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Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran

Title: Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran

Thesis (M.A.) , 1999 , 158 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Uwe Finken (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Die vorliegende Magisterarbeit zum Thema "Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran" erörtert die Problematik von Entstehung, Entwicklung und Einsatz chemischer, biologischer und atomarer Waffen. Trotz aller Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft, Massenvernichtungswaffen zu verbannen, besteht heute für viele Staaten zunehmend die Möglichkeit, Massenvernichtungswaffen zu erwerben oder diese selbst herzustellen. Internationale sicherheitspolitische Vereinbarungen, die dieses verhindern sollen, werden in wachsendem Maße von möglichen Proliferationskandidaten unterlaufen. Der Irak-Iran-Krieg hat besonders stellvertretend für die 80er Jahre gezeigt, daß Massenvernichtungswaffen auch heute keineswegs nur als Abschreckungspotential dienen, und die Untersuchungen der UNSCOM im Irak machten deutlich, daß die Proliferation jeglicher Art von Massenvernichtungswaffen möglich ist.

Um dem Leser ein besseres Verständnis der Proliferationsproblematik zu ermöglichen, wird einleitend im ersten Kapitel dieser Arbeit eine Darstellung über die historische Entwicklung von biologischen/biotoxischen, chemischen und atomaren Waffen sowie deren Einsätzen vorausgeschickt. Diese können im Rahmen dieser Arbeit nur anhand von ausgewählten Beispielen aufgezeigt werden, um die Auswirkungen dieser Einsätze und die Entwicklung hin zum Gedanken der Nichtverbreitung darzulegen. Eingegangen wird hierbei vornehmlich auf Massenvernichtungswaffen, die einen unmittelbaren Effekt auf Menschen haben, letal wirken bzw. starke bleibende Schäden hervorrufen. Die Entwicklung und der Einsatz chemischer und biologischer/biotoxischer Kampfstoffe, die ausschließlich gegen Pflanzen und/oder Tiere gerichtet sind (oder sein sollen), werden nicht behandelt, da dies den Rahmen dieser Magisterarbeit überschreiten würde.

In den folgenden Kapiteln wird insbesondere darauf eingegangen, welches Bedrohungspotential sich in erster Linie im Nahen und Mittleren Osten befindet, welches Ausmaß die Ängste der betroffenen Anrainerstaaten in ihrer Konsequenz erreichen und inwiefern Maßnahmen zur Sicherheitsperzeption zum Schutze der internationalen Gemeinschaft realisiert werden konnten und können. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. ÜBERBLICK ÜBER DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN UND DEREN EINSÄTZEN

1.1 ENTWICKLUNG UND EINSATZ CHEMISCHER WAFFEN

1.2 ENTWICKLUNG UND EINSATZ BIOLOGISCHER/BIOTOXISCHER WAFFEN

1.3 ENTWICKLUNG UND EINSATZ VON NUKLEARWAFFEN

2. MOTIVE, EINSATZ UND VERSUCHE ZUR VERHINDERUNG DER PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN

2.1 ÜBEREINKOMMEN ZUR VERHINDERUNG VON EINSATZ UND PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN

2.2 GRUNDLEGENDE PROLIFERATIONSURSACHEN IM NAHEN OSTEN

2.2.1 Motive des Proliferators Irak

2.2.2 Motive des Proliferators Iran

2.3 MOTIVE DER UNTERSTÜTZER VON PROLIFERATOREN

3. DAS IRAKISCHE UND IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM

3.1 DAS IRAKISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM

3.1.1 Nuklearwaffen

3.1.2 Bio-Toxin-Waffen

3.1.3 Chemische Waffen

3.1.4 Raketenprogramm

3.2 DAS IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM

3.2.1 Nuklearwaffen

3.2.2 Bio-Toxin-Waffen

3.2.3 Chemische Waffen

3.2.4 Raketenprogramm

4. PROBLEME DER EXPORTKONTROLLE

4.1 TECHNOLOGISCHE PROBLEME

4.2 POLITISCHE PROBLEME

4.3 ILLEGALE BESCHAFFUNG VON SPALTMATERIAL UND WISSENSTRANSFER

5. SICHERHEITSPERZEPTION POTENTIELL BEDROHTER STAATEN

5.1 BESITZ VON MVW - REGIONALE AUSWIRKUNGEN IM NAHEN UND MITTLEREN OSTEN

5.2 BESITZ VON MVW - ÜBERREGIONALE AUSWIRKUNGEN

5.3 DIREKTE BEDROHUNG DER INDUSTRIENATIONEN DURCH MVW

6. TERRORISMUS MIT MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN

6.1 TERRORISMUS MIT ABC-WAFFEN - PRO UND CONTRA

6.2 KONSEQUENZEN

SCHLUßBEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen

Diese Magisterarbeit analysiert die Problematik der Proliferation von Massenvernichtungswaffen (MVW) unter besonderer Berücksichtigung der Beispiele Irak und Iran. Ziel der Untersuchung ist es, die Motive für die Entwicklung, Beschaffung und den Einsatz dieser Waffen zu verstehen, die Auswirkungen auf die regionale Sicherheitsperzeption im Nahen und Mittleren Osten zu beleuchten und die Wirksamkeit internationaler Exportkontrollversuche kritisch zu hinterfragen.

