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Zweisprachige Kindererziehung

Title: Zweisprachige Kindererziehung

Term Paper , 2003 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Daniela Baumgartl (Author)

Social Work
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Während meines Praktikums in der deutsch - französischen „Kinder - Ecole“ habe ich mich eingehend mit dem Thema „Zweisprachige Erziehung von Kindern“ beschäftigt, da dieser Bereich durch Anregungen und Beobachtungen aus der Praxis bei mir ein besonderes Interesse auslöste. Ich hatte die Möglichkeit, die Kinder in Alltagssituationen und dabei im Umgang mit ihren zwei Sprachen zu erleben.

Zunächst werde ich definieren, was es eigentlich bedeutet, zweisprachig zu sein.
Anschließend gehe ich dann auf die Verwirklichung von Zweisprachigkeit in der Kindeserziehung ein. Am Ende des Berichtes stelle ich eine eigens durchgeführte Fallstudie dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zweisprachige Erziehung

2.1 Definition von Zweisprachigkeit

2.2 Urteile und Vorurteile über Zweisprachigkeit

2.3 Die kindliche Sprachentwicklung

2.4 Lernen zweisprachige Kinder anders sprechen?

2.5 Zweisprachige Erziehung eines Kindes bei Trennung der Eltern

3. Wege zur Zweisprachigkeit

3.1 Schwache Sprache – starke Sprache

3.2 Eine Person – eine Sprache (Partnerprinzip)

3.3 Ausnahmen des Partnerprinzips

3.4 Familiensprache – Umgebungssprache

3.5 In einer Fremdsprache erziehen

4. Mehrere Sprachen sprechen, mehrere Kulturen leben

4.1 Interkulturelle Erziehung - Interkulturelles Lernen

5. Störungen in den Sprachen

5.1 Sprachmischungen und Interferenzen

5.2 Sprachverweigerung

5.3 Stottern

6. Eigens durchgeführte Fallstudie zu der unterschiedlichen Entwicklung zweier Kinder, die zweisprachig aufwachsen (Sprachberg)

7. Resumée

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der zweisprachigen Kindererziehung unter Berücksichtigung theoretischer Ansätze sowie praktischer Erfahrungen aus einem deutsch-französischen Kindergarten. Ziel ist es, Vorurteile gegenüber Bilinguismus zu hinterfragen und die Bedeutung des sozialen Umfelds sowie individueller Persönlichkeitsmerkmale für den Spracherwerb zu beleuchten.

  • Grundlagen der Definition und Sprachentwicklung bei zweisprachigen Kindern
  • Analyse gängiger Urteile und Vorurteile gegenüber Zweisprachigkeit
  • Methodische Ansätze wie das Partnerprinzip und die Familiensprache
  • Einfluss von Trennungssituationen auf den zweisprachigen Erziehungsprozess
  • Fallstudienbasierte Beobachtungen zur individuellen Sprachentwicklung

Auszug aus dem Buch

3.1 Schwache Sprache – starke Sprache

Oft gibt es in Ausmaß und Beherrschung ein Ungleichgewicht zwischen zwei Sprachen, die gleichzeitig von einem Kind gelernt werden sollen. Im Normalfall wird immer eine Sprache perfekter beherrscht, als die andere. Das Kind hat somit eine starke und eine schwache Sprache. Bei der Möglichkeit nach Auswahl bevorzugt ein Zweisprachiger im Normalfall automatisch immer seine starke Sprache.

„Die Ausbildung der starken und der schwachen Sprache hängt von einer Reihe von Faktoren ab: So sind natürlich Art und Zeitpunkt der jeweiligen Spracherlernung sowie Intensität des Sprachgebrauchs und damit der Sprachübung maßgebend. Andererseits sind aber auch emotionale, soziale und persönliche Gründe für bestimmte Vorlieben verantwortlich.(...) Wenn der Zweisprachige jedoch dauernd seine starke Sprache verwenden würde, gingen die Kenntnisse der schwachen Sprache immer mehr verloren bzw. vorhandene Kenntnisse würde nicht trainiert und verbessert werden können. Das Gute allerdings scheint zu sein, dass in diesem Kreislauf von Ursache und Wirkung fast nie die freie Sprachwahl für den Zweisprachigen in Frage kommt. Der Gebrauch einer Sprache wird meist von Anlässen oder Personen vorgegeben. Hier sind also die Beziehungen zwischen starker und schwacher Sprache sehr schwer festzulegen“ (Jonekeit, Kielhöfer 2002: 12)

Allerdings muss die zunächst starke Sprache nicht gezwungenermaßen immer die stärkere bleiben, wenn zum Beispiel durch einen Sprachurlaub die zunächst schwache Sprache außerordentlich gefördert wird, kann diese auch durchaus die Rolle der starken Sprache übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der persönlichen Motivation durch ein Praktikum in einer bilinguellen Kindertageseinrichtung.

