Die … ist seit diesem Schuljahr eine reine Grundschule. Die bisherige Haupt-, jetzt Werkrealschule ist zweizügig. Der Ausländeranteil im Einzugsgebiet ist recht hoch, weshalb verhältnismäßig viele Schüler1 mit Migrationshintergrund und aus den verschiedensten Nationen die Schule besuchen.
1.2. Zur Situation der Klasse
Die Klasse 5 besteht aus 24 Schülern, die sich aus 10 Mädchen und 14 Jungen zusammensetzen. Erst vor einigen Wochen sind zwei Schüler – … – neu in die Klasse gekommen, die Integration in die Klasse verlief bisher recht unkompliziert. In der Klasse 5 herrscht ein sehr lebendiges Unterrichtsklima. Das Sozialverhalten der Klasse
ist grundsätzlich positiv geprägt, wobei verbale Auseinandersetzungen sowie „kleinere“ Tätlichkeiten wie schubsen oder sich mit Gegenständen abwerfen zwischen einzelnen Schülern
in fast jeder Stunde auf der Tagesordnung stehen. Insgesamt gesehen besteht jedoch ein recht guter Klassenzusammenhalt, die Schüler gehen meist hilfsbereit miteinander um, demokratische und soziale Verhaltensweisen, wie zum Beispiel gegenseitige Rücksichtnahme,
Hilfestellung und Gruppenbewusstsein sind insoweit vorhanden, können allerdings noch weiter ausgebaut werden – insbesondere hinsichtlich des gemeinsamen Auf- und Abbauens bzw. Aufräumens.
Inhaltsverzeichnis
1. Zur Ausgangslage des Unterrichts
1.1. Institutionelle Bedingungen
1.2. Zur Situation der Klasse
1.3. Lern- und Leistungssituation der Klasse
1.4. Unterrichtsorganisatorische Aspekte
1.5. Begründung für die Ausweitung der Stunde auf 60 Minuten
2. Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand
2.1. Klärung der Sache
2.2. Stabile und labile Gerätearrangements im Stationsbetrieb
2.3. Didaktische Überlegungen
2.4. Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit
2.5. Einordnung in den Bildungsplan
3. Intentionen des Unterrichts
4. Überlegungen zum Lehr-Lernprozess – Methodische Überlegungen
4.1. Zur Wahl der Vermittlungsmethode
4.2. Geplanter Verlauf der Unterrichtsstunde
5. Verlaufsplanung des Unterrichts
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die koordinativen Fähigkeiten, speziell die Gleichgewichtsfähigkeit, von Schülerinnen und Schülern der 5. Klasse durch vielfältige und differenzierte Gerätearrangements in einem offenen Stationsbetrieb zu schulen und zu stabilisieren.
- Entwicklung und Förderung der Gleichgewichtsfähigkeit bei Kindern
- Einsatz eines offenen Stationsbetriebs zur individuellen Bewegungsförderung
- Integration von stabilen und labilen Gerätearrangements
- Stärkung der Sozial- und Selbstkompetenz durch kooperatives Lernen
- Differenzierung des Sportunterrichts für unterschiedliche Leistungsniveaus
Auszug aus dem Buch
Die Gleichgewichtsfähigkeit
Die Gleichgewichtsfähigkeit ist eine der fünf angesprochenen koordinativen Fähigkeiten. Sie wird definiert als „relativ verfestigte und generalisierte Leistungsvoraussetzung für das Halten bzw. Wiederherstellen des Körpergleichgewichts bei wechselnden Umweltbedingungen, besonders zur zweckmäßigen und schnellen Lösung motorischer Aufgaben auf kleinen Unterstützungsflächen oder bei sehr labilen Gleichgewichtsverhältnissen“.
