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Die Christenverfolgung unter Nero

Ursachen und Grundlagen der Verfolgungsmaßnahmen gegen die Christen

Titel: Die Christenverfolgung unter Nero

Hausarbeit , 2009 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Maxi Hoffmann (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit soll es sein, die Ursachen und Umstände der Christenverfolgung unter Nero zu untersuchen, sowie die Forschungspositionen zu den rechtlichen Grundlagen der Verfolgung darzustellen. Nero gab den Christen die Schuld an dem großen Brand Roms 64 n. Chr. und verfolgte und verurteilte sie daraufhin. Es soll geklärt werden, inwieweit das Christenbild der heidnischen Umwelt Neros Vorgehen beeinflusste, für welches Verbrechen sie nach Tacitus‘ Bericht bestraft wurden und ob Nero ein gesetzliches Christenverbot erließ, das ihn zum Begründer aller darauf folgenden Christenverfolgungen machte.

Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem monotheistischen Charakter des Christentums und der Wahrnehmung der Christen als politische Gruppe als die wesentlichen Punkte der Sicht der nichtchristlichen Römer auf die Christen. Im zweiten Teil wird auf den Brand Roms als Anlass der Christenverfolgung eingegangen und die Frage nach dem Grund der Verurteilung geklärt. Im dritten Teil findet schließlich die Diskussion über ein, möglicherweise durch Nero erlassenes, Gesetz über die Verfolgung der Christen statt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ursachen und Grundlagen der Christenverfolgung unter Nero

2.1. Das Christenbild im Römischen Reich bis zum Brand Roms 64 n. Chr.

2.2. Tacitus‘ Bericht über den Brand Roms und die Christenverfolgung 64 n. Chr.

2.3. Nero als Begründer der Christenverfolgung?

3. Zusammenfassung

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die historischen Ursachen und Umstände der Christenverfolgung unter Kaiser Nero sowie die wissenschaftlichen Debatten über die rechtlichen Rahmenbedingungen der damaligen Maßnahmen. Das primäre Ziel ist es zu klären, inwieweit das heidnische Christenbild Neros Vorgehen beeinflusste, welche Rolle der Brand Roms als Auslöser spielte und ob es tatsächlich ein offizielles, von Nero erlassenes Christenverbot gab.

  • Die Wahrnehmung der frühen Christen durch die römische Gesellschaft.
  • Die Rolle des Tacitus-Berichts als zentrale Primärquelle.
  • Untersuchung des Brandes von Rom als politischer Anlass für staatliche Repression.
  • Kritische Analyse der Hypothese eines „Neronischen Gesetzes“ zur Christenverfolgung.

Auszug aus dem Buch

2.2. Tacitus‘ Bericht über den Brand Roms und die Christenverfolgung 64 n. Chr.

Während ein Vorgehen Neros gegen die Christen mehrfach bezeugt ist, bringt allein der nichtchristliche Autor Tacitus dieses in Zusammenhang mit dem großen Brand von Rom 64 n. Chr.. Die christlichen Quellen, unter anderem Tertullian, nennen Nero zwar als ersten Christenverfolger, allerdings ohne dabei die Anklage auf Brandstiftung zu erwähnen. Dibelius ergänzt, dass weder der 1. Petrusbrief noch die apokryphen Apostelakten die Brandstiftung erwähnen. Da auch bei dem paganen Geschichtsschreiber Sueton und dem Kirchenhistoriker Eusebius beide Ereignisse durch einen längeren Zeitraum voneinander getrennt sind, tritt an dieser Stelle die Frage auf, ob Tacitus‘ Darstellung der wegen Brandstiftung angeklagten Christen der Wahrheit entspricht. Die Beschreibung der Hinrichtung von Christen durch Feuer und Tiere deutet jedoch auf genau die Todesstrafe hin, die Brandstifter nach römischem Strafrecht erhielten. Ein Zusammenhang zwischen dem großen Brand Roms und den Verfolgungsmaßnahmen gegen die Christen ist hiermit hergestellt. Somit kann Tacitus, der zumindest für den Brand Roms als Zeitzeuge zählt, zu besagtem Ereignis als relativ verlässliche Quelle gelten.

