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Struktur, Funktion und Grenzen der akademischen Selbstverwaltung

Titel: Struktur, Funktion und Grenzen der akademischen Selbstverwaltung

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Christian Wetzel (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Die Anfangsjahre der Weimarer Republik waren von ökonomischer und
politischer Diskontinuität geprägt, die starken Einfluss auf die Universitätsalltag hatte. Das sich dieser Einfluss vor allem indirekt statt direkt ausgewirkt hat, wird die Ausarbeitung auf den folgenden Seiten noch zeigen, zunächst verdeutlicht das Zitat des preußischen Kultusministers von von 1918 Carl Heinrich Becker diese Vermutung: „Die großen Umwandlungen im Staatsleben der Gegenwart werden auch an den alten Formen der deutschen Universität nicht wirkungslos vorübergehen [...]. Gleichviel, ob man Veränderungen an ihnen für dringend erforderlich hält oder die bisherige Gestalt als im wesentlichen zweckmäßig ansieht, ist es doch für uns wichtig, daß nicht außenstehende Faktoren uns mit ihrem Reformeifer zuvorkommen, sondern daß wir selbst aus freiem Antrieb uns mit diesen Fragen beschäftigen, um bereits eine einheitliche eigene Ansicht zu besitzen, wenn man mit Forderungen an uns herantritt.“

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Struktur und Funktion der Selbstverwaltung der Universität Leipzig

2.1 Gremien

2.2 Beteiligte universitäre Einrichtungen an der Selbstverwaltung

2.3 Änderungen nach der Hochschulreform 1919/1920

3. Verwaltung außerhalb der Universität

3.1 Landtag und Universität

3.2 Hochschulrektorenkonferenz und Hochschulverbände

4. Grenzen der akademischen Selbstverwaltung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Strukturen, Funktionen und die Grenzen der akademischen Selbstverwaltung am Beispiel der Universität Leipzig in der frühen Weimarer Republik, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Wandel durch die Hochschulreformen von 1919/1920 liegt.

  • Struktur und Zusammensetzung der universitären Selbstverwaltungsgremien.
  • Einfluss der Hochschulreformen von 1919/1920 auf die Mitbestimmung.
  • Rolle staatlicher Institutionen und des Landtags in der Universitätsverwaltung.
  • Interuniversitäre Kommunikation und die Bedeutung von Hochschulverbänden.
  • Die Entwicklung studentischer Mitbestimmungsansätze und ihre tatsächliche Reichweite.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Anfangsjahre der Weimarer Republik waren von ökonomischer und politischer Diskontinuität geprägt, die starken Einfluss auf die Universitätsalltag hatte. Das sich dieser Einfluss vor allem indirekt statt direkt ausgewirkt hat, wird die Ausarbeitung auf den folgenden Seiten noch zeigen, zunächst verdeutlicht das Zitat des preußischen Kultusministers von von 1918 Carl Heinrich Becker diese Vermutung: „Die großen Umwandlungen im Staatsleben der Gegenwart werden auch an den alten Formen der deutschen Universität nicht wirkungslos vorübergehen [...]. Gleichviel, ob man Veränderungen an ihnen für dringend erforderlich hält oder die bisherige Gestalt als im wesentlichen zweckmäßig ansieht, ist es doch für uns wichtig, daß nicht außenstehende Faktoren uns mit ihrem Reformeifer zuvorkommen, sondern daß wir selbst aus freiem Antrieb uns mit diesen Fragen beschäftigen, um bereits eine einheitliche eigene Ansicht zu besitzen, wenn man mit Forderungen an uns herantritt.“1

Diese Reformen der 1919/1920er Jahre sind aber nur ein Teil dieser Hausarbeit. Grundsätzlich wird sich diese Arbeit mit den Funktionen, der Struktur und den Grenzen der akademischen Selbstverwaltung am Beispiel der Universität Leipzig befassen. Der Begriff akademische Selbstverwaltung umfasst alle gewählten Gremien und Ämter einer Hochschule, mit Hilfe derer die Struktur der Hochschule, die Gestaltung der Lehre, des Studiums und der Forschung, aber auch zur inneren Organisation festgelegt werden sollen.2