  • Historische Entwicklung chemischer, biologischer und nuklearer Waffen
  • Staatliche Proliferationsmotive und Strategien von Irak und Iran
  • Die Rolle internationaler Unterstützung und Exportkontrollproblematiken
  • Sicherheitsperzeption und Abschreckungsstrategien in der Krisenregion
  • Gefahrenpotenzial durch Terrorismus mit Massenvernichtungswaffen

Auszug aus dem Buch

1.1 Entwicklung und Einsatz chemischer Waffen

Die Entwicklung chemischer Waffen (im weitesten Sinne) reicht zurück bis ins Spätmittelalter und die frühe Neuzeit. Aus dieser Zeit existieren militärische Handbücher, denen u. a. Informationen über die Herstellung von toxischem Rauch zu entnehmen sind. Darüber hinaus wird die Art der Verwendung - ob als Offensiv- oder Defensivwaffe und die Art des ”Trägers” - ob durch die entsprechende Windrichtung oder durch Artillerie und Handgranaten - geschildert.

Die ersten CW-Einsätze fanden schon sehr früh statt. Der griechische Geschichtsschreiber THUKIDIDES berichtet von einem Schwefeldioxid-Angriff gegen die belagerte Stadt Platea während des Peleponnesischen Krieges, und der Römer POLYBIUS beschreibt den Einsatz von vergiftetem Rauch gegen feindliche Pioniere. Ebenso ist die Verwendung von ”Griechischem Feuer”, einer Mixtur aus Petroleum, Schwefel, Pech und verschiedener Harze, bei der Belagerung Konstantinopels bekannt.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik der Massenvernichtungswaffen ein und definiert den thematischen Fokus auf Irak und Iran sowie die wissenschaftliche Relevanz der Arbeit.

1. ÜBERBLICK ÜBER DIE HISTORISCHE ENTWICKLUNG VON MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN UND DEREN EINSÄTZEN: Dieses Kapitel gibt einen skizzenhaften Überblick über die historische Entwicklung von chemischen, biologischen und nuklearen Waffen von der frühen Neuzeit bis zum 20. Jahrhundert.

2. MOTIVE, EINSATZ UND VERSUCHE ZUR VERHINDERUNG DER PROLIFERATION VON ABC-WAFFEN: Hier werden die internationalen Übereinkommen zur Nichtverbreitung sowie die spezifischen Proliferationsmotive im Nahen Osten, insbesondere die des Irak und Iran, analysiert.

3. DAS IRAKISCHE UND IRANISCHE ABC-WAFFEN-PROGRAMM: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Beschaffung und Entwicklung einzelner Waffenkategorien (Nuklear-, Bio-Toxin- und chemische Waffen sowie Raketen) in den beiden Beispielstaaten.

4. PROBLEME DER EXPORTKONTROLLE: Die Arbeit beleuchtet hier die technologischen und politischen Herausforderungen bei der Exportkontrolle sowie die Problematik illegaler Beschaffung durch Firmen und Einzelpersonen.

5. SICHERHEITSPERZEPTION POTENTIELL BEDROHTER STAATEN: In diesem Teil werden die regionalen und überregionalen Auswirkungen des MVW-Besitzes und die daraus resultierende Bedrohungswahrnehmung der Anrainerstaaten und Industrienationen untersucht.

6. TERRORISMUS MIT MASSENVERNICHTUNGSWAFFEN: Das letzte Kapitel erörtert das Risiko eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen durch nicht-staatliche Akteure und die potenziellen Konsequenzen für westliche Sicherheitsarchitekturen.

Schlüsselwörter

Proliferation, Massenvernichtungswaffen, ABC-Waffen, Irak, Iran, Chemische Waffen, Biologische Waffen, Nuklearwaffen, Exportkontrolle, Sicherheitsperzeption, Naher Osten, Rüstung, Raketentechnologie, Terrorismus, Dual-Use-Problematik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Verbreitung (Proliferation) von Massenvernichtungswaffen unter Fokus auf die politische Situation im Nahen und Mittleren Osten, insbesondere in Irak und Iran.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse umfasst die historische Entwicklung dieser Waffen, die Proliferationsmotive betroffener Staaten, internationale Versuche der Rüstungskontrolle sowie die Problematik der illegalen Technologiebeschaffung.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist ein besseres Verständnis dafür zu schaffen, warum Staaten Massenvernichtungswaffen anstreben und welche Bedrohungen dies für die internationale Gemeinschaft und Stabilität bedeutet.

Welche methodische Vorgehensweise wird gewählt?

Die Autorin verwendet eine deskriptive sowie analytische Methode, um anhand von Beispielen die Proliferationsursachen und die Grenzen internationaler Kontrollbemühungen darzulegen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen ABC-Programme von Irak und Iran, die Exportkontrollprobleme bei "Dual-Use"-Gütern und die Sicherheitsperzeption der Anrainerstaaten.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Proliferation, chemische/biologische/nukleare Kampfstoffe, Exportkontrolle, Sicherheitspolitik und Rüstungskontrolle.

Wie bewertet der Autor die Rolle russischer Wissenschaftler?

Die Arbeit identifiziert die wirtschaftliche Notlage russischer Wissenschaftler nach dem Zusammenbruch der UdSSR als einen kritischen Faktor, der den Wissenstransfer in proliferationswillige Staaten wie den Iran begünstigt.

Welche Schlussfolgerungen zieht die Arbeit bezüglich der Exportkontrolle?

Die Exportkontrolle erweist sich aufgrund der "Dual-Use"-Eigenschaft vieler Technologien als zunehmend schwierig, wobei vor allem der politische Wille zur strikten Implementierung als entscheidend für den Erfolg der Kontrollmaßnahmen angesehen wird.

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Details

Title
Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran
College
University of Bonn  (Philosophische Fakultät)
Grade
sehr gut
Author
Uwe Finken (Author)
Publication Year
1999
Pages
158
Catalog Number
V1822
ISBN (eBook)
9783638111232
Language
German
Tags
Proliferation Irak Iran ABC-Waffen WMD MVD Massenvernichtung Massenvernichtungswaffen Terrorismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Uwe Finken (Author), 1999, Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1822
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