenwertes. Die Auswirkungen der Neuregelungen beschließen die Diskussion.
1 Vgl. Kümpel, T.: Goodwillbilanzierung nach SFAS 142, 2002, S. 15.
2 Vgl. DRSC (Hrsg.): ED 3 Veröffentlichung, o.J.
3 Vgl. Pellens, B.: Juni-Sitzung des IASB, 2003.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gegenstand und Bedeutung des Geschäfts- oder Firmenwertes

2.1 Begriff

2.2 Komponenten

2.3 Bedeutung

3. Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB

3.1 Bilanzieller Charakter

3.2 Entstehung und Ansatz

3.3 Folgebilanzierung

3.3.1 Pauschale Abschreibung

3.3.2 Planmäßige Abschreibung

3.3.3 Außerplanmäßige Abschreibung

3.4 Verrechnung mit den Rücklagen

3.5 Bedeutung des Stetigkeitsgebotes

3.6 Ausweis und Anhangpflichten

4. Bilanzierung nach DRS 4

4.1 Erstansatz

4.2 Folgebewertung

4.3 Anhangangaben

5. Bilanzierung des Goodwills nach US-GAAP

5.1 Bilanzieller Charakter

5.2 Entstehung und Abgrenzung

5.3 Folgebewertung

5.3.1 Zuordnung des Goodwills auf Reporting Units

5.3.2 Impairment -Test

5.4 Ausweis und Offenlegung

6. Bilanzierung des Goodwills nach IAS

6.1 Bilanzieller Charakter

6.2 Enstehung und Abgrenzung

6.3 Folgebewertung nach IAS 22

6.3.1 Planmäßige Abschreibung

6.3.2 Außerplanmäßige Abschreibung

6.4 Folgebewertung nach IAS ED 3

6.5 Ausweis und Anhangangaben

7. Gesamtrechtsvergleich

7.1 Zusammenfassung der Unterschiede

7.2 Minderheitenproblematik

8. Kritische Würdigung

9. Auswirkungen der Neuregelungen

9.1 Finanz- und Ertragslage

9.2 Controlling

9.3 Wirtschaftsprüfer

9.4 Einklang mit den EU-Richtlinien

10. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ansatz, die Behandlung und den Ausweis des aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwertes im Vergleich zwischen dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB), den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) und den International Accounting Standards (IAS).

  • Analyse des Begriffs, der Komponenten und der bilanziellen Bedeutung des Goodwills.
  • Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Rechnungslegungsvorschriften in den drei Rechtskreisen.
  • Schwerpunktmäßige Betrachtung der außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen).
  • Kritische Würdigung der nationalen und internationalen Rechnungslegungspraxis.
  • Diskussion der Auswirkungen auf Finanzlage, Controlling und Wirtschaftsprüfung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Komponenten

Auch wenn es sich beim Geschäfts- oder Firmenwert in erster Linie um einen verfahrenstechnischen Differenzbetrag handelt, reicht es vor dem Hintergrund der z.T. sehr großen Bedeutung des Goodwill nicht mehr aus, ihn als „völlig heterogenes Bewertungskonglomerat“11 zu betrachten. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet verschiedene Komponenten, die für sich genommen wirtschaftliche Vor- und Nachteile verkörpern. Zur Aufspaltung des Goodwills wurden in der betriebswirtschaftlichen Literatur verschiedene Vorschläge unterbreitet.12

Wöhe teilt den Geschäfts- oder Firmenwert in drei Komponenten auf: in „den Wert nicht bilanzierungsfähiger Wirtschaftsgüter wie Kundenstamm, Organisation usw., den Kapitalisierungsmehrwert, der in den bilanzierten Wirtschaftsgütern steckt, und den Betrag, der ggf. à fonds perdu [d.h. ohne Gegenleistung, M.S.] gezahlt wird, weil der Käufer den Betrieb unbedingt erwerben will und sonst nicht bekäme“.13 Er kommt aber auch zu dem Ergebnis, dass eine Zerlegung des Geschäfts- oder Firmenwertes in seine Bestandteile in der Praxis nur in den seltensten Fällen möglich sein wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Goodwills und Definition des Ziels der Arbeit.

2. Gegenstand und Bedeutung des Geschäfts- oder Firmenwertes: Untersuchung der Begriffsdefinitionen, Komponenten und der ökonomischen Bedeutung von Firmenwerten.

