Über die Pädagogik Janusz Korczaks und die Schwierigkeiten im Umgang mit ihr


Hausarbeit, 2002

20 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Warum Janusz Korczak nicht vergessen werden darf?

2. Janusz Korczaks Leben und überliefertes Werk
2.1 Biografie
2.2 Schriften

3. Janusz Korczaks pädagogische ‚Lehre‘[1]
3.1 Ziele
3.2 Pädagogische Grundlagen und methodische Ansätze

4. Warum Janusz Korczaks Pädagogik so schwer faßbar ist?
4.1 Seine Sprache
4.2 Das Fehlen eines geschlossenen pädagogischen Konzeptes
4.3 Die hohen Ansprüche an die Erzieher
4.4 Das in Frage stellen des allgemeinen Erziehungsanspruchs
4.5 der Krieg
4.6 die politische Dimension

5. Literatur

1. Warum Janusz Korczak nicht vergessen werden darf?

„Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch sollen. Ich kann nicht verstehen, daß man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat.“ Theodor W. Adorno[2]

„...Ihr sagt: der Umgang mit Kindern ermüdet uns. Ihr habt recht. Ihr sagt: denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinun­tersteigen. [...] Ihr irrt euch. Nicht das ermüdet uns. Sondern, daß wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen. [...] Um nicht zu verletzen.“ Janusz Korczak[3]

Man fragt sich, ob T. W. Adorno das Leben Janusz Korczaks vor Augen hatte, als er diese martialisch anmutenden Zeilen schrieb. Einen Mann, der sich ganz seiner Auf­gabe verschrieb, der Friedlosigkeit auf der Welt durch die liebe- und achtungsvolle Erziehung des Kindes zu begegnen. Und ein Mann, dessen Name untrennbar mit dem Schrecken des Dritten Reichs verknüpft ist. Es liegt nahe ihn vor dem Hinter­grund seines gewaltsamen Todes durch die Nationalsozialisten zum Märtyrer für die gerechte Sache stilisieren zu wollen[4]. Aber das würde ihm nicht gerecht werden, denn Korczak zeigte nicht erst in seinem Tod menschliche Größe. Seine Be­deutung für die Nachwelt sollte vielmehr in seiner konsequenten Haltung gesucht werden, der Frage nach dem Sinn und Erfolg von Erziehung durch die alltägliche Arbeit, durch die miterlebte Freude und den Kummer von Kindern zu begegnen. Da­mit gelang es ihm eine Ahnung davon zu geben, wie der hohe Anspruch der Päd­agogik, Mittler einer menschlicheren Welt zu sein, bewerkstelligt werden kann. Korczak hinterließ kein geschlossenes pädagogisches Konzept und nach seinen Schriften zu urteilen, tat er das bewußt. Zu groß schätzte er die Gefahr ein, dass der Erzieher verleitet werden könnte, sich auf seiner einmal erreichten Stellung auszuruhen. Für ihn gehörten Selbstzweifel, das Hinterfragen der eigenen Person, neben Aufopferung, Kontinuität und eigener kindlich empfundener Freude zu den wesentlichen Stützpfeilern der er­zieherischen Arbeit. Seine pädagogischen Prinzi­pien kleidete er, in der ihm eigenen atmosphärischen Sprache, in Geschichten, die er in zahllosen Aufsätzen, Artikeln, (Kinder)Romanen und Radioreportagen veröffent­lichte - Korczak selbst sprach auch von „erzählender Pädagogik“[5]. Seine zentrale Botschaft: „Das Recht des Kindes auf Achtung“[6], also die Kinder ernst zu nehmen in ihren Bedürfnissen, scheint einfach und ist aber zugleich so schwer. Setzt sie doch voraus, dass der Erzieher, der Er­wach­sene sich seiner Machtposition voll bewußt ist und auch seine Fehlbarkeit ak­zeptiert. Korczak bietet uns somit keine einfache Lö­sung an, in der der Erzieher seine einmal gewonnene, erkämpfte Erwachsenenrolle auf immer beibehalten kann. Er fordert, so wie die Erwachsenen es allgemeinhin von den Kindern fordern, dass auch der Lehrer stetig an seinen Aufgaben, Erfolgen und Mißerfolgen wächst und lernt.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit dem Leben Korczaks und sei­nen pädagogischen Ansätzen. Im Anschluß soll die Frage diskutiert werden, warum seine ‚Lehre‘gegenüber der anderer Reformpädagogen im heutigen erzie­herischen Alltag weniger Beachtung findet.

