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"Jetzt gibt´s was auf die Ohren". Hörspiel-Produktion mit Kindern und Jugendlichen

Title: "Jetzt gibt´s was auf die Ohren". Hörspiel-Produktion mit Kindern und Jugendlichen

Seminar Paper , 2011 , 16 Pages

Autor:in: Sebastian Götz (Author)

Pedagogy - Media Pedagogy
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Auf den folgenden Seiten soll eine Anleitung beschrieben werden, die es ermöglicht, eine Hörspielproduktion mit Kindern und Jugendlichen durchzuführen. Dabei werden sowohl die zu schaffenden Voraussetzungen aufgelistet, als auch die zu vermittelnden Inhalte und Anweisungen, wie den Jugendlichen Medienkompetenz nach Baacke beigebracht werden soll. Am Ende der Arbeit werden diese Aspekte noch einmal dokumentiert. Laut Baacke teilt sich die Medienkompetenz in vier Dimensionen: Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung. Diese vier Ebenen mit ihren jeweiligen Ausführungen sollen im Projektverlauf den Jugendlichen beigebracht werden. Die aktive Medienarbeit mit Kindern, oftmals auch „der Königsweg der Medienpädagogik“ genannt, beinhaltet jedoch mehr als nur die Vermittlung von Medienkompetenz nach Baacke. Weitere Ziele finden sich in der Förderung von Kreativität, aktivem Hören, der Weiterbildung von Sprachkompetenz und der Aneignung- bzw. aktiven Mitgestaltung der Welt wieder. Der „Learning by doing“ Effekt, also das sog. handelnde Lernen ist hierbei die Grundlage der aktiven Medienarbeit und schafft einen größeren Lerneffekt bei Kindern und Jugendlichen. Das handelnde Lernen wiederum stellt nur einen Teilaspekt der Prinzipien der aktiven Medienarbeit mit Audio dar. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die so genannte „Lebensweltorientierung“. Es sollen keine Hörspiel-Kopien anderer Vorlagen entstehen. In dieser Produktion handelt es sich also nicht um die Adaption eines bereits existierenden Schriftstücks, viel mehr sollen die Jugendlichen eigene Geschichten entwerfen, die sich an ihrer eigenen Lebenswelt orientieren. Außerdem sollen die Jugendlichen in kleinen Gruppen arbeiten, dies führt zu einem sozialen Lerneffekt z.b. durch die Auseinandersetzung der Gruppenmitglieder in zahlreichen Diskussionen. Wichtig ist auch die Darlegung eines festen Zeitplans, also Beginn und Ende der Hörspielproduktion. Dadurch entsteht ein gewisser Projektcharakter, wodurch die Jugendlichen lernen unter Vorgaben bestimmte Teile der Produktionskette fertig zu stellen, also unter Zeit“druck“ zu arbeiten. Andererseits ist es auch aus Gründen der Motivation wichtig, den Teilnehmern ein absehbares Ende zu nennen, an dem sie ein fertiges Produkt in der Hand halten werden (Produktorientierung)....

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Organisatorische Voraussetzungen

3. Technische Voraussetzungen

4. Ablaufplan

5. Zielgruppe

6. Projekteröffnung

6.1 Einführung und Begrüßung

6.2 Soundwalk nach Murray

7. Theorieblock:Technik

7.1 Mikrofone

7.2 Klangqualität / Aufnahmeräume

7.3 Dateiformate

7.4 Audacity & Die Manipulationsmöglichkeiten des Audioschnitts

8. Gruppeneinteilung

9. Themenfindung

9.1 Festlegen des Roten Fadens

9.2 Ausarbeitung der Geschichte

9.3 Dialoge

10. Hörspielproduktion

11. Prinzipien der aktiven Medienarbeit

12. Vermittlung der Medienkompetenz nach Baacke

13. Anlagen

13.1 Internetlinks

13.2 Soundwalk nach Murray

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient als Leitfaden für die Durchführung von Hörspiel-Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, durch die aktive Produktion eigener Geschichten Medienkompetenz nach Baacke zu vermitteln und gleichzeitig die Kreativität sowie soziale Lernprozesse durch Gruppenarbeit zu fördern.

  • Aktive Medienarbeit und "Learning by doing"
  • Vermittlung der vier Dimensionen der Medienkompetenz
  • Methodik der Hörspielproduktion (Technik, Schnitt, Dramaturgie)
  • Förderung von Lebensweltorientierung und Kreativität
  • Projektmanagement in der medienpädagogischen Praxis

Auszug aus dem Buch

7.1 Mikrofone

Zunächst wird den Jugendlichen ein kurzer Überblick über die gängigen Mikrofontypen gegeben. Hierbei handelt es sich v.a. um die Unterscheidung zwischen dynamischen Mikrofonen und Kondensator Mikrofonen. Dabei soll vor allem kurz auf die Richtcharakteristika eingegangen werden, also die Aufnahmerichtungen der Mikrofone, die sich am besten mit Hilfe von Bildern (siehe z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik) verdeutlichen lassen. So nimmt ein dynamisches Mikrofon meist kugelförmig, also sozusagen „rundum“ auf, wohingegen Kondensator Mikrofone eine Richtcharakteristik aufweisen. Diese sog. Richtmikrofone findet man vor allem beim Fernsehen wieder. Oftmals versteckt in Windkörben und justiert an Tonangeln hat der ein oder andere sie bestimmt schon einmal im Fernsehen gesehen. Diese Mikrofontypen haben meist eine Nieren, oder Supernieren Charakteristik, das heißt, sie nehmen hauptsächlich Geräusche aus einer Richtung auf, meist der Richtung in die das Mikrofon zeigt. Daher kann man mit diesen Mikrofonen auch noch aus einiger Entfernung auf eine Geräuschquelle, z.B. einen Mund, „zielen“ und so das angepeilte Geräusch aufnehmen. Außerdem eignen sich Kondensator Mikrofone auch für die Aufnahme leiserer Töne, wohingegen dynamische Mikrofone auch lautere Geräusche ohne Verzerrung aufnehmen können.