3. Bilanzierung des Geschäfts- oder Firmenwertes nach HGB: Analyse der Behandlung nach dem deutschen Handelsgesetzbuch, einschließlich Abschreibungsmethoden und Rücklagenverrechnung.

4. Bilanzierung nach DRS 4: Erläuterung der spezifischen deutschen Standards für Unternehmenserwerbe im Konzernabschluss.

5. Bilanzierung des Goodwills nach US-GAAP: Untersuchung der US-amerikanischen Anforderungen, insbesondere zum Impairment-Only-Approach.

6. Bilanzierung des Goodwills nach IAS: Analyse der Regelungen nach internationalen Standards, einschließlich IAS 22 und IAS ED 3.

7. Gesamtrechtsvergleich: Gegenüberstellung der Unterschiede zwischen HGB, US-GAAP und IAS sowie Analyse der Minderheitenproblematik.

8. Kritische Würdigung: Kritische Reflexion der Konzepte und ihrer Auswirkungen auf die Bilanzierungspraxis.

9. Auswirkungen der Neuregelungen: Diskussion über die Folgen für Finanzlage, Controlling und Wirtschaftsprüfung sowie den Einklang mit EU-Richtlinien.

10. Resümee: Zusammenfassendes Fazit zur Entwicklung und Harmonisierung der internationalen Rechnungslegung.

Schlüsselwörter

Goodwill, Geschäfts- oder Firmenwert, HGB, US-GAAP, IAS, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, planmäßige Abschreibung, Rücklagenverrechnung, Bewertung, Konzernabschluss, Unternehmenszusammenschluss, Bilanzierungshilfe, immaterielle Vermögenswerte, Reporting Units.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bilanzierung und bilanziellen Behandlung von Geschäfts- oder Firmenwerten (Goodwill) nach drei verschiedenen Rechnungslegungssystemen: HGB, US-GAAP und IAS.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Entstehung, den Erstansatz, die Folgebewertung und die verschiedenen Abschreibungs- bzw. Wertminderungsmethoden für den Goodwill in unterschiedlichen Rechtskreisen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Goodwill-Behandlung in den drei genannten Rechtskreisen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wie sich diese Regelungen auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich der aktuellen Bilanzierungsstandards (HGB, DRS 4, SFAS 141/142, IAS 22, IAS 36/38) sowie der Untersuchung von Bilanzierungspraktiken anhand von Fallbeispielen aus Geschäftsberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der drei Rechtskreise, gefolgt von einem Gesamtrechtsvergleich, einer kritischen Würdigung der Ansätze und einer Diskussion der Auswirkungen auf das Controlling und die Arbeit der Wirtschaftsprüfer.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Goodwill, Kapitalkonsolidierung, Impairment-Test, Abschreibung, HGB, US-GAAP, IAS und Konzernabschluss.

Was unterscheidet den Impairment-Test nach US-GAAP von den Regeln nach HGB?

Während nach HGB (in der untersuchten Fassung) eine planmäßige Abschreibung die Regel ist und ein vorsichtsorientierter Ansatz im Vordergrund steht, forcieren die US-GAAP einen Impairment-Only-Ansatz, der auf dem Fair Value und der Wertentwicklung von Reporting Units basiert.

Warum ist die Verrechnung mit den Rücklagen ein kritischer Punkt im HGB?

Die Verrechnung mit den Rücklagen ist kritisch, da sie gegen die Einheitstheorie verstößt und die Vergleichbarkeit von Konzernabschlüssen erschwert, da der Goodwill faktisch "erfolgsneutral" verschwindet, anstatt periodengerecht abgeschrieben zu werden.

Excerpt out of 82 pages  - scroll top

Details

Title
Goodwill-Bilanzierung nach HGB, US-GAAP und IAS
College
University of Applied Sciences Bremen  (Fachbereich Wirtschaft)
Grade
1,3
Author
Martina Stöver (Author)
Publication Year
2003
Pages
82
Catalog Number
V18164
ISBN (eBook)
9783638225649
Language
German
Tags
Goodwill-Bilanzierung US-GAAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martina Stöver (Author), 2003, Goodwill-Bilanzierung nach HGB, US-GAAP und IAS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18164
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