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Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae (Buch II, Vers 326 - 372)

Title: Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae (Buch II, Vers 326 - 372)

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 23 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Ann-Kathrin Müller (Author)

Latin philology - Literature
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Summary Excerpt Details

[...] Mit Claudian blicken wir auf einen hervorragenden Epithalamiendichter der Spätantike zurück, sein
Werk wirkt noch bis heute nach und zwar mit solch einer Begeisterung, dass sogar der
tschechoslowakische Komponist und lateinische Dichter Jan Novák seine Fescenninen für Klavier
und Singstimme vertonte. Auch in seinem Werk De Raptu Proserpinae weist er sich als
Epithalamienkenner und -könner aus, indem er die Hochzeitsfeierlichkeiten mit vielen Motiven aus
dem Bereich des Epithalamiums schildert, sowie die Szenerie mit einer allocutio sponsalis
abschließt. Welche Konsequenz jedoch hat das Vorkommen dieser Form von ursprünglicher
„Alltagsliteratur“ in seinem hochstilistischen Epos? Welchen kulturhistorischen Hintergrund muss
man bei der Interpretation berücksichtigen? Worin besteht die Besonderheit seiner Darstellung und
welche Schlüsse können daraus gezogen werden? Gibt es vergleichbare Texte in der laTeinischen
Literatur?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A, Claudian als Epithalamiendichter und seine Rezeption durch Jan Novák

B, Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae

I. Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie

1. Die Wahl eines Ehemanns

2. Die Verlobung: sponsalia

3. Festsetzung des Hochzeitsdatums

4. Die Hochzeit

5. Bedetung der Hochzeitsszene für das Gesamtwerk

II. Die literarische Bedetung des Hochzeitsliedes

1. Das Epithalamium

2. Claudians Hochzeitslied in De Raptu Proserpinae

3. Das Epithalamium in den Traodes des Euripides

4. Das Epithalamium in Senecas Medea

C, Abschlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht den kulturgeschichtlichen Hintergrund römischer Hochzeitszeremonien und deren literarische Adaption in Claudians Epos "De Raptu Proserpinae". Ziel ist es zu analysieren, wie Claudian durch die Integration traditioneller Motive des Epithalamiums eine spezifische dramatische Spannung erzeugt und das Brautlied als Mittel der Kontrastierung zwischen Ober- und Unterwelt einsetzt.

  • Kulturgeschichte römischer Hochzeitsriten (Sponsalia, Deducio, Ehevertrag)
  • Strukturanalyse des antiken Epithalamiums
  • Funktion von dramatischen Kontrasten in der spätantiken Dichtung
  • Vergleichende Analyse mit Euripides (Troades) und Seneca (Medea)
  • Die symbolische Bedeutung von Opfertum und Eintracht

Auszug aus dem Buch

Claudians Hochzeitslied in De Raptu Proserpinae

„exultant cum voce pii Ditisque sub aula talia pervigili sumunt exordia plausu: `nostra potens Iuni tuque o germane Tonantis et gener, unanimi consortia discite somni mutuaque alternis innectite vota lacertis. iam felix oritur proles; iam laeta futuros exspectat Natura deos. nova numina rebus addite et optatos Cereri proferte nepotes´“

( Claudian, De Raptu Proserpinae, Buch II, 365 – 372)

Die Darstellung einer Hochzeit, insbesondere das Vorkommen eines Epithalamiums in einem Epos wie De Raptu Proserpinae ist durchaus bemerkenswert, da der Inhalt eines Hochzeitsliedes meist positiv und freudig ist und somit nicht immer dem Rahmen und den äußeren Gegebenheiten eines Epos oder einer Tragödie entspricht. Sein Einsatz lässt deshalb oft darauf schließen, dass der Autor damit eine dramatische Ironie erzeugen wollte und durch typische Elemente eines Epithalamiums eine besonders prägnante Spannung in seinem Werk schaffte.

Zusammenfassung der Kapitel

A, Claudian als Epithalamiendichter und seine Rezeption durch Jan Novák: Einführung in die Bedeutung Claudians als Epithalamiendichter und dessen fortwährende Rezeption durch moderne Künstler.

B, Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae: Umfassende Untersuchung der römischen Hochzeitsbräuche und deren literarische Verarbeitung im Epos.

I. Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie: Analyse der einzelnen Etappen einer römischen Hochzeit, von der Brautwahl über die Verlobung bis hin zur Deducio.