„Gleichgewichtsanforderungen sind [demnach] immer dann vorhanden, wenn [bei Bewegungshandlungen] durch die Lageveränderung des Körperschwerpunktes im Verhältnis zur Stützfläche das Körpergleichgewicht gestört wird. Sie zielen […] auf den Erhalt oder die Wiederherstellung des Körpergleichgewichts“ bei, während und nach zahlreichen Bewegungshandlungen in verschiedenen Tätigkeitsbereichen.
Da sensorische, kognitive und motorische Prozesse – wie bei allen koordinativen Fähigkeiten – eine Einheit bilden, werden entsprechende Gleichgewichtsstörungen durch die verschiedenen Analysatoren und ihr Zusammenspiel wahrgenommen, im zentralen Nervensystem verglichen und verarbeitet und in Impulse an die erforderlichen Muskeln und Muskelgruppen umgesetzt. Die Wahrnehmung im zentralen Nervensystem über den Gleichgewichtszustand erfolgt über die Muskulatur, Sehnen, die Haut und die Verbindung der Augen mit den Gleichgewichtsorganen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zur Ausgangslage des Unterrichts: Analyse der institutionellen Rahmenbedingungen sowie der Lern- und Leistungssituation der Klasse 5.
2. Überlegungen und Entscheidungen zum Unterrichtsgegenstand: Theoretische Klärung der koordinativen Fähigkeiten und Beschreibung der eingesetzten Gerätearrangements.
3. Intentionen des Unterrichts: Festlegung der übergeordneten Stundenziele und der angestrebten Kompetenzerweiterungen der Schüler.
4. Überlegungen zum Lehr-Lernprozess – Methodische Überlegungen: Darlegung der methodischen Leitprinzipien und des geplanten Ablaufs der Unterrichtsstunde.
5. Verlaufsplanung des Unterrichts: Detaillierte tabellarische Darstellung des zeitlichen Ablaufs, des Lehrer- und Schülerverhaltens sowie der eingesetzten Medien.
Schlüsselwörter
Gleichgewichtsfähigkeit, Koordination, Stationsbetrieb, Sportunterricht, Bewegungsarrangements, Motorik, Gleichgewicht, Differenzierung, Balancieren, Sportdidaktik, Selbstständigkeit, Körpererfahrung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung und methodischen Gestaltung einer Sportstunde für eine 5. Klasse, in der die Gleichgewichtsfähigkeit durch den Einsatz verschiedener Gerätearrangements in einem Stationsbetrieb gefördert wird.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Koordination, die Bedeutung von Gleichgewichtsübungen für das Kindesalter sowie die praktische Umsetzung durch offene Unterrichtsformen.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist die Verbesserung und Stabilisierung der koordinativen Fähigkeiten der Schüler, insbesondere des Gleichgewichts, durch die Bewältigung unterschiedlicher Anforderungen an den Übungsstationen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin stützt sich auf sportpädagogische Grundsätze zur Koordinationsschulung, insbesondere das Prinzip des vielfältigen Variierens und Kombinierens, eingebettet in einen offenen Stationsbetrieb.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der Übungen, die Darstellung der verschiedenen Stationen (z. B. Slackline, Pezzibälle, Bankwippe) und die methodische Planung des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren das Werk?
Wichtige Begriffe sind Gleichgewichtsfähigkeit, Koordination, offener Stationsbetrieb, Bewegungsarrangements und Differenzierung.
Warum wurde die Stunde auf 60 Minuten ausgeweitet?
Die Ausweitung soll den Schülern mehr effektive Bewegungszeit ermöglichen, da die Thematik des Balancierens Ruhe und Zeit erfordert und das Verletzungsrisiko bei Hektik ansteigt.
Welche Rolle spielt das „Spielebuch“ in der Klasse?
Es dient als Ritual und Methode zur Steigerung der allgemeinen Spielfähigkeit, indem Schüler selbst Spiele organisieren, Regeln definieren und bei Bedarf weiterentwickeln.
- Arbeit zitieren
- Tanja Aust (Autor:in), 2011, Balancieren auf stabilen und labilen Gerätearrangements im Stationsbetrieb, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/182572