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Niederschlagsverteilung; Maritimität und Kontinentalität, vertikale Gliederung

Title: Niederschlagsverteilung; Maritimität und Kontinentalität, vertikale Gliederung

Seminar Paper , 2001 , 17 Pages , Grade: 2

Autor:in: Dina Schillings (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Der Niederschlag ist neben der Temperatur das wichtigste Klimaelement, denn besonders von diesen zwei Faktoren hängt ab, welche Vegetation in einem bestimmten Raum wachsen kann und wie das Gebiet demzufolge landwirtschaftlich nutzbar ist. Aus diesem Grunde beruhen auch die meisten Klimaklassifikationen, mit deren Hilfe die Erde in unterschiedliche Klimazonen eingeteilt wird, auf den durchschnittlichen Temperaturen und den Niederschlagsmengen der jeweiligen Gebiete. Die Niederschlagsverteilung auf der Erde ist sehr unterschiedlich. Es gibt Regionen die mehrere Jahre keinen Tropfen Regen erhalten und andere haben jährliche Niederschlagssummen von bis zu 12.000 mm. Wahrscheinlich die extremsten Werte bieten
hierbei zum einen Indien mit der höchsten Regenmenge in einem Jahr von 26.470 mm gemessen in Cherrapunji, zum anderem die Atacama-Wüste in Chile, in der man noch nie Niederschläge nachweisen konnte. (vgl.Klimatologie, C.-D. Schönwiese, 1994, S.247)
Gründe für diese ausgesprochene Variabilität sind natürlich die geografische Breite und die daraus resultierende unterschiedliche Sonneneinstrahlung, aber auch die ungleiche Land-Meer-Verteilung ( auf der Südhalbkugel sind die Landmassen viel kleiner als auf der Nordhemisphäre ) sowie verschiedene Höhenlagen und Reliefs. Diese Faktoren sind auch unter anderem für die allgemeine Zirkulation der Atmosphäre verantwortlich, die wiederum bewirkt, dass Luftmassen bewegt werden und evtl. für Niederschläge sorgen.

Da die unterschiedliche Verteilung des Niederschlags unweigerlich mit seiner Entstehung zusammenhängt, gehe ich zunächst kurz auf diesen Punkt ein. Anschließend wird etwas zur Niederschlagsmessung und zu den verschiedenen Niederschlagstypen erläutert. Das folgende Kapitel hat die Niederschlagsverteilung zum Thema, gegliedert in räumliche und jahres- bzw. tageszeitliche. Die Begriffe Maritimität und Kontinentalität werden im dritten Teil näher erklärt und am Ende gehe ich auf die vertikale Gliederung der Niederschläge ein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1.1 ENTSTEHUNG DES NIEDERSCHLAGS

1.2 NIEDERSCHLAGSTYPEN

1.3 WOLKENBILDUNGSVORGÄNGE

a) Konvektion

b) Frontale Hebung

c) Orographische Hebung

1.4 NIEDERSCHLAGSMESSUNG

2.1 RÄUMLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG

2.2 JAHRESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG

2.3 TAGESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG

3 MARITIMITÄT UND KONTINENTALITÄT

4 VERTIKALE GLIEDERUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexen Faktoren der Niederschlagsverteilung auf der Erde. Ziel ist es, die variablen Ursachen für räumliche, jahreszeitliche und tageszeitliche Unterschiede im Niederschlag aufzuzeigen und die Einflüsse von Maritimität, Kontinentalität sowie der vertikalen Gliederung physikalisch zu begründen.

  • Physikalische Grundlagen der Niederschlagsentstehung und Wolkenbildung.
  • Analyse der globalen räumlichen und zeitlichen Niederschlagsvariabilität.
  • Unterscheidung zwischen maritimen und kontinentalen Klimatypen.
  • Einfluss der Orographie und der vertikalen Gliederung auf Niederschlagsmengen.
  • Methodische Ansätze zur Messung und Indizierung klimatischer Eigenschaften.

Auszug aus dem Buch

1.1 Entstehung des Niederschlags

Damit Niederschlag entsteht muss der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensieren oder sublimieren. Wenn die Luft mit Wasserdampf gesättigt ist, die relative Luftfeuchte also 100% beträgt, kommt es zur Kondensation an sog. Aerosolen, das sind Teilchen, z.B. Salze oder Staubpartikel, die in der Atmosphäre enthalten sind und die Fähigkeit haben Wasser anzulagern. Sie werden auch Kondensationskerne genannt.

