Kindheitswandel, Bewegung, Schule - ein Versuch der Übereinkunft

Eine fächerübergreifende Betrachtung


Seminararbeit, 2009

34 Seiten, Note: 1,5


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Veränderte Kindheit – Blickwinkel
2.1 Zum Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen

3. Veränderte Kindheit: Eine Aufgabe für die Schule
3.1 Gesundheitliche Bestimmung von Bewegung
3.2 Die Problematik der veränderten Schülerrolle
3.3 Pädagogisch- theoretische Bestimmung von Bewegung
3.3.1 Pädagogisches Rahmenprogramm „Gesundes G8?!“
3.4 Exkurs: Erziehung und Unterricht – Was soll / kann Schule leisten?!

4. Bewegungspädagogische Forschungsziele
4.1 Grundlagen und Ausgangssituation
4.2 Maßnahmen im Rahmen des„ G8“
4.3 Zielsetzungen des Forschungsinteresses

5. Von der Theorie zur Praxis – Veranschaulicht am Konzeptbeispiel: „Gesundes G8?!“
5.1. Vorstellung und Bedeutung des Konzeptes
5.2. Ziel des Konzeptes „Gesundes G8?!“

6. „Bewegter Unterricht“
6.1. Die sechs Formen des „Bewegten Unterrichts“

7. Fachbezogenes Unterrichtsbeispiel
7.1. Beispiel für ein Rhythmusspiel
7.2. Umsetzungsbeispiel an Hand eines Bewegungsliedes

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Jugend von heute hat sich verändert. Jugendliche, die traditionelle Werte wie Höflichkeit, Dankbarkeit oder Hilfsbereitschaft pflegen sind kaum mehr vorzufinden. Stattdessen herrscht gegenüber Erwachsenen oftmals Anstandslosigkeit, Aufmüpfigkeit und Rücksichtslosigkeit vor, was sich vor allem in der Öffentlichkeit häufig bemerkbar macht. Alten Leuten wird nicht mehr die Tasche getragen, die Worte „danke“ und „bitte“ wurden verlernt und öffentliche Verkehrsmittel werden per miserablem Handysound mit neuester Hip Hop Musik durchdrungen. Entwicklungen wie diese sind in einigen Fällen wahrhaftig nicht zu leugnen, ebenso wenig, wie die Tatsache, dass sich Kinder und Jugendliche nachmittags immer mehr in ihr privates Umfeld zurückziehen, um sich mit neuen Medien zu beschäftigen. Somit dient das Handy dem stundenlangen Austausch von Musikdateien, Klingeltönen oder SMS, die neueste Spielkonsole wartet darauf, den fast unbesiegbaren Gegner in Counter Strike platt zu machen oder aber es ruft der PC, dessen installiertes ICQ täglich mit Nachrichten gesättigt werden muss. Dass Kinder und Jugendliche aufgrund der immer bewegungsloseren Nachmittagsbeschäftigungen, die unmittelbar auf wandelndes Interesse zurückzuführen ist, immer dicker und unausgeglichener werden, ist eine Tatsache, die in vielen Fällen nicht geleugnet werden kann - die jedoch niemals pauschal in den Raum gestellt werden darf. Autoren sind geneigt, viele veränderte Faktoren in Verhaltensweisen und Umgangsformen von Kindern und Jugendlichen zu generalisieren, weshalb in Veröffentlichungen häufig kulturpessimistische Haltungen publiziert werden, die oftmals nicht empirisch nachgewiesen worden sind.[1] Aus diesen Gründen sollten Thesen, wie sie in diesem Abschnitt angeführt sind, stets kritisch beäugt werden.

Die folgende Arbeit beschäftigt sich inhaltlich zunächst damit, welche Gründe für die Veränderungen der Kindheit und Jugend verantwortlich sind, welche Probleme diese Veränderungen mit sich bringen und wie die Institution Schule, angefangen bei pädagogischen Konzepten bis hin zur konkreten Unterrichtsplanung, bestmöglich auf den Kindheitswandel reagieren kann. Dabei ist stets im Hinterkopf zu behalten, dass Kindheiten stets unterschiedlich sind und es vermutlich niemals ein einziges Patentrezept geben kann, das eine optimale Entwicklung aller gewährleistet. Dafür ist Menschheit zu heterogen! Der Auftrag der Schule besteht darin, mit Erziehung und Bildung eine pädagogische Basis zu schaffen, die zur Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler beiträgt. In dieser Arbeit wird Bewegung, als elementares Bildungsgut, eine zentrale Rolle spielen und als Ausgangspunkt vieler Überlegungen dienen. Darüberhinaus wird bewusst vermieden, sich auf eine Schulform zu beschränken, weil die Problematik dieser Arbeit Kinder- und Jugendliche jeden Alters betrifft.