Im dargestellten Projekt stehen jedoch keine aufwendigen Mikrofone zur Verfügung, da sie mitunter nicht die kostengünstigsten Mikrofone sind. Zur Produktion eines Hörspiels reichen, wie in diesem Fall, oft auch einfache Headsets. Denn die Jugendlichen sollen bei dieser Produktion nur die gesprochenen Texte aufzeichnen und keine Geräusche selbst aufnehmen. Diese werden später aus dem Internet heruntergeladen. Hier kann jedoch noch darauf eingegangen werden, dass viele der Geräusche, beispielsweise in Actionfilmen, nicht „real“ sind, sondern von so genannten „Soundmakern“ künstlich erzeugt werden. Zum Anstecken des Headsets am PC, sollte auch noch auf die verschiedenen Steckertypen eingegangen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert das Ziel der Anleitung, Jugendlichen durch aktive Hörspielarbeit Medienkompetenz und Kreativität zu vermitteln.

2. Organisatorische Voraussetzungen: Dieses Kapitel definiert den zeitlichen Rahmen, die Gruppengröße sowie die notwendigen räumlichen Gegebenheiten für das Projekt.

3. Technische Voraussetzungen: Hier werden die benötigte Hardware, Software sowie Zubehör für die Durchführung des Hörspielprojekts aufgelistet.

4. Ablaufplan: Der Ablaufplan bietet eine tabellarische Übersicht über die geplanten Aktivitäten über drei Tage hinweg.

5. Zielgruppe: Es wird begründet, warum sich das Projekt insbesondere für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren im außerschulischen Kontext eignet.

6. Projekteröffnung: Dieses Kapitel führt in die Vorstellungsrunde, die Thematisierung auditiver Medien und den Soundwalk nach Murray ein.

7. Theorieblock:Technik: Hier werden technische Grundlagen zu Mikrofonen, Klangqualität, Audioformaten und der Schnittsoftware Audacity vermittelt.

8. Gruppeneinteilung: Das Kapitel beschreibt eine spielerische Methode zur Gruppenzusammenstellung, um Ausgrenzung zu vermeiden.

9. Themenfindung: Hier wird der Prozess der Ideenentwicklung, der Strukturierung durch "Leitsätze" und der Heldenreise erläutert.

10. Hörspielproduktion: Der Fokus liegt auf der praktischen Aufnahme, dem Umgang mit externen Sounddateien und urheberrechtlichen Hinweisen.

11. Prinzipien der aktiven Medienarbeit: Das Kapitel fasst die pädagogischen Grundsätze wie "Learning by doing" und Produktorientierung zusammen.

12. Vermittlung der Medienkompetenz nach Baacke: Hier erfolgt eine systematische Einordnung der Projektschritte in Baackes vier Kompetenzdimensionen.

13. Anlagen: Der Anhang bietet weiterführende Links zu Datenbanken, Anleitungen und theoretischen Konzepten.

Schlüsselwörter

Hörspielproduktion, Medienkompetenz, aktive Medienarbeit, Jugendliche, Audacity, Mikrofontechnik, Soundwalk, Heldenreise, medienpädagogik, Lebensweltorientierung, Projektarbeit, Audioproduktion, Medienkunde, Mediengestaltung, Gruppenarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet einen praktischen Leitfaden für die Durchführung von Hörspiel-Workshops mit Kindern und Jugendlichen, um medienpädagogische Ziele zu erreichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die medienpädagogische Theorie nach Baacke, technische Grundlagen der Audioproduktion, kreatives Schreiben und Gruppenprozesse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Vermittlung von Medienkompetenz durch ein produktorientiertes Projekt, das "Learning by doing" in den Mittelpunkt stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Prinzipien der aktiven Medienarbeit und das Modell der Medienkompetenz nach Dieter Baacke.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in organisatorische Vorbereitung, technisches Know-how, dramaturgische Strukturierung durch die Heldenreise und praktische Produktion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Medienkompetenz, Hörspielproduktion, aktive Medienarbeit, Kreativität und Projektorientierung.

Warum wird die Methode des "Soundwalk nach Murray" eingesetzt?

Der Soundwalk dient zur Förderung des aktiven Hörens und fungiert als auflockerndes Element zu Beginn des Projekts, um die Wahrnehmung zu schärfen.

Welche Bedeutung hat die Heldenreise in diesem Workshop?

Die Heldenreise nach Campbell dient als strukturierendes Gerüst für die Geschichte der Jugendlichen, ohne dabei als rigides Zwangskorsett zu wirken.

Wie geht die Arbeit mit der Vergabe von Rollen um?

Die Rollenvergabe soll zwingend auf Freiwilligkeit basieren, um die Motivation der Teilnehmenden langfristig aufrechtzuerhalten.

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Details

Title
"Jetzt gibt´s was auf die Ohren". Hörspiel-Produktion mit Kindern und Jugendlichen
College
University of Passau
Author
Sebastian Götz (Author)
Publication Year
2011
Pages
16
Catalog Number
V181712
ISBN (eBook)
9783656051954
ISBN (Book)
9783656051732
Language
German
Tags
hörspiel kinder jugendliche pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Götz (Author), 2011, "Jetzt gibt´s was auf die Ohren". Hörspiel-Produktion mit Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181712
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