Energiesparen in privaten Haushalten


Hausarbeit, 2003

32 Seiten, Note: ohne


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Energieverbrauch privater Haushalte
2.1 Was ist Energie? Was ist Energieeinsparung?
2.2 Der Energieverbrauch privater Haushalte der BRD in Zahlen
2.3 Die Notwendigkeit des Energiesparens

3. Umweltbewußtsein und Umweltverhalten im Energiebereich
3.1 Definition der Begriffe Umweltbewußtsein und energiesparendes Verhalten
3.2 Statistische Daten zum Umweltbewußtsein und Umweltverhalten der deutschen Bevölkerung

4. Strategien zur Förderung energiesparenden Verhaltens
4.1 Preise
4.2 Informationen
4.3 Verbrauchsrückmeldungen
4.4 Anreize
4.5 Einstellungen und Werte

5. Schlußbetrachtungen

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit befaßt sich mit Energiesparen in privaten Haushalten in der Bundesrepublik Deutschland.

In der Bundesrepublik Deutschland hat sich der Energieverbrauch in den letzten 50 Jahren verdreifacht (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 370). In Kapitel 2.2 (S. 4-7) werde ich aufzeigen, daß insbesondere die privaten Haushalte wesentlich zu dieser Steigerung beigetragen haben. Der hohe Energieverbrauch westlicher Industrienationen verursacht schwerwiegende Umweltprobleme, beispielsweise das des Treibhauseffektes mit globalen Klimaveränderungen (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2002a, S. 11). Ich halte daher eine Beschäftigung mit diesem Thema für eine wichtige, alle Menschen betreffende Angelegenheit und habe daher den Energieverbrauch privater Haushalte zum Thema meiner Hausarbeit gemacht.

Im 2. Kapitel werde ich den Energieverbrauch privater Haushalte der Bundesrepublik Deutschland darstellen und darauf aufbauend die dringende Notwendigkeit des Energiesparens aufzeigen. Das 3. Kapitel befaßt sich mit dem Umweltbewußtsein und dem Umweltverhalten privater Haushalte. Zunächst werde ich die Begriffe Umweltbewußtsein und Umweltverhalten in Bezug auf Energiesparen definieren. Im Anschluß folgen statistische Daten aus Umfragen bezüglich des Umweltbewußtseins und des Energiesparverhaltens der Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland. Im 4. Kapitel werde ich verhaltensabhängige Strategien zum Energiesparen erörtern. Hierbei handelt es sich um Ansätze, die mittels Preise, Information über energiesparendes Verhalten, Verbrauchsrückmeldungen, Anreize und mittels Einstellungen und Werte Einfluß auf das Umweltverhalten der Verbraucher nehmen. Die Hausarbeit endet mit einer persönlichen Einschätzung zum gegenwärtigen Stand der psychologischen Forschung bezüglich energiesparenden Verhaltens.

2. Der Energieverbrauch privater Haushalte

Zu Beginn dieses Kapitels werden die Begriffe Energie und Energieeinsparung erläutert. Im Anschluß wird der Energieverbrauch privater Haushalte in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Das letzte Unterkapitel befaßt sich mit möglichen Szenarios des Umweltbundesamtes zum zukünftigen Energieverbrauch.

2.1 Was ist Energie? Was ist Energieeinsparung?

Bevor im folgenden Kapitel genaue Daten zum gegenwärtigen Energieverbrauch privater Haushalte aufgeführt werden, sehe ich es als notwendig an, wesentliche Begriffe kurz zu definieren:

Nach Hellbrück (1999, S. 542-547) wird Energie als Arbeit definiert, die geleistet wird, wenn eine Kraft von 1 Newton ihren Angriffspunkt um 1 m in Wegrichtung dieser Kraft verschiebt. Energie tritt dabei in verschiedenen Formen auf: Als mechanische, thermische, elektrische, magnetische, chemische Energie sowie als Strahlungs- und Kernenergie. Sie kann von einer Form in eine andere umgewandelt werden. Diese Umwandlungen können reversible oder irreversible sein. Da Energie also lediglich umgewandelt werden kann, ist der alltäglich verwendete Begriff Energieverbrauch [1] eher irreführend. Er wird jedoch in dieser Arbeit aufgrund des häufigen Gebrauchs benutzt.