Als im Sommer 64 die Hauptstadt Rom von einem Brand mit verheerenden Ausmaßen heimgesucht wurde, befand sich Nero außerhalb der Stadt. Dies trug zu den Gerüchten bei, er habe das Feuer selbst legen lassen, um „mit der Gründung einer neuen Stadt, die nach seinem Namen zu benennen sei, Ruhm zu erwerben“. Um den Gerüchten ein Ende zu bereiten, präsentierte er der Öffentlichkeit als Schuldige die, die vom Volk Christen genannt wurden und bereits „wegen ihrer Schandtaten verhaßt“ waren. Es wurden zuerst diejenigen verhaftet, die ein Geständnis ablegten. Hierbei lässt Tacitus offen, um was für ein Geständnis, das der Brandstiftung oder des Christentums, es sich handelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definition der Forschungsfrage und Eingrenzung des Themas auf die Ursachen und rechtlichen Grundlagen der neronischen Christenverfolgung unter Einbeziehung der Forschungsliteratur.

2. Ursachen und Grundlagen der Christenverfolgung unter Nero: Analyse der soziopolitischen Stellung der Christen im Römischen Reich und ihrer Wahrnehmung als staatsfeindliche Gruppe.

2.1. Das Christenbild im Römischen Reich bis zum Brand Roms 64 n. Chr.: Untersuchung des Konfliktpotenzials zwischen dem monotheistischen Anspruch des Christentums und der staatlichen Erwartungshaltung gegenüber dem Kaiserkult.

2.2. Tacitus‘ Bericht über den Brand Roms und die Christenverfolgung 64 n. Chr.: Auseinandersetzung mit der zentralen Primärquelle und der Frage, ob die Christen lediglich als Sündenböcke für den Stadtbrand dienten.

2.3. Nero als Begründer der Christenverfolgung?: Diskussion über die rechtshistorische Frage, ob Nero ein formelles Gesetz gegen Christen erließ oder ob die Verfolgung auf anderen Grundlagen basierte.

3. Zusammenfassung: Synthese der Untersuchungsergebnisse, die Neros Rolle als Begründer eines generellen Christenverbots kritisch relativiert.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Nero, Christenverfolgung, Brand von Rom, Tacitus, antikes Christentum, römisches Staatsrecht, Sündenbock, Märtyrer, Religionspolitik, monotheistische Religion, historisches Mandat, Christenbild, Staatsfeindlichkeit, rechtliche Grundlage, Antike.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Einordnung der ersten staatlich organisierten Christenverfolgung unter dem römischen Kaiser Nero im Jahr 64 n. Chr.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das römische Christenbild, die Ereignisse rund um den Brand von Rom und die wissenschaftliche Debatte darüber, ob Nero ein spezielles Gesetz gegen das Christentum verfasste.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu analysieren, warum Nero die Christen verfolgte, ob diese tatsächlich für den Brand Roms verantwortlich gemacht wurden und wie die Rechtsgrundlage dieser Verfolgung aus heutiger wissenschaftlicher Sicht einzuschätzen ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, geschichtswissenschaftliche Analyse, bei der antike Primärquellen wie die Annalen des Tacitus mit modernen fachwissenschaftlichen Interpretationen und Forschungspositionen verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des allgemeinen römischen Christenbildes, die detaillierte Auswertung des taciteischen Berichts über den Stadtbrand und eine kritische Diskussion zur Existenz eines neronischen Mandats gegen Christen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nero, Christenverfolgung, Brand von Rom, Tacitus, Staatsfeindlichkeit und historische Rechtsgrundlagen.

Warum war das Christentum im Römischen Reich so unbeliebt?

Die frühe christliche Gemeinschaft galt aufgrund ihres exklusiven Monotheismus und der Verweigerung des Kaiserkults als staatsfeindlich, was in Kombination mit ihrer gesellschaftlichen Zurückgezogenheit Misstrauen und Vorurteile wie Ritualmord-Gerüchte schürte.

Gab es unter Nero ein offizielles Gesetz gegen Christen?

Die Forschung, insbesondere Autoren wie Wlosok und Flach, kommt zu dem Schluss, dass es kein explizites Gesetz von Nero gegen das Christentum gab; die Verfolgung war eher eine opportunistische Maßnahme zur Ablenkung von der Kritik am Kaiser nach dem Brand Roms.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Christenverfolgung unter Nero
Untertitel
Ursachen und Grundlagen der Verfolgungsmaßnahmen gegen die Christen
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Veranstaltung
PS - Entstehung des Christentums
Note
1,0
Autor
Maxi Hoffmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
15
Katalognummer
V182517
ISBN (eBook)
9783656062080
ISBN (Buch)
9783656063230
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Christentum Nero Christenverfolgung Brand Roms 64 n. Chr. Tacitus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maxi Hoffmann (Autor:in), 2009, Die Christenverfolgung unter Nero, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182517
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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