Auf Grundlage dieser Definition werden in den folgenden Punkten zunächst die einzelnen Gremien näher erläutert, zudem wird ein Abschnitt die Hochschulreform von 1919/1920 detaillierter zusammenfassen, um dann im Fazit die Grenzen der akademischen Selbstverwaltung bei den zuvor genannten Institutionen aufzuzeigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Situation der Weimarer Republik ein und definiert den Untersuchungsgegenstand der akademischen Selbstverwaltung an der Universität Leipzig.

2. Struktur und Funktion der Selbstverwaltung der Universität Leipzig: Hier werden die zentralen universitären Gremien, deren Kompetenzen und die Veränderungen durch die Reformen von 1919/1920 analysiert.

3. Verwaltung außerhalb der Universität: Dieses Kapitel beleuchtet das externe Umfeld, insbesondere die Abhängigkeiten vom Landtag, die Rolle des Hochschulreferenten sowie interuniversitäre Verbände.

4. Grenzen der akademischen Selbstverwaltung und Fazit: Das abschließende Kapitel reflektiert die tatsächlichen Spielräume der Selbstverwaltung und bewertet die Partizipation der verschiedenen Statusgruppen, insbesondere der Studenten.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Universität Leipzig, akademische Selbstverwaltung, Hochschulreform, Senat, Ordinarien, Mitbestimmung, Landtag, Studentenversammlung, Verfassungsorgane, Hochschulpolitik, Dozentenversammlung, Gremienstruktur, Statusgruppen, Universitätsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung, Struktur und die Funktionsweise der akademischen Selbstverwaltung an der Universität Leipzig während der frühen Jahre der Weimarer Republik.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die internen Entscheidungsgremien (wie Senat und Fakultäten), die Einwirkung staatlicher Stellen (Landtag) sowie die hochschulpolitische Vernetzung durch überregionale Konferenzen und Verbände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit die akademische Selbstverwaltung durch Reformen verändert wurde und wo die tatsächlichen Grenzen der Mitbestimmung für die verschiedenen Statusgruppen innerhalb der Universität lagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung genutzt?

Der Autor nutzt eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Statuten, Reformdokumenten der Jahre 1919/1920 sowie einschlägiger wissenschaftlicher Literatur basiert.

Welche Inhalte dominieren den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt detailliert die personelle und strukturelle Zusammensetzung der Gremien vor und nach der Hochschulreform sowie die sich wandelnden Schnittstellen zwischen Universität und staatlicher Verwaltung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem die Hochschulreform 1919/1920, das Rektorenwahlrecht, die Rolle der Ordinarien sowie die schrittweise Integration nicht-professoraler Statusgruppen in die universitäre Verwaltung.

Welche Rolle spielte die Universität Leipzig bei der studentischen Selbstverwaltung?

Leipzig nahm eine Vorreiterrolle ein, indem sie als erste deutsche Universität im Jahr 1920 ein Gremium für die studentische Selbstverwaltung einrichtete, auch wenn deren Einfluss auf den Senat begrenzt blieb.

Wie veränderte sich die Rolle der externen Aufsicht durch das Land?

Mit dem Wegfall des Regierungsbevollmächtigten wurde die direkte Einflussnahme durch eine stärkere bürokratische Steuerung über das Amt des Hochschulreferenten und die Konferenz der Ministerialreferenten ersetzt.

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Details

Titel
Struktur, Funktion und Grenzen der akademischen Selbstverwaltung
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Note
1,7
Autor
Christian Wetzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V181726
ISBN (eBook)
9783656050902
ISBN (Buch)
9783656051190
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Weimarer Republik Universitätsgeschichte Leipzig
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Wetzel (Autor:in), 2011, Struktur, Funktion und Grenzen der akademischen Selbstverwaltung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/181726
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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