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Implikaturen und ihr Beitrag zur Erklärung der Informationsstruktur von Äußerungen

Title: Implikaturen und ihr Beitrag zur Erklärung der Informationsstruktur von Äußerungen

Thesis (M.A.) , 2003 , 66 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ellen Rennen (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

[...] Viele Wissenschaftler
beschäftigten sich schon mit diesem Thema und haben eine Vielfalt von Theorien
entwickelt. Aus diesem Grund werde ich mich auf wenige ausgesuchte Modelle
konzentrieren, um den Rahmen dieser Untersuchung einzuhalten.
Grice legt in seinem Kommunikationsmodell verschiedene Kriterien fest, die
innerhalb eines Gespräches beachtet werden sollten. Ist dies nicht der Fall, entstehen
Implikaturen. Sie gestalten die Kommunikation auf einer gesonderten Ebene, die es
vom Adressaten zu verstehen gilt. Bei diesem Prozeß sind die Kommunikationsmaximen
eine wichtige Hilfe. Anschließend werden die Verbesserungen dieser
Theorie durch andere Wissenschaftler kurz erläutert. Dieser kritische Blick erlaubt
eine Überprüfung des Modells hinsichtlich seiner Anwendbarkeit auf die alltägliche
Kommunikation.
Präziser wird die Struktur von Informationen durch die Skalen-Modelle untersucht.
Hier wird der Schwerpunkt auf die verschiedenen kognitiven Status gelegt, die Sprecher und Hörer während eines Gespräches innehaben können. Der Status gibt
Auskunft über die Bedeutung des aktuellen Themas. In der Sprachwissenschaft wird
jedoch über die Anzahl der jeweiligen Status diskutiert. Die Hierarchie des
Bekanntheitsgrades als auch die Vertrautheits-Skala formulieren zwar die gleiche
Anzahl an Status, jedoch bestehen zwischen ihnen kleine Unterschiede.
Nachdem die Modelle vorgestellt wurden, werde ich die Gemeinsamkeiten und
Unterschiede herausstellen. Auf diese Weise können neue Erkenntnisse gewonnen
werden, wie Informationen gestaltet sein müssen, damit die Kommunikation
erfolgreich verläuft. Dabei ist es sehr hilfreich, daß in dieser Arbeit sowohl ein
allgemeineres Modell als auch spezifische Untersuchungen betrachtet werden. Auf
diese Weise können unterschiedliche Aspekte der Informationsstruktur berücksichtigt
und kritisch betrachtet werden. Den Mittelpunkt bilden hier die Implikaturen.
Zum Schluß der Arbeit werde ich definieren, was genau unter dem Begriff
Informationsstruktur zu verstehen ist. Anhand der so bestimmten Merkmale können
die vorgestellten Modelle gute Ansätze liefern, um die Forschung auf diesem Gebiet
in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Die Begriffe Bezug, Thema, Entität und Referent werden in dieser Arbeit
gleichbedeutend verwendet. Sie bezeichnen den aktuellen Gesprächsgegenstand. Bei
meiner Untersuchung der verschiedenen Modelle schließe ich mich den jeweils dort
verwendeten Begriffe an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Kommunikationsmodell von Grice

1. Begriffsdefinition

2. Das Kooperationsprinzip

3. Die Maximen

a) Die Quantitätsmaxime

b) Die Qualitätsmaxime

c) Die Relevanzmaxime

d) Die Modalitätsmaxime

e) Verletzungen der Maximen

4. Implikaturen

a) Konversationale Implikaturen

b) Partikularisierte konversationale Implikaturen

c) Generalisierte konversationale Implikaturen

d) Konventionale Implikaturen

e) Skalare Implikaturen

5. Grenzen und Kritik von Grices Modell

a) Das Kooperationsprinzip und die Maximen

b) Implikaturen

III. Skalen-Modelle

1. Die Hierarchie des Bekanntheitsgrades

a) Die einzelnen Status

b) Grenzen und Kritik

2. Vertrautheitsskala

3. Topik-Kontinuität

4. Identifizierbarkeit und Zugänglichkeit

5. Zusammenfassung der Skalen-Modelle

IV. Zusammenspiel der Skalen-Modelle mit Grices Theorie

1. Die Quantitätsmaxime und die Hierarchie des Bekanntheitsgrades

2. Vergleich von Implikaturen und Ableitungen

V. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Implikaturen und Skalen-Modelle zur Erklärung der Informationsstruktur von Äußerungen beitragen. Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von implizit vermittelter Bedeutung auf die Struktur von Informationen aufzuzeigen und dabei die Anwendbarkeit gängiger pragmatischer Theorien, insbesondere des Kommunikationsmodells von Grice, kritisch zu prüfen.

  • Analyse des Griceschen Kommunikationsmodells und der Bedeutung von Konversationsmaximen.
  • Untersuchung der Rolle von Implikaturen für die Äußerungsbedeutung.
  • Darstellung und kritische Evaluation verschiedener Skalen-Modelle der kognitiven Status.
  • Analyse des Zusammenspiels zwischen pragmatischen Maximen und Skalen-Modellen.
  • Definition des Begriffs Informationsstruktur im Kontext der untersuchten Modelle.