Nach Grawe, Schulz & Winkler (1990, S. 12-13) bedeutet Energieeinsparung die Verminderung des Energieverbrauchs für einzelne Stufen in oder für die gesamte Energienutzungskette. Diese Kette umfaßt die Gewinnung der Primärenergie, die Umwandlung der Primärenergie in Endenergie, die Wandlung der Endenergie in Nutzenergie und schließlich den vom Verbraucher gewünschten Energienutzen, die Energiedienstleistung. Beispiele für Energieeinsparungen in diesem Sinne sind die Verringerung des Energieverbrauchs zur Beheizung einer Wohnung oder die Reduzierung des Energieverbrauchs für einen bestimmten Waschgang mit der Waschmaschine.

2.2 Der Energieverbrauch privater Haushalte der BRD in Zahlen

Seit 1950 hat sich im früheren Bundesgebiet sowohl der Primär- als auch der Endenergieverbrauch verdreifacht (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 370). In Deutschland wurden im Jahr 2000 etwa 14.200 Petajoule (PJ) Primärenergie verbraucht. Das entspricht knapp 500 Mio. t Steinkohle oder knapp 4.000 Mrd. kWh. Damit beträgt der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch an Energie 177 Gigajoule (GJ), 6 t Steinkohle oder gut 49.000 kWh (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, 2002a, S. 19). Die folgende Grafik zeigt, daß der gesamte Endenergieverbrauch im Jahr 2000 9197 PJ betrug. Private Haushalte hatten dabei einen Anteil von 28 %; private Haushalte einschließlich Kleinverbraucher einen Anteil von 44 %. Der Anteil der Industrie lag bei 26 % und der Anteil des Verkehrs bei 30 %.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 – Primärenergieverbrauch nach Energiesektoren in PJ

Auffällig ist die unterschiedliche Entwicklung im Verbrauchsverhalten der jeweiligen Sektoren. Laut Bundesamt für Statistik (2002, S. 377) entwickelte sich der Energiebedarf für die drei Verbrauchergruppen Industrie, Verkehr, Haushalte (einschl. Kleinverbraucher) in der Vergangenheit unterschiedlich. Während im früheren Bundesgebiet 1950 noch die Industrie mit einem Anteil von rund 46% Hauptabnehmer von Endenergie war und die Haushalte und Kleinverbraucher nur mit 37% am Endverbrauch partizipierten, hat sich das Verhältnis mittlerweile umgekehrt. Die Ursachen für diese Entwicklung liegen insbesondere in der zunehmenden Ausstattung der privaten Haushalte mit elektrischen Haushaltsgeräten, in gestiegenen Verkehrsleistungen und im relativ sparsameren Einsatz im Rahmen der Industrieproduktion. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 20) sieht eine weitere Ursache im wirtschaftlichen Strukturwandel von energieintensiven Produkten hin zu Dienstleistungen und kommt aufgrund dieser gegenläufigen Tendenzen zu dem Ergebnis, daß der Endenergieverbrauch praktisch unverändert geblieben ist.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist, daß die Energieversorgung der Bundesrepublik Deutschland ganz überwiegend auf fossile Energieträger, wie etwa Kohle, Erdöl, Erdgas sowie Uran basiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 – Anteil der Energieträger am Primärenergieverbrauch 2001

