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Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten. Eine Herausforderung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte

Handlungsoptionen für die Fachberatung

Title: Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten. Eine Herausforderung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte

Term Paper , 2011 , 37 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Angela Schickler (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Die vorliegende Hausarbeit zu den Themen Störung des Sozialverhaltens, Inklusion und Fachberatung, gliedert sich im Wesentlichen in drei Teile. Im ersten Teil wird der Themenkomplex der Psychopathologie der Störung des Sozialverhaltens behandelt. Dabei geht es um die Symptomatik, die Epidemiologie, den Verlauf, die Prognosen und die Ätiologie. Der zweite Teil widmet sich dem Thema Inklusion. Die Herausforderung verhaltensoriginelle Kinder in Kindertagesstätten zu erziehen, zu betreuen und zu bilden, wird diskutiert und diese Notwendigkeit durch die Inklusionsdebatte hervorgehoben. Zudem wird begründet, warum gerade diese Kinder vor einem sozialen Ausschluss geschützt werden müssen, nämlich um eine Verstärkung des Problemverhaltens zu verhindern.

Der dritte Teil behandelt das Thema Fachberatung und beantwortet die Fragestellung, wie die herausfordernde Aufgabe der Inklusion in Kindertagesstätten von Kindern mit Symptomen einer Störung des Sozialverhaltens gemeistert werden kann. Die lösungsorientierten Handlungsoptionen wurden anhand der Ätiologie der Störung des Sozialverhaltens erarbeitet.

Dabei ließen sich folgende Ansatzebenen erarbeiten:
• Die Handlungsoptionen, auf der Ebene der Organisation, werden mit Hilfe des Index für Inklusion aufgezeigt.
• Verstärkte Zusammenarbeit mit Eltern in den Kindertageseinrichtungen wird als weitere Handlungsoption benannt. Arbeitsansätze werden aufgezeigt.
• Handlungsoptionen auf Gruppenebene werden durch die kurze Vorstellung von verschiedenen Präventionsprogrammen und der Vertiefung des primär präventiven Programms Papilio skizziert.
• Auf der individuellen Ebene werden Handlungsoptionen für pädagogische Akutsituationen am Beispiel von aggressivem Verhalten erläutert.
Abschließend folgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse und es werden Empfehlungen für die Praxis der Fachberatung gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Zusammenfassung

2 Einleitung

3 Psychopathologie der Störung des Sozialverhaltens

3.1 Definition und Symptomatik

3.2 Epidemiologie

3.3 Verlauf und Prognosen

3.4 Ätiologie

4 Inklusion

4.1 Inklusion – auch für Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens?

5 Fachberatung

5.1 „Index für Inklusion“ auf Kindertageseinrichtungsebene

5.2 „Arbeitsansätze“ zur Zusammenarbeit der Kindertageseinrichtungen mit Eltern

5.3 „Präventionsprogramme“ auf Gruppenebene

5.4 „Konkrete Handlungsoptionen“ auf der Kind- Ebene

6 Schlussfolgerung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Kindertagesstätten Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens unter dem Aspekt der Inklusion betreuen und fördern können. Ziel ist es, auf Basis einer psychopathologischen Fundierung konkrete Handlungsoptionen für die Fachberatung zu entwickeln, um soziale Ausgrenzung zu verhindern und pädagogische Fachkräfte im Umgang mit herausforderndem Verhalten zu unterstützen.

  • Psychopathologische Grundlagen und Ätiologie von Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern
  • Inklusionsdebatte und ihre Bedeutung für den Bereich der frühkindlichen Bildung
  • Rolle der Fachberatung als Unterstützungssystem für Kindertageseinrichtungen
  • Präventionsstrategien und Interventionsmöglichkeiten auf Organisations-, Gruppen- und Kind-Ebene

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition und Symptomatik

Unter dem diagnostischen Begriff Störung des Sozialverhaltens, werden dissoziale, aggressive und / oder oppositionelle Verhaltensweisen zusammengefasst (Baving, 2006, S. 6). Die allgemeine Symptomatik kennzeichnet sich dadurch, dass wiederholende und anhaltende Muster von Dissozialität, Aggressivität und aufsässigem Verhalten auftreten (Knopf & Dauer, 2005, S. 111). Es wird von einem persistierenden Sozialverhalten gesprochen, was sich über ein lang andauerndes Verstoßen gegen die Regeln des Zusammenlebens bemerkbar macht (Hartmann, 1977 zit. n. Schmidt, 2004, S. 67). Die Störung umfasst schwere Verletzungen der altersentsprechenden sozialen Normen und Gesetze.