2. Veränderte Kindheit – Blickwinkel

„Grundschulkinder sind anders geworden, so die Erfahrung vieler Lehrerinnen und Lehrer: Viele von ihnen, so meinen sie, sind Einzelgänger und können mit den andern nicht viel anfangen. Sie sind egozentrisch und haben Schwierigkeiten, sich in eine Gruppe einzuordnen. Sie können sich weniger konzentrieren, sind unruhiger, zappeliger, leichter irritierbar, aber auch selbstbewusster geworden. Anweisungen leisten sie nur nach wiederholtem Ermahnen Folge oder kümmern sich gar nicht darum. Sie können weniger mit sich anfangen, ruhen weniger in sich selbst und sind dauernd „in action“. Sie sind leicht reizbar, geraten rasch in Streitereien und tragen diese nicht selten hoch aggressiv aus. Vor allem, so meinen die Lehrerinnen und Lehrer, seien die Unterschiede in der kognitiven Entwicklung zwischen den Kindern größer geworden, speziell im sprachlichen Bereich, die Entwicklungsschere habe sich weiter geöffnet (Fölling-Albers 1989, 1992). Solche auffälligen Veränderungen im Verhalten von Kindern legen nahe, veränderte Bedingungen des Aufwachsens, veränderte Kindheit, dafür verantwortlich zu machen.“[2]

Diese Aussage spiegelt wieder, inwiefern die heutige Kindheit aus dem Blick der Lehrerinnen und Lehrer einen Wandel vollzogen hat, der sich über die Jugend bis ins Erwachsenenalter übertragen lässt. In besonderem Maß betroffen, scheint das Sozialverhalten der GrundschülerInnen zu sein, denn die Tendenz zu Einzelgängern habe enorm zugenommen. Weshalb die Ausmaße dieser Einschätzungen derart drastisch sind, hängt von vielerlei Faktoren ab. Veränderte Kindheit bedeutet gleichzeitig eine Veränderung der gesamten Gesellschaft und gleichzeitig deren Struktur. Hatte sich die Kindheit als eigene Lebensphase im 20. Jahrhundert gerade erst etabliert, so scheint das 21. Jahrhundert bereits einen Rückschritt ihrer Entwicklung vorzuweisen. Indirekt begünstigte die wirtschaftliche Stabilität des Industriezeitalters die Autonomie des Kindes. Dabei dürfen Einflüsse wie Wohnraumsicherung, Geburtenkontrollen und veränderte familiäre Strukturen nicht außer Acht gelassen werden. Die Entwicklung der elterlichen psychischen Reife bietet seither ein stabiles und emotionales Binnenklima innerhalb von Familien.[3] Obwohl dieser Auszug den Blick primär auf die Entwicklung der Grundschüler wirft, lässt sich nicht bestreiten, dass auch Schülerinnen und Schüler bis in die Sekundarstufen hinein ein solch auffälliges Verhalten aufweisen. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass sich Kindheit und Jugend verändert hat, möchte ich im Folgenden skizzieren. Dabei muss unbedingt berücksichtigt werden, dass es sich lediglich um allgemeine Entwicklungen handelt, von denen in keinem Fall auf alle gesellschaftlichen Institutionen geschlossen werden kann.

