In der vorliegenden Seminararbeit befasse ich mich mit der Geschichte der Tonträger und
Tondokumente als Teilgebiet des Themas „Musikindustrie“. Beide Themengebiete wurden
schon im Rahmen des Proseminars „Musik und neue Medien“ in Form von Referaten
vorgestellt. Über die „Tonträger und Tondokumente“ habe ich selbst referiert, weshalb
dieses Thema auch den Hauptteil dieser Arbeit darstellt.
Der Großteil der zugrundeliegenden Informationen stammt aus den Abschnitten „Musikindustrie“
(verfasst von Peter Wicke) und „Tonträger und Tondokumente“ (verfasst von
Martin Elste) aus der „allgemeinen Enzyklopädie der Musik: Die Musik in Geschichte
und Gegenwart“ (herausgegeben von Friedrich Blume).
Bei der Niederschrift des Abschnitts II habe ich bewusst auf die Nennung von Firmennamen
weitestgehend verzichtet, da dies meiner Meinung nach den Lesefluss erheblich
stören würde.
Des weiteren zeige ich die Berührungspunkte der verschiedenen Seminarthemen untereinander
auf und untersuche abschließend Marshall McLuhan’s Aussage „The medium is
the message“ auf ihre Gültigkeit im Musikbereich.
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Musikindustrie und Tonträger
1) Allgemeines
2) Eine Chronologie
III. Tonträger und Tondokumente
1) Allgemeines
2) Von der Walze bis zur Mini Disc
IV. Die Berührungspunkte der Seminarthemen untereinander
V. Bezugnahme auf Marshall McLuhan: „The medium is the message“
VI. Anhang:
Kurzbiographien von Tonträgerfirmen
1) die Allerersten
2) die Großen der 30er und 40er Jahre
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Musikindustrie sowie der verschiedenen Tonträger. Dabei wird der Fokus auf die technologische Evolution, deren Einfluss auf die Marktstrukturen und die soziokulturelle Bedeutung des Medienkonsums gelegt, wobei auch die Medientheorie von Marshall McLuhan kritisch hinterfragt wird.
- Historische Chronologie der Musikindustrie von den Anfängen bis zur modernen Ära.
- Technische Klassifizierung und Entwicklung verschiedener Tonträgermedien.
- Analyse der ökonomischen und strukturellen Veränderungen in der Musikbranche.
- Untersuchung der Interdependenzen zwischen Tonträger-, Rundfunk- und Filmindustrie.
- Diskussion der medientheoretischen Aussage "The medium is the message" im Kontext des Musikkonsums.
Auszug aus dem Buch
Definition des Begriffs „Musikindustrie“:
„Der Begriff tauchte erstmals im wirtschaftsjournalistischen Umfeld auf und bezeichnete den Gesamtzusammenhang von Musikherstellung- und verwertung und industrieller Massenproduktion. Damit ist also z. B. nicht der kreative Vorgang des Komponierens gemeint, sondern die Verbreitung der Tonträger, auf denen sich dieses komponierte Musikstück nach der Aufnahme befindet. Allerdings gehört zur `Musikindustrie´ nicht nur die Tonträgerindustrie, sondern ebenso der Rundfunk und das Fernsehen sowie der Handelssektor und die Begleitmedien wie Werbung und Zeitschriften.“
Einordnung der Musikindustrie in das Wirtschaftssystem
„Die Musikindustrie hat sich in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg zu einem hochgradig integrierten und global organisierten Industriezweig entwickelt, der von nur wenigen, meist der Elektronik- oder Medienbranche angehörenden Unternehmen, dominiert ist.“
Aufgrund der wenigen Anbieter wird die Musikindustrie ökonomisch als Oligopol beschrieben. Trotz dieser Tatsache ist es schwierig, hier den Überblick zu behalten, da dieser Industriezweig einem ständigen Strukturwandel unterliegt. Immer wieder werden Segmente oder auch komplette Firmen von Mitkonkurrenten aufgekauft oder verschmelzen mit ihnen. Deshalb kann man die dadurch ständig gewachsene Zahl an Labels nur sehr schwer den jeweiligen Muttergesellschaften zuordnen.
Zusammenfassung der Kapitel
I. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Geschichte der Musikindustrie und Tonträger, eingebettet in den Kontext des Proseminars „Musik und neue Medien“.
II. Musikindustrie und Tonträger: Dieses Kapitel definiert den Begriff Musikindustrie, ordnet sie ökonomisch als Oligopol ein und beschreibt ihre historische Entwicklung sowie die technologische Chronologie.
III. Tonträger und Tondokumente: Hier werden Definitionen für Tonträger und Tondokumente geliefert sowie die technische Entwicklung von der Walze bis zur Mini Disc detailliert erläutert.
IV. Die Berührungspunkte der Seminarthemen untereinander: Das Kapitel beleuchtet die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Tonträger-, Rundfunk-, Film- und Fernsehbranche.
V. Bezugnahme auf Marshall McLuhan: „The medium is the message“: Es wird die Gültigkeit von McLuhans Medientheorie anhand der soziokulturellen Auswirkungen technologischer Neuerungen auf das Hörverhalten diskutiert.
VI. Anhang: Kurzbiographien von Tonträgerfirmen: Dieser Teil enthält eine historische Übersicht der wichtigsten Unternehmen wie der Columbia Phonograph Company, der United States Gramophone Company und weiterer Marktgrößen.
Schlüsselwörter
Musikindustrie, Tonträger, Tondokumente, Musikgeschichte, Phonograph, Schallplatte, Musikmarkt, Oligopol, Medientheorie, Marshall McLuhan, Aufzeichnungsverfahren, Unterhaltungselektronik, Musikverwertung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte und dem ökonomischen sowie technischen Aufbau der Musikindustrie und untersucht die Entwicklung der Tonträger von ihren Anfängen bis in die 90er Jahre.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Struktur der Musikbranche, die Evolution der Speichermedien für Tondokumente, die Interdependenz verschiedener Medien und die medienwissenschaftliche Reflexion über die Wirkung von Musikmedien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Entwicklung der Tonträger als Basis der Musikindustrie aufzuzeigen und die medienübergreifenden Zusammenhänge sowie die soziokulturellen Folgen dieser Entwicklung kritisch zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Auswertung historischer Daten und der Anwendung medientheoretischer Ansätze auf den Bereich der Musikindustrie basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die ökonomische Analyse der Musikindustrie, eine detaillierte Chronologie der Tonträgertechnologien und eine Untersuchung der Berührungspunkte zwischen verschiedenen Musikmedien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Musikindustrie, Tonträger, Oligopol, Aufzeichnungstechnik und Medientheorie charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Compact Disc in ihrer Funktionsweise von der analogen Schallplatte?
Während bei der analogen Schallplatte eine Nadel mechanisch die Rillen abtastet, nutzt die CD ein digitales Verfahren, bei dem die Informationen berührungsfrei durch einen Laserstrahl von einer metallisierten Kunststoffoberfläche gelesen werden.
Warum war laut Kagel die "Hörkultur" zur Zeit der Schellackplatte eine andere?
Die frühe Tonträgerkultur war geprägt von technischer Zerbrechlichkeit und kurzen Spielzeiten, was das Musikhören zu einem ritualisierten Akt machte, der im Gegensatz zum heutigen spontanen und flexiblen Konsum durch CD oder MD stand.
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- Sebastian Gosmann (Author), 2000, Die Geschichte der Tonträger und Tondokumente, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18243