2. Janusz Korczaks Leben und überliefertes Werk

„Humanität trumpft nicht auf“ Theodor W. Adorno[7]

2.1 Biografie

Janusz Korczak wurde am 22. Juli 1878 oder 1879[8] – sein ursprünglicher Name lau­tete Henryk Goldszmit[9] – in Warschau als Kind einer angesehenen, relativ wohlha­benden jüdischen Familie geboren. Sein Vater war ein erfolgreicher Rechtsanwalt, die Familie besaß ein geräumiges Haus sowie Dienstboten. Die Goldszmits verstan­den sich als polnische Patrioten jüdischer Abstammung mit liberaler politischer und religöser Gesinnung. Dabei waren sie vermutlich stark von der damals populären jüdischen Aufklärungsbewegung ‚haskalah‘ geprägt, die den Anschluß der jüdischen an die Kultur des Gastlandes anstrebte. Korczak erlebte in der gut-bürgerli­chen Um­gebung seines Elternhauses eine insgesamt unbeschwerte Kind­heit. Mit dem Tod des Vaters - Korczak ist damals 17 Jahre alt – ändern sich die Lebensum­stände je­doch schlagartig. Da der Vater das gesamte Vermögen beim Glücks­spiel verloren hatte, steigt die Familie sozial ab. Korczak nimmt neben der Schule Gelegenheits­jobs an und erteilt Nachhilfeunterrricht, um den spärlichen Un­terhalt aufzubessern. 1898 beginnt er mit dem Medizinstudium, dass er 1904 mit ei­ner Promotion ab­schließt. Während der Studienjahre engagiert er sich in einem War­schauer Wohltä­tigkeitsver­ein und betätigt sich als Publizist, womit er gleichzeitig sein Studium finan­ziert. Noch als Student nimmt er 1904 seine erste Stelle als Kinderarzt in einer Klinik an. 1905 wird seine Arbeit durch seine Einberufung als Sanitätsarzt in den russisch-japani­schen Krieg unterbrochen[10]. Eine weitere diesmal allerdings frei­willige Reise unter­nimmt er 1907 nach Berlin, um ein Jahr lang an den angesehenen medizini­schen Einrichtungen sowie psychatrischen und pädagogischen Anstalten zu studie­ren. Später sollte er auch noch Studienreisen nach Paris und London unter­nehmen. Bis 1911 arbeitete Korczak weiter im Krankenhaus, besuchte aber auch Privatpatien­ten, wobei er -gleich einem modernen Robin Hood- Kranke aus den Ar­menvierteln unent­geltlich und solche der priviligierten Gesellschaft für sehr hohe Ho­norare behandelte. Im gleichen Jahr tauschte er seine angesehene gesellschaftli­che Stellung und sein gutes Einkommen gegen die Leitung des neu gegründeten Wai­senhauses ‚Dom Sie­rot‘[11] in Warschau, das nach seinen Entwürfen errichtet wurde. Eine biographische Schlüsselstelle: Nunmehr ist nur in zweiter Linie vom Arzt Korczak die Rede und in erster vom Erzieher und Lehrer. Eine wichtige Rolle bei sei­ner Hinwendung zur Pä­dagogik war mit Sicherheit sein zunehmendes Enga­gement bei der ‚Warschauer Wohltätigkeitsgesellschaft‘, die sich zur Aufgabe ge­macht hatte, notleidenden Kin­dern auch über die rein materielle Versorgung hinweg zu helfen[12]. Vor allem der ge­meinsame Urlaub mit Arbeiterkindern in den sogenann­ten Sommer­kolonien scheinen Korczak maßgeblich beeinflußt zu haben und ermöglichten ihm erste konkrete pä­dagogische Erfahrungen zu machen.[13] Korczak hat die Leitung des jüdischen Wai­senhauses ‚Dom Sierot‘[14] bis zu seinem Tod, also über 30 Jahre lang, innebehalten. Von 1919 an führte er zusätzlich für 15 Jahre ein weiteres Waisenhaus für polnische Kinder.[15] Korczak widmete in dieser Zeit seine ganze Kraft der Arbeit mit den Kin­dern. Das Leben bestand für ihn aus Dienst am Menschen rund um die Uhr [16] . Den gleichen aufopferungsvollen Ein­satz erwartete er von seinen Mitarbeitern. Er betei­ligte sich auch an der Ausbildung von Studenten und Erziehern. Für ein Pri­vatleben -einschließlich partnerschaftlichen Beziehun­gen - war anschei­nend ebensowenig Raum wie für Ferien, auf die er zu Gunsten einer kontinuierlichen Arbeit verzichtete. Unterbrochen wurde seine Tätigkeit lediglich 1934 und 1935 von zwei Reisen nach Palästina. Er trug sich, vor dem Hintergrund der sich verschlech­ternden politischen Situation für die Juden, mit dem Gedanken zu emigirieren, konnte sich aber letztend­lich nicht von seinem Lebenswerk in Warschau trennen. 1936 wur­den die „Ra­dioplaudereien des alten Doktors“ eine von ihm gestaltete bei der Bevöl­kerung be­liebte Sendereihe aus rassis­tischen Gründen abgesetzt. 1937 erhält Korczak mit dem Preis der polni­schen Akademie für Literatur das letzte Mal eine Auszeichnung, die Korczak und seine jüdischen Freunde fälschlicherweise Hoffnung schöpfen ließen. Im Okto­ber 1940, ein Jahr nach dem deutschen Überfall auf Polen, wurde Korczak gezwungen mit seinen Waisenhaus in das Warschauer Ghetto zu ziehen. Noch fast zwei Jahre versuchte er unter widrigsten unmenschlichen Umstän­den für die Kinder zu sorgen. Anfang August 1942 wurde er zusammen mit zweihun­dert jüdischen Wai­sen ins Vernichtungslager Treblinka deportiert. Ein genaues To­desdatum ist nicht bekannt.