Auszug aus dem Buch

3. Die Maximen

Ist das Kooperationsprinzip noch recht vage und allgemein formuliert, geht Grice bei seinen Maximen detaillierter vor. Er unterteilt sie in vier Gruppen: Quantität, Qualität, Relevanz und Modalität. Die Begriffe übernahm Grice der Kategorien von Kant. Ob jedoch auch ein inhaltlicher Zusammenhang besteht, wird in der Linguistik noch diskutiert. Kant versteht seine Kategorien eher als Gesetze, während Grice lediglich Maximen aufstellt, gegen die auch verstoßen werden kann. „Ein sachlogischer Zusammenhang der Griceschen Maximen mit Kants Kategorienkonzept ist nicht erkennbar. Das gilt vor allem für die Kategorien der Relation und Modalität.“ Ein Vergleich ist darum schon hinsichtlich der theoretischen Grundlage nicht möglich. Aus diesem Grund scheint die Ähnlichkeit von Grices Maximen mit Kants Kategorienkonzept nur auf die Namensgebung zuzutreffen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Informationsstruktur ein und umreißt die methodische Herangehensweise durch die Untersuchung von Implikaturen und Skalen-Modellen.

II. Das Kommunikationsmodell von Grice: Dieses Kapitel definiert Kooperation und erläutert die vier Konversationsmaximen von Grice sowie deren Verletzungsmöglichkeiten und die daraus resultierenden Implikaturen.

III. Skalen-Modelle: Hier werden verschiedene Modelle (wie die Hierarchie des Bekanntheitsgrades und die Topik-Kontinuität) vorgestellt, die den kognitiven Status von Referenten innerhalb eines Diskurses beschreiben.

IV. Zusammenspiel der Skalen-Modelle mit Grices Theorie: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Ansätze, indem es die Quantitätsmaxime auf die Hierarchie des Bekanntheitsgrades bezieht und Implikaturen mit Ableitungen vergleicht.

V. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, wobei die Bedeutung von Intonation, Satzbau und kognitiven Status für die Strukturierung von Informationen hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Informationsstruktur, Kommunikation, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, Implikaturen, Konversationale Implikaturen, Skalen-Modelle, Bekanntheitsgrad, Topik-Kontinuität, Referent, Pragmatik, Sprachanalyse, Kognitiver Status, Diskurs, Sprachgebrauch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Informationsstruktur in der Kommunikation und untersucht, wie Sprecher und Hörer Bedeutung jenseits des explizit Gesagten konstruieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Pragmatik der Kommunikation, insbesondere Grices Kommunikationsmodell, die Theorie der Implikaturen sowie verschiedene Skalen-Modelle zur Beschreibung von kognitivem Status und Topik-Kontinuität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Implikaturen die Struktur von Informationen beeinflussen und welche Erkenntnisse die Verknüpfung von Grice-Modellen mit Skalen-Modellen für die Sprachwissenschaft liefert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Analyse und Literaturrecherche, indem sie ausgewählte Modelle der linguistischen Pragmatik vergleicht, kritisch beleuchtet und ihre Anwendbarkeit auf kommunikative Prozesse prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Grice-Modells, die Analyse verschiedener Skalen-Modelle zur Informationsverteilung sowie die Synthese, in der beide Theorieansätze miteinander in Bezug gesetzt werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kooperationsprinzip, Maximen, Implikaturen (konversational/konventional), Skalen-Modelle (Hierarchie des Bekanntheitsgrades), kognitiver Status und Informationsstruktur.

Welche Rolle spielt die Modalitätsmaxime?

Sie ist im Vergleich zu den anderen Maximen formbezogen und regelt, wie etwas ausgedrückt wird („Sei klar“), wobei ihre Notwendigkeit in der Linguistik aufgrund von Kollisionen mit der Quantitätsmaxime umstritten ist.

Was unterscheidet partikularisierte von generalisierten Implikaturen?

Partikularisierte Implikaturen sind stark kontextabhängig und werden vom Hörer aufgrund der spezifischen Gesprächssituation erschlossen, während generalisierte Implikaturen weitgehend unabhängig von einem spezifischen Kontext auftreten.

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Details

Title
Implikaturen und ihr Beitrag zur Erklärung der Informationsstruktur von Äußerungen
College
RWTH Aachen University  (Germanistisches Institut)
Grade
2,3
Author
Ellen Rennen (Author)
Publication Year
2003
Pages
66
Catalog Number
V18208
ISBN (eBook)
9783638226011
Language
German
Tags
Implikaturen Beitrag Erklärung Informationsstruktur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ellen Rennen (Author), 2003, Implikaturen und ihr Beitrag zur Erklärung der Informationsstruktur von Äußerungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18208
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