2. Zweisprachige Erziehung: Theoretische Definitionen, Widerlegung verbreiteter Vorurteile und Betrachtung der kindlichen Sprachentwicklung sowie familiärer Krisensituationen.

3. Wege zur Zweisprachigkeit: Erörterung der Dynamik zwischen starker und schwacher Sprache sowie Anwendung verschiedener Sprachmodelle wie des Partnerprinzips.

4. Mehrere Sprachen sprechen, mehrere Kulturen leben: Untersuchung der interkulturellen Erziehung und der Bedeutung von Lernmaterialien in einem multikulturellen Kontext.

5. Störungen in den Sprachen: Kritische Auseinandersetzung mit Phänomenen wie Sprachmischung, Sprachverweigerung und dem Vorurteil des Stotterns.

6. Eigens durchgeführte Fallstudie zu der unterschiedlichen Entwicklung zweier Kinder, die zweisprachig aufwachsen (Sprachberg): Detaillierte Beobachtung und Analyse zweier Kinder zur Veranschaulichung individueller Unterschiede im Spracherwerbsprozess.

7. Resumée: Abschließende Reflexion über die persönliche Faszination und die lebenslange Bereicherung durch Zweisprachigkeit.

Schlüsselwörter

Zweisprachigkeit, Bilinguismus, Sprachentwicklung, Erziehung, Kindertageseinrichtung, Partnerprinzip, Familiensprache, Sprachverweigerung, Interkulturelle Erziehung, Sprachmischung, Identität, Sprachentwicklungsstörungen, Fallstudie, Sprachinput, Mehrsprachigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Praxis und Theorie der zweisprachigen Erziehung von Kindern, basierend auf Literaturstudien und eigenen Beobachtungen in einer bilingualen Kindereinrichtung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Spracherwerb, die Identitätsentwicklung, der Umgang mit Sprachmischungen und die Rolle des sozialen Umfelds im bilingualen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, gängige Mythen und Vorurteile gegenüber zweisprachig aufwachsenden Kindern zu entkräften und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Faktoren den Spracherwerb beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen empirischen Fallstudie, in der die Sprachentwicklung zweier Kinder vergleichend beobachtet wurde.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden zur Vermittlung der Zweisprachigkeit, Strategien zur interkulturellen Erziehung sowie Analysen möglicher Sprachstörungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zweisprachigkeit, Spracherwerb, Partnerprinzip, Sprachverweigerung und interkulturelle Identität.

Wie beeinflusst eine Trennung der Eltern die zweisprachige Erziehung?

Eine Trennung kann den Spracherwerb emotional erschweren, besonders wenn Eltern Machtkämpfe über das Kind ausfechten und eine Sprache als Teil der Konfliktbewältigung abgelehnt wird.

Warum verweigern manche Kinder eine Sprache?

Gründe können soziales Prestige, der Wunsch nach Konformität mit der Umgebung, ein Mangel an Sprachkenntnissen oder gestörte emotionale Beziehungen zu den Bezugspersonen sein.

Was versteht man unter dem „Sprachberg“-Konzept?

Es dient als Metapher dafür, dass der Weg zur Zweisprachigkeit individuell sehr unterschiedlich verläuft – manche Kinder finden einfache Wege, andere müssen mühsam "Steine aus dem Weg räumen".

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Details

Title
Zweisprachige Kindererziehung
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
2,0
Author
Daniela Baumgartl (Author)
Publication Year
2003
Pages
27
Catalog Number
V18273
ISBN (eBook)
9783638226561
Language
German
Tags
Zweisprachige Kindererziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Baumgartl (Author), 2003, Zweisprachige Kindererziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/18273
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