2.2 Schriften

Ohne sein umfangreiches publizistisches und schriftstellerisches Schaffen, wäre Korczak wohl nur als ein engagierter Arzt und Leiter von Waisenhäusern, aber kaum als ein herausragender Pädagoge des 20. Jhdt. bekannt geworden. Auf der einen Seite steht der Praktiker, der den damals aufkommenden fachpädagogi­schen theo­retischen Schriften wenig Bedeutung beimaß. Auf der anderen Seite der sendungs­bewußte Poet, der keine Gelegenheit ausließ, die Menschen mit seinen Erfahrungen, Erlebnissen und Ideen zu konfrontieren. Er tat das indem er Geschich­ten erzählte, von kleinen Alltagsbegebenheiten bis hin zu märchenhaften Romanen. Er sprach von den Wunden der Gesellschaft und in dem ihm typischen menschlich einfühlsamen Stil von hoffnungsvollen Ansätzen, wie man sie schließen könnte. Korczak selbst beschrieb seine Pädagogik als „erzäh­lende Pädagogik“[17], einer Pädagogik, die „die Nähe zu Lebenszusammenhängen sucht, indem sie sie erzählend bewahrt“(Pelzer 2000, S. 43). Bereits als Schüler und dann später regelmäßiger in den Studienjahren veröf­fentlicht er Artikel mit sozialkriti­schen Themen. 1898 schreibt er sein erstes Theater­stück, bei dem sich die Episode seiner Namensgebung zutrug. Ebenfalls noch in der Studienzeit erscheinen zwei Romane (1901: „Die Kinder der Straße“ und 1904 das autobiographische „Salon­kind“), die sich mit dem Leben verwahrloster Kin­der und dem sozusagen selbst er­lebten Gegenstück auseinandersetzen. Bis 1904, also dem Ende des Medizinstudi­ums, werden auf seiner Publikationsliste immmerhin 280 Titel geführt, vorwiegend Notizen, Satiren, Kurzgeschichten, etc. zu tagesaktu­ellen The­men. In den folgenden Jahren schrieb er weniger, da der Aufbau und die Organisa­tion der Waisenhäuser viel Zeit in Anspruch nahm. Aus dieser Zeit stammen zwei Prosaskizzen[18], die ein­drücklich seine Erlebnisse in den Sommerkolonien be­schrei­ben. 1918 erscheint schließlich das als pädagogisches Hauptwerk geltende Buch „Wie man ein Kind lie­ben soll“[19]. Es stellt eine unakademische Sammlung von Ge­danken über eigene Er­fahrungen zur Entwicklung des Kindes dar. Dieser als as­so­ziativ beschreibbare Sprachstil ist typisch für Korczak. Er doziert nicht son­dern erzählt Geschichten, schmückt seine Gedanken mit kleinen authentischen Er­lebnis­sen, läßt den Leser – in seiner Art oft sehr pädagogisch – rätseln und selbst erken­nen welche Schlußfolge­rung sich anbietet. Zudem zögert er nicht die eigene Fehl­barkeit zu benennen und stellt die eigenen pädagogischen Ansätze immer wie­der in Frage. Thematisch enthält das Buch neben einer Reihe von grundsätzlichen Aussa­gen zu den Aufgaben und der Verantwortung eines Erziehers die „Magna Charta Li­bertatis. Das Grundgesetz für das Kind!