Dies führt zu einer Reihe von Problemen: Laut Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 10-12) liegen die Schwierigkeiten nicht nur in der frühzeitigen Erschöpfung dieser nicht-regenerativen Energievorräte und in der bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern entstehenden Luftschadstoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxide. Diese sind sowohl für die Umwelt als auch für Menschen direkt gesundheitsschädigend. Denn neben diesen häufig auch als “klassische” Luftschadstoffe bezeichneten Emissionen wird bei jeglicher Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Energieträgern, also vor allem Kohle, Erdgas und Erdöl immer auch Kohlendioxid freigesetzt. Dieses Gas ist zwar in den hier relevanten Konzentrationen für Organismen nicht giftig, aber seine schädigende Wirkung liegt in der Verstärkung des Treibhauseffekts, der zu einer Erhöhung der globalen Temperaturen und zu zahlreichen Folgewirkungen führt. Deutschland hat 2000 rund 858 Mio. Tonnen Kohlendioxid emittiert. Das sind knapp 4 % der weltweiten Emissionen. Jeder Bewohner Deutschlands ist damit für den Ausstoß von über 10 t Kohlendioxid pro Jahr verantwortlich. Zum Vergleich: Ein US-Amerikaner bläst pro Jahr 22 t in die Luft, ein Chinese hingegen nur 2,7 t und ein Inder sogar nur 0,7 t. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 12) stellt fest, daß energiebedingte CO2-Emissionen etwa zur Hälfte zum menschlich verursachten Treibhauseffekt beitragen und damit im Mittelpunkt der Bemühungen um den Klimaschutz stehen.

2.3 Die Notwendigkeit des Energiesparens

Das vorangegangene Kapitel belegt, daß das gegenwärtige Niveau des Energieverbrauchs und damit auch das der CO2-Emissionen zu hoch sind. In seinem Beitrag `Nachhaltige Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland` macht das Umweltbundesamt (2002, S. 4-9) in Bezug auf nachhaltige Energienutzung und Klimaschutz folgende Aussagen: Ohne aktives Gegensteuern wird im Verlauf dieses Jahrhunderts ein mittlerer globaler Temperaturanstieg zwischen 1,4 und 5,8 °C befürchtet, der zu einer Anhebung des Meeresspiegels und zu einer Verschiebung der Klimazonen mit gravierenden Auswirkungen führen würde. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 11) betrachtet die Tatsache einer globalen Klimaerwärmung infolge der Verbrennung fossiler Energieträger als gesichert an und verweisen auf die neuesten Erkenntnisse des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), nach denen der Klimawandel bereits begonnen hat. Um diesen Klimawandel zu stoppen, legt das Umweltbundesamt (2002) als Handlungsziel eine Reduzierung der CO2-Emissionen der Industriestaaten von 80 % im Zeitraum von 1990 bis 2050 zugrunde, dabei sollen 40 % bis 2020 erreicht sein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 – Entwicklung der globalen CO2-Emissionen