1. Die Wahl eines Ehemanns: Betrachtung der Heiratsfähigkeit und der gesellschaftlichen Normen im antiken Rom im Kontext von Proserpinas Alter.

2. Die Verlobung: sponsalia: Erläuterung der Formalitäten und der rechtlichen Aspekte einer römischen Verlobung.

3. Festsetzung des Hochzeitsdatums: Analyse der religiösen und praktischen Kriterien bei der Wahl eines günstigen Termins.

4. Die Hochzeit: Beschreibung der rituellen Abläufe der Ehezeremonie und deren religiöser Dimension.

5. Bedetung der Hochzeitsszene für das Gesamtwerk: Interpretation der Hochzeit als Mittel zur Versöhnung von Welten und deren Opferaspekt.

II. Die literarische Bedetung des Hochzeitsliedes: Theoretische Grundlagen und literaturgeschichtliche Einordnung des Epithalamiums.

1. Das Epithalamium: Definition der Gattung und Abgrenzung der verschiedenen Unterarten.

2. Claudians Hochzeitslied in De Raptu Proserpinae: Analyse des speziellen Einsatzes des Epithalamiums im Rahmen des Epos.

3. Das Epithalamium in den Traodes des Euripides: Vergleichende Untersuchung der Hochzeitsthematik in Euripides' Tragödie.

4. Das Epithalamium in Senecas Medea: Analyse der ironischen und dramatischen Verwendung des Hochzeitsliedes bei Seneca.

C, Abschlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit über die Funktion des Kontrasts zwischen Form und Kontext bei der Darstellung von Hochzeitsriten.

Schlüsselwörter

Claudian, De Raptu Proserpinae, Epithalamium, Hochzeitszeremonie, Römische Antike, Spätantike, Euripides, Seneca, allocutio sponsalis, Mythologie, Kontrastierung, Hochzeitssymbolik, Opferrolle, Brautlied, deductio

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Darstellung von Hochzeitszeremonien und Hochzeitsliedern in Claudians Epos "De Raptu Proserpinae" unter Berücksichtigung kulturhistorischer und literarischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die römischen Ehebräuche, die Struktur des Epithalamiums sowie der literarische Kontrast zwischen freudigen Hochzeitsriten und der düsteren Kulisse der Unterwelt.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Claudian durch traditionelle Hochzeitsmotive eine dramatische Spannung erzeugt und diese nutzt, um die Absurdität und die Opferthematik der Eheschließung zwischen Pluto und Proserpina zu unterstreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die philologische Textauslegung mit kulturgeschichtlichen Kontextualisierungen und komparativen Vergleichen (Euripides, Seneca) kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung historischer römischer Hochzeitsriten und die spezifische literarische Untersuchung der Epithalamien bei Claudian, Euripides und Seneca.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Claudian, Epithalamium, Hochzeitszeremonie, Kontrastierung, antike Literatur und Mythologie.

Warum spielt die Personifikation der Nacht eine Rolle als Brautjungfer bei Claudian?

Da in der Unterwelt keine menschlichen Verwandten anwesend sein können, übernimmt die Nacht diese Rolle, was den symbolischen Unterton der ewigen Dunkelheit der Unterwelt verstärkt.

Inwiefern wird das Genre des Epithalamiums durch Euripides und Seneca ad absurdum geführt?

Beide Autoren setzen das eigentlich freudige Genre des Hochzeitsliedes in einen Kontext von Zerstörung, Mord oder Rache, was einen scharfen Kontrast zur konventionellen Erwartungshaltung des Lesers erzeugt.

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Details

Title
Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae (Buch II, Vers 326 - 372)
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Hauptseminar: Claudian - De Raptu Proserpinae
Grade
3,0
Author
Ann-Kathrin Müller (Author)
Publication Year
2010
Pages
23
Catalog Number
V182238
ISBN (eBook)
9783656060772
ISBN (Book)
9783656061014
Language
German
Tags
Claudian De Raptu Proserpinae Hochzeit in der Unterwelt kulturgeschichtlicher Hintergrund
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann-Kathrin Müller (Author), 2010, Der kulturgeschichtliche Hintergrund der Hochzeitszeremonie und die literarische Bedeutung des Hochzeitsliedes in Claudians De Raptu Proserpinae (Buch II, Vers 326 - 372), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182238
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