Dass heißt auch, dass bei einer Diagnosestellung ein Verhaltensmuster gefordert ist, welches über das tolerierbare Verhalten, wie etwa leichte Regelverletzungen, hinausgeht (Baving, 2006, S. 6; Blanz, Remschmidt, Schmidt & Warnke, 2006, S. 198; Boumann, 2008, S. 12; Dilling, 2011, S. 190; Knopf et al., 2005, S. 111f.; Schmidt, 2004, S. 115; Steinhausen, 2000, S. 225).

In der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) wird die Störung des Sozialverhaltens im Diagnoseschlüssel F 91 kodiert (Dilling, 2011, S. 190–193). Der ICD-10 nimmt in seiner Diagnostik noch weitere Unterscheidungen in folgende Untergruppen der Störung des Sozialverhaltens vor: Auf den familiären Rahmen beschränkt (F 91.0), Bei fehlenden sozialen Bindungen (F 91.1), Bei vorhandenen sozialen Bindungen (F 91.2), Mit oppositionellem, aufsässigen Verhalten (F 91.3).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Zusammenfassung: Die Arbeit gliedert sich in die Themenbereiche Psychopathologie, Inklusion und Fachberatung, wobei für letztere lösungsorientierte Handlungsoptionen erarbeitet werden.

2 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Störung des Sozialverhaltens im Kindesalter und betont die Dringlichkeit, dieser durch präventive Maßnahmen zu begegnen.

3 Psychopathologie der Störung des Sozialverhaltens: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Merkmale, Verbreitung, Entwicklungsverläufe und Ursachenmodelle der Störung.

4 Inklusion: Hier wird der Inklusionsbegriff theoretisch hergeleitet und die Notwendigkeit diskutiert, auch verhaltensoriginelle Kinder uneingeschränkt in das System Kindertagesstätte zu integrieren.

5 Fachberatung: Dieses Kapitel fungiert als praktischer Leitfaden und stellt verschiedene Beratungsansätze sowie konkrete Interventionsmöglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen vor.

6 Schlussfolgerung und Ausblick: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse mit dem Fokus auf die Notwendigkeit flächendeckender inklusiver Konzepte für den Umgang mit verhaltensoriginellen Kindern.

Schlüsselwörter

Störung des Sozialverhaltens, Inklusion, Fachberatung, Kindertagesstätte, Aggression, Dissozialität, Präventionsprogramme, Papilio, Erziehungskompetenz, Entwicklungsmodell, Risiko- und Schutzfaktoren, Elternarbeit, Verhaltensoriginell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Unterstützung von Kindern mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten durch die Fachberatung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Psychopathologie der Störung, die Theorie und Praxis der Inklusion in der Frühpädagogik sowie die lösungsorientierte Fachberatung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Fundierung und Ableitung konkreter, wissenschaftlich gestützter Handlungsoptionen für pädagogische Fachkräfte und Fachberater.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis aktueller Fachliteratur, Studien und anerkannter Diagnoseinstrumente, um Handlungsstrategien zu fundieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die klinische Einordnung der Störung, die inklusive Haltung gegenüber verhaltensoriginellen Kindern sowie spezifische Beratungsansätze und Programme für den Kindergartenalltag.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Störung des Sozialverhaltens, Inklusion, Fachberatung, Papilio und Präventionsprogramme.

Wie unterscheidet sich der Begriff "verhaltensoriginell" von "verhaltensgestört"?

Der Begriff "verhaltensoriginell" wird bewusst als wertschätzende Alternative genutzt, um den negativen Konnotationen einer Separierung und Stigmatisierung im Rahmen der Inklusion entgegenzuwirken.

Welche Rolle spielt das Programm "Papilio" in der Arbeit?

Papilio dient als Beispiel für ein wirksames, primärpräventives Programm, das speziell für Kindergärten konzipiert wurde, um sozial-emotionale Kompetenzen aufzubauen und Gewalt vorzubeugen.

Wie unterstützt die Fachberatung die Elternarbeit?

Die Fachberatung bietet Strategien an, um eine Vertrauensbasis zu den Eltern aufzubauen, etwa durch Tür-und-Angelgespräche, Hausbesuche und eine ressourcenorientierte Kommunikation über den Entwicklungsstand des Kindes.

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Details

Title
Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten. Eine Herausforderung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte
Subtitle
Handlungsoptionen für die Fachberatung
College
University of Applied Sciences Freibug  (Pädagogik der frühen Kindheit)
Course
Bildung und Beratung
Grade
1,3
Author
Angela Schickler (Author)
Publication Year
2011
Pages
37
Catalog Number
V181683
ISBN (eBook)
9783656050995
ISBN (Book)
9783656051251
Language
German
Tags
kinder störung sozialverhaltens kindertagesstätten herausforderung hintergrund inklusionsdebatte handlungsoptionen fachberatung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Angela Schickler (Author), 2011, Kinder mit einer Störung des Sozialverhaltens in Kindertagesstätten. Eine Herausforderung vor dem Hintergrund der Inklusionsdebatte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181683
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