“, von dem später noch die Rede sein wird. Neben seinen sozialkriti­schen und pädagogischen Schriften hat sich Korczak vor allem auch als Kinder­buchautor hervorgetan, berühmt wurde der Kinderroman „König Hänschen I.“ von 1922. Entstanden ist er aus dem alltäglich-praktischen Bedürfnis heraus den Wai­senkindern an langen Abenden etwas Unter­haltung bieten zu kön­nen. Hinter der märchenhaften Fassade der Geschichte verbirgt sich aber auch zu­gleich die zutiefst ernsthafte Darstellung der Utopie einer kindge­rechten Welt und der Gefahr ihres Scheiterns. Während Korczak als Schrift­steller in Polen großes Anse­hen genoß, war er in der restlichen Welt wenig bekannt. So war beispielsweise eine andere Kinder­geschichte „Der Bankrott des kleinen Jack“ von 1926 das einzige Buch, das zu Leb­zeiten ins Deutsche übersetzt wurde. Im sel­ben Jahr begann Korczak wöchentlich die Kinderzeitung Maly Przeglad (Kleine Rundschau) als Bei­lage zu einer polnisch-jüdischen Zeitung herauszugeben. Das von Kindern mitge­staltete Blatt wurde ein großer Erfolg. Eine besondere politische Dimension – der Korczak sich ansonsten in seinem Alltag streubte unterzu­ordnen – offenbart sein 1931 urauffgeführtes Theater­stück „Eine düstere Humo­reske“, in der Korczak gera­dezu prophetisch die politi­schen Veränderungen der nächsten Jahre vorwegnimmt. Ein weiteres Beispiel für sein ‚Sendungsbewußt­sein‘ war sicherlich auch seine Mitar­beit beim polnischen Rundfunk 1934/35 in Form der „Radioplaudereien des alten Doktors“. Zum Schluß dieser unvollständigen Aufli­stung dürfen seine Tagebuchauf­zeichnungen nicht uner­wähnt bleiben, die er in den letzten Monaten im Warschauer Ghetto anfertigte. Sie sind nicht nur die wichtigste biographische Quelle, sondern auch ein erschütterndes Dokument von den schrecklichen Lebensumständen die Korczak zusammen mit einer halben Million anderen Juden erdulden mußte.

[...]


[1] Der Begriff ‚Lehre‘ wurde hier verwandt, um einen Ausdruck zu haben, der seinem umfangreichem Lebenswerk gerecht wird. Da Korczak jedoch keine Lehrsätze aufgestellt hat, deren unumstößlicher Charakter sogar im Gegensatz zu seiner Vorstellung von einer vielleicht am besten als offen oder flexibel zu bezeichnenden Erziehung gestanden hätten, erscheint der Begriff notwendigerweise in Anführungsstrichen.

[2] Adorno (1967), S. 111.

[3] zit. in Kluge et al. (1981, Vorwort).

