Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Business economics - Economic Policy

Die Rolle des Bundesverbandes der deutschen Industrie in der Bundesrepublik

Title: Die Rolle des Bundesverbandes der deutschen Industrie in der Bundesrepublik

Term Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Knospe (Author)

Business economics - Economic Policy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In einem demokratischen System, wie dem der Bundesrepublik, sind Verbände nicht wegzudenken. Die ca. 1.500 Verbände, von denen die meisten aus dem Bereich der Ökonomie stammen, sind auf der „Lobbyliste“ des Bundestages aufgeführt, und werden somit offiziell bei Anhörungen berücksichtigt. Ihnen ist vor allem an der staatlichen Förderung ihrer Interessen gelegen. Interessenverbände machen die Gesellschaft transparent, man kann sie als einen stabilisierenden Ordnungsfaktor beschreiben. Umgekehrt sind Regierung und Verwaltung auf das Sachwissen, das Informationsmaterial sowie die Adressatenkenntnis der Verbände angewiesen. Beide Seiten profitieren so vom kooperativ - subsidiären Verhältnis. Die Verbände arbeiten beratend an den Entwürfen von Gesetzen mit, begutachten Gesetzesentwürfe, wirken gezielt auf Parlamentsfraktionen, Abteilungen der verschiedenen Ministerien oder auf einzelne Beamte oder Abgeordnete ein und betreiben öffentliche Werbung für ihre Zwecke.
Im Mittelpunkt sozialwissenschaftlicher Forschung über Interessenverbände steht bisher ihre Einflussnahme auf staatliche Entscheidungen. Ebenso soll auch hier die Beziehung zwischen Staat und Verbänden untersucht werden.
Besonderes Interesse gilt hierbei dem Einfluss und den Interaktionen des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) auf die politische Willensbildung. Im Zentrum des Interesses steht der Staat, der mit den Steuern die Unternehmen belastet und durch Gesetze und Vorschriften die Freiheit ihrer Entfaltung einschränkt. Betroffen sind die Interessen der Unternehmen in vielen Bereichen, wie in Fragen des Arbeitsrechts, der Unternehmensverfassung, der Steuer- und Wirtschaftspolitik, der Sozialpolitik und auch der internationalen Wirtschaftspolitik. Die Unternehmerverbände, insbesondere ihr Spitzenverband BDI, arbeiten wie selbstverständlich gegen die staatliche Regulierung des Marktes, wenn die unternehmerischen Gewinnchancen dadurch gemindert werden und setzen sich für das Eingreifen des Staates ein, wenn Kosten abgewandt werden können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung des „Bundesverbandes der Deutschen Industrie“(BDI)

3. Aufbau und Mitglieder

4. Zielsetzung und Aufgaben

5. Organe des Bundesverbandes

5.1. Mitgliederversammlung

5.2. Präsidium

5.3. Vorstand

5.4. Vizepräsidium

5.5. Ausschüsse

5.6. Präsident

5.7. Hauptgeschäftsführung

6. Mittel und Adressaten

7. Lobbyismus

8. Die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes

9. Politische Praxis anhand der Einführung des Dosenpfandes

10. Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) auf die politische Willensbildung in der Bundesrepublik Deutschland, um die tatsächliche Macht dieses Spitzenverbandes innerhalb des staatlichen Entscheidungsprozesses zu analysieren.

  • Struktureller Aufbau und Organisationsgrad des BDI
  • Zielsetzungen und Aufgaben der Interessenvertretung
  • Methoden des Lobbyismus und Einflussnahme auf die Gesetzgebung
  • Öffentlichkeitsarbeit und politisch-ideologische Strategien
  • Fallbeispiel der politischen Einflussnahme: Die Einführung des Dosenpfandes

Auszug aus dem Buch

7. Lobbyismus

Unter Lobbyismus versteht man, dass „ gesamte Bündel von Einflussmechanismen, mit denen gesellschaftliche Gruppen und Klassen versuchen, staatliche Entscheidungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen“. Das Lobbying ist das wohl noch immer wirkungsvollste Mittel der Verbandspolitik und soll im Folgenden anhand des Bundesverbandes untersucht werden.