Grundsätzlich kann warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte, so dass beim Abkühlen einer Luftmasse, z.B. durch vertikales Aufsteigen, die relative Luftfeuchtigkeit steigt, obwohl die absolute Feuchte gleich bleibt. Die Luft kühlt beim Aufsteigen ab, weil der Druck mit der Höhe abnimmt und das Luftquantum sich unter Arbeitsaufwand ausdehnt. Als Energielieferant hierfür dient nämlich der Wärmeinhalt der Luft. Bei fortschreitendem Abkühlen der Luft kommt es irgendwann zur Kondensation des Wasserdampfes. Da die Temperaturen auch oft unter 0°C sinken, gefriert das Wasser an den Kondensationskernen und weiterer Wasserdampf lagert sich direkt in Form von Eis an (Sublimation). Das Wasser gefriert jedoch selten schon bei 0°C, denn es handelt sich bei Wolkentröpfchen um wäßrige Lösungen, deren Gefrierpunkt niedriger liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Bedeutung des Niederschlags als zentrales Klimaelement und Überblick über die zu behandelnden Themenkomplexe.

1.1 ENTSTEHUNG DES NIEDERSCHLAGS: Erläuterung der physikalischen Prozesse von Kondensation und Sublimation unter Berücksichtigung von Luftfeuchtigkeit und Aerosolen.

1.2 NIEDERSCHLAGSTYPEN: Vorstellung der verschiedenen Niederschlagsformen wie Regen, Schnee, Hagel und Graupel sowie deren Entstehungsweisen.

1.3 WOLKENBILDUNGSVORGÄNGE: Analyse der drei Hauptarten des Luftaufsteigens: Konvektion, frontale Hebung und orographische Hebung.

1.4 NIEDERSCHLAGSMESSUNG: Beschreibung der Messmethoden für Niederschlag sowie der damit verbundenen methodischen Schwierigkeiten.

2.1 RÄUMLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG: Untersuchung globaler Gesetzmäßigkeiten und kleinräumiger Unterschiede der Niederschlagsverteilung.

2.2 JAHRESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG: Analyse der zeitlichen Variabilität von Niederschlägen in Abhängigkeit von Klimazonen und dem Sonnenstand.

2.3 TAGESZEITLICHE NIEDERSCHLAGSVERTEILUNG: Betrachtung der tageszeitlichen Schwankungen in verschiedenen Klimatypen.

3 MARITIMITÄT UND KONTINENTALITÄT: Erklärung der klimabestimmenden Einflüsse von Ozeanen und Landmassen auf Temperatur und Niederschlag.

4 VERTIKALE GLIEDERUNG: Darstellung der Änderung von Niederschlagsmengen in Gebirgsregionen durch Luv- und Leeeffekte sowie Höhenabhängigkeit.

Schlüsselwörter

Niederschlag, Klimatologie, Kondensation, Konvektion, Maritimität, Kontinentalität, Orographie, Luftfeuchtigkeit, Zyklonale Dynamik, Niederschlagsverteilung, Klimazonen, Hydrometeore, Vertikale Gliederung, Atmosphärische Zirkulation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den physikalischen und geographischen Faktoren, die die Niederschlagsverteilung auf der Erde bestimmen, und beleuchtet die Variabilität dieses zentralen Klimaelements.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physikalische Entstehung von Niederschlag, die räumliche und zeitliche Verteilung, der Gegensatz zwischen maritimem und kontinentalem Klima sowie die vertikale Differenzierung im Gebirge.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Erläuterung der verschiedenen Ursachen, die zu den extrem unterschiedlichen Niederschlagsmengen weltweit führen, und die wissenschaftliche Einordnung dieser Phänomene.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse der physischen Geographie, die etablierte meteorologische Erkenntnisse und klimatologische Gesetzmäßigkeiten zusammenführt und interpretiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Prozesse der Wolkenbildung und Messung, die globale räumliche und zeitliche Niederschlagsverteilung sowie die spezifischen Effekte von Land-Meer-Verteilung und Gebirgslagen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Niederschlagsverteilung, Kondensation, Maritimität, Kontinentalität und Orographie charakterisiert.

Wie unterscheiden sich die Niederschlagsverhältnisse an den Küsten im Vergleich zum Binnenland?

Küstennah beeinflussen Ozeane als Wärmespeicher das Klima, was zu geringeren Temperaturamplituden und gleichmäßigeren Niederschlägen führt, während das Binnenland oft durch höhere Temperaturschwankungen und geringere, zeitlich konzentriertere Niederschläge geprägt ist.

Warum gibt es an Gebirgen oft Luv- und Leeseiten?

Aufgrund der orographischen Hebung müssen Luftmassen beim Aufsteigen an Hindernissen wie Gebirgen abkühlen und abregnen (Luvseite), während sie auf der Leeseite absinken, sich erwärmen und für Trockenheit sorgen.

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Details

Title
Niederschlagsverteilung; Maritimität und Kontinentalität, vertikale Gliederung
College
RWTH Aachen University  (Geographisches Institut)
Course
Grundseminar : Physische Geographie
Grade
2
Author
Dina Schillings (Author)
Publication Year
2001
Pages
17
Catalog Number
V1826
ISBN (eBook)
9783638111256
Language
German
Tags
Niederschlagsverteilung Maritimität Kontinentalität Gliederung Grundseminar Physische Geographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dina Schillings (Author), 2001, Niederschlagsverteilung; Maritimität und Kontinentalität, vertikale Gliederung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1826
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