[4] vgl. Pelzer (2000, S. 9.). Oelkers (1982, S. 55) sagt dazu: „Der Gang mit den Kindern nach Treblinka <das KZ, wo Korczak starb> symbolisiert die Pädagogik Korczaks brennpunktartig. Aber dieser letzte Gang ist die Konsequenz, nicht etwa der Gehalt dieser Pädagogik.“

[5] So lautet der Untertitel der Textsammlung „Verteidigt die Kinder“ (Korczak 1978).

[6] Korczak 1970: Das Recht des Kindes auf Achtung (RKA). Titel der gleichnamigen, neben dem Hauptwerk „Wie man ein Kind lieben soll“ (WL) bedeutendsten Sammlung pädagogischer Texte.

[7] Adorno, T. W. 1968: Einleitung in die Musiksoziologie. Reinbek. S. 105.

[8] Der Vater verschleppte den Eintrag ins Geburtenregister, daher läßt sich das Geburtsjahr nicht genau angeben.

[9] Zu seinem Populärnamen gelangte er über einen Zufall. Als junger Student nahm er an einem Literaturwettbewerb unter dem Pseudonym Janasz Korczak teil, das er aus einem Roman des polnischen Schriftstellers Kraszewski entlehnte. Auf der Preisträgerliste, wurde der Name jedoch versehentlich als ‚Janusz‘ statt ‚Janasz‘ wiedergegeben. Korczak gefiel diese Version offenbar so gut, dass er sie auch in Zukunft bei Veröffentlichungen verwandte.

[10] Er tat ebenso im 1. Weltkrieg (1914-1918) und im polnisch-sowjetischen Krieg (1918-1919) Dienst als Arzt.

[11] Polnisch schlicht für ‚Haus der Waisen‘ oder ‚Waisenhaus‘.

[12] Im 19./Anfang 20.Jhdt. beruhte die soziale Fürsorge nahezu ausschließlich auf privaten durch Spenden finanzierten Gesellschaften und Vereinen. Die ‚Warschauer Wohltätigkeitsgesellschaft‘ hatte sich z. B. zum Ziel gesetzt, das notleidende Kinder „durch die Lehre der Religion, des Schreibens, des Lesens und des Rechnens dem Schoße der sozialen Not und der Verwahrlosung entrissen werden und ein Handwerk lernen sollen.“ (zit. nach Pelzer 2000, S. 36.)

[13] Korczak schreibt dazu selbst: „Den Sommerkolonien habe ich viel zu verdanken. Hier begegnete ich zum ersten Male einer Kinderschar und lernte in selbständiger Arbeit das ABC der pädagogischen Praxis.“ WL S. 234 f. und S. 243.

[14] Zusammen mit Stefania Wilczynska.

[15] Das ‚Nasz Dom‘ (‚Unser Haus‘) war von Maryna Falska gegründet worden, die es ebenfalls leitete.

[16] Zu seinem Leben als Erzieher schreibt Korczak: „Was sind deine Pflichten? Wachsam sein. [...] Wenn du Erzieher bist, dann hast du einen sechzehnstündigen Arbeitstag, ohne Pause, ohne Feiertage – einen Tag der aus Arbeiten besteht, die sich weder beschreiben noch wahrnehmen noch kontrollieren lassen [...].“ WL, S. 162.

[17] siehe 2

[18] 1909 „Die Mojsches, Joscheks und andere Lausbuben“ und 1910 „Von den Joscheks, Jascheks und Franeks“

[19] Eine weitere wichtige Sammlung pädagogischer Schriften enthält „Das Recht des Kindes auf Achtung“ (RKA, 1928)

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Über die Pädagogik Janusz Korczaks und die Schwierigkeiten im Umgang mit ihr
Hochschule
Universität Bremen  (Fachbereich 12 (Erziehungs und Gesellschaftswissenschaften))
Veranstaltung
Einführung in die Pädagogik
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
20
Katalognummer
V18213
ISBN (eBook)
9783638226066
ISBN (Buch)
9783638788274
Dateigröße
563 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik, Janusz, Korczaks, Schwierigkeiten, Umgang, Einführung, Pädagogik
Arbeit zitieren
Sandor Samu (Autor), 2002, Über die Pädagogik Janusz Korczaks und die Schwierigkeiten im Umgang mit ihr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18213

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