Das Umweltbundesamt (2002) hat drei mögliche Szenarien entwickelt, wie sich der Energieverbrauch in den nächsten 50 Jahren entwickeln könnte: Berechnungen bei einem Status-quo-Szenario ergeben, daß der Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 in etwa auf demselben hohen Niveau des Jahres 1998 verbleibt. Durch Effizienzsteigerungen im bisherigen Maße kann zwar die zunehmende Nachfrage nach Energiedienstleistungen kompensiert werden. Es kommt jedoch nicht zu einem Trendwechsel und zu einem dauerhaften Einsparerfolg. Beim Effizienz-Szenario werden die Potentiale der rationellen Energienutzung und -umwandlung sowie der Nutzung erneuerbarer Energien umgesetzt, die unter den gegebenen Bedingungen für die jeweiligen Akteure wirtschaftlich sind. Hier kommen zudem gegenüber der Status Quo-Entwicklung Energieeinsparmaßnahmen bei den Endverbrauchern in Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten stärker zum Tragen. Das Effizienz-Szenario setzt aber vorwiegend auf einen effizienteren Einsatz und Bereitstellung von Energie. Hierbei könnten die CO2-Emissionen bis 2020 um 38 %, bis 2050 sogar um ca.60 % sinken. Im Nachhaltigkeits-Szenario wird davon ausgegangen, daß die langfristigen Ziele einer nachhaltigen Energienutzung - also eine Verminderung der CO2-Emissionen um 80 % bis 2050 gegenüber 1990- erfüllt werden. Hier wird neben einer beschleunigten und intensiveren Ausschöpfung der Effizienzpotentiale sowie einer stärkeren Nutzung der erneuerbaren Energien ein verstärkter Bewußtseins- und Wertewandel der Bürger angenommen, der vor allem die Erschließung vorhandener Effizienzpotentiale weiter vereinfacht. Die insgesamt höhere Sensibilität der Verbraucher in Bezug auf die Energienutzung führt gegenüber dem Effizienz-Szenario zu zusätzlichen Energieeinsparungen. Wesentliche Bausteine für eine Nachhaltige Energienutzung sind neben dem Verzicht auf die Kernenergienutzung, dem Ausbau der rationellen Energienutzung und dem Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien vor allem eine Verminderung der Nachfrage beim Energiebedarf. Hierbei können insbesondere die privaten Haushalte einen großen Beitrag leisten.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (2002a, S. 21) sieht vielfältige Potentiale der Energieeinsparung. So könnten insgesamt 35-45% des derzeitigen Energieverbrauchs eingespart werden, ohne daß an Energiedienstleistungen Abstriche gemacht werden müßten. Ein kleines Beispiel verdeutlicht diese Möglichkeiten: Würde jeder der 36 Millionen Haushalte Deutschlands anstelle einer 100-Watt Glühlampe eine 20 Watt-Kompaktleuchtstofflampe verwenden, die den gleichen Lichtstrom erzeugt, ergäbe sich unter Annahme einer 1.000 Stunden Brenndauer im Jahr eine Stromeinsparung von ca. 3 Milliarden kWh/a und eine Verringerung der CO2-Emission von 2 Millionen t/a (Hellbrück, 1999, S. 549).

Die vorangegangenen Ausführungen zeigen die Wichtigkeit energiesparsamen Verhaltens der privaten Haushalte. Welchen Beitrag die ökologische Psychologie, die sich unter anderem mit dem Themengebieten des Umweltbewußtseins und des Umweltverhaltens auseinandersetzt, dazu leisten kann, wird noch erläutert.

3. Umweltbewußtsein und Umweltverhalten im Energiebereich

Dieses Kapitel befaßt sich mit dem Umweltbewußtsein und dem Umweltverhalten der deutschen Bevölkerung im Energiesektor. Im folgenden Abschnitt werde ich zu Beginn die Begriffe `Umweltbewußtsein` und `energiesparendes Verhalten` erläutern. Im Anschluß folgen statistische Angaben zum Umweltbewußtsein und zum Energiesparverhalten der deutschen Bevölkerung.

3.1 Definition der Begriffe Umweltbewußtsein und energiesparendes Verhalten

Der Begriff ` Umweltbewußtsein ` wird sowohl in gesellschaftlichen als auch in politischen Diskussionen laufend benutzt. Aufgrund der häufigen Verwendung besteht die Schwierigkeit, daß er in vielen unterschiedlichen Bedeutungen gebraucht wird. So stellen Schahn & Giesinger (1993, S. 12) auch fest, daß es selbst innerhalb der Psychologenschaft eine eindeutige, allgemeinverbindliche Definition von Umweltbewußtsein nicht gibt. Dennoch ist an dieser Stelle eine präzise Begriffsbestimmung unerläßlich. Ganz grob formuliert bedeutet `Umweltbewußtsein` erst einmal nicht mehr als das Einstellen des Bewußtseins auf unsere ökologische Umwelt (Grettenberger, 1996, S. 38). Diese Definition erscheint mir jedoch zu ungenau. Nach Littig (1995, S. 55) ist die empirische Sozialforschung bemüht, die Einflußfaktoren von Umweltbewußtsein zu bestimmen, sie mittels meßbarer Indikatoren operationalisierbar zu machen und einer einheitlichen modellhaften Fassung des Begriffes näher zu bringen. Demnach wird `Umweltbewußtsein` in der neueren sozialwissenschaftlichen Umweltforschung als ein mehrdimensionales, allein kognitive Dimensionen berücksichtigendes Konstrukt aufgefaßt. Die Elemente dieses Konstruktes sind

