1. Zielgruppe/ Zielperson
Die methodisch-didaktische Einheit, Händewaschen, werde ich mit Schülerin B. durchführen. Schülerin B. ist 17 Jahre alt und besucht derzeit die Berufsschulstufe 1 der F. E. Schule in München, einer Schule für seelenpflegebedürftige Kinder und Jugendliche.
Ihre Diagnose lautet das Down Syndrom.
2. Beteiligung der Zielperson/-gruppe am Zielfindungsprozess
Schülerin B. benötigt immer Unterstützung bei den Toilettengängen. Auch sagt sie nicht von sich aus wenn sie auf die Toilette muss. Mit dem erlenen vom selbstständigen Händewaschen, möchte ich beginnen Schülerin B. die Hygiene nahe zu bringen. Ich möchte mit ihr nach und nach mehr Selbständigkeit bei den Toilettengängen erreichen und mit ihr die Notwendigkeit des Händewaschens nach einem Toilettengang erarbeiten.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielgruppe/ Zielperson
2. Beteiligung der Zielperson/Gruppe am Zielfindungsprozess
3. Begründung für die Zielauswahl
4. Zielformulierung
4.1. Grobziel
4.2. Feinziel
4.3. Konkretes Lernziel
5. Thema
6. Methodisch-didaktische Aufbereitung
6.1. Einstieg
6.2. Hauptteil
6.3. Abschluss
7. Reflexion
7.1. Selbstreflexion
7.2. Lernzielkontrolle
7.3. Überprüfung der methodisch-didaktischen Aufbereitung
7.4. Notwendige weiterführende Maßnahmen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Förderung der Selbstständigkeit einer Schülerin mit Down-Syndrom bei der Durchführung des Händewaschens als essenzieller Bestandteil der persönlichen Hygiene nach dem Toilettengang.
- Methodische Anleitung zur eigenständigen Körperpflege
- Einsatz von Visualisierungshilfen (Fotokarten) zur Handlungsstrukturierung
- Förderung der Hygienebewusstseins bei Menschen mit Förderbedarf
- Didaktische Aufbereitung komplexer Alltagshandlungen in Einzelschritte
- Reflexion der pädagogischen Interaktion im Lernprozess
Auszug aus dem Buch
6.2. Hauptteil
Vor dem nächsten Toilettengang mit Schülerin B. hole ich die von uns gefertigten Karten hervor. Ich lege diese auf den Tisch und erkläre ihr jeden einzelnen Schritt anhand der Karten. Nun bitte ich sie, die Karten erneut in der richtigen Reihenfolge zu legen. Nachdem sie dies zu Ende gestellt hat, gehen wir mit den Karten auf die Toilette. Nach ihrem Toilettengang, zeige ich ihr erneut die einzelnen Schritte anhand der Karten. Während sie die Schritte praktisch durchführt, begleite ich sie verbal zu jedem einzelnen.
Nach Beendigung des Händewaschens, bedanke ich mich bei Schülerin B. für die konzentrierte Mitarbeit.
Da Schülerin B. noch Unsicherheiten beim Händewaschen zeigt, gebe ich ihr bei ihrem nächsten Toilettengang die Karten mit. Nach dem sie ihren Toilettengang abgeschlossen hat, bitte ich sie mir die einzelnen Schritte zu nennen. Um ihre Motivation erneut zu wecken, wasche ich mir meine Hände in der Reihenfolge wie sie mir die einzelnen Schritte nennt. Auch merkt sie so, falls einer dieser Schritte vertauscht worden wäre. Nachdem ich meine Hände gewaschen habe, bitte ich sie, sich nun auch ihre Hände zu waschen. Die Karten zeige ich ihr nicht mehr. Lediglich meine Sprache setzte ich noch Handlungsbegleitend ein.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielgruppe/ Zielperson: Vorstellung der 17-jährigen Schülerin mit Down-Syndrom, die Ziel der pädagogischen Maßnahme ist.
2. Beteiligung der Zielperson/Gruppe am Zielfindungsprozess: Erläuterung der notwendigen Unterstützung bei der Hygiene und der Motivation, die Selbstständigkeit bei Toilettengängen zu erhöhen.
3. Begründung für die Zielauswahl: Begründung, warum Händewaschen einen entscheidenden Entwicklungsschritt zur Selbstständigkeit darstellt.
4. Zielformulierung: Definition des Grob- und Fein- sowie des konkreten Lernziels bezüglich der Körperpflege.
5. Thema: Beschreibung des Lernbedarfs hinsichtlich einer gründlichen und regelmäßigen Durchführung des Händewaschens.
6. Methodisch-didaktische Aufbereitung: Detaillierte Darstellung des didaktischen Ablaufs, unterteilt in Einstieg, Hauptteil und Abschluss.
7. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit der Durchführung, dem Lernerfolg und den weiteren geplanten Maßnahmen zur Verstetigung der Routine.
Schlüsselwörter
Händewaschen, Hygiene, Down-Syndrom, Selbstständigkeit, methodisch-didaktische Einheit, Lernziel, Visualisierung, Fotokarten, Alltagskompetenz, Körperpflege, Förderbedarf, Handlungsanleitung, Reflexion, Pädagogik, Inklusion
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und Durchführung einer methodisch-didaktischen Einheit zur Vermittlung des Händewaschens bei einer Schülerin mit sonderpädagogischem Förderbedarf.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Hygieneerziehung, der Förderung von Alltagskompetenzen und der Anwendung von Visualisierungstechniken im Lernprozess.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erlangung von mehr Selbstständigkeit der Schülerin bei der täglichen Körperpflege, speziell bei der korrekten Durchführung des Händewaschens nach Toilettengängen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein methodisch-didaktischer Ansatz gewählt, der auf einer kleinschrittigen Aufarbeitung, Visualisierung durch Fotodokumentation und verbaler Begleitung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beschreibt die praktische Umsetzung der pädagogischen Einheit, den Einsatz der selbst erstellten Bildkarten als Orientierungshilfe sowie die schrittweise Reduktion der Unterstützungsleistung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Hygiene, Selbstständigkeit, Visualisierung, Down-Syndrom und Lernzielkontrolle.
Warum wurden für die Einheit explizit Fotos verwendet?
Die Fotos dienen als visuelle Stütze für die Schülerin, um den Ablauf der Tätigkeit besser zu strukturieren und durch das Wiedererkennen eigener Handlungen die Motivation zu steigern.
Wie geht die Lehrkraft mit Fehlern der Schülerin beim Händewaschen um?
Die Lehrkraft nutzt eine korrektive Vorgehensweise, bei der sie selbst vorführt, wie die Hände gewaschen werden, während die Schülerin die Schritte benennt, um Fehler spielerisch zu korrigieren.
Inwiefern hat die Schülerin zur Zielfindung beigetragen?
Die Schülerin hat durch ihren spezifischen Förderbedarf und die mangelnde Routine bei der Hygiene den konkreten Anlass für die pädagogische Intervention gegeben.
Wie werden die erreichten Lernfortschritte langfristig gesichert?
Durch die kontinuierliche Begleitung und schrittweise Reduzierung der Hilfestellungen soll bei der Schülerin eine nachhaltige Routine und Sicherheit etabliert werden.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2011, Methodisch-didaktische Einheit zum Thema "Händewaschen", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181681