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland greift durch politische Entscheidungen in das wirtschaftliche Geschehen ein, da die Meinung vorherrscht, der Markt könne alleine durch den Marktmechanismus nicht mehr funktionieren. Im Zuge dessen versuchen auch die Wirtschaftsverbände auf die Entscheidungen des Staates Einfluss zu nehmen. Im Bereich der Exekutiven konzentrieren sich die Verbände auf die Ministerien, da diese die politische Seite der Entwicklung des staatsmonopolistischen Kapitalismus reflektieren. Sie setzen alles daran, Vertrauenspersonen in die entscheidenden Stellen der Ministerien, wie dem Wirtschafts- und Finanzministerium, einzuschleusen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Erläutert die Rolle von Verbänden in der Demokratie und führt in die Fragestellung nach dem Einfluss des BDI auf die politische Willensbildung ein.

2. Entstehung des „Bundesverbandes der Deutschen Industrie“(BDI): Beschreibt die historische Gründung des Verbandes im Jahr 1950 unter Fritz Berg.

3. Aufbau und Mitglieder: Analysiert die organisationsstrukturelle Zusammensetzung und den hohen Organisationsgrad des BDI als Spitzenverband.

4. Zielsetzung und Aufgaben: Umreißt das Aufgabenspektrum sowie die Serviceleistungen des Verbandes für seine Mitglieder.

5. Organe des Bundesverbandes: Detaildarstellung der internen Gremienstruktur, von der Mitgliederversammlung bis zur Hauptgeschäftsführung.

6. Mittel und Adressaten: Betrachtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Zielgruppen der Interessenvertretung.

7. Lobbyismus: Untersucht die Mechanismen der Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger.

8. Die Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes: Beleuchtet die Rolle des Instituts der deutschen Wirtschaft als ideologisches Zentrum.

9. Politische Praxis anhand der Einführung des Dosenpfandes: Konkrete Fallstudie über die Interaktion zwischen Verband und Regierung bei einem kontroversen Thema.

10. Schlussbemerkung: Reflektiert die Ergebnisse und die Schwierigkeit der empirischen Nachweisbarkeit des politischen Einflusses.

Schlüsselwörter

Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI, Lobbyismus, Interessenverbände, politische Willensbildung, Gesetzgebung, Dosenpfand, Wirtschaftsverbände, Interessenvertretung, staatliche Regulierung, Einflussnahme, Politik, Bundesrepublik Deutschland, Machtposition, Verbändestruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) als einflussreicher Akteur innerhalb der politischen Prozesse in der Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Organisationsstruktur des BDI, seine Methoden der Lobbyarbeit, die Öffentlichkeitsarbeit und seine Rolle bei konkreten Gesetzesvorhaben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie groß der Einfluss des BDI auf die politische Willensbildung tatsächlich ist und inwieweit er staatliche Entscheidungen mitgestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Daten und Fallbeispiele, da direkter Zugang zu internen Verbandsdaten begrenzt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Organe des Verbandes, seine Strategien zur Beeinflussung von Regierung und Parlament sowie die praktische Anwendung dieser Mechanismen am Beispiel des Dosenpfandes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lobbyismus, Interessenvertretung, politische Willensbildung, BDI, staatliche Regulierung und Einflussnahme.

Wie nimmt der BDI Einfluss auf die Legislative?

Dies geschieht unter anderem durch die Besetzung von Kandidatenplätzen, Beraterverträge und die direkte Bereitstellung von Fachwissen für Abgeordnete und Ministerien.

Welche Rolle spielte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW)?

Das IW fungiert als politisch-ideologische Zentrale, die durch wissenschaftliche Publikationen und Medienarbeit die öffentliche Meinung zugunsten der Unternehmensinteressen beeinflusst.

Warum war der Fall "Dosenpfand" so bedeutend für die Studie?

Dieser Fall illustriert beispielhaft, wie der BDI versucht, regulatorische Eingriffe des Staates durch gezielte Lobbyarbeit zu verhindern oder abzumildern.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Die Rolle des Bundesverbandes der deutschen Industrie in der Bundesrepublik
College
Berlin School of Economics
Course
Arbeits-und Sozialstrukturen im Betrieb und gesellschaftliche Interessenvertretung
Grade
1,0
Author
Katrin Knospe (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V18270
ISBN (eBook)
9783638226530
ISBN (Book)
9783668221789
Language
German
Tags
Rolle Bundesverbandes Industrie Bundesrepublik Arbeits-und Sozialstrukturen Betrieb Interessenvertretung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Knospe (Author), 2003, Die Rolle des Bundesverbandes der deutschen Industrie in der Bundesrepublik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18270
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint