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Bismarcks Sozialpolitik und seine Taktik "Zuckerbrot und Peitsche"

Title: Bismarcks Sozialpolitik und seine Taktik "Zuckerbrot und Peitsche"

Term Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Magistra Artium Julia Arndt (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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In dieser Arbeit versucht der Autor zunächst zu skizzieren, warum die Sozialdemokraten als Reichsfeinde von Bismarck deklariert wurden. Ausführlich wird das Sozialistengesetz und deren Folgen für die Partei dargestellt.

Das letzte Kapitel widmet sich schließlich mit dem Aufstieg der Sozialdemokraten und der Niederlage Bismarcks. Dabei wird die legale und die illegale Arbeit der Partei näher beschrieben, welche enorm wichtig für die Überwindung des Gesetzes war. Stets muss beachtet werden, dass die Sozialdemokraten trotzdem bei jeder Reichstagswahl gewählt werden konnten. Daher werden die Wahlen unter der Regierung Bismarcks besonders berücksichtigt.

Es soll untersucht werden, warum es Bismarck nicht gelang die Sozialdemokraten zu schwächen und welche Taktik er mit dem „Zuckerbrot“ und der „Peitsche“ verfolgte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bismarcks Repression von oben- Das Sozialistengesetz

2.1 Die Sozialdemokraten als Reichsfeinde

2.2 Das Sozialistengesetz

2.3 Die Arbeiterbewegung

3. Bismarcks Sozialpolitik- Schutz der Arbeiter

3.1 Von der Unterdrückung zur Unterstützung

3.2 Die Sozialversicherungen

4. Überwindung des Sozialistengesetzes

4.1 Die Reichstagswahlen 1884 und 1887

4.2 Sieg der Sozialdemokraten

5. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die innenpolitische Strategie Otto von Bismarcks gegenüber der aufstrebenden Sozialdemokratie im Deutschen Kaiserreich. Dabei wird analysiert, wie Bismarck durch eine Kombination aus repressiven Maßnahmen, dem sogenannten Sozialistengesetz, und sozialpolitischen Reformen versuchte, die Arbeiterbewegung zu schwächen, zu isolieren und in den monarchischen Staat zu integrieren.

  • Die Klassifizierung der Sozialdemokratie als "Reichsfeind" und der daraus resultierende Repressionsdruck.
  • Die Entstehung, Inhalte und Auswirkungen des Sozialistengesetzes auf die illegale Parteiarbeit.
  • Die Einführung der staatlichen Sozialversicherung als taktisches Instrument ("Zuckerbrot") zur Befriedung der Arbeiterschaft.
  • Die Widerstandsfähigkeit der Arbeiterbewegung und die politische Entwicklung bis zum Scheitern der Bismarckscher Taktik.

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Sozialistengesetz

Die politischen Feindlichkeiten und Spannungen spitzten sich zu, nachdem zwei Attentate auf Kaiser Wilhelm verübt wurden. Bismarck gab dafür den Sozialdemokraten die Schuld.

Am 11. Mai 1878 schoss der Klempnergeselle Max Hödel in Berlin auf den kaiserlichen Wagen. Es stellte sich heraus, dass Hödel Mitglied der Sozialistischen Arbeiterpartei, aber zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestoßen worden, war.9 Sein Gesundheitszustand war schlecht, er wies mehrere psychische Erkrankungen auf. Die Hinrichtung erfolgte nur einem Monat nach seiner Verhaftung.10

Dieses Attentat veranlasste die preußische Staatsregierung dazu das erste Sozialistengesetz, Gesetz zur Abwehr sozialdemokratischer Ausschreitungen, vorzuschlagen. Das Gesetz wurde abgelehnt und konnte somit nicht in Kraft treten.11

Als wenige Wochen später erneut ein Attentat auf den Kaiser verübt wurde, sollte das Gesetz nun in Kraft treten. Dr. Karl Nobling schießt, ebenfalls in Berlin, mit einer Schrotflinte auf den Kaiser. Er gibt zu, Sozialdemokrat zu sein und hin und wieder an sozialistischen Versammlungen teilgenommen zu haben.12 Bismarck beantragte die Auflösung des Reichstages, so fanden später Neuwahlen statt. Die Zahl der Sitze der Sozialdemokraten ging zurück.13 Der zweite Anschlag auf den Kaiser schien für Bismarck mehr als willkommen. Sein einziges Ziel war nun die Durchbringung des Sozialistengesetzes.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Ausgangslage, in der Bismarck versucht, die Sozialdemokratie mittels Repression und Sozialgesetzgebung auszuschalten, und stellt die Forschungsfragen bezüglich seiner Taktik.

2. Bismarcks Repression von oben- Das Sozialistengesetz: Dieses Kapitel erläutert, wie Bismarck die Sozialdemokraten zu "Reichsfeinden" erklärte, das Sozialistengesetz nach den Attentaten auf den Kaiser durchsetzte und welche illegalen Organisationsstrukturen die Arbeiterbewegung daraufhin bildete.

3. Bismarcks Sozialpolitik- Schutz der Arbeiter: Hier wird analysiert, wie Bismarck versuchte, durch die Einführung der Sozialversicherungen Arbeiter für den monarchischen Staat zu gewinnen und so die Sozialdemokratie zu schwächen.

4. Überwindung des Sozialistengesetzes: Dieses Kapitel dokumentiert den fortwährenden Aufstieg der Sozialdemokraten bei den Reichstagswahlen trotz Unterdrückung, was schließlich zum endgültigen politischen Sieg der Partei und zum Rücktritt Bismarcks führte.

5. Schlussteil: Der Schlussteil fasst zusammen, dass Bismarcks Taktik der "Peitsche" und des "Zuckerbrots" gegen die straff organisierte Arbeiterbewegung gescheitert ist und die Partei gestärkt aus den Konflikten hervorging.

Schlüsselwörter

Bismarck, Sozialistengesetz, Sozialdemokratie, Arbeiterbewegung, Reichsfeind, Repression, Sozialversicherung, Kaiserreich, Reichstagswahl, Ausnahmegesetz, August Bebel, Widerstand, Innenpolitik, Proletariat, Arbeiterpartei

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das politische Handeln Otto von Bismarcks gegen die Sozialdemokratie im Deutschen Kaiserreich zwischen 1878 und 1890.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind das Sozialistengesetz als Repressionsinstrument, die Sozialgesetzgebung als Versuch der sozialen Integration sowie der organisierte illegale Widerstand der Arbeiterbewegung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, warum Bismarck die Sozialdemokraten als Reichsfeinde deklarierte, welche Taktiken der "Zuckerbrot"- und "Peitsche"-Politik er verfolgte und warum diese letztlich scheiterten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Auswertung historischer Quellen und Literatur, um die innenpolitische Entwicklung und die Dynamik zwischen Staat und Arbeiterbewegung nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der staatlichen Repressionspolitik, die Analyse der sozialpolitischen Maßnahmen Bismarcks und die Beschreibung der Gegenreaktionen und Wahlerfolge der Sozialdemokratie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Bismarck, Sozialistengesetz, Sozialdemokratie, Arbeiterbewegung, Reichsfeind, Repression, Sozialversicherung, Reichstagswahl und Widerstand.

Warum konnte das Sozialistengesetz die Sozialdemokratie nicht vernichten?

Durch eine straffe illegale Organisation und den unbeugsamen Zusammenhalt der Mitglieder konnte die Partei trotz Verbots von Versammlungen und Presse wachsen und an politischem Einfluss gewinnen.

Welche Rolle spielten die Reichstagswahlen für den Erfolg der Partei?

Die Wahlen dienten als Gradmesser für den Erfolg der Bismarckschen Taktik und zeigten trotz der Unterdrückung einen kontinuierlichen Anstieg der Wählerstimmen für die Sozialdemokraten.

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Details

Title
Bismarcks Sozialpolitik und seine Taktik "Zuckerbrot und Peitsche"
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,7
Author
Magistra Artium Julia Arndt (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V182509
ISBN (eBook)
9783668743601
ISBN (Book)
9783668743618
Language
German
Tags
bismarcks sozialpolitik taktik zuckerbrot peitsche
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Magistra Artium Julia Arndt (Author), 2008, Bismarcks Sozialpolitik und seine Taktik "Zuckerbrot und Peitsche", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182509
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