Unsere Gesellschaft ist geprägt von vielerlei Entwicklungen, die zu Einschränkungen unserer Lebenswelt führen. Es erfolgte im Laufe der Zeit eine tendenzielle Angleichung kindspezifischer und erwachsenenspezifischer Lebens- und Verkehrsformen. Der zunehmende KFZ-Verkehr, mit dem unmittelbar veränderte Siedlungsstrukturen einhergehen, sorgt für eine Verinselung der Kindheit.[4] Dies führt unmittelbar zur Einschränkung der kindlichen Lebensbereiche, sodass sich Kinder nicht mehr gefahrlos frei auf den Straßen bewegen können und sich alternativ häufig zuhause oder in öffentlichen Räumen treffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Verinselung der Lebenswelt von Kindern (nach Zeiher 1996).[5]

Diese Tatsache wirkt sich abermals auf die Veränderung von kindlichen und jugendlichen Kontaktstrukturen aus. Anders, als noch vor 10-20 Jahren, als junge Menschen Kinder jeden Alters auf der Straße antrafen, entwickelte sich bis heute eine Art „Verabredungsgeflecht“, bei dem die Kinder und Jugendlichen, nach Vereinbarung, meist nur gleichaltrige Freunde treffen. Dadurch entstehen sehr einseitige Kontakte, bei denen notwendige Kompetenzen wie zum Beispiel Durchsetzungsvermögen kaum mehr in dem Maße geschult werden können wie noch vor wenigen Jahren.[6] Kinder behaupten sich innerhalb von Gruppen immer weniger durch die Fähigkeit des kooperativen Umgangs miteinander. Man muss sich vor Älteren oder Stärkeren nicht schützen und braucht auch mit keinem auszukommen, der einem nicht passt.

Das individuelle Statussymbol hängt mittlerweile vielmehr vom Konsum neuester Trends ab, seien es Spielsachen oder auch Kleidung. Vieles ist demnach bequemer geworden, die Persönlichkeitsentwicklung im Sinne der Ausbildung eines starken Charakters hingegen wird auf diese Weise auf eine harte Probe gestellt. Desweiteren ist die Zahl der Ehescheidungen und der drastische Geburtenrückgang in den letzten Jahrzehnten exemplarisch dafür, dass Kinder immer seltener unter Geschwistern aufwachsen. Demzufolge leidet die Ausbildung der sozialen Komponente enorm. Es ist keine geschwisterliche Konkurrenz vorhanden. Dadurch stehen Einzelkinder häufig im Mittelpunkt und sind zum Teil „überbehütet“, wodurch der Anspruch an elterlicher Liebe enorm hoch ist. Eine geschwisterliche Solidarität gegenüber den Eltern ist ausgeschlossen. Ebenso kann sich nicht gegenseitig geholfen oder füreinander gesorgt werden. Jugendliche müssen sich ihre Freiheiten allein erkämpfen. Die Anzahl der Einzelkinder hat sich in den letzten 50 Jahren verdoppelt, sodass in Klassenverbänden häufiger der Fall eintritt, dass solche Schülerinnen oder Schüler nur schwerlich Konkurrenz oder Kritik ertragen können oder bei Nichtbeachtung extrem verletzt reagieren.[7]

Die Expertisierung der Kinder ist ein weiteres Merkmal veränderter Strukturen. Eltern glauben, sich in einer Art Wettbewerb zu befinden, dessen Ziel es ist, den Anforderungen der Gesellschaft in höchstem Maße Stand zu halten. Sehr früh erhalten Kinder spezifische Förderung, damit sie in manchen Bereichen den anderen überlegen sind und somit einen möglichst hohen Rang in der Gesellschaft erlangen. Die Konsumorientierung ist hierbei ein ebenso relevantes Resultat. Kinderzimmer werden zu individuellen Spiellandschaften oder Lernbüros ausgestattet, sodass kaum mehr Raum und Zeit für Kreativität geschaffen wird. Der Aufbau sozialer Beziehungen leidet darunter drastisch. Während die Kinder zu früheren Zeiten die Welt, das heißt ihre Umgebung, noch entdecken und erkunden durften, spricht man heutzutage vielmehr von einer „Terminkindheit“ oder auch „Medienkindheit“, die eine Freizeit im Sinne von freier Zeit kaum mehr bieten.