- umweltbezogene Werthaltungen
- umweltrelevantes Wissen
- umweltbezogene Einstellungen
- Umwelterleben und -betroffenheit
- umweltorientierte Handlungsbereitschaft.

Im folgenden werde ich die einzelnen Elemente genauer erläutern:

Urban (1986, S. 365) sieht in `umweltrelevanten Wertorientierungen` allgemeinste Bewertungssysteme für Einstellungsobjekte aller Art. Sie wirken demzufolge als Sinngebungsmuster, mit denen Individuen ihre jeweils bereichsspezifischen Einstellungshaltungen integrieren, um so zu einer einheitlichen Perspektive von Lebenssinn zu gelangen. Sie sind also abstrakter als Einstellungshaltungen.

`Umweltwissen` meint Kenntnisse meist naturwissenschaftlicher Art über die Ursachen von Umweltbelastungen. Manchmal meint der Begriff aber auch handlungsbezogene Kenntnisse über die Möglichkeiten, sich umweltverträglich zu verhalten (Katzenstein, 1995a, S. 29).

Nach Urban (1986, S. 365) machen `umweltbezogene Einstellungen` den Kernbereich des Umweltbewußtseins aus. Sie sind handlungsnäher, gegenstandsspezifischer und individuell schwächer institutionalisiert als Wertorientierungen. Ferner schaffen Einstellungen eine emotionale Besetztheit ihrer Objekte, von denen eine große sozial-normative d.h. verhaltensregulierende Kraft ausgehen kann.

Mit `Umwelterleben und -betroffenheit` meint Spada (1990, S. 624) die affektiv-evaluative Komponente des Umweltbewußtseins. Katzenstein (1995, S. 29) erläutert dies als eine gefühlsmäßig verankerte, wertende Haltung gegenüber der Umweltproblematik.

[...]


[1] Zur Messung des Energieverbrauchs lassen sich im Wesentlichen zwei Größen heranziehen: Zum einen der Primärenergieverbrauch, zum anderen der Endenergieverbrauch. Der Primärenergieverbrauch kann von der Verwendungsseite her als Summe aus dem Endenergieverbrauch, dem nicht energetischen Verbrauch sowie dem Saldo in der Umwandlungsbilanz berechnet werden. Der Primärenergieverbrauch bildet den Verbrauch von Energieträgern vor der Umwandlung ab; über 90 % der hier erfaßten Energieträger befinden sich im Rohzustand und werden erst durch Umwandlungsprozesse in einen für Verbrauchszwecke nutzbaren Zustand überführt. Im Endenergieverbrauch werden der Verbrauch sowohl von Primärenergieträgern als auch von Sekundärenergieträgern, d. h. Energieträgern, die Produkte eines Umwandlungsprozesses sind, bei den Endabnehmern -Industrie, Verkehr, private Haushalte sowie Handel, Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen- erfaßt (Bundesamt für Statistik, 2002, S. 369).

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten

Details

Titel
Energiesparen in privaten Haushalten
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Institut für Psychologie)
Veranstaltung
Umweltbewußtsein und Umweltverhalten
Note
ohne
Autor
Jahr
2003
Seiten
32
Katalognummer
V18192
ISBN (eBook)
9783638225854
ISBN (Buch)
9783638676519
Dateigröße
694 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Energiesparen, Haushalten, Umweltbewußtsein, Umweltverhalten
Arbeit zitieren
Oliver Goebel (Autor), 2003, Energiesparen in privaten Haushalten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18192

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