Den Umweltbeschränkungen zufolge wird auch die kindliche Zeitstruktur durch die der Erwachsenen durchsetzt. Die kindlichen Lebensbereiche werden durch erwachsenenspezifische Mediengewohnheiten ersetzt, wodurch eine Nivellierung des Kindheits- und Erwachsenenstatus einhergeht.[8] Postman spricht sogar vom „Verschwinden der Kindheit“ (Postman, 1983)[9]. Die zahlreiche Berufstätigkeit beider Elternteile führt zu Organisationsproblemen. Nach der Schule überbrücken viele Jugendliche und zum Teil auch Kinder ihre Zeit allein zuhause. Sie sind für die sorgfältige Erledigung ihrer Hausaufgaben eigens verantwortlich, was nicht bei allen Schülern funktioniert und müssen auch häufig ihre Versorgung selbst bereitstellen. Es mangelt an geregelten, frisch zubereiteten Mahlzeiten und die Nachmittage werden vermehrt vor dem Fernseher verbracht. Oftmals wissen die Eltern weder über die Nachmittagsbeschäftigung und den Spielort noch über die Freunde ihrer Kinder Bescheid. Diese Kinder lernen normalerweise sehr früh Eigenverantwortung zu tragen, umgekehrt weisen sie auch vermehrt Verhaltens- und Lerndefizite auf.

Der unter anderem, aus dieser Entwicklung heraus, resultierende übermäßige Fernseh- und Computerkonsum kann eine Gefahr der kindlichen Entwicklung darstellen. Durch die rasant fortschreitende Technisierung entwickeln sich die Medien enorm schnell, was die Attraktivität derer deutlich steigert. Der Markt an neuen Computerspielen beispielsweise ist kaum zu bremsen und das Interesse der Jugend wird somit von der Straße in die Kinder- und Wohnzimmer verlagert. Die heutige Kindheit entspricht einer „Medienkindheit“. Thesen dieser Art sind in den Medien nahezu alltäglich, doch sollte man solche Aussagen immer vor dem Hintergrund einer objektiven Betrachtungsweise hinterfragen. Negative Konnotationen sind die Regel. Zwar ist es wahr, dass bereits eine Großzahl an Grundschülern mehrere Stunden am Tag ihre Zeit mit neuen Medien verbringen, allerdings sollten auch Chancen, die dergleichen bieten, nicht ungeachtet bleiben. Junge Heranwachsende haben bei der Aufnahme qualitativ hochwertiger Sendungen die Möglichkeit ihren Horizont zu erweitern. Dabei ist es besonders wichtig, dass Erwachsene bei der Wahl des Fernsehprogramms Orientierungs- und Bewertungshilfen geben. Meist haben diese jedoch nicht die Zeit dazu. In der Schule ist man ein Teil des Ganzen, wenn man über die neuesten Serientrends Bescheid weiß und mitreden kann. Selbst Werbespots haben positiven Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes, da sie aufgrund ihrer Kürze ein schnelles Orientierungslernen unterstützen.[10] Obwohl es durchaus gute Gründe gibt, ein gutes Maß an Medienkonsum zu tolerieren, sollten negative Folgen wie Aggressionsauslösung durch Gewaltdarstellungen oder eine mangelnde Sprachkompetenzförderung bei Vielfernsehern nicht außer Acht gelassen werden.[11] Zudem verstreicht ein sehr großer Teil der Freizeit von Kindern durch immensen Medienkonsum, in der sich die Kinder und Jugendlichen nicht bewegen. Die rasante Entwicklung der Medienwelt ist nur ein Aspekt unter vielen angerissenen, der beschreibt inwieweit sich Kindheit und Jugend verändert. Welche Auswirkungen sowohl die vielen neuen Möglichkeiten als auch die Umweltbeschränkungen, die ein drastisches Ausmaß an Bewegungslosigkeit mit sich bringen, auf die Entwicklung und die Gesundheit der jungen Menschen hat, soll in einem nächsten Abschnitt geklärt werden.

Dieser Abriss über die Veränderungen der Gesellschaft soll zunächst einem tieferen Verständnis in die Thematik dieser Arbeit dienen und nachfolgende Inhalte begründen.

2.1 Zum Freizeitverhalten von Kindern und Jugendlichen

Untersuchungen des Deutschen Jugendinstituts, aus dem Jahr 2000, widerlegen wiederum die These, die eine drastische Verhäuslichung, Verplanung und Verinselung moderner Kindheit unterstellt. So halten sich mindestens 60% der Städtekinder mehrmals die Woche im Freien auf. Jungen gehen dabei vorwiegend sportlichen Aktivitäten nach, Mädchen eher sozialen, indem sie Freundinnen besuchen. Freunde treffen, Sporttreiben (insb. Radfahren), aber auch das Fernsehen sind die Lieblingsbeschäftigungen aller Kinder und Jugendlichen am Nachmittag. Häufig treffen sie sich in öffentlichen Räumen, Haupttreffpunkt bleibt dennoch die Wohnung. Eine sogenannte „Verplante Kindheit“ trifft insgesamt nur auf einen Teil der Kinder und Jugendlichen zu. Ganze 80% nehmen institutionelle Freizeitaktivitäten an, meist in den Bereichen Sport und Musik.[12] Noch nie zählten die Sportvereine so viele und so junge Mitglieder wie heute. Kinder lernen immer früher komplexe Sportarten wie Schwimmen oder Skifahren und doch ist die Anzahl der motorisch Auffälligen höher denn je. Probleme mit den Grundfertigkeiten wie laufen, springen oder klettern sind vermutlich darauf zurückzuführen, dass Spiel- und Bewegungsangebote zumeist institutionalisiert und organisiert sind.[13] Eigentätigkeit bleibt auf der Strecke und die Umwelt wird mithilfe der Technisierung erfahren. Dadurch werden den Kindern unmittelbare Erfahrungen des Körpers mit den Dingen vorweggenommen, die ihnen bisher ein Verständnis über Ursache-Wirkungsverhältnisse liefern konnten.

„Die Wirksamkeit des eigenen Handelns, eine Erfahrung, die sich auf das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl des Menschen auswirkt, wird immer häufiger in der Betätigung von Knöpfen und Steuertasten erfahren. Dies führt dazu, dass immer mehr Kinder gelebt werden, anstatt selbst zu leben.“[14]

Damit Kindern künftig solche Eigenerfahrungen, aufgrund einer Umstrukturierung und Weiterentwicklung der Umwelt, nicht entzogen werden, böte sich die Schule, als Ort des „Lernens durch Erfahren“ an.Verbringen viele Schülerinnen und Schüler ihre Freizeit mit technischen Geräten, könnte die Schule mangelnde Natur- und Bewegungserfahrungen kompensieren, indem naturbezogene Erfahrungen vermittelt und ermöglicht werden. Gleichzeitig wäre damit ein ganzheitliches Lernen, dessen Grundstein in der Reformpädagogik, angefangen bei Jean-Jacques Rousseau, über Johann H. Pestalozzi und John Dewey bis hin zu Maria Montessori, gelegt wurde und das bis heute an Aktualität nicht eingebüßt hat, garantiert.

[...]


[1] Knörzer/Grass/Schumacher: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S.33

[2] Knörzer, W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S.23

[3] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 26f

[4] Vgl. Peuckert, R: Familienformen im sozialen Wandel. Opladen:Leske und Budrich. Augsburg, 1991. S. 95

[5] Zeiher, 1996, zit. in: Krapf: Konzeption zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung an Gymnasien in Bayern. Verlag Dr. Kovač. Hamburg, 2007. S. 33

[6] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 52f

[7] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 34-36

[8] Vgl. Peuckert, R: Familienformen im sozialen Wandel. Opladen:Leske und Budrich. Augsburg, 1991. S. 95

[9] Peuckert, R: Familienformen im sozialen Wandel. Opladen:Leske und Budrich. Augsburg, 1991. S. 95

[10] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 54f

[11] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 56f

[12] Vgl. Knörzer W./Grass, K./Schumacher, E.: Den Anfang der Schulzeit pädagogisch gestalten. Beltz. Weinheim und Basel, 2007 [2000]. S. 49f

[13] Vgl. Hildebrandt/Landau 1994, 90 zit. in: Krapf: Konzeption zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung an Gymnasien in Bayern. Verlag Dr. Kovač. Hamburg, 2007. S. 34

[14] Krapf: Konzeption zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung an Gymnasien in Bayern. Verlag Dr. Kovač. Hamburg, 2007. S. 34

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Kindheitswandel, Bewegung, Schule - ein Versuch der Übereinkunft
Untertitel
Eine fächerübergreifende Betrachtung
Hochschule
Pädagogische Hochschule Karlsruhe
Note
1,5
Autor
Jahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V182501
ISBN (eBook)
9783656065814
ISBN (Buch)
9783656065968
Dateigröße
1424 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kindheitswandel, bewegung, schule, versuch, übereinkunft, seminararbeit
Arbeit zitieren
Romy Stegen (Autor), 2009, Kindheitswandel, Bewegung, Schule - ein Versuch der